[ Schlagwort peking-tagebuch]

#London2012 (I): Programmvorschau

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Besondere Ereignisse rechtfertigen besondere Maßnahmen. Ich würde also gern die schöne Tradition der Kammer des Schreckens wieder aufleben lassen. Wenige Stunden sind es noch bis zur Eröffnung der Spiele der XXX. Olympiade in London, die ich wie schon die Sommerspiele in Peking, die Winterspiele in Vancouver, die Fußball-WM in Südafrika und einige andere Events exzessiv im Blog begleiten werde.

Drei Wochen Dauerbloggen 24/7 ist das Ziel. Mann wird aber nicht jünger, die Konstellation Umsatz (Beiträge an Medien verkaufen) vs Blog-Aufklärung und Blog-Unterhaltung birgt einige Risiken und Restriktionen. Aber ich denke, das ist auch diesmal einigermaßen zu packen. Lust, Wahnwitz, Spaß, Energie und Willen sind reichlich vorhanden, ich bin Überzeugungstäter – eventuelle Rückschläge inbegriffen. Das Raumschiff Olympia bietet reichlich Stoff für einzigartige Ansätze und banale wie unvergessliche Notizen.

Wie Einzelkämpfer den ganz normalen olympischen Wahnsinn erleben, unter welchen Bedingungen journalistische Produkte produziert werden, was möglich ist und was nicht, das soll einigermaßen schonungslos beschrieben werden. Ich werde, am Rande, meine Technik vorstellen, meine Apps und Tools und einige meiner Arbeitstechniken (antizipieren ist alles).

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Vancouver, Tag 1: Jacques die Möwe

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VANCOUVER. Ich weiß, dass ist eine ganz billige Kiste, die ich jetzt anbiete. Tiercontent geht immer, denkt der Journalist in mir. Ab heute, dem Eröffnungstag der Olympischen Winterspiele 2010, stelle ich wie vor zwei Jahren bei den Sommerspielen in Peking in den Notiz-Modus um. So kann ich öfter bloggen und kommentieren, auch mal zwischendurch Häppchen anbieten, […]

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„Don’t mix politics with games“: Petition für Liu Xiaobo

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Mir ist gerade so. Ich möchte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren.

Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewählten Berichterstattern beschwingt empfahl, sie sollten mal bitteschön Sport nicht mit Politik vermengen und Politik nicht mit Sport und überhaupt. Da gebe es keinen Zusammenhang, auch wenn es manchmal so scheint.

Mich hat Herrn Hus Rat überzeugt. Seitdem steht’s da oben:

Don’t mix politics with games!

Ich versuche mich stets dran zu halten, auch wenn’s oft schwer fällt.

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One year after: Peking 2008

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Zum Jubiläum der Olympischen Sommerspiele in China möchte ich daran erinnern, wem ich den Untertitel dieses Blogs zu verdanken habe. Es war Hu Jintao, Chinas Präsident, KP-Chef und Musterdemokrat, der damals ausgewählten Journalisten fröhlich zurief: „Don’t mix politics with Games!“ Wer am Wochenende schmökern möchte, hier der Tag „peking 2008“ mit allen Beiträgen, die ich […]

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Da Dong

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Da Dong Roast Duck Restaurant 大董烤鸭店 1-2/F , Nanxincang Int’l Building, A22, Dongsi Shitiao, Dongsishitiao Southwest of Dongsi Shitiao Bridge 东四???甲22??新仓国际大厦1-2层 东四???桥西? Den kulinarischen Höhepunkt der Olympia-Dienstreise muss ich noch aufarbeiten. Schon um meinem zuständigen Finanzamt eine Freude zu bereiten, denn ich habe die Kollegen G und L bewirtet. Der Steuerzahler trägt also anteilig die […]

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The day after

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12.21: Nach 24 Tagen in der Parallelgesellschaft wird es ein wenig dauern, im wahren Leben anzukommen. Ich denke, dass ich mir morgen das MPC, den Water Cube und das Birds Nest noch mal in Ruhe betrachten werde. Wie ich die Chinesen kennengelernt habe, werden schon vergangene Nacht Zehntausendschaften die Aufräumarbeiten beendet haben. Es wird ja […]

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Peking, Tag 24

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10.34: Power off. Jemand hat mir den Stecker gezogen. Da helfen auch keine double-shot-Espresso vom IOC-Sponsor. 11.27: Jacques Rogges letzte Pressekonferenz, nachdem er gestern, wie ich den Kommentaren zum Tag 23 entnehme, seinen TV-Rundgang absolviert hat. Im chinesischen Staatsfernsehen war er, in der ARD (mit dem UDIOCM), bei der BBC und und und. Immer dasselbe. Siegesgewiss. […]

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Peking, Tag 23

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15.52: Moin. Bekomme gerade einen Anruf aus London. Was los sei, will jemand wissen, ich hätte noch keine RSS verschickt heute. Ich begreife dieses Internet-Dingsda ja auch nicht richtig, doch soweit ich glaube, es zu kapieren, verschicken sich diese RSS irgendwie selbst, werden abgerufen oder … exklusiv für die besorgte Anruferin, die befürchtete, ich sei erschöpft […]

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Peking, Tag 22

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10.52: Ein paar Stunden nur noch. Habe ich eigentlich schon gesagt, dass mir die Reporterfans unheimlich auf die Nerven fallen. Komme gerade in den Arbeitsraum des MPC, schon hockt eine Horde Briten begeistert vor dem Bildschirm. Die Briten zählen übrigens zu den Schlimmsten, bejubeln ihre Wunderradler, verbreiten nationalistische Vorfreude auf London 2012. Völlig abgedreht, dämlich, […]

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Peking, Tag 21

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11.38: Es regnet in Peking. Und wie. Sehr schön, das bringt Abkühlung nach all den heißen Vorführungen. Pekings Busfahrer aber haben kein Erbarmen. Sie drehen die Heizung auf wie im tiefsten mandschurischen Winter. Komme also gut durchgegart ins MPC. 12.17: Nimmt denn das kein Ende? Natürlich nicht. Diesmal schimpft die Potsdamer Geherin Melanie Seeger über […]

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Peking, Tag 20

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17.12: Ja, es ist spät geworden heute mit der ersten Notiz. Das Problem: Habe vergangene Nacht sechs Stunden geschlafen. Das waren eindeutig zwei bis drei Stunden zu viel. Habe meinen Körper damit überfordert. So ein olympischer Reporterkörper mag keine längeren Ruhepausen. Denn er versetzt sich dann in einen heimtückischen Stand-by-Modus und arbeitet nicht mehr so, […]

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Peking, Tag 19

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11.07: Eine kluge Freundin schrieb mir vergangene Nacht: „Mein Gott, ist der Blog heute theorielastig. Klingt ja wie Kommunikationswissenschaft 1. Semester. Sind wohl alle schwer ins Grübeln gekommen. Es traut sich ja kaum mehr einer, einen Witz zu machen.“ Recht hat sie. Heute also etwas besonnener. Und witziger. Auf geht’s. 14.15: Kleiner Rückblick. Einer meiner Höhepunkte […]

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