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Was vom Tage übrig bleibt (8)

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Wie oft soll ich noch sagen, dass das hier kein Doping-Blog ist? Glaubt mir das jemand? Nun ja, auch diese Lese- und Hörbefehle sind wieder sehr blut- und urinlastig. Tut mir leid. Eine Kleinigkeit, die mir wichtig ist, stelle ich voran: Eine Lüge mehr aus dem Internationalen Olympischen Komitee. IOC-Medizindirektor Patrick Schamasch hat nicht nur […]

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Doping-Doppelbeschluss

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Das Leben, dieses ewig rätselhafte, treibt schon absonderliche Blüten. Und zwar täglich, was es keinesfalls leichter macht, es zu begreifen, dieses Leben. Es ist deshalb ratsam, nicht nur Verständnis zu heucheln für jenen ARD-Fernseh­reporter, der am Mittwoch bei der Tour de France ein Interview führen musste. Nein, man sollte sich wirklich Mühe geben, den armen Tropf zu verstehen. Tapfer hielt also unser Mann vor Ort, Vertreter des gebührenfinanzierten Fernsehens, einem Profiradler des T-Mobile-Teams sein Mikrofon entgegen und hob zu einer geradezu entrüsteten Frage an: „Es gab Maßnahmen gegen Doping. Trotzdem gab es jetzt einen Dopingfall. Haben Sie eine Erklärung dafür?“

Bitte nicht voreilig spotten, denn diese Frage war wunderbar. Nicht wirklich ahnungslos, sondern hochgradig philosophisch. Dem Fragesteller ist ein sportethischer und sportjournalistischer Dreisatz erster Güte gelungen: Es gab Maßnahmen – trotzdem wurde T-Mobile-Fahrer Patrik Sinkewitz als Doper überführt. Weitere Fragen ließen sich anfügen: Warum gibt es eigentlich Maßnahmen? War Doping vor den Maßnahmen da oder vielleicht doch eher die Maßnahmen vor dem Betrug? Oder, um mit den Worten des Mikrofonträgers bei der Tour zu sprechen: Kann eigentlich sein, was nicht sein darf?

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