[ Tag parallelgesellschaft]

Sieg der Ewiggestrigen: FINA-Wahlkongress in Budapest

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BUDAPEST. Das war etwas Besonderes heute im Hotel Intercontinental. Einerseits brauche ich solche Erlebnisse nicht mehr. Vor allem kann ich auf Drohgebärden, nonverbale und teils auch verbale, aus dem arabisch-kuwaitischen Raum gut verzichten.

Anyway, es gibt auch ein andererseits: Derlei fragwürdige Erlebnisse wecken den Ehrgeiz, den Job besser zu machen. Manchmal fehlen einem die Worte, aber vielleicht bin ich nach all den Jahren in diesem Business, nach mehr als 25 IOC-Sessionen und vielen Dutzend Weltkongressen von FIFA, IAAF, FINA und anderen … einfach nur dämlich, es nicht besser zu wissen und mitunter von positiven Entwicklungen zu halluzinieren. Das sollte man eher nicht in dieser olympischen Parallelgesellschaft.

Die Restauration hat gesiegt. Hätte nur noch gefehlt, der leibhaftige Samaranch wäre in den Saal marschiert.

Habe für Spiegel Online eine Summary gedichtet, auf dem Weg zum Flughafen, nachdem mich meine heutigen Quasi-Leibwächter (vielen Dank auch dafür) aus dem Hotel eskortiert hatten. Hier vorerst nur der FINA-Kongress in Tweets – ist auch mal ganz nett. Viel mehr Fotos und Videos konnte und durfte ich gar nicht machen, sonst wären mir Al-Musallams Knechte und andere Security-Leute ins Gesicht gesprungen und hätten mich abgeführt.

Stay tuned, es geht weiter in diesem FINA-Theater.

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Was vom Tage übrig bleibt (103): die Lügenwelt des ehrenwerten IAAF-Lords Sebastian Coe

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Ein großes Thema in den Medien des Vereinigten Königreiches in diesen Tagen: Hat IAAF-Präsident Lord Sebastian Coe, Olympiasieger und Cheforganisator der Olympischen Sommerspiele 2012, gewesener Ethikchef der FIFA, Life Peer des House of Lords etc pp, vor dem Culture, Media and Sport Committee des Unterhauses gelogen, als er im Dezember 2015 in einer Anhörung behauptete, er habe erst im Dezember 2014 nach Ausstrahlung einer ARD-Dokumentation vom Ausmaß der Doping-Korruption (Russland, Diack-Familie etc)in der IAAF erfahren?

Diese Frage wird seit langem debattiert und erhielt durch Veröffentlichungen des Kultur, Medien- und Sportkomitees, das sich seit 2011 auch oft den kriminellen Machenschaften im FIFA-Reich gewidmet hat, neue Nahrung.

Es gibt zum Beispiel diese Email des ehrenwerten Lords an den IAAF-Ethikchef Michael Beloff:

coe-email-beloff-2014-aug

Komiteechef Damian Collins erklärt das so:

Egal, welche Ausrede er hat, es ist klar, dass Lord Coe entschieden hat, nicht alle für unsere Untersuchung relevanten Informationen mit uns zu teilen. Der Ausschuss hat ihn nach seinem Wissen über das Doping in Russland und Korruption innerhalb der Sportart gefragt. In seinen Antworten hat er den Eindruck erweckt, dass er von konkreten Anschuldigungen nichts gewusst hat.”

Lord Coe sah sich nach den Veröffentlichungen der vergangenen Wochen und einer neuerlichen Anfrage des Komitees genötigt, Collins am 26. Januar 2017 diesen Brief zu schreiben und die Diskrepanzen zwischen seiner Email an Beloff und seiner Aussage vor dem parlamentarischen Komitee zu erklären versuchen:

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Tommys Welt

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Foto: IOC Media via Flickr

Foto: IOC Media via Flickr

Kann man mal machen, so eine Neujahrsbotschaft senden wie der IOC-Präsident Thomas Bach. Lesen und genießen.

In welchem Paralleluniversum lebt der eigentlich?

Anyway, schaun mer mal, was sich (auch) in diesem Jahr widerlegen lässt.

Es geht weiter, immer weiter.

Happy new year!

Wir werden viel Spaß haben in diesem Theater.

SPORT: AN ANCHOR OF STABILITY IN A FRAGILE WORLD

As this Olympic Year 2016 comes to a close, we see that sport is one of the few things with the power to unite all people in an increasingly fragile world. Sport is an anchor of stability for so many people, regardless of background, nationality or belief. For me, this is the underlying reason that explains the success of the Olympic Games Rio 2016. Like no other event in 2016, it brought the entire international community together in celebration, with athletes from all 206 National Olympic Committees as well as the first-ever Refugee Olympic Team. It was a rare moment of unity and solidarity for all humankind. We saw new records, great emotions, fair-play and sportsmanship. The participation of the Refugee Olympic Team sent a strong signal of hope to the millions of refugees in the world. The world’s best athletes set a powerful example that it is possible to engage in peaceful competition. For all these reasons, the Olympic Games Rio 2016 will be remembered as the marvellous Games in the Marvellous City.

This unique power of sport to unite all of humanity is one of the most important things that the Olympic Games can give us in our troubled times. In a world where mistrust and uncertainty are on the rise, sport is a source of joy and inspiration for so many people, giving us hope that our shared humanity is stronger than the forces that want to divide us.

Half the world’s population tuned into Games coverage, making Rio 2016 the most-consumed Olympic Games in history, when one takes into account broadcast and social media. The explosion of social media platforms in recent years meant that more people than ever followed these Olympic Games via social media, with 7.2 billion views of official video content. An international survey has found that these Olympic Games are strongly associated with positive attributes such as “excellence”, “friendship” and “respect”, among many others.

With this global visibility comes responsibility for the world of sport. Because of the unifying power of sport, there are high hopes and even higher expectations for sports organisations from the general public – and rightly so. The role of sport in society is more relevant today than ever before. Consequently, sports organisations everywhere, need to justify the trust that people have placed in sport.

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WM 2006: Skandalverband DFB “hinterfragt die Zuständigkeit des Deutschen Bundestages kritisch”

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ZÜRICH. Eigentlich kümmere ich mich hier um die FIFA. Aber FIFA-Skandale sind ja auch DFB-Skandale und sind UEFA-Skandale.

Aus Deutschland kommt also die Kunde, dass der DFB seine Teilnahme an einer Sitzung des Sportausschusses des Bundestags abgesagt hat. Im Dezember sollte einmal mehr über die Aufarbeitung der bislang ungeklärten Millionen-Zahlungen, Wahrheitsbeugungen und Lügen, Millionenhonorare für einen Ehrenamtler usw usf geredet werden.

Doch der DFB mag nicht.

Der DFB zweifelt die Zuständigkeit des Sportausschusses bzw “des Deutschen Bundestages” an.

Lesen Sie das Schreiben des DFB-Generalsekretärs Friedrich Curtius an die Vorsitzende des Sportausschusses, die SPD- und DLV-Vertreterin Dagmar Freitag:

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Dazu sollte man wissen, dass der amtierende DFB-Präsident Reinhard Grindel (CDU), der nach den SPIEGEL-Enthüllungen und dem dadurch erzwungenen Rücktritt von Wolfgang-ich-kann-mich-nicht-erinnern-Niersbach ins Amt kam und Niersbach nun auch in UEFA und FIFA-Vorständen beerben will, dass dieser Grindel also selbst Mitglied des Deutschen Bundestages und des Sportausschusses war.

Okay, kein vorbildliches Mitglied vielleicht, aber Mitglied.

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Das Nein für Hamburg 2024 und andere demokratische Regungen

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Hamburg 2024 ist grandios gescheitert.

Eine Mehrheit der Hamburger hat sich gegen das Olympiaprojekt ausgesprochen.

David hat gegen Goliath gesiegt.

51,6 Prozent oder 335.638 Abstimmungsberechtigte stimmten dagegen – 48,4 Prozent oder 314.468 dagegen. (Offizielles Ergebnis)

Das ist ein Hammer. Ich verneige mich vor der Olympia-Opposition, vor Walter Scheuerl, vor den NOlympia-Aktivisten, vor NOlympia Hamburg und vielen anderen, die sich als wahre Demokraten erwiesen und unfassbar hartnäckig gekämpft haben.

Respekt.

Die ersten Stimmen aus Medien, Sport und Politik zwitschern schon, Deutschland sei nicht mit dem “olympischen Gedanken” kompatibel (Alfons Hörmann) und habe erneut seine krankhafte Scheu vor Großprojekten bewiesen.

Alles Unsinn. Alles falsch. Alles so unfassbar verlogen und am Thema vorbei argumentiert – wobei: eine echte Olympia-Argumentation sähe smarter aus, ganz anders.

Gescheitert ist einmal mehr das olympische System, das in weiten Teilen kriminelle Züge trägt. Manche Journalisten beschreiben das seit vielen Jahren so – im Jahr 2015 kamen atemraubende Belege hinzu.

Gescheitert ist das aus Lobbyismus und Intransparenz beruhende System des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB), der auf allerlei Kanälen unfassbar viele Steuermittel aus dieser Bewerbung (ja, schon aus der Bewerbung) generieren wollte.

Das Transparenz-Maskottchen des organisierten olympischen Sports sagt zum Beispiel:

DOSB-Boss Hörmann muss seine zweite Kasse nun anders füllen.

Im Grunde muss nun das gesamte olympische System in Deutschland auf den Prüfstand. Doch so weit wird es natürlich nicht kommen.

Die Herren Hörmann und Vesper, die nun schon ihre zweite bzw im Falle Vesper gar die vierte krachende Olympia-Niederlage erlebten, werden auch kaum Konsequenzen aus dem Hamburger Abstimmungsergebnis ziehen.

So viel Stil haben sie nicht. Oder?

Heute Abend einige Gedanken zu Hamburg 2024, den Gründen und den Folgen hier im Blog.

Es hat mir geradezu das Herz zerrissen, in den vergangenen Monaten wegen anderer Recherchen (DFB, FIFA) gar nichts oder nur gelegentlich etwas zu Hamburg, zum IOC und zur Olympiabewerbung fabriziert zu haben. Auch heute stand anderes auf der Tagesordnung: echter Sport, Kinderfußball, das also, was noch Spaß macht.

Und nun bin ich ziemlich geplättet von der Nachricht aus dem Norden.

Lasst Euch nichts einreden, liebe Leute, nicht destruktive, sondern mündige Bürger haben in Hamburg gegen die Propagandamaschine von Sport, Politik, Medien und Wirtschaft obsiegt.

Und das ist gut so.

Denn es gibt viel zu tun im verkommenen System des olympischen Hochleistungssports.

Ich freue mich auf die Diskussion.

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“Der Fall DFB” #WM2006

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War doch wohl eine unterhaltsame, spannende Woche, oder? Und ich bin mir sicher: Es wird noch viel spannender. Wir nähern uns ganz langsam erst der gefährlichen Zone.

DER SPIEGEL hat jedenfalls schon wieder eine Titelgeschichte gebastelt. Ich durfte erneut dabei sein – wieder mit Jörg Schmitt, Gunter Latsch, Jürgen Dahlkamp, Udo Ludwig und mit Rafael Buschmann. Außerdem im Team, das einige Hürden meistern musste: Michael Wulzinger, Gerhard Pfeil, natürlich Klaus Brinkbäumer, Andreas Meyhoff u.v.a.m., vor allem die Hausjuristen. Hat Spaß gemacht, hat Nerven und Kraft gekostet. Aber ich finde, es hat sich gelohnt.

Werde mir das Stück, das seit 18.00 Uhr als E-Paper verfügbar ist, jetzt mal in der Wanne zu Gemüte führen. Es darf diskutiert werden, aber bitte zurückhaltend, der Honorarprofessor liest mit oder lässt lesen.

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Vielleicht baue ich später ein paar Tweets ein und mache einige Notizen.

So was zum Beispiel:

Das war übrigens die Vorabmeldung, die seit einigen Stunden schlagzeilt:

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Offene Fragen zur merkwürdigen IOC-Wahl von Peking 2022 #EVS #DetNorskeVeritas #Samsung

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Foto: IOC Media.

Foto: IOC Media.

KUALA LUMPUR. Aus gegebenen Anlass und um Missverständnisse auszuräumen, veröffentliche ich nach meinem umfassenden live-Blog einen zweiten Beitrag zur (nach Ortszeit gestrigen) Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 an Peking. Ich stelle diesen Beitrag sogar frei zur Verfügung – obwohl Journalismus Geld kostet und ich für diese Reise nach Katar und Malaysia rund 3.000 Euro bezahlt habe, die ich teilweise über das Bezahlsystem LaterPay refinanzieren möchte.

Wer meint, dass derartige Texte einen Mehrwert bringen und dauerhaft bessere Recherche und Hintergründe nötig sind, kann am Ende des Beitrages einen der angebotenen Pässe buchen und/oder in meinem Shop vorbei schauen und dort Journalismus finanzieren. Klar, sonst kann es derlei Texte künftig nicht mehr geben.

Ich habe die bekennende Bach-Anhängerin Nicole Hoevertsz aus Aruba, die in Kuala Lumpur Chef der IOC-Wahlkommission war, vorhin noch via Twitter gefragt, ob irgendwann mit einer transparenten Erklärung der Vorgänge zu rechnen sei…

… glaube aber nicht, dass es von diesem IOC eine solche Erklärung gibt.

Auf dem Weg ins Mandarin Oriental habe ich vor rund vier Stunden auch “Head of the Executive office of the President at International Olympic Committee”, Jochen Färber, gefragt, warum das IOC nicht mehr mal Wahlprotokolle veröffentlicht, wie seit mehr als zwanzig Jahren üblich, sogar 1995 in Budapest bei der korrupten Vergabe der Winterspiele 2002 an Salt Lake City (als Bach übrigens Chef der Evaluierungskommission war, aber von den Dutzenden Bestechungsaktionen leider gar nichts mitbekommen hatte):

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live-Blog aus Kuala Lumpur: Olympische Winterspiele 2022 in Peking #NoHumanRights

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KUALA LUMPUR. Um den Witz des Tages mal vorwegzunehmen: Nachdem die IOC-Wahlkommission ein blödes Gefühl hatte mit den Gerätschaften und dem elektronischen Wahlsystem, wurde die erste Abstimmung über die Winterspiele 2022 gerade für ungültig erklärt. Das IOC hat noch einmal abgestimmt – und zwar schriftlich auf Zettelchen.

Mal was Neues.

Und nun weiter so, wie ich es seit vielen Stunden notiere:

2.47 Uhr: Hach, Richard Pound muss man einfach mögen. Wenn man ihn mit den Worten begrüßt “Mr. former Vice President, nice to see you again”, dann lacht er und antwortet:

“I am a former … pretty everything.”

Und damit willkommen im olympischen Panoptikum. Buchen Sie ruhig eine Eintrittskarte. Es lohnt sich.

Es steht an: die Vergabe der Winterspiele 2022.

* * *

Die neuen Regeln in diesem Blog habe ich gestern ausführlich erläutert und am 20. Juli während eines Besuches bei der FIFA erstmals ausprobiert.

  • Besonders aufwändige Beiträge und derlei irre live-Blogs aus allen Ecken der Welt sind ab sofort gegen eine kleine finanzielle Entschädigung zu haben. Das wird manchen gewiss einleuchten. Reisen, Recherche und Expertise kosten mich eine Menge – darauf habe ich in den vergangenen Jahren, in denen ich aus etwa 25 Ländern auf sechs Kontinenten einige Male wochenlang Tag und Nacht gebloggt habe,mitunter hingewiesen.
  • Das Blog gibt es nun auch im Abonnement – bei LaterPay und im Shop.
  • Via LaterPay (ein FAQ dazu folgt) können Sie (könnt Ihr) IOC-Tagestickets oder andere Zeitpässe buchen.
  • Ein Tagesticket für die IOC-Berichterstattung aus Kuala Lumpur kostet 1,99 Euro (inklusive Zugang zu mehr als 1.100 Beiträgen hier im Blog).
  • Die komplette Berichterstattung aus Malaysia über acht Tage ist inklusive eines Discounts nun sogar für 9,99 Euro zu haben.
  • Am Ende eines jeden Beitrages finden Sie entsprechende Pässe, auch einen Drei-Monats-Pass und ein Jahres-Abo, das ein Exemplar des Ebooks „Macht, Moneten, Marionetten“ beinhaltet.
  • Schauen Sie ruhig einmal in den Sport and Politics Shop.

* * *

Gebloggt wird heute bis weit in die Nacht. Sollte Almaty gewinnen, melde ich mich auch von der wilden Party. Sollte Peking gewinnen, komme ich dort nicht rein, sollten die feiern.

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Was vom Tage übrig bleibt (92): Warum die European Games in Baku stattfinden

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Nochmal eine Summary, warum diese überflüssigen European Games nach Baku gekommen sind. Über Geldflüsse wird man wohl noch eine Weile reden müssen und vielleicht Dank des Organized Crime and Corruption Reporting Projects (OCCRP) auch einiges erfahren. Khadija Ismailowa ist ja leider gerade im Knast verhindert und kann ihre großartigen Recherchen nicht fortsetzen.

Ausrecherchiert scheint mir vorerst nur die Frage, ob Mehriban Alijewa und ihre zauberhaften Töchter Arzu und Leyla denselben plastischen Chirurgen beauftragen. Ich finde, Lippen, Nasen und einige andere Körperteile und Rundungen ähneln sich doch sehr. Das wird Aserbaidschans Botschafter gewiss anders sehen. Wer’s nicht glaubt, sollte selbst mal nach Fotos googeln.

"Ehrenloge" 1st European Games: arzu-leyla-mehriban

Die königliche Familie feiert irgendeinen Ringer. Foto: President of Azerbaijan, Press Office.

Aber nun wirklich zum Wichtigen. Einige der OCCRP-Kollegen von Khadija Ismailowa haben in den vergangenen Tagen diese Recherchen vorgelegt:

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Olympiabewerbung Berlin (2000): “Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln”

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Berlins Sport- und Politikfürsten biedern sich beim DOSB an, schalten Anzeigen in Berliner Tageszeitungen, beugen sich einem skandalös-intransparenten Verfahren, machen mit öffentlichen Mitteln Stimmung für die angeblich repräsentative Umfrage in der kommenden Woche und sind auch sonst sehr kreatief darin, zum Beispiel Olympiakosten zu verschleiern.

Da ich dem ulkigen Glauben anhänge, olympische Gegenwart und Zukunft habe etwas mit olympischer Vergangenheit zu tun, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen immer mal ein süßes Dokument aus dem Fundus vergangener deutscher Olympiabewerbungen posten.

Beginnen möchte ich mit einem meiner Lieblingspapiere überhaupt, mit dem Bericht des Landesrechnungshofes Berlin zu Verschleuderung von öffentlichen Mitteln während der Berliner Olympiabewerbung 2000. Es wurden weitgehend unkontrolliert 51.305.684,12 DM verpulvert:

  • 40,3 Millionen aus dem Berliner Haushalt und
  • weitere elf Millionen vom Bund.

Niemand wurde zur Verantwortung gezogen.​ Diese gemäß Rechnungshof “Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln” wurde auch während der Leipziger Olympiabewerbung 2012 von Buchprüfern gerügt.

Lesen. Staunen. Wundern. Begreifen.

Begreifen?

152 Seiten aus dem prallen olympischen Leben.

In Kurzfassung einige Kernaussagen aus dem Bericht, der sich liest wie eine Kopie des Leipziger Prüfungsberichts vom November 2003 bzw. umgekehrt:

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