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Der neunte IOC-Präsident heißt … Thomas Bach (FDP)

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illustration: Sebastian Domenech exclusively for Sport and Politics

illustration: Sebastian Domenech exclusively for Sport and Politics

BUENOS AIRES. Ich nehme in der Überschrift das Ergebnis schon mal vorweg und melde mich aus meinem Büro in der Lobby des Hilton Hotel, wo in wenigen Minuten die wichtigste Personalie der deutschen Sportgeschichte entschieden wird. (Sollte etwas anderes passieren, nehme ich die Prügel gern entgegen.)

Gerade hat jemand aus China zu meiner gestrigen Stimmen-Vorhersage kommentiert, Yang Yang werde ebenfalls für Bach stimmen. Gut zu wissen.

Nicht von ungefähr sagt unser aller Lieblingsscheich gerade, Bach werde in der ersten Runde mit 50 bis 56 Stimmen triumphieren.

„I want YOU“ — Der Scheich kurz vor Beginn der Session

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I am the right IOC president, because …

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BUENOS AIRES. In genau acht Stunden wird der neunte Präsident in der Geschichte des IOC verkündet. Mächtigster Mann des Weltsports wird mit großer Wahrscheinlichkeit Thomas Bach (FDP) – seine möglichen Unterstützer habe ich gestern genannt. Wenn er keinen Erstrundensieg schafft, geht es im Finale vielleicht doch gegen Richard Carrión. Daran haben Aufgeregtheiten gestern um die Äußerungen von Denis Oswald nichts geändert. Bach benutze „seine Position, um für die Gesellschaften, die er vertritt, Vorteile herauszuholen. Ich wünsche mir einen unabhängigen Präsidenten“, sagte Oswald.

Oswald wurde vom IOC angeblich verwarnt, welch ein Witz. Ich sage angeblich, weil es dazu natürlich keine IOC-Erklärung gibt. Kommunikation und Intransparenz in der IOC-Administration ist einfach nur: unwürdig peinlich. Ich gehe gleich weiter darauf ein.

Bis dahin lasse ich hier die sechs Präsidentschaftskandidaten sprechen bzw schreiben. Sie werden derlei Botschaften weltweit nirgends sonst finden – so wie es auch die Manifestos zuerst an dieser Stelle gab.

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IOC presidential projection: Which IOC members may vote for Thomas Bach?

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Bach: I love Al-Sabah!

illustration: Sebastian Domenech — exclusively for Sport and Politics

It’s gonna be thrilling. One more day to go.

The election of the 9th IOC president will take place on Tuesday, 10 September 2013, 11 a.m. local time in Buenos Aires, Argentina. As opposed to rumors buzzing around, all six candidates are still in the race. The German Thomas Bach is widely seen as the favorite — and his first-round victory certainly is the most likely outcome. However, he would be ill-advised to solely rely on the support of the notorious Sheikh Ahmad Al-Sabah. Remember the likes of Alejandro Blanco and Marius Vizer — and better be on guard.

Members of Bach’s entourage expect at least 42 votes in the first round — the majority is expected to be 47 or 48 votes depending on the number of members attending the session (unfortunately, IOC’s so called communications department does not provide any proper information) and being allowed to vote in the first round (members coming from candidate’s countries can not vote as long as the candidates are in the race).

The presidential candidates Ching-Kuo Wu (Taiwan) and Denis Oswald (Switzerland) are believed to be the weakest contenders. Likewise the task has become much more difficult for Ser Miang Ng (Singapore) since Tokyo were awarded the 2020 Games as Asia is very unlikely to get two „gold medals“ at the same IOC session. So, could the Puerto-Rican Richard Carrión benefit from the situation? Or maybe Sergey Bubka from the Ukraine?

There is one thing for sure — the more rounds it takes the more dangerous the scenario gets for the favorite, Thomas Bach.

But who are Mr. Bach’s supporters? The following forecast is based on interviews with IOC members, IF presidents, longtime observers of the olympic movement as well as journalistic research.

Information and projection is supplied without liability!

Your comments, please!

See the list!

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Prinzenalarm im VEB Kranbau #IOC-countdown7

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BUENOS AIRES. Prinzenalarm. Mal wieder. Felipe, der Prinz von Asturien, schlendert vorbei. Er ist schwer im Geschäft mit Madrid 2020 und hat sich schon vor zwei Wochen zwei volle Tage frei geschlagen für die Proben daheim in der spanischen Hauptstadt.

Dauerbloggen hatte ich versprochen. Es ist manchmal schwierig. Mit der Arbeit und überhaupt. Bin zwar schon wieder elf Stunden auf den Beinen, komme aber erst jetzt zu einigen Zeilen aus meinem Office, der Lobby des Hilton, außerdem ist das Internet ne Katastrophe. Der Zirkus ist schon gut besucht. Als letzter IOC-Präsidentschaftskandidat, wenn ich das richtig sehe, traf vor einer guten Stunde Sergej Bubka ein, der in Rio mit der IOC-Koordinierungskommission beschäftigt war.

#IOC-Dienstmeldung: Etliche Direktoren haben gerade eingecheckt. In Aktion: Dibos, Coates, Ramsamy – denke mal, alles sichere Stimmen für den Präsidentschaftsfavoriten Bach, der gerade den deutschen Botschafter in Argentinien zu Gast hatte. Ching-Kuo Wu gibt Interviews. Dazu der künftige WADA-Chef Reedie, Hickey; Fasel flaniert. Bubka mit Team zum ersten Meeting. Und Gilady platziert sich, natürlich, er ist der Herr der Hotellobbys. Frankie Fredericks nimmt einen Snack zu sich. Gerardo Werthein, Nouveau Riche und Gastgeber der 125. IOC-Session, erkundigt sich bei den Kollegen nach dem Befinden. „Wenn Ihr was braucht, lasst es mich wissen.“ Werthein hat bereits vom Deal mit dem Scheich profitiert, als Buenos Aires vor zwei Monaten in Lausanne die Olympischen Jugendspiele 2018 zugesprochen wurden. Nun muss er liefern und Madrid unterstützen.

Charakteristisch für Puerto Madero sind übrigens gelbe Kräne …

hiltonkran

… und damit ist diese IOC-Session doch ziemlich DDR-geprägt.

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IOC-Countdown (14 Tage): die Ruhe vor dem Sturm

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Ooops. Ist jemandem aufgefallen, dass der Countdown mal eben fünf Tage unterbrochen war? Ging nicht anders. Multitasking hat seine Grenzen.

Kurz einige Hinweise, was sich gerade tut in der olympischen Welt:

  1. IOC-Präsidentschaftskandidat Thomas Bach ist ein paar Tage daheim in Deutschland. Wird gewiss kurz bei der Kanu-WM in Duisburg vorbei schauen.
  2. IOC-Präsidentschaftskandidat Denis Oswald weilt in Chungju/Südkorea bei (seiner) der Ruder-WM und dem FISA-Hauptsponsor Samsung. Die Samsung-Gottheit Kun Hee Lee fühlt sich nach langer Krankheit übrigens fit genug für eine Reise nach Buenos Aires. Das ist keine unwichtige Meldung.
  3. Die beiden asiatischen IOC-Präsidentschaftskandidaten Ching-Kuo Wu und Ser Miang Ng setzen sich bald Richtung Südamerika in Bewegung, wo sie vor der Final Destination Buenos Aires noch in Rio de Janeiro Station machen. Wu hat als Mitglied der IOC-Koordinierungskommission zu tun.
  4. Der Präsidentschaftskandidat Richard Carrión fliegt ebenfalls via Rio nach BA.
  5. Der Präsidentschaftskandidat Sergej Bubka, Führender in unserer Umfrage, hat in Kiew gerade die WM der Rhythmischen Sportgymnastik zu Gast, bevor er nach Rio de Janeiro fliegt, wo er als Mitglied der IOC-Koordinierungskommission für die Spiele 2016 von Samstag bis Montag eingespannt ist, bei der Judo-WM vorbei schaut und dann nach BA hetzt.

Die IOC-Mitglieder, die in Rio beim 5. Besuch der Koordinierungskommission im Windsor Atlantica Hotel an der Copacabana im Einsatz sind: Nawal El Moutawakel (Chefin), Ching-Kuo Wu, Willi Kaltschmitt Luján, Richard L. Carrión, Nat Indrapana, Alex Gilady, Patrick Joseph Hickey, Gunilla Lindberg, Julio César Maglione, Timothy Tsun Ting Fok, John Coates, Nicole Hoevertsz, Batrice Allen, Sergej Bubka, Alexander Popow.

Schon seit zehn Tagen ist Putin-Freund, SportAccord- und IJF-Präsident Marius Vizer im Sofitel Copacabana und in der Maracanazinho Arena bei der Judo-WM mächtig aktiv. Vizer hat seinen Kumpel, den Putin-Jugendfreund und Milliardär Arkady Rotenberg, Chef des St. Petersburger Judoklubs, zum Development Manager des Weltverbandes IJF gemacht. Entwicklungshilfe, klar. Vizer ließ sich für weitere sechs Jahre als IJF-Präsident im Amt bestätigen. Seinen Judo-Buddy Patrick Hickey, der einst dem Bach-Lager zuzurechnen war und der Geschäfte in Aserbaidschan macht (Europäische Spiele), in die Hall of Fame der IJF aufgenommen:

Pat Hicky, Marius Vizer (c) IJF

Pat Hicky, Marius Vizer (c) IJF

Hach, und am Wochenende war wieder Sepp-Blatter-Turnier auf dem Sepp-Blatter-Fußballplatz in Ulrichen, quasi Sepp-Blatter-Gemeinde. Sepp Blatter hat viele Sepp-Blatter-Freunde empfangen, den Sepp-Blatter-Franz und den Sepp-Blatter-Günni-Netzer, und diesmal schaute sogar die deutsche Nationalmannschaft der Skilangläufer vorbei. (Musste das sein, Sportfreunde?) Und am Sepp-Blatter-Tag beim Sepp-Blatter-Turnier auf dem Sepp-Blatter-Fussballplatz gab Sepp Blatter ein typisches Sepp-Blatter-Interview oder nur einige Sepp-Blatter-Wortfetzen und kündigte einmal mehr eine Sepp-Blatter-Rolle-Rückwärts an: die wegen Korruption nach Katar in die Sommerhitzehitze vergebene Fußball-WM 2022 wird wohl in den Winter verlegt. Hach, was bringt das weiter für schöne Schlagzeilen und künstlichen Medienhype, der Recherche überflüssig macht.

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IOC-countdown (19 days): all you need is … information about the IOC Session 2013 and its decisions #IOCpresidency #OG2020 #2020sports

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If you get the right information, you can probably make the right decisions in all three IOC polls.

There are three important decisions to be made by the 125th IOC Session in Buenos Aires, Argentina, early next month.

Over the next few weeks I am going to offer you some basic information, some PR stuff (see below :), some exclusive stuff (see below and check the blog), a lot of rumors, analysis and as much independent journalistic research as I am able to do.

I do think the legions of well paid spin doctors and olympic PR people can not really direct me since I am not cashing for their advertising campaigns on my blog – this is a huge difference to other olympic devoted online and offline media.

  • I will run a 24/7 blog covering IOC meetings in Rio de Janeiro and Buenos Aires including the 125th IOC Session.
  • I will use Twitter extensively – most of my tweets will be in English.
  • After all my IOC ebook will be published at the end of September – in German only.

My blog posts will be written in German as well, with some exceptions. If you don’t read German, try Google translation, it should be much better than my poor English.

If you are interested in really independent journalism and research, consider to support my crowdfunding project, buy my ebook and be a part of this new journalism project.

I recommend, of course, my special offer – check it out.

I invite you to take part in the discussion.

  • If you got information to be published and/or background information, don’t hesitate to contact me. (Give a shit on NSA and other agencies.)
  • Share this blog and its posts on social media.
  • Subscribe to my newsletter.

Some polls, basic information, PR and useful links – please, take your time! Have your vote, please.

1) 125th IOC SESSION BUENOS AIRES, ARGENTINA

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IOC-Countdown (22 Tage): und noch zwei Umfragen #OG2020 #coresports2020

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Sorry, war den ganzen Tag unterwegs. Deshalb im Countdown heute nur Kleinigkeiten.

Obwohl, für Spanien/Madrid, Japan/Tokio und die Türkei/Istanbul ist es natürlich keine Kleinigkeit, ob sie Olympiagastgeber 2020 werden oder nicht. Die Entscheidung fällt am 7. September auf der IOC-Session in Buenos Aires. Bis dahin sind die Wahllokale geöffnet:

Which city will become the host city of the Olympic Games 2020? - Wer wird Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 2020?

  • Istanbul

    80.4%

  • Tokyo

    11.6%

  • Madrid

    8.1%

Lade Umfragedaten…

Eine weitere Entscheidung trifft die IOC-Vollversammlung in Argentinien: Zu den 25 olympischen Kernsportarten für die Sommerspiele 2020 (plus Rugby Sevens und Golf) kommt eine Sportart hinzu, dann sind die maximal 28 Sportarten wieder erreicht. Nach dem Schock des Februars, als Ringen aus der Liste der Core Sports gestrichen wurde, und der Erleichterung Ende Mai, als Ringen unter acht Bewerbern doch wieder auf die Shortlist für Buenos Aires kam, deutet fast alles darauf hin, dass die Ringer unter dem neuen FILA-Präsidenten Nenad Lalovic (Serbien) und mit Unterstützung aus Russland, den USA und sogar Iran das Olympia-Aus abwenden.

Ab ins Wahllokal:

Which sports should be added to the Olympic program 2020? - Welche Sportart sollte in das Programm der Olympischen Sommerspiele 2020 aufgenommen werden?

  • Ringen/Wrestling

    64.6%

  • Softball and Baseball

    18.2%

  • Squash

    17.2%

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Die aus deutscher Sicht natürlich wichtigste, weil voraussichtlich historische IOC-Entscheidung mit dem UDIOCM, das in der Blog-Abstimmung schon von Sergej Bubka überholt wurde:

Who should become the 9th IOC president? - Wer soll am 10. September 2013 in Buenos Aires IOC-Präsident werden?

  • Der Stabhochspringer: Sergej Bubka (Ukraine)

    40.4%

  • Der Ruderer: Denis Oswald (Schweiz)

    18.7%

  • Der Lobbyist: Thomas Bach (FDP)

    18.6%

  • Der Segler: Ser Miang Ng (Singapur)

    8.6%

  • Der Banker: Richard Carrión (Puerto Rico)

    8.4%

  • Der Architekt: Ching-Kuo Wu (Taiwan)

    5.2%

Lade Umfragedaten…

Abschließend die wirkliche Kleinigkeit: Es gab tatsächlich noch ePost auf meine Anfrage vom Freitag, denn Sergej Bubka hatte versprochen, heute detailliert darauf zu antworten, was sich mit der offiziellen IOC-Antwort aber erledigt hatte. Verstanden?

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IOC-Countdown (24 Tage): demaskierende IOC-Email nach Fragen an Präsidentschaftskandidaten #anti-gay-law #Sochi2014

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Eine Summary der gestrigen Email- und Wortwechsel.

Am Freitagmorgen habe ich angesichts der verschärften weltweiten Diskussionen um Putins Anti-Homosexuellen-Gesetz und der Äußerungen von Jelena Isinbajewa, Botschafterin des IOC für die Youth Olympic Games (YOG) und Bürgermeisterin des Olympischen Dorfes 2014 in Sotschi, den sechs IOC-Präsidentschaftskandidaten einige Fragen gestellt.

Bis zum Abend ließ Sergej Bubka ausrichten, er wolle die Fragen am Montag beantworten. Richard Carrión ließ mitteilen, einer seiner Mitarbeiter werde sich telefonisch melden.

Thomas Bach, Ser Miang Ng, Ching-Kuo Wu und Denis Oswald schwiegen.

Spätabends, 22.31 Uhr, schickte mir Emmanuelle Moreau aus dem IOC Press Office eine Message des IOC-Generaldirektors Christophe de Kepper und des IOC-Kommunikationsdirektors Mark Adams. Sie schreiben, die Kandidaten hätten sich miteinander verständigt (was ich aus diversen Quellen bereits wusste) und um diese offizielle Mitteilung gebeten.

Ich möchte diese Email nicht unbedingt als Antwort auf meine Fragen bezeichnen. Denn Fragen werden nicht wirklich beantwortet.

Das ist typisch für das IOC.

Es ist auch typisch für die meisten Präsidentschaftskandidaten.

Möchte gar nicht zu viel hineinheimsen und interpretieren, sondern will an diesem Beispiel einfach mal zeigen, wie Kommunikation in dieser Szene meist funktioniert bzw gar nicht erst zustande kommt.

An einem anderen Beispiel, der Recherche von Grit Hartmann (ihren Fragen an Thomas Bach und den Drohungen von Bachs Anwalt Christian Schertz), habe ich das kürzlich skizziert.

Ich werde darauf im Ebook ausführlich eingehen, weil derartige Vorgänge typisch sind für diese Branche.

Fragen kann man sich meist sparen. Fragen sind meist nur Folklore.

Mark Adams beispielsweise antwortet manchmal erst nach Wochen und dann auch nur mit wenigen Worten, meist ohne auf die Fragen und Details einzugehen. Das ist alles vorsintflutlich.

Gleichzeitig aber verbreiten manche wichtigen Leute, auch bestimmte Präsidentschaftskandidaten und deren Paladine, seit langem die Wahrheitsbeugungen, sie wären hier und da und überhaupt ja gar nicht gefragt worden.

Das ist ein wichtiger Teil ihrer Propaganda, die oft genug auch von Journalisten, die sich für Recherche nicht interessieren, übernommen werden.

Zur Dokumentation nun …

  • meine Fragen,
  • die Email des IOC …
  • … und mein Versuch, Fragen und Email irgendwie in einen Zusammenhang zu bringen.

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IOC-Countdown (25 Tage): what the six presidential candidates have to say about Russia’s anti-gay-law, Isinbayeva and Sochi 2014

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Wait and see.

While waiting:

I told the six gentlemen, candidates for IOC presidency, that I am going to publish their answers in length immediately upon receipt.

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IOC-Countdown (28 Tage): Wer soll IOC-Präsident werden? #voting

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Heute in vier Wochen, am 10. September 2013, wird in Buenos Aires der neunte IOC-Präsident gewählt.

Hier ist das Wahllokal bereits geöffnet, ich darf doch bitten:

Who should become the 9th IOC president? - Wer soll am 10. September 2013 in Buenos Aires IOC-Präsident werden?

  • Der Stabhochspringer: Sergej Bubka (Ukraine)

    40.4%

  • Der Ruderer: Denis Oswald (Schweiz)

    18.7%

  • Der Lobbyist: Thomas Bach (FDP)

    18.6%

  • Der Segler: Ser Miang Ng (Singapur)

    8.6%

  • Der Banker: Richard Carrión (Puerto Rico)

    8.4%

  • Der Architekt: Ching-Kuo Wu (Taiwan)

    5.2%

Lade Umfragedaten…

Die IOC-Vollversammlung wählt am 10. September ab 16 Uhr MESZ (11 Uhr Ortszeit).

Dieses Wahllokal schließt am 10. September um 17.29 Uhr MESZ, eine Minute vor der Verkündung.

Für 17.30 Uhr MESZ ist in Buenos Aires die Präsentation des neuen IOC-Präsidenten geplant. Um 18.30 Uhr MESZ gibt er seine erste Pressekonferenz und um 20.00 Uhr MESZ einen Empfang.

Um den geneigten Blog-Besuchern die Wahlentscheidung zu erschweren, noch einmal die Programme der Kandidaten, die Anfang Juli weltweit exklusiv hier im Blog veröffentlicht wurden. Den Kandidaten ist es gemäß IOC-Ethikrichtlinien nicht erlaubt, ihre Programme öffentlich zu machen (die waren nur für IOC-Mitglieder bestimmt) und beispielsweise eine Webseite einzurichten.

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IOC-Countdown (29 days to go): Happy birthday, Sheikh Ahmad!

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MOSKAU. Ab heute läuft in diesem Theater der Countdown zur Wahl des IOC-Präsidenten. Am 10. September 2013 wird auf der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in Buenos Aires der neunte Präsident in 119 Jahren gewählt.

Es geht um die wichtigste Personalie der deutschen Sportgeschichte.

Und es müssen diese Fragen beantwortet werden:

  • Rettet sich der Favorit Thomas Bach (UDIOCM) als Sieger über die Ziellinie und beseitigt mit einem souveränen Erstrundensieg vielleicht gar alle Mutmaßungen, sein Vorsprung schmelze?
  • Oder können Ser Miang Ng (Singapur), Richard Carrión (Puerto Rico) oder Sergej Bubka (Ukraine) eine Überraschung schaffen?

All diesen Fragen werde ich mich ab heute täglich im Blog widmen. Ab Ende August beginnt dann das zweiwöchige Live-Blogging aus Südamerika, das mein/unser Buchprojekt ergänzt und erweitert. Vor der Wahl gibt es für alle Vorfinanzierer, Prämienbucher, Crowdfunder außerdem ein Dossier. Das Ebook erscheint in der zweiten Septemberhälfte.

Wenn Sie schon sonst kaum etwas Originäres finden zur IOC-Präsidentschaft in deutschen Medien, wenn schon kein anderer Journalist all diese wichtigen Termine wahrnimmt – hier bündelt sich vieles, live-Recherche, exklusive Informationen, erstklassige Gerüchte, Irrungen und Wirrungen eines Journalisten, der Irsinn der Branche und hoffentlich bald auch zu diesem Themenkomplex eine lebendige Diskussion.

Dazu morgen etwas mehr – zunächst im Newsletter (den Sie hier abonnieren können) für alle Crowdfunder, später im Blog.

Heute zunächst ein Hinweis auf meinen Liebling des Tages:

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag, lieber Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah!

Happy birthday, dear Sheikh Ahmad!

Der Scheich, selbst ernannter IOC-Königsmacher, feiert heute also seinen Fünfzigsten. Mein Lieblingsscheich. Einer, der einen Heidenspaß daran hat, im Konzert des Weltsports die erste Geige zu spielen. Was hat er sich vorgenommen für die zweite Lebenshälfte? Er will in Kuwait eine wichtigere Position einnehmen als zuletzt, als er mehrere Ministerposten bekleidete (und zwischenzeitlich als OPEC-Präsident amtierte). Und er will, wenn es in Kuwait nicht so klappen sollte, vielleicht in acht oder zwölf Jahren IOC-Präsident werden. Olympische Spiele am Persischen Golf wären auch ganz nett. Und überhaupt: Der Scheich will einfach nur spielen.

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From Russia with love (III): live-Blog mit Usain Bolt, Wasserstandsmeldungen zum IOC-Wettrennen

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MOSKAU. War spät gestern. Marschierte gegen vier Uhr aus dem Ukraina. Heute einige Frühstücksgespräche. Gleich wieder in die Höhle des Löwen und in viereinhalb Stunden im fein klimatisierten IAAF-Bus ins Luschniki-Stadion. Dort ab etwa 18 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MESZ) ein Live-Blog rund um den Auftritt von The Legend Usain Bolt.

Vielleicht wird die Frage der IOC-Präsidentschaft, deshalb bin ich hier, doch noch spannend. Dass der Favorit (UDIOCM) nervös wird, hatte ich bereits angedeutet. Wenn man mich fragt, und das passiert gerade in IOC-Kreisen gelegentlich, denn es treiben sich ja kaum andere Journalisten herum, aus Deutschland im Ukraina schon gar nicht, dann sage ich wahrheitsgemäß: Er scheint mir noch vorn zu liegen.

Und ich frage zurück: Wo sollen die anderen ihre Stimmen gewinnen? Für mich derzeit die Kernfrage, denn ich sehe nach wie vor ein paar Dutzend Unterstützer für das UDIOCM, aber ich sehe die nicht für andere.

Bloß, wie belastbar sind all das Getuschel, sind all die Gerüchte?

Was macht der Scheich gerade und vor allem: was macht er kommende Woche? Was macht Carrión, macht er überhaupt etwas? Was macht Bubka, der hier ja fast Heimvorteil hat?

Die Berater des UDIOCM geben sich ultimativ gelassen. Aber aus allen Richtungen hört man anderes. Manches, was so als elektronische Post verschickt wird und nicht nur von der NSA, sondern auch von anderen Menschen gelesen wird, signalisiert durchaus: Genervtsein. Panik? Schwimmen die Felle davon?

Fakt ist: Fast jeder aus dem Business will etwas zum derzeitigen sportpolitischen Top-Thema in Deutschland wissen, zur Dopingstudie. Alle denken daran, wie sich das noch auf Bach auswirken könnte.

Das sind alles so Punkte, die es weiter zu erörtern gilt. Am Ende soll ja ein Ebook stehen. (Und vielleicht noch eine Überraschung.)

Vielleicht wird der Live-Blog aus Buenos Aires von der IOC-Vollversammlung, der bestimmt vom 2. bis 10. oder 11. September gehen wird, aber auch der eigentliche Höhepunkt des Crowdfunding-Buchprojekts. Denn Bloggen hat doch seinen unwiderstehlichen Reiz, finde ich. Am Ende werde ich da wohl mehr Text produziert haben als im eigentlich Buch.

Aber nun: zurück an die Arbeit.

Ich melde mich in ein paar Stunden aus dem Luschniki-Stadion.

19.57 Uhr: Früher ging nicht. IOC-Buch ist wichtiger. Mein Bild von der Szene und dem präsidialen Treiben wird runder.

Das Halbfinale des Witzbolts habe ich auf meiner Odyssee durchs Stadion auf einer Sportlertribüne gesehen.

Auch das liebe ich so an den Russen. Einfach energisch mit der Akkreditierung wedeln, dann kommt man öfter mal dorthin, wo man nicht hinkommen sollte. Hier jedenfalls. Die Ordnungskräfte sind ziemlich relaxt, oder sagen wir vielleicht besser: Es kümmert sie nicht allzu sehr. Solange nicht Putin in der Nähe ist, wie gestern Abend. Dann stehen die Räder still. Und selbst IOC-Vizepräsidenten, drei habe ich gesehen, irren umher auf der Suche nach einer standesgemäßen Limo. Doch sie mussten, wie alle anderen warten, weil eine Stunde lang gar nichts ging. Kein Auto, kein Bus, durfte vom VIP-Bereich Luschniki verlassen. Auf diese Stunden und darauf, wer wo wann mit wem campierte, komme ich später noch oft zurück. Habe bis nachts um vier daran gearbeitet, Auskünfte einzuholen. Scheint mir wichtig. #Geheimnistuerei

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