primo nebiolo

Don Mario Vázquez Raña (†)

[caption id="attachment_19795" align="aligncenter" width="1024"]Foto: PASO Don Mario Vázquez Raña (Foto: PASO)[/caption]

Da ist es nur noch einer aus dem einst so mächtigen Latino-Quartett, das den olympischen Weltsport ein Vierteljahrhundert beherrschte und viel länger prägte. Nach Primo Nebiolo († 1999) und Juan Antonio Samaranch († 2010) starb Don Mario Vázquez Raña am Sonntagmittag in Mexico City. Er wurde 82 Jahre alt, hinterlässt eine Frau, fünf Kinder, zahlreiche Enkel und eine große olympische Geschichte.

Don Mario, Medien-Tycoon, ein líder del olimpismo, ein Freund Fidel Castros. Ein Vertrauensmann der IOC-Präsidenten Samaranch und Jacques Rogge. Und einst auch ein Partner von Horst Dassler.

Bleibt Jean-Marie Faustin Goedefroid de Havelange, João genannt, der am 8. Mai seinen 99. Geburtstag feiert und im kommenden Jahr als 100-Jähriger die Olympischen Spiele in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro erleben will.

Skate-Gate, Teil 2? Das Korruptionsproblem im Preis- und Kampfrichterwesen

VANCOUVER. Aus aktuellem Anlass, eine Gute-Nacht-Lektüre aus der Olympiastadt. Skate-Gate, Teil 2?

The Winter Olympics. The only time the rest of the sporting world has its eyes on this beautiful, difficult, horribly corrupt and politicized sport.

Das schreibt Sports Illustrated. Man könnte auch sagen: The Winter Olympics sind der einzige Anlass, zu dem sich Sports Illustrated, der langjährige IOC-Sponsor (Time Warner), für derlei Hintergründe interessiert: „Judge’s e-mail exposes corruption of figure skating’s scoring system“. Sonst kommt: nichts. Sportpolitisch ist SI ein Witzblatt. Aber lassen wir das, ein Seitenhieb muss reichen. Der Artikel gibt einen Überblick zur aktuellen Diskussion. Ich empfehle, einfach mal den Namen Joe Inman bei Google News einzugeben, die Suchmaschine spuckt dann etliche auch deutsche Treffer aus.

Retrospektiv möchte ich ein Kapitel aus dem Buch „Korruption im Sport“ anbieten – (fast) umsonst :)

Wie die Leichtathletik-WM nach Berlin kam

[caption id="attachment_4652" align="aligncenter" width="544"]Jubel bei Schily, Wowi & Co. Happy End in Helsinki, Dezember 2004 — WM-Sieg für Berlin![/caption]

So war das damals, am 4. Dezember 2004, als das IAAF-Council die Leichtathletik-WM 2009 an Berlin vergab. Da freuten sich Otto Schily, Clemens Prokop, Klaus Wowereit, Klaus Böger, Dagmar Freitag und einige andere der üblichen Verdächtigen.

Der Weg zur WM war steinig und lang. Er war, nicht nur gelegentlich, kurios. Und oft genug auch aufregend. Ich habe mal eine kleine Chronik zusammengestellt, wie Berlin an diese WM kam. Es ist wirklich nur eine Andeutung der vielen Geschichten. Aus Zeitgründen kann ich kaum etwas verlinken. Ich habe selbst viel dazu in der Berliner Zeitung geschrieben, etliche Textpassagen finden sich in der Chronik.

Voting zur Leichtathletik-WM: „Be happy and pay the deficit!“

Hier also, auf vielfachen Wunsch einzelner Leser, eine erste kleine, längst ange­kün­digte Abstimmung zum Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin.

[caption id="attachment_2742" align="alignright" width="239"]Problembär Wowi mit dem bärigen WM-Maskottchen Foto: BOC 2009 GmbH[/caption]

Wie soll das Bärchen (links im Bild) heißen?

Die Organisatoren sind ja ein wenig in der Defensive, erst ein Drittel der WM-Tickets ist verkauft, erst ein nationaler Sponsor unter Vertrag. Nichts Neues in Deutsch­land also. Nichts Neues in der Leicht­athle­tik.

So eine WM ist immer ein Zu­schuss­ge­schäft, es kassiert eigentlich nur der Weltverband IAAF. Wie rief schon der unvergessene und leider zu früh ver­stor­bene Primo Nebiolo, ein Freund Berlins, Gott hab ihn selig, einst den Organisatoren der WM 1993 in Stuttgart zu?

Präsident Rogge sagt …

… einiges zur Finanzkrise und den Olympischen Spielen. Und ich kann das jetzt nicht alles aufschreiben. Deshalb ein Mitschnitt der Passagen aus der Pressekonferenz am Donnerstagabend in Lausanne, in denen sich Rogge zu den olympischen Finanzen äußert. Wer mag, knapp neun Minuten:

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Und hier mein Arbeitsprotokoll von gestern: