nicolas maingot

Uf widerluege, Hans Klaus!

LAUSANNE. Dass ich Hans Klaus demnächst als FIFA-Kommunikationsdirektor verabschieden müsste, war mir spätestens vergangene Woche klar. Denn ich habe ihn vermisst in Südafrika. Derart wichtige Veranstaltungen ohne Mitwirkung des PR-Chefs? Undenkbar.

Ich verstehe Nicolas Maingot völlig, dass er mir nicht die Wahrheit gesagt hat, als ich ihn nach dem Verbleib von Hans Klaus gefragt habe. Nicolas Maingot wurde nun vom Mediendirektor zum Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ernannt. Denn Hans Klaus hat sich verabschiedet, wurde verabschiedet – in Sepps Reich ist das eigentlich egal.

Die FIFA-Pressemitteilung ist wunderbar formuliert, ein Kleinod:

FIFA und Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit gehen getrennte Wege

Wie heute bekannt wurde, haben sich die FIFA und ihr Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit getrennt. Grund waren unterschiedliche Ansichten bei der Kommunikationsstrategie.

Die FIFA dankt Hans Klaus für seinen Einsatz für die FIFA und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.

Olympia 2016: Rio gewinnt, Ohrfeige für Obama

Ich setze mit der Abstimmung fort. Die Präsentationen gibt es hier. Gerade hat IOC-Chef Jacques Rogge die Kollegen gemahnt:

Dont leave the room! This is not the end of the session by far. Please stay in the room!

Da wollten wohl einige ausbüchsen. Sie sollen aber nun Marokkos Sportministerin Nawal El Moutawakel lauschen, Chefin der Evaluierungskommission. Sie trägt also noch einmal ihre Papiere vor, die keine Rangfolge ermitteln und somit emotionale und politische Entscheidungen ausdrücklich forcieren.

Sie sagt u.a.:

Thank you for the privilege that you granted me!

Was mich irritiert: Bei der Sondersitzung im Juni lag den IOC-Mitgliedern der Evaluierungsbericht noch nicht vor. Er kam tatsächlich erst im September heraus. Der Bericht selbst hat, im Gegensatz zu früheren Berichten, kein Erstellungsdatum. Selbst Leute aus dem Circuit haben so getan, als liege der Bericht schon länger vor. Eine Widersprüchlichkeit mehr, ich fasse es nicht.

The IOC, the 2016 bidding race and the question of a secrect, democratic election

The major Olympic decision this year is the election of the Host City of the Games of the XXXI Olympiad in 2016 on the 2nd October in Copenhagen. This is the climax of a tough two-year-long worldwide competition. The bidding cities, and the finalists Chicago, Madrid, Rio de Janeiro and Tokyo, have spent hundreds of millions of US-dollars over the years. And they have planned billions of dollars for their Olympic projects. The final day of the race at the 121st IOC Session in Copenhagen is going to attract extraordinary worldwide attention. Head of states and government ministers from all four bidding countries are expected in Copenhagen.

All bidders expect a truly free, transparent and democratic election system. It is up to the International Olympic Committee, which was described as the „least accountable global organisation“ in the 2008 Global Accountability Report, to provide such an election system.

Several IOC members, talking to me under the condition of anonymity, have raised questions about the election system. They have criticized the so called Electronic Voting System (EVS) which was introduced by the IOC at the 111th Session in 2000 in Sydney.

Was vom Tage übrig bleibt (19): „Korrupter gehts nicht mehr“

Der vom flotten Fifa-Präsidenten im Oktober verursachte Verkehrsunfall und das milde Strafmaß lösen in der Schweiz „Empörung aus“, schreibt der Zürcher Tagesanzeiger. „Korrupter gehts nicht mehr“, heißt es da. Hoppala. In der Kritik steht vor allem Matthias Wiedmer, der verantwortliche Untersuchungsrichter in Thun. Hochinteressant ist die Diskussion auf tagesanzeiger.ch, dieses Zitat ist noch harmlos:

Blatter ist mit seinen 73 Jahren ein alter Mann welcher nach so einem Unfall ärztlich Untersucht werden müsste. Aber er darf telefonieren, eine doppelte Sicherheitslinie überfahren und Menschenleben gefährden ohne das es einen Richter stört. Aber Hallo – wo leben wir? Würde ein 30 jähriger mit einem 525PS-Geschoss einen solchen Unfall bauen, würde er als Raser abgestempelt und hart bestraft werden.

Neulich habe ich es in der Kommentarspalte bereits verlinkt, auch der Blick beschäftigt sich mit dem Thema: „Blatter-Unfall: Dieses Urteil ist unmöglich“. Dort heißt es u. a.: