lord michael killanin

IOC-Ehrenpräsident Samaranch und der KGB

JAS, Guatemala 2007

IOC-Ehrenpräsident Juan Antonio Samaranch hat einst dem Diktator Franco im Range eines Sport-Staatssekretärs gedient. Erst jüngst wurde in Spanien wieder über Fotos debattiert, die den 89-Jährigen mit erhobenem Arm zeigen – beim Faschistengruß. Nun behaupten russische Autoren, Samaranch sei Agent des sowjetischen Geheimdienstes KGB gewesen.

„Der KGB spielt Schach“ heißt ein auf Russisch frisch erschienenes Buch. Darin geht es vor allem um den Einfluss des Geheimdienstes auf die Schach-Elite der Sowjetunion, um atemraubende Machenschaften bis hin zu Mordkomplotten. Neben dem Historiker Juri Felschtinski zählen die Schach-Großmeister Wiktor Kortschnoi und Boris Gulko zu den Autoren – sowie Wladimir Popow, ehemals ranghoher KGB-Führungsoffizier. Popow hat einst hunderte Quellen und Agenten im Sportbusiness geführt und bearbeitet. Er behauptet: KGB-Sportagent war nicht nur der langjährige Schach-Weltmeister Anatoli Karpow (Deckname Raul), sondern auch Juan Antonio Samaranch, IOC-Präsident von 1980 bis 2001.