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IOC-Session: Goldmedaillen für #Paris2024 und #LosAngeles2028

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Ein bescheidenes Live-Blog zur IOC-Session in Lima, die in wenigen Sekunden beginnt.

Hier geht es zum neuen Monatsmagazin Sport & Politics – kaufen, es lohnt sich!

Der IOC-Channel:

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live-Blog aus Kuala Lumpur: Olympische Winterspiele 2022 in Peking #NoHumanRights

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KUALA LUMPUR. Um den Witz des Tages mal vorwegzunehmen: Nachdem die IOC-Wahlkommission ein blödes Gefühl hatte mit den Gerätschaften und dem elektronischen Wahlsystem, wurde die erste Abstimmung über die Winterspiele 2022 gerade für ungültig erklärt. Das IOC hat noch einmal abgestimmt – und zwar schriftlich auf Zettelchen.

Mal was Neues.

Und nun weiter so, wie ich es seit vielen Stunden notiere:

2.47 Uhr: Hach, Richard Pound muss man einfach mögen. Wenn man ihn mit den Worten begrüßt „Mr. former Vice President, nice to see you again“, dann lacht er und antwortet:

„I am a former … pretty everything.“

Und damit willkommen im olympischen Panoptikum. Buchen Sie ruhig eine Eintrittskarte. Es lohnt sich.

Es steht an: die Vergabe der Winterspiele 2022.

* * *

Die neuen Regeln in diesem Blog habe ich gestern ausführlich erläutert und am 20. Juli während eines Besuches bei der FIFA erstmals ausprobiert.

  • Besonders aufwändige Beiträge und derlei irre live-Blogs aus allen Ecken der Welt sind ab sofort gegen eine kleine finanzielle Entschädigung zu haben. Das wird manchen gewiss einleuchten. Reisen, Recherche und Expertise kosten mich eine Menge – darauf habe ich in den vergangenen Jahren, in denen ich aus etwa 25 Ländern auf sechs Kontinenten einige Male wochenlang Tag und Nacht gebloggt habe,mitunter hingewiesen.
  • Das Blog gibt es nun auch im Abonnement – bei LaterPay und im Shop.
  • Via LaterPay (ein FAQ dazu folgt) können Sie (könnt Ihr) IOC-Tagestickets oder andere Zeitpässe buchen.
  • Ein Tagesticket für die IOC-Berichterstattung aus Kuala Lumpur kostet 1,99 Euro (inklusive Zugang zu mehr als 1.100 Beiträgen hier im Blog).
  • Die komplette Berichterstattung aus Malaysia über acht Tage ist inklusive eines Discounts nun sogar für 9,99 Euro zu haben.
  • Am Ende eines jeden Beitrages finden Sie entsprechende Pässe, auch einen Drei-Monats-Pass und ein Jahres-Abo, das ein Exemplar des Ebooks „Macht, Moneten, Marionetten“ beinhaltet.
  • Schauen Sie ruhig einmal in den Sport and Politics Shop.

* * *

Gebloggt wird heute bis weit in die Nacht. Sollte Almaty gewinnen, melde ich mich auch von der wilden Party. Sollte Peking gewinnen, komme ich dort nicht rein, sollten die feiern.

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live-Blog aus Kuala Lumpur: Almaty vs Peking, Bachs Agenda 2020 und kasachische Schokolade

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KUALA LUMPUR. Der Mittwoch begann um 3.45 Uhr (MESZ) so wie der Dienstag um 22.16 Uhr (MESZ) geendet hatte: Mit einer Begegnung mit Andrej Krjukow, dem Chef des Olympiabewerbungskomitees aus Almaty. Krjukow gehörte zu jenen Schergen des Scheichs (so habe ich sie bislang immer genannt), die mir vor knapp zwei Jahren in Buenos Aires an die Technik gegangen sind.

Und wenn ich was nicht leiden kann, dann ist es, wenn mir jemand in irgendeiner Weise unsanft an meine geliebten Arbeitsmittel geht, ob Kamera, iPhone oder was auch immer. Das ist ein No-Go!

Die Geschichte machte damals schnell die Runde im olympischen Völkchen. Ich bin aber nicht nachtragend, ich vergesse nur nichts.

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Was vom Tage übrig bleibt (90): Guardian darf nicht über die European Games berichten, EU-Parlament fordert Blatters Rücktritt, FIFA-Ebook

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Es muss schnell gehen, bin gleich wieder unterwegs. Der ganze Irrsinn der olympischen Welt spiegelt sich im gestrigen Blog-Eintrag, was für ein Wahnsinn, wie verlogen. Und es geht heute munter weiter. Die Schergen des Ílham Alijew scheuen sich nicht, den Guardian von der Berichterstattung der European Games auszuschließen.

Wird das EOC protestieren? Das IOC? Scheich Ahmad? Thomas Bach? Patrick Hickey? Der Weltverband der Sportjournalisten AIPS? Der DOSB?

Selbst wenn, wie glaubhaft wäre das? Alijew hätte nie diese Spiele bekommen dürfen. Er hat letztlich sämtliche Teilnehmer der Sause gekauft.

Welchen Unsinn tischen uns die olympischen Propagandisten – von DOSB über den Baku-Sender Sport1, Jon Tibbs (JTA) und andere Alijew-Knechte – noch auf?

What’s next?

Wer es noch nicht gelesen hat gestern Abend, unbedingt das Statement der Botschaft von Aserbaidschan in Deutschland studieren.

Bizarr.

Und nun zur FIFA.

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Supermacht mit Petrodollars: Katars Expansionsstrategie im Sport

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Der Jung-Emir Tamim Bin Hamad Al-Thani hat gut lachen. Läuft alles prächtig bei dieser Handball-WM, in die nicht nur mehr als 220 Millionen Dollar in drei nagelneue Tempel investiert wurden und für die eine komplette Nationalmannschaft eingebürgert wurde – was im IOC, dem Tamim angehört, eigentlich als verpönt gilt, aber das interessiert Tamim doch nicht.

Tamim hat 680 Journalisten die Reise zur WM und einen angenehmen Aufenthalt in Doha bezahlen lassen (dazu mein Beitrag im Magazin Krautreporter: „Katar, Petrodollars und die Journalisten“) und nach dem Sieg gestern gegen Deutschland freut er sich auf das Halbfinale seiner Söldner gegen Polen – und auf das Finale.

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Von demokratischen Geistern verlassen: „Der DOSB“ erklärt ein „Homosexuellen-Gesetz“

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Echte sportpolitische Propaganda, die hierzulande im Rahmen der Meinungsfreiheit natürlich gestattet ist – der denkende Mitbürger kann sich schließlich selber schützen. Auch der minderjährige denkende Mitbürger.

Der DOSB hat einen Katalog von Fragen und Antworten zu diesem Thema erstellt.

„Der DOSB“ bietet also ein Frage-Antwort-Spielchen zu einem russischen „Homosexuellen-Gesetz“. Klar, mit „Anti“ (die Silbe, die da möglicherweise fehlt) hat man es beim Bach-Verband ja eher nicht so. IOC-Vize Thomas Bach spannt den gesamten deutschen Sport ein, der sonst so gern zu Outings aufruft, und  bringt ihn auf eine Linie mit dem Internationalen Olympischen Komitee:

Ein Erklärungsversuch, den man kaum anders als Dummenfang bezeichnen kann. „Der DOSB“ sagt zum Beispiel:

In der Olympischen Charta, die bei den Winterspielen in Sotschi gilt, heißt es in Regel 50, dass jegliche politische Demonstration innerhalb der Olympischen Stätten verboten sind: „No kind of demonstration or political, religious or racial propaganda is permitted in any Olympic sites, venues or other areas.“

Schränkt diese Regel nicht die Meinungsfreiheit ein?

Nein. Die freie Meinungsäußerung wird nicht eingeschränkt. Athleten dürfen sich jederzeit und an jedem Ort frei äußern, beispielsweise in jedem Interview. Verboten sind lediglich demonstrative Gesten wie z.B. das Tragen von Bannern oder Schriftzügen in den olympischen Stätten.

Unterschlagen wird, dass die Charta auch „fundamental principles“ kennt. Das sechste lautet:

Any form of discrimination with regard to a country or a person on grounds of race, religion, politics, gender or otherwise is incompatible with belonging to the Olympic Movement.“

Für Russland, sein NOK und den Gastgeber Sotschi, durch Ausrichtervertrag Teil der Olympischen Bewegung, gilt das nicht. Die Duma hat ja, das kann man gar nicht oft genug sagen, die Entkriminalisierung von Homosexuellen, die 1993 beschlossen worden war, zurückgedreht. Unbeanstandet vom IOC.

Weiter: Was ist eine Demonstration? (Die Regel 50 spricht nicht von „demonstrativen Gesten“, wie der DOSB glauben machen will.) In Diktaturen eine „Zusammenrottung“, sie erforderte mindestens drei Menschen. Im IOC – und so nun auch im DOSB – gilt es schon als Demonstration, wenn ein einzelner Athlet Solidarität erkennen lässt mit einer diskriminierten Minderheit oder, auch das ist ja möglich, zeigt, dass er ihr angehört. Das ist noch unter dem Standard von Diktaturen und selbstverständlich ein klares Verbot nicht nur freier Meinungsäußerung, sondern, im Fall von Schwulen und Lesben, eine Aufforderung zu verbergen, wer sie sind.

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„Don’t mix politics with games“: Petition für Liu Xiaobo

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Mir ist gerade so. Ich möchte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren.

Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewählten Berichterstattern beschwingt empfahl, sie sollten mal bitteschön Sport nicht mit Politik vermengen und Politik nicht mit Sport und überhaupt. Da gebe es keinen Zusammenhang, auch wenn es manchmal so scheint.

Mich hat Herrn Hus Rat überzeugt. Seitdem steht’s da oben:

Don’t mix politics with games!

Ich versuche mich stets dran zu halten, auch wenn’s oft schwer fällt.

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Sotschi „is making rapid progress“

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Für Feinschmecker. Mal wieder etwas anderes, aber noch Wintersport – der Beitrag sollte eigentlich am Samstag folgen, es kam nur etwas dazwischen. Nun also: Am 4. Juli war es genau zwei Jahre her, dass Sotschi und Wladimir Putin in der aufregenden Guatemala City aus welchen Gründen auch immer mit den Olympischen Winterspielen 2014 geehrt wurden. … Read more

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