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IOC-Countdown (24 Tage): demaskierende IOC-Email nach Fragen an Präsidentschaftskandidaten #anti-gay-law #Sochi2014

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Eine Summary der gestrigen Email- und Wortwechsel.

Am Freitagmorgen habe ich angesichts der verschärften weltweiten Diskussionen um Putins Anti-Homosexuellen-Gesetz und der Äußerungen von Jelena Isinbajewa, Botschafterin des IOC für die Youth Olympic Games (YOG) und Bürgermeisterin des Olympischen Dorfes 2014 in Sotschi, den sechs IOC-Präsidentschaftskandidaten einige Fragen gestellt.

Bis zum Abend ließ Sergej Bubka ausrichten, er wolle die Fragen am Montag beantworten. Richard Carrión ließ mitteilen, einer seiner Mitarbeiter werde sich telefonisch melden.

Thomas Bach, Ser Miang Ng, Ching-Kuo Wu und Denis Oswald schwiegen.

Spätabends, 22.31 Uhr, schickte mir Emmanuelle Moreau aus dem IOC Press Office eine Message des IOC-Generaldirektors Christophe de Kepper und des IOC-Kommunikationsdirektors Mark Adams. Sie schreiben, die Kandidaten hätten sich miteinander verständigt (was ich aus diversen Quellen bereits wusste) und um diese offizielle Mitteilung gebeten.

Ich möchte diese Email nicht unbedingt als Antwort auf meine Fragen bezeichnen. Denn Fragen werden nicht wirklich beantwortet.

Das ist typisch für das IOC.

Es ist auch typisch für die meisten Präsidentschaftskandidaten.

Möchte gar nicht zu viel hineinheimsen und interpretieren, sondern will an diesem Beispiel einfach mal zeigen, wie Kommunikation in dieser Szene meist funktioniert bzw gar nicht erst zustande kommt.

An einem anderen Beispiel, der Recherche von Grit Hartmann (ihren Fragen an Thomas Bach und den Drohungen von Bachs Anwalt Christian Schertz), habe ich das kürzlich skizziert.

Ich werde darauf im Ebook ausführlich eingehen, weil derartige Vorgänge typisch sind für diese Branche.

Fragen kann man sich meist sparen. Fragen sind meist nur Folklore.

Mark Adams beispielsweise antwortet manchmal erst nach Wochen und dann auch nur mit wenigen Worten, meist ohne auf die Fragen und Details einzugehen. Das ist alles vorsintflutlich.

Gleichzeitig aber verbreiten manche wichtigen Leute, auch bestimmte Präsidentschaftskandidaten und deren Paladine, seit langem die Wahrheitsbeugungen, sie wären hier und da und überhaupt ja gar nicht gefragt worden.

Das ist ein wichtiger Teil ihrer Propaganda, die oft genug auch von Journalisten, die sich für Recherche nicht interessieren, übernommen werden.

Zur Dokumentation nun …

  • meine Fragen,
  • die Email des IOC …
  • … und mein Versuch, Fragen und Email irgendwie in einen Zusammenhang zu bringen.

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Leichtathletik-WM, Tag 9: „Veranstaltung abgewickelt“

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15.39 Uhr: Moin. Wird etwas weniger umfangreich heute. Ich denke, dass ich morgen eine Nachbetrachtung mit hunderten Links liefern werde.

Ich schneide die Abschluss-Pressekonferenz des Organisationskomitees mit, während ich im Stadion sitze und einen letzten Beitrag dichte. Wer mag, kann sich während der TV-Übertragung mit der kompletten Selbstdarstellung des BOC berieseln lassen. Prokop spricht „aus Sicht des nationalen DLV-Präsidenten“ und sagt, Deutschland habe „wieder einmal mit hoher Perfektion eine Veranstaltung abgewickelt“, fabuliert über den Schwarzhandel mit dem WM-Maskottchen, das „in der Berichterstattung ausländischer Fernsehsender einen breiten Raum eingenommen“ habe. O-Ton Prokop:

Zusammengefasst denke ich, kann man sagen, dass diese Weltmeisterschaft in Berlin nur Gewinner hatte.

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Wie die Leichtathletik-WM nach Berlin kam

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Jubel bei Schily, Wowi & Co.

Happy End in Helsinki, Dezember 2004 — WM-Sieg für Berlin!

So war das damals, am 4. Dezember 2004, als das IAAF-Council die Leichtathletik-WM 2009 an Berlin vergab. Da freuten sich Otto Schily, Clemens Prokop, Klaus Wowereit, Klaus Böger, Dagmar Freitag und einige andere der üblichen Verdächtigen.

Der Weg zur WM war steinig und lang. Er war, nicht nur gelegentlich, kurios. Und oft genug auch aufregend. Ich habe mal eine kleine Chronik zusammengestellt, wie Berlin an diese WM kam. Es ist wirklich nur eine Andeutung der vielen Geschichten. Aus Zeitgründen kann ich kaum etwas verlinken. Ich habe selbst viel dazu in der Berliner Zeitung geschrieben, etliche Textpassagen finden sich in der Chronik.

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Was vom Tage übrig bleibt (25): Berlino und andere Scheußlichkeiten

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Berlino läuft...

Fürs Protokoll, denn sie befinden sich (auch) auf einem Nachrichtenblog, ist noch offiziell nachzutragen, was längst vermeldet und diskutiert wurde – und worüber hier auch top-seriös abgestimmt worden ist. Doch unser Favorit „Problembär“ hat es leider nicht geschafft. Auch nicht „Dopey“ oder „J. Bär Kerner“, die Silber- und Bronzemedaillengewinner.

Das Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 heißt also: Berlino.

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Voting zur Leichtathletik-WM: „Be happy and pay the deficit!“

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Hier also, auf vielfachen Wunsch einzelner Leser, eine erste kleine, längst ange­kün­digte Abstimmung zum Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin.

Problembär Wowi mit dem bärigen WM-Maskottchen

Foto: BOC 2009 GmbH

Wie soll das Bärchen (links im Bild) heißen?

Die Organisatoren sind ja ein wenig in der Defensive, erst ein Drittel der WM-Tickets ist verkauft, erst ein nationaler Sponsor unter Vertrag. Nichts Neues in Deutsch­land also. Nichts Neues in der Leicht­athle­tik.

So eine WM ist immer ein Zu­schuss­ge­schäft, es kassiert eigentlich nur der Weltverband IAAF. Wie rief schon der unvergessene und leider zu früh ver­stor­bene Primo Nebiolo, ein Freund Berlins, Gott hab ihn selig, einst den Organisatoren der WM 1993 in Stuttgart zu?

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Was zu Berlin passt …

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Endlich mal etwas Unverfängliches. Wer hätte das gedacht: Das Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin ist ein – Bärchen. Das Vieh (© BOC 2009) wurde gerade bei Kerner vorgestellt und braucht noch einen Namen. Die Pressemitteilung vom Donnerstag: Klaus Wowereit freut sich über die Präsentation des Maskottchens an prominenter Stelle: „Dieser sportliche und freundliche Bär […]

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