parallelgesellschaft

System-Crash. Die Super League

Auf der rudimentären Webseite der Super League sieht man schwarz.

Das Fussball-Business hat mit den 12 Unternehmen der Super League S. L. endlich die Zuspitzung, die es verdient.

Den Crash.

Das System von Gier und Korruption gerät ins Wanken.

Das ist diesmal nicht mit einem Federstrich erledigt.

Das kann sogar die Monopolstellung der nationalen und internationalen Fußballverbände gefährden.

Ich denke, dass ich diese Notizen am Montag ergänze, trotz anderer Termine, es muss sich zwischendurch etwas Zeit finden.

Plötzlich sieht es so aus, als stünden Institutionen wie FIFA und UEFA, die 2015 knapp der juristischen Bewertung als kriminelle Organisationen (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations/RICO) entgangen sind, ausnahmsweise auf der Seite der Guten.

Die Bösen heißen, und da ist doch einiges an echter Liebe im Spiel.

You’ll never walk alone und so:

  1. FC Liverpool
  2. Manchester United
  3. Manchester City
  4. Tottenham Hotspur
  5. FC Arsenal
  6. FC Chelsea
  7. Real Madrid
  8. Atlético Madrid
  9. FC Barcelona
  10. Juventus Turin
  11. Inter Mailand
  12. AC Mailand

Diese 12 Unternehmen haben sich in der Nacht zum Montag zu den Plänen der European Super League bekannt. Ich habe das gestern skizziert. Hier noch einmal die wichtigsten Papiere …

Stasi reloaded: irre Zuspitzung einer irren Woche in der olympischen Parallelgesellschaft

Gegen Ende einer irren Woche bin ich doch noch einmal sprachlos – über den Stasi-Inzidenzwert des deutschen Hochleistungssports im Jahr 2021. Jeder meiner Gesprächspartner heute Abend reagiert schockiert. Man weiß einfach nicht mehr, was man noch sagen soll zu diesem Sport, zu diesem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), zu dieser DOSB-Führung um Präsident Alfons Hörmann (CSU) und die Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker, die nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe bekommen. Die keine Konzepte haben, die dümmlich-stümperhafte sogenannte Strategien vorlegen, die inhaltlich erstarren, die sich von einer Peinlichkeit in die nächste manövrieren.

Wir schreiben das Jahr 2021.

CAS 2020/O/6689 zu Russland

Wer mag, kann die 186 Seiten des jüngsten CAS-Entscheides in der Russland-Causa studieren. Alle bisherigen Einschätzungen (wie dieser Text vom Dezember: CAS-Urteil zum Russland-Doping: Der große Bluff) bezogen sich lediglich auf die damals veröffentlichte Pressemitteilung mit einigen Basis-Informationen. Falsch war die damalige Einschätzung dennoch nicht, sondern überaus treffend, wie sich bereits aus dem jüngsten Beitrag von Tariq Panja in der New York Times ablesen ließ, die Überschrift sagt es: „Three Judges Endorsed Penalties for Russia’s Doping. Then They Cut Its Ban in Half“. Die NYT hatte den CAS-Schiedsspruch ein paar Stunden vorher erhalten, das ist mittlerweile Tradition.

CAS-Urteil zum Russland-Doping: Der große Bluff

Eine erste flinke Analyse zur Mitteilung des Court of Arbitration for Sport (CAS) in Sachen Russland, gedichtet vor einigen Stunden für den SPIEGEL („Was von der Strafe übrig blieb“). Wie immer bei solchen Themen sieht man mit etwas Abstand gewiss mehr. Hier das bislang recht lumpige Papier, das komplette Urteil gibt es (noch) nicht:

Eine Kammer des Weltsportgerichtshofes hat den partiellen Bann der Dopingnation Russland am Donnerstag auf zwei Jahre halbiert. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte Russland im Dezember 2019 für den Zeitraum von vier Jahren teilweise von Großereignissen ausgeschlossen.

Die Formulierungen ließen damals allerlei Schlupflöcher. Das ist mit dem Schiedsspruch der dreiköpfigen Kammer das CAS nicht anders. Auf allen Ebenen haben die CAS-Richter Mark Williams (Australien), Luigi Fumagalli (Italien) und Hamid Gharavi (Frankreich/Iran) die Sanktionen aufgeweicht, in vielerlei Hinsicht gestrichen oder bis zur Unkenntlichkeit reduziert.

Ob das 186 Seiten umfassende Urteil in Gänze veröffentlicht wird, bleibt unklar, das werde nun mit den beteiligten Parteien diskutiert, teilte der CAS lediglich mit. Russland und seine Sportorganisationen können vor das Schweizer Bundesgericht ziehen.

Personenkult im IOC: Ministrant Bach in der Tradition des Supernumerariers Samaranch

Es ist keine Überraschung, dass Thomas Bach seine Präsidentschaft im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vier Jahre verlängert. Überraschend ist allein, dass Bach nicht bereits am Freitag, auf der virtuellen 136. IOC-Vollversammlung, per Akklamation bis 2025 im Amt bestätigt wurde. Dieser formale Akt, die Krönungsmesse, soll stattdessen im Frühjahr 2021 in Athen erfolgen, so es das Coronavirus erlaubt.

Virtuelle IOC-Session, 17. Juli 2020. (Screenshot Youtube, IOC Media Channel)

Wahlkongress sollte man diese 137. IOC-Session in Griechenland nicht nennen. Denn die nunmehr 104 Mitglieder haben ihre Entscheidung längst getroffen. Ein Drittel aller Olympier feierten den Großen Vorsitzenden auf der von technischen Pannen geprägten Video-Session unterwürfig. Die wichtigsten Zitate finden sich hier im gestrigen Beitrag.

Führer war das am meisten benutzte Wort. Gepriesen wurden Bachs Weisheit, seine Visionen, seine durchweg fantastischen Reden und Qualitäten, seine Integrität, Transparenz und Menschlichkeit. Er sei der einzige Kapitän, der das IOC durch schwere Wasser führen könne. Etliche Mitglieder lasen ihre Jubelarien von Papieren oder Bildschirmen ab – was verwunderte, denn Bachs Regie hatte doch den Eindruck erwecken wollen, es sei alles so wahnsinnig spontan geschehen.

Personenkult im IOC: The one and only Great Leader Dr. Thomas Bach

Das ist alles, was man zur virtuellen IOC-Session wissen muss, die gerade noch läuft. Nicht etwa Tokio 2020/2021 stand im Mittelpunkt dieser olympisch-kommunistischen Propagandasession, sondern der Große Führer Thomas Bach.

„If you, the IOC Members want, I am ready to run for a second term as IOC President and to continue to serve you and this Olympic Movement, which we all love so much for another four years.“

Im Amt ist der Große IOC-Führer seit September 2013. Im Frühjahr 2021, so Corona es erlaubt, erhält er auf der in Athen geplanten Session die maximalen vier Jahre Nachschlag.

Es folgte heute Mittag eine Parade der Clacqueure. Ich glaube nicht, dass ich jemanden vergessen habe. Viele lasen die vorbereiteten Statements vom Blatt ab. Womöglich hatte Lausanne manchen Wortlaut vorgegeben.

US-Justiz: Stimmenkauf bei Vergabe der Fußball-WM 2010, 2018 und 2022

Die amerikanische Justiz hat im Kriminalkomplex des Fußball-Weltverbandes FIFA weitere Anklagen erhoben. In der nunmehr dritten großen Anklageschrift, die an die beiden umfangreicheren Sammel-Anklagen aus dem Jahr 2015 und die zahlreichen inzwischen abgeurteilten Fälle anknüpft, werden drei Manager und eine Firma aus der TV-Rechtebranche (Full Play Group, Uruguay) wegen zahlreicher schwerster Vergehen angeklagt. Wegen bandenmäßigen Betruges, Geldwäsche und Korruption drohen den Sportrechtehändlern Hernan Lopez, Carlos Martinez und Gerard Romy Haftstrafen von mehreren Jahrzehnten. Dabei geht es nicht nur um TV-Rechte an den Kontinentalwettbewerben in Nord- und Südamerika, sondern auch um Rechte an Fußball-Weltmeisterschaften, erworben von der Firma 21st Centrury Fox.

„Die Anklagen spiegeln das anhaltende Engagement unserer Behörden wieder, Korruption auf höchster Ebene des internationalen Fußballs auszurotten“, erklärte Bundesanwalt Richard Donoghue in New York. „Unternehmen und Einzelpersonen sollten gleichermaßen verstehen, dass sie unabhängig von ihrem Vermögen oder ihrer Macht vor Gericht gestellt werden, wenn sie das US-Finanzsystem nutzen, um weitere korrupte Ziele zu erreichen.“

Sieg der Ewiggestrigen: FINA-Wahlkongress in Budapest

BUDAPEST. Das war etwas Besonderes heute im Hotel Intercontinental. Einerseits brauche ich solche Erlebnisse nicht mehr. Vor allem kann ich auf Drohgebärden, nonverbale und teils auch verbale, aus dem arabisch-kuwaitischen Raum gut verzichten.

Anyway, es gibt auch ein andererseits: Derlei fragwürdige Erlebnisse wecken den Ehrgeiz, den Job besser zu machen. Manchmal fehlen einem die Worte, aber vielleicht bin ich nach all den Jahren in diesem Business, nach mehr als 25 IOC-Sessionen und vielen Dutzend Weltkongressen von FIFA, IAAF, FINA und anderen … einfach nur dämlich, es nicht besser zu wissen und mitunter von positiven Entwicklungen zu halluzinieren. Das sollte man eher nicht in dieser olympischen Parallelgesellschaft.

Die Restauration hat gesiegt. Hätte nur noch gefehlt, der leibhaftige Samaranch wäre in den Saal marschiert.

Habe für Spiegel Online eine Summary gedichtet, auf dem Weg zum Flughafen, nachdem mich meine heutigen Quasi-Leibwächter (vielen Dank auch dafür) aus dem Hotel eskortiert hatten. Hier vorerst nur der FINA-Kongress in Tweets – ist auch mal ganz nett. Viel mehr Fotos und Videos konnte und durfte ich gar nicht machen, sonst wären mir Al-Musallams Knechte und andere Security-Leute ins Gesicht gesprungen und hätten mich abgeführt.

Stay tuned, es geht weiter in diesem FINA-Theater.

Was vom Tage übrig bleibt (103): die Lügenwelt des ehrenwerten IAAF-Lords Sebastian Coe

Ein großes Thema in den Medien des Vereinigten Königreiches in diesen Tagen: Hat IAAF-Präsident Lord Sebastian Coe, Olympiasieger und Cheforganisator der Olympischen Sommerspiele 2012, gewesener Ethikchef der FIFA, Life Peer des House of Lords etc pp, vor dem Culture, Media and Sport Committee des Unterhauses gelogen, als er im Dezember 2015 in einer Anhörung behauptete, er habe erst im Dezember 2014 nach Ausstrahlung einer ARD-Dokumentation vom Ausmaß der Doping-Korruption (Russland, Diack-Familie etc)in der IAAF erfahren?

Diese Frage wird seit langem debattiert und erhielt durch Veröffentlichungen des Kultur, Medien- und Sportkomitees, das sich seit 2011 auch oft den kriminellen Machenschaften im FIFA-Reich gewidmet hat, neue Nahrung.

Es gibt zum Beispiel diese Email des ehrenwerten Lords an den IAAF-Ethikchef Michael Beloff:

coe-email-beloff-2014-aug

Komiteechef Damian Collins erklärt das so:

Egal, welche Ausrede er hat, es ist klar, dass Lord Coe entschieden hat, nicht alle für unsere Untersuchung relevanten Informationen mit uns zu teilen. Der Ausschuss hat ihn nach seinem Wissen über das Doping in Russland und Korruption innerhalb der Sportart gefragt. In seinen Antworten hat er den Eindruck erweckt, dass er von konkreten Anschuldigungen nichts gewusst hat.“

Lord Coe sah sich nach den Veröffentlichungen der vergangenen Wochen und einer neuerlichen Anfrage des Komitees genötigt, Collins am 26. Januar 2017 diesen Brief zu schreiben und die Diskrepanzen zwischen seiner Email an Beloff und seiner Aussage vor dem parlamentarischen Komitee zu erklären versuchen:

Tommys Welt

[caption id="attachment_29338" align="aligncenter" width="1024"]Foto: IOC Media via Flickr Foto: IOC Media via Flickr[/caption]

Kann man mal machen, so eine Neujahrsbotschaft senden wie der IOC-Präsident Thomas Bach. Lesen und genießen.

In welchem Paralleluniversum lebt der eigentlich?

Anyway, schaun mer mal, was sich (auch) in diesem Jahr widerlegen lässt.

Es geht weiter, immer weiter.

Happy new year!

Wir werden viel Spaß haben in diesem Theater.

SPORT: AN ANCHOR OF STABILITY IN A FRAGILE WORLD

As this Olympic Year 2016 comes to a close, we see that sport is one of the few things with the power to unite all people in an increasingly fragile world. Sport is an anchor of stability for so many people, regardless of background, nationality or belief. For me, this is the underlying reason that explains the success of the Olympic Games Rio 2016. Like no other event in 2016, it brought the entire international community together in celebration, with athletes from all 206 National Olympic Committees as well as the first-ever Refugee Olympic Team. It was a rare moment of unity and solidarity for all humankind. We saw new records, great emotions, fair-play and sportsmanship. The participation of the Refugee Olympic Team sent a strong signal of hope to the millions of refugees in the world. The world’s best athletes set a powerful example that it is possible to engage in peaceful competition. For all these reasons, the Olympic Games Rio 2016 will be remembered as the marvellous Games in the Marvellous City.

This unique power of sport to unite all of humanity is one of the most important things that the Olympic Games can give us in our troubled times. In a world where mistrust and uncertainty are on the rise, sport is a source of joy and inspiration for so many people, giving us hope that our shared humanity is stronger than the forces that want to divide us.

Half the world’s population tuned into Games coverage, making Rio 2016 the most-consumed Olympic Games in history, when one takes into account broadcast and social media. The explosion of social media platforms in recent years meant that more people than ever followed these Olympic Games via social media, with 7.2 billion views of official video content. An international survey has found that these Olympic Games are strongly associated with positive attributes such as “excellence”, “friendship” and “respect”, among many others.

With this global visibility comes responsibility for the world of sport. Because of the unifying power of sport, there are high hopes and even higher expectations for sports organisations from the general public – and rightly so. The role of sport in society is more relevant today than ever before. Consequently, sports organisations everywhere, need to justify the trust that people have placed in sport.

WM 2006: Skandalverband DFB „hinterfragt die Zuständigkeit des Deutschen Bundestages kritisch“

ZÜRICH. Eigentlich kümmere ich mich hier um die FIFA. Aber FIFA-Skandale sind ja auch DFB-Skandale und sind UEFA-Skandale.

Aus Deutschland kommt also die Kunde, dass der DFB seine Teilnahme an einer Sitzung des Sportausschusses des Bundestags abgesagt hat. Im Dezember sollte einmal mehr über die Aufarbeitung der bislang ungeklärten Millionen-Zahlungen, Wahrheitsbeugungen und Lügen, Millionenhonorare für einen Ehrenamtler usw usf geredet werden.

Doch der DFB mag nicht.

Der DFB zweifelt die Zuständigkeit des Sportausschusses bzw „des Deutschen Bundestages“ an.

Lesen Sie das Schreiben des DFB-Generalsekretärs Friedrich Curtius an die Vorsitzende des Sportausschusses, die SPD- und DLV-Vertreterin Dagmar Freitag:

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Dazu sollte man wissen, dass der amtierende DFB-Präsident Reinhard Grindel (CDU), der nach den SPIEGEL-Enthüllungen und dem dadurch erzwungenen Rücktritt von Wolfgang-ich-kann-mich-nicht-erinnern-Niersbach ins Amt kam und Niersbach nun auch in UEFA und FIFA-Vorständen beerben will, dass dieser Grindel also selbst Mitglied des Deutschen Bundestages und des Sportausschusses war.

Okay, kein vorbildliches Mitglied vielleicht, aber Mitglied.

Das Nein für Hamburg 2024 und andere demokratische Regungen

Hamburg 2024 ist grandios gescheitert.

Eine Mehrheit der Hamburger hat sich gegen das Olympiaprojekt ausgesprochen.

David hat gegen Goliath gesiegt.

51,6 Prozent oder 335.638 Abstimmungsberechtigte stimmten dagegen – 48,4 Prozent oder 314.468 dagegen. (Offizielles Ergebnis)

Das ist ein Hammer. Ich verneige mich vor der Olympia-Opposition, vor Walter Scheuerl, vor den NOlympia-Aktivisten, vor NOlympia Hamburg und vielen anderen, die sich als wahre Demokraten erwiesen und unfassbar hartnäckig gekämpft haben.

Respekt.

Die ersten Stimmen aus Medien, Sport und Politik zwitschern schon, Deutschland sei nicht mit dem „olympischen Gedanken“ kompatibel (Alfons Hörmann) und habe erneut seine krankhafte Scheu vor Großprojekten bewiesen.

Alles Unsinn. Alles falsch. Alles so unfassbar verlogen und am Thema vorbei argumentiert – wobei: eine echte Olympia-Argumentation sähe smarter aus, ganz anders.

Gescheitert ist einmal mehr das olympische System, das in weiten Teilen kriminelle Züge trägt. Manche Journalisten beschreiben das seit vielen Jahren so – im Jahr 2015 kamen atemraubende Belege hinzu.

Gescheitert ist das aus Lobbyismus und Intransparenz beruhende System des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB), der auf allerlei Kanälen unfassbar viele Steuermittel aus dieser Bewerbung (ja, schon aus der Bewerbung) generieren wollte.

Das Transparenz-Maskottchen des organisierten olympischen Sports sagt zum Beispiel:

DOSB-Boss Hörmann muss seine zweite Kasse nun anders füllen.

Im Grunde muss nun das gesamte olympische System in Deutschland auf den Prüfstand. Doch so weit wird es natürlich nicht kommen.

Die Herren Hörmann und Vesper, die nun schon ihre zweite bzw im Falle Vesper gar die vierte krachende Olympia-Niederlage erlebten, werden auch kaum Konsequenzen aus dem Hamburger Abstimmungsergebnis ziehen.

So viel Stil haben sie nicht. Oder?

Heute Abend einige Gedanken zu Hamburg 2024, den Gründen und den Folgen hier im Blog.

Es hat mir geradezu das Herz zerrissen, in den vergangenen Monaten wegen anderer Recherchen (DFB, FIFA) gar nichts oder nur gelegentlich etwas zu Hamburg, zum IOC und zur Olympiabewerbung fabriziert zu haben. Auch heute stand anderes auf der Tagesordnung: echter Sport, Kinderfußball, das also, was noch Spaß macht.

Und nun bin ich ziemlich geplättet von der Nachricht aus dem Norden.

Lasst Euch nichts einreden, liebe Leute, nicht destruktive, sondern mündige Bürger haben in Hamburg gegen die Propagandamaschine von Sport, Politik, Medien und Wirtschaft obsiegt.

Und das ist gut so.

Denn es gibt viel zu tun im verkommenen System des olympischen Hochleistungssports.

Ich freue mich auf die Diskussion.