mini-bidbook

Willy goes to Lausanne …

Kein Grund zum Jubel und zu überschwänglichen Elogen. Heute ist bloß Einsendefrist für das so genannte Mini-Bidbook für die Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Nichts weiter. Pyeongchang hat bereits abgegeben, was Annecy macht, ist egal, und Münchens Vorzeige-Bewerber Willy Bogner will heute im IOC-Headquarter vorbei schauen. Den Zeitplan der Bewerbung habe ich etliche Male veröffentlicht, den Entwurf des Mini-Bidbooks auch. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Bidbook-Schreiber George Hirthler bessere Arbeit geliefert hat als jüngst beim Verbal-Unfall mit Christian Ude in Vancouver.

Was mich heute interessiert ist ohnehin nur: Legen die Olympiabewerber, legen die Alliierten in der Politik, endlich belastbares Zahlenmaterial vor. Und zwar komplett, nicht nur einige Ziffern: Wie sollen diese Spiele finanziert werden? Was bezahlt der Steuerbürger in der Bewerbung, im OCOG-Etat, im Non-OCOG-Etat? Dass all die verkappten Subventionen genannt werden, wie etwa jüngst im Bundestag – als der Haushaltsausschuss den Goldenen Plan Ost für Breitensport-Sportstätten in den ostdeutschen Bundesländern strich und stattdessen 1,5 Millionen Euro für das „Kulturprogramm“ der Alpinen Ski-WM 2011 in GaPa genehmigte -, darf ohnehin niemand erwarten. So transparent ist deutsche Politik nicht, deutsche Sportpolitik eben so wenig.

Und die OlympiaOpposition wächst und formiert sich, etliche aktuelle Meldungen sind hier gesammelt.

Es darf natürlich weiter abgestimmt werden:

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Nachtrag, 22.04 Uhr: Willy in Lausanne.

Foto © Bewerbungskomitee München 2018

Und hier noch drei Pressemeldungen im Original.

Das IOC sagt:

München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und „offizielle Oppositionen“

Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und „Gesicht“ der Münchner Olympiabewerbung.

So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras. Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals für Putins Oligarchenbewerbung in Sotschi tätig, kam hier bislang zu kurz. Bogner ist der lächelnde grinsende Herr ganz links.

[caption id="attachment_5838" align="aligncenter" width="547"]Gruppenbild mit Herren: Bogner, Ude, Seehofer, Bach, Hörmann, Vesper Foto: München 2018[/caption]

Die Installierung von Bogner als Ein-Euro-Mann und Boss der beiden eigentlichen Geschäftsführer Berhard Schwank (DOSB/Bach) und Richard Adam (München/Ude) ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es im Gebälk sehr knarzt.