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live aus PyeongChang (28): ‚individual and isolated‘ Russian doping cases

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GANGNEUNG/ALPENSIA. Nicole Hoevertsz erstattet ihren ‚Bericht‘ vor der IOC-Session, die angeblich von 52 von 97 möglichen Mitgliedern besucht wird. Klar ist bereits: Der Bann des ROK wird bald aufgehoben, aber noch nicht heute zur Schlussfeier.

The Implementation Group (OARIG) noted that these ADRV were individual and isolated cases.

Thomas Bach lobt die „sehr sorgfältige Arbeit“ der OARIG und liest jetzt die Entscheidung des IOC-Exekutivkomitees vor.

„Diskussion“.

Britta Heidemann sagt: Es wäre nett gewesen, man hätte vorher Informationen erhalten und sich vorbereiten können. Nicht erst jetzt davon zu hören.

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live aus PyeongChang (18): Adam Pengilly, IOC-Spezialethiker, Medienbeeinflussung und Propaganda

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IOC-Session in PyeongChang


ALPENSIA. Der Fall Pengilly wirft viele Fragen auf. Adam Pengilly, IOC-Mitglied in Großbritannien, musste Südkorea heute verlassen. Er soll am Donnerstagmorgen gegen 9.30 Uhr Ortszeit hier in Alpensia einen Sicherheitsmann beleidigt haben und handgreiflich geworden sein. Es existiert angeblich eine Videoaufzeichnung. Demnach sehe es so aus, als habe Pengilly zugelangt. Pâquerette Girard Zappelli, Chief Ethics and Compliance Officer, soll das auf den Bildern so interpretiert haben. Das Video hat Pengilly offenbar nicht gesehen.

Pengilly sagt, er könne sich nicht erinnern, was er dem Sicherheitsmann zugerufen habe, koreanische Medien behaupten „fuck Korea“. Pengilly sagt, er habe nicht attackiert. Er räumte gleichzeitig seine Fehler ein und entschuldigte sich in einem kurzen Schreiben.

Die wichtigsten Quotes von gestern im englischen Original hier in der Meldung von Nick Butler, der mir gerade gegenüber sitzt im MPC, auf Insidethegames, dessen aktueller Artikel gerade erschien:

Halten wir fest, Pengilly hat einen Fehler gemacht und die Beherrschung verloren. Dafür hat er sich entschuldigt. Das beschämt ihn.

Auf Widersprüche in der IOC-Darstellung gehe ich gleich ein.

Halten wir ebenso fest:

  • Adam Pengilly, 2010 in Vancouver gewählter Athletenvertreter, dessen Mandat mit Ende dieser Spiele ausläuft, war das einzige IOC-Mitglied, dass den Russland-Entscheidungen des Exekutivkomitees auf der Session 2016 in Barra da Tijuca die Gefolgschaft verweigerte.
  • Adam Pengilly enthielt sich, wie Richard Pound, der Stimme, als Bach vergangene Woche auf der Session in PyeongChang erneut Unterstützung für die Entscheidungen des Exekutivkomitees zum russischen Staatsdoping abfragte.
  • Pound wurde bereits attackiert auf der Session („Der Fall Pound: wer kritisiert, wird attackiert“) und wurde vom IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams als nicht ganz glaubwürdig dargestellt. Er wehrt sich aber und wird bis Ende 2022, wenn sein IOC-Mandat abläuft, immer wieder mahnend seine Stimme erheben.
  • Pengilly wurde aus PyeongChang verjagt.

Das fällt auf.

So schnell hat das IOC noch nie gehandelt, möchte ich ad hoc anmerken, ohne dazu auf die Schnelle eine wissenschaftliche Studie betrieben zu haben. Ich sage das einfach mal mit meiner Erfahrung der Berichterstattung von 26 IOC-Sessionen und zwölf Olympischen Spielen, wobei es dutzende Male um ziemlich schwere Korruptionsfälle ging.

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live aus PyeongChang (3): IOC-Session, Diskussion zum Russland-Doping, Attacken auf Richard Pound

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ALPENSIA. Moin, moin. Die 132. IOC-Vollversammlung (26 davon verfolgte ich bisher live vor Ort, etliche mehr online) hat im Kensington Flora Hotel begonnen. Im Tagungshotel gibt es keinen Arbeitsraum für Medienvertreter, so ist das im Reich des Thomas Bach, nur eine kleine Mixed Zone. Ich sitze deshalb im MPC und verfolge die Session online. Abends gehe ich wieder ins IOC-Hotel hier in Alpensia.

Bei der Eröffnung gestern im Gangneung Art Center hat Bach Harmonie ausrufen und den Weltfrieden beschwören lassen, wenn ich das richtig nachvollziehe. Heute lässt er mit dem Top-Thema beginnen: der Russland-Causa, Staatsdoping.

Zunächst tragen Denis Oswald und Generaldirektor Christophe de Kepper vor.

Nun ist die ehemalige französische Sportministerin Valérie Fourneyron an der Reihe und berichtet über eine der vielen extra eingerichteten Bach’schen Arbeitsgruppen, das Olympic Athletes from Russia Invitation Panel (OARIP), später wird sie zudem über die neue Independent Testing Authority (ITA) reden.

Mein erster Lacher heute: Der korrupte langjährige FIFA-Fürst, ISL-Schmiergeldempfänger und Langzeit-Supremo des afrikanischen Fußballs, Issa Hayatou in seiner Funktion als IOC-Mitgflied und Ethikhüter des olympischen Weltsports.

9.54 Uhr (alle Zeitangaben Orstzeit): Nun der Bericht von Nicole Hoevertsz (Aruba), großer Bach-Fan und mittlerweile im Exekutivkomitee angekommen, in ihrer Eigenschaft als Chefin der Olympic Athletes of Russia Implementation Group (OARIG).

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live-Blog zu 1.000 Einzelfällen: der McLaren-Report (II) zum russischen Staatsdoping #Sotschi2014

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Der Boss der Bosse, Mutko, Kozak, IOC-Mitglied Schukow mit Russlands Medaillengewinnern der Sotschi-Spiele. (Foto: President of Russia)

Der Boss der Bosse, Mutko, Kozak, IOC-Mitglied Schukow mit Russlands Medaillengewinnern der Sotschi-Spiele. (Foto: President of Russia)

Moin, moin. So gut es geht werde ich die Vorstellung des zweiten McLaren-Berichts (hier das live-Blog zum ersten Bericht) zum russischen Staatsdoping (Schwerpunkt: Sotschi 2014) in wenigen Minuten in London und später einige Inhalte, Analysen und Reaktionen bis abends live bloggen. Heute erscheinen aktuelle Notizen mal ausnahmsweise oben.

Und hier ist die Webseite zum Schmökern mit 1.166 Dokumenten. Viel Vergnügen!

  • The IP Evidence Disclosure Package
  • Meine Vorab-Analyse auf Spiegel Online:

    Wenn der kanadische Sonderermittler Richard McLaren am Freitag in London seinen zweiten Untersuchungsbericht vorstellt, muss Sportgeschichte umgeschrieben werden. Der Rechts-Professor McLaren ermittelt im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Er gehörte bereits der ersten WADA-Kommission an, die vor einem Jahr einen spektakulären Bericht über das staatlich orchestrierte Doping in Russland veröffentlichte. Er recherchierte weiter, unterstützt von Kriminalisten, und legte im Juli 2016 den ersten sogenannten McLaren-Bericht vor, auf dessen Grundlage etwas mehr als ein Drittel des avisierten russischen Olympiateams für die Sommerspiele in Rio de Janeiro gesperrt wurde.

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Olympia 2018: München darf hoffen

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ACAPULCO. Wie sieht es aus für München in der internationalen Arena? Ich bleibe dabei: besser als daheim. Die Dienstreise nach Acapulco hat sich für die Olympiabewerber definitiv gelohnt. Und mir gerade eine Nacht ohne Schlaf beschert. Das ist dabei herausgekommen: : Ein Hintergrund Politk gestern Abend im Deutschlandfunk, mit O-Tönen von Olympia-Kuratoriumschefin Katarina Witt, IOC-Chefprüferin […]

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