[ Tag jean francois tanda]

live aus Rio (22): † João Havelange und der Wert von Recherchejournalismus

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Foto: Nationaal Archief Fotocollectie Anefo, CC BY-SA 3.0 nl

Foto: Nationaal Archief Fotocollectie / Anefo, CC BY-SA 3.0 nl

RIO DE JANEIRO. Es klingt pietätlos, dennoch: Der Tod des letzten Dinosauriers ist exakt getimt. Die Spiele der XXXI. Olympiade hier in Rio sollten eigentlich ein Freudenfest zu seinem 100. Geburtstag werden. Nun wird es einen Trauer-Gottesdienst und vielleicht noch während der Spiele die Beerdigung geben für Jean-Marie Faustin Goedefroid de Havelange, kurz João, der gestern Nacht im Hospital Samaritano gestorben. Havelange war einer der prägendsten Figuren in der Geschichte des Weltsports. Er war der Chef eines Kartells, der Boss einer global operierenden mafiosen Vereinigung.

Havelange hat Zeit seines Lebens viele Gesetze ausgehebelt. Den Gesetzen der Natur aber konnte er nicht ewig trotzen.

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#FIFAcorruption, die Einstellungsverfügung zum ISL-Korruptionssystem

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Das nächste Kapitel in der Causa ISL (bitte ruhig mal diese vielen Beiträge durchklicken, da erfährt der geneigte Leser alles) ist geschrieben. Es wird mal wieder brenzlig für den Sepp. Nach einer Ewigkeit darf nun endlich die Einstellungsverfügung im ISL-Korruptionsverfahren vom Juni 2010 veröffentlicht werden. Danke an Jean Francois Tanda (Handelszeitung), James Oliver (BBC Panorama) und […]

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ISL-Korruption, Havelange, Teixeira, FIFA: Spielverzögerung durch das Schweizer Bundesgericht

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Die juristische Aufarbeitung des ISL-Korruptionssystems, in das vorrangig hohe FIFA-Funktionäre verstrickt waren, erfährt eine weitere bizarre Wendung. Heute hat das Schweizer Bundesgericht in Lausanne der Entscheidung des Obergerichts Zug vom 22. Dezember 2011, die Einstellungsverfügung vom Juni 2010 zu veröffentlichen, eine aufschiebende Wirkung zugesprochen, wie Jean François Tanda in der Handelszeitung berichtet.

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The real road map: investigate corruption in FIFA, what should be happening?

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Statement from  Andrew Jennings,  Jean François Tanda and Jens WeinreichFriday January 6, 2012 As journalists we have investigated FIFA corruption for many years. We are recognizedinternationally as experts on the dark world of Joseph Blatter and his associates, inside and outside FIFA. We have been invited to co-operate with Joseph Blatter’s so-called ‘reform process’ at […]

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FIFA, IOC, Katar 2022: Recherche vs Propaganda

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ZÜRICH/LAUSANNE. Da können die Herrschaften in der FIFA-Zentrale und im IOC-Hauptquartier unternehmen, was sie wollen. Sie haben die Lage einfach nicht mehr im Griff und werden von der Vergangenheit eingeholt, von den Ereignissen überrollt. Sie können nur notdürftig ausputzen, sie setzen auf viele dumme, willfährige Journalisten und korrupte Medien, die ihren Job nicht verstehen und dem Berufsstand des Journalismus Schande bereiten – und die dann eben inbrünstig und kolossal ahnungslos, oft auch ganz bewusst, die Propaganda der Sportkonzerne verbreiten. Ein Skandal im Skandal.

Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel diese jüngsten:

Der renommierte Korruptionsbekämpfer Mark Pieth soll Führung und Transparenz der Fifa verbessern. Laut Recherchen der «Handelszeitung» bezahlt sie dafür ein Taggeld von 5000 Franken – und überwies zusätzliches Geld für ein Gutachten.

Auf diesen Beitrag hat Mark Pieth bereits vorab reagiert und gestern Einladungen an einige Journalisten verschickt, die er im Januar gern interviewen würde. Er selbst will ja nicht retrospektiv tätig werden und ermitteln – das überlässt er anderen. In der Presseerklärung, die gestern ebenfalls verschickt wurde, heißt es:

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live-Blog aus Zürich, Mittwoch: FIFA-Korruption, WM-Vergabe, Präsentation 2022

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ZÜRICH. Auf geht’s. Auch heute wieder live aus dem Tollhaus – den ganzen Tag lang. Recht so. Der Jack ist schon ein Netter. Mein Gott, die paar Millionen, die er bisher beiseite geschafft hat mit seinen beiden Söhnen. Wer wird da kleinlich sein. Im kommenden Jahr, wenn Theo Zwanziger ins FIFA-Exekutivkomitee aufrückt, wird endlich aufgeräumt, […]

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Korruptionsbilanz in FIFA und IOC: 140.785.618,93 CHF. Mindestens.

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ZÜRICH. Die Bilanz des Grauens ist (vorerst) neunstellig, wenn Mann die Ziffern hinter dem Komma mal großzügig beiseite lässt. Die Schmiergelder der ISL-Gruppe an höchste Sportfunktionäre, die sich gern mit Millionen freikaufen, in der Übersicht:

ISL Schmiergeldbilanz, 1989 - 2001: knapp 141 Mio. Franken

Gerichtlich dokumentierte Schmiergeldbilanz der ISL

Es geht also weiter in der ISL-Saga. Die Abkassierer sind ja schließlich auch noch im Amt und werden protektiert. Neue Fakten zum größten Korruptionsskandal der Sportgeschichte liegen vor, pünktlich zur Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 am Donnerstag durch das FIFA-Exekutivkomitee. Ich hatte es gestern bereits angedeutet.

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The ISL bribery system: 138 million CHF for senior officials in the Olympic world

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As promised the other day: The extended and overworked version of my presentation at Play the Game conference last week in Coventry – with important backgrounds about the new „associate member“ of the Olympic Journalists Association:

The ISL bribery system: 138 million CHF for high-ranking officials in the Olympic world

A few weeks ago I had several discussions with IHF-President Hassan Moustafa. He told me:

We are a Handball-family. If anybody has a problem, we have to find a solution within our family – not outside the family.

I have heard quotes like this before. My old friend Joseph Blatter once said:

We don’t go to strangers. If we do have problems in our family, we use to solve the problems in the family. What happens in our family is not a topic for a jurisdiction outside our family. Regular courts are not a part of our family.

In this picture we can see Joseph Blatter with his longtime friend Jean-Marie Weber. They are members of the family, both the FIFA-President, also a member of the IOC, and the man who has paid an unbelievable amount on bribes to other family members. They are longtime friends.

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René Fasel: „Im Moment ist es aber besser zu schweigen“

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Die Geschichte von Jean François Tanda in der SonntagZeitung über die Eishockey-Connection schlägt hohe Wellen.

Hat René Fasel, einer der einflussreichsten Funktionäre des Weltsports (u.a. IOC-Mitglied, Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF und Chef der Vereinigung olympischer Wintersportverbände), über Umwege Geld kassiert, das er hätte nicht kassieren sollen/dürfen?

Wird hier aus dem gleichen Zuger Büropalast, in dem einst der Bestecherkonzern ISL/ISMM residierte, das gleiche Geschäft betrieben? Werden olympische Sportfunktionäre mit ähnlichen Summen geschmiert, weil – wie ISL-Manager vor Gericht aussagten – sie sonst nicht arbeiten würden, weil sonst kein Vertrag zustande käme/zustande gekommen wäre?

René Fasel sagt heute dem Tagesanzeiger („Jetzt spricht René Fasel: Der Artikel ist geschickt formuliert“):

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Was vom Tage übrig bleibt (32): Fasels Eishockey-Connection

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Artikel-Scan SonntagsZeitung, Jean François Tanda: Die Eishockey-Connection - Hinweise auf ein Geheimgeschäft des Verbandspräsidenten René Fasel

Seite 5 der Zürcher SonntagsZeitung vom 10. Mai 2009, in der Hauptrolle: René Fasel

Jean François Tanda berichtet in der Zürcher SonntagsZeitung exklusiv über mutmaßliche Geheimgeschäfte des Eishockey-Weltpräsidenten und IOC-Exe­kutiv­mit­glieds René Fasel:

Eine interessante Frage. Aber wahrscheinlich handelt es sich nur um einen weiteren von vielfältigen Lebenssachverhalten von IOC-Mitgliedern. Die Geschichte spielt übrigens im idyllischen Zug, wo sonst – hier entlang zum Tag #ISL/ISMM.

Es geht, so weit man weiß, um eine Million Franken für „Geschäftskontakte“. Sehr hübsch diese Passage aus dem Text von Jean François Tanda:

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Erklärung des sportnetzwerks zur Affäre Theo Zwanziger

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Der DFB-Präsident tauscht Pressefreiheit gegen Diffamierung: Das sportnetzwerk fordert Widerruf von Theo Zwanziger Die im und dem sportnetzwerk, der Qualitätsoffensive im Sportjournalismus, verbundenen Journalisten und Freunde des Sports fordern den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, unverzüglich mit einer öffentlich wahrnehmbaren und eindeutigen Geste die Diffamierung des sportnetzwerk-Mitgründers Jens Weinreich zu beenden. Jens Weinreich – Wächterpreisträger, Buch- […]

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