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Daniela Iraschko-Stolz: IOC should „care more about human rights and laws“ @ elections of olympic hosts #Sochi2014

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Auf Facebook hat Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich, die Silbermedaillengewinnerin im Skispringen, gerade geschrieben:

Hab es gestern auf CNN International geschafft. Ganz schön schwierig über wichtige Themen auf Englisch zu sprechen. Aber ich glaube ich hab es auf den Punkt gebracht!“

Hier ist das CNN-Gespräch:

Zwei Quotes:

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Sportler als unpolitische Wesen? #Menschenrechte als politische Propaganda? #Sochi2014 #Putin #IOC

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Montag, 10. Februar: Mit dieser irren Zuspitzung hätte ich nicht mal gerechnet:

Mein Beitrag vom 8. Februar:

Sind Olympiasportler nur Sportler, sondern auch Menschen und damit politische Wesen? Sollen/dürfen sich Sportler zu Themen der Zeit äußern, wozu auch Fragen der Menschenrechte gehören, oder sollen/dürfen sie sich darauf konzentrieren, wofür sie ausgebildet und bezahlt werden und wovon sie träumen: von erfolgreichen Auftritten in olympischen Arenen beispielsweise. Etwa in Sotschi.

Das sind natürlich keine jungfräulichen Themen und Fragen, sondern Dauerbrenner. Derlei Fragen werden diskutiert, seit es Olympische Spiele gibt.

Ich habe heute eine BBC-Radiodokumentation gehört, in der Nick Symmonds aus den USA unprätentiös schilderte, warum er bei der Leichtathletik-WM 2013 in Moskau, auf dem ersten Höhepunkt der weltweiten Diskussionen um Homophobie und das russische Anti-Homosexuellengesetz, seine Silbermedaille demonstrativ seinen schwulen und lesbischen Freunden gewidmet und klare Worte zur Rechtslage in Russland gefunden hat.

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Olympia 2020, der Tag danach: Ringen vs Squash vs Softball/Baseball

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BUENOS AIRES. Ich bin ja ein Freund solcher Dokumente, die gehören einfach dazu und haben hier Tradition (Rio de Janeiro, Pyeongchang). Bevor es in diesem Theater weiter geht, zum Beispiel mit der Entscheidung über die Sportarten für 2020, hier also, was ich gestern Nacht nicht mehr geschafft habe, die Wahlprotokolle:

Offizielles Wahlergebnis: Wahlberechtigte, Abstimmende: jeweils 97, Stimmenthaltungen: 1, Gültige Stimmen: 96; erforderliche Mehrheit: 49; Tokyo: 60 *ELECTED, Istanbul: 36

Wahl der Olympiastadt 2020, 2. Runde — Finale

Für Spiegel Online hatte ich gestern Nacht, erwärmt, erheitert und inspiriert vom Umsonst-Rotwein im Pressezentrum, den Versuch einer ersten Analyse gedichtet.

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IOC-Countdown (10 Tage): Sportausschuss-Sondersitzung, Kinderdoping, Thomas Bachs Schmalspur-Taktik & more

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Der Hausherr auf dem Flug nach Südamerika. Da wir hier bekanntlich das Bach’sche Wahlkampf-Motto „Einheit in Vielfalt“ hochhalten, darf ich für einen Teil der Wochenendunterhaltung sorgen: mit viel Lesestoff für den Montag, zur Sondersitzung des Bundestags-Sportausschusses zur Dopingstudie. Auch wenn jw diesem Gremium bekanntlich nicht (mehr) sonderlich viel Bedeutung beimisst. Es gibt also eine Mischung aus zeithistorischer Recherche – die ausgebaute Version eines Artikels für die Berliner Zeitung zu einigen Schwachstellen des Berliner Studienteils – und Vorschau auf die Sitzung. Zu beidem die wichtigsten Dokumente, inklusive der bisher einzige parlamentarische Antrag aus dem Ausschuss zum Thema, der politischen Gestaltungswillen dokumentiert. Er kommt, wie so oft, von den Grünen. Los geht’s:

* * *

Selten war die Fallhöhe so groß wie für diese Sitzung des Bundestags-Sportausschusses, die Sondersitzung am Montag. Sie ist, ausnahmsweise, öffentlich; man hat einen größeren Saal gebucht, Phönix überträgt live. Auch eine hübsche oppositionelle Unverschämtheit steht auf der Agenda: Die Grünen haben nach dem IOC/DOSB-Kniefall vor dem russischen Anti-Homosexuellen-Gesetz noch schnell einen zusätzlichen TOP zu Sotschi aufsetzen lassen. Aber zuerst wird die von Forschern aus Berlin und Münster erarbeitete Studie „Doping in Deutschland“ debattiert. Bekanntlich wurde sie erst nach öffentlichem Druck teilpubliziert und sorgte im Sport zunächst für nervöse Anspannung. Nur war bald klar, dass ihre Ergebnisse doch ziemlich willkürlich zum „systematischen Staatsdoping West“ hochgejazzt worden sind – und nun erhoffen sich die notorischen Bremser leichtes Spiel.

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IOC-Countdown (20 Tage): BREAKING: die fünf schwulsten Sportarten in Russland

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Fantastisch, was manche Blogger drauf haben. Hier also, als Crosspost und weltexklusiv, die Enthüllung von Mutti, der Libero: die fünf schwulsten Sportarten in Russland. Demonstriert vom mächtigsten Mann des Weltsports.

* * *

Platz 1: Judo ist der ideale Gay-Sport für alle, die es verschwitzt und hart mögen. Das Outfit sieht dabei nicht nur zufällig aus wie im Saunaklub, auch körperlich kommt man(n) beim gemeinsamen Toben auf der riesigen Matte schnell zu Sache. Deswegen völlig zu recht auf Platz eins.

Platz 2: Solo-Synchronschwimmen ist bei vielen Gays ganz groß im, nun ja, Kommen. Anmutige Bewegungen im kühlen Nass zu flotter Bee-Gees-Musik – und nur Du allein mit Deinem Körper.

Foto: flickr.com / jedimentat / CC BY 3.0

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Von demokratischen Geistern verlassen: „Der DOSB“ erklärt ein „Homosexuellen-Gesetz“

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Echte sportpolitische Propaganda, die hierzulande im Rahmen der Meinungsfreiheit natürlich gestattet ist – der denkende Mitbürger kann sich schließlich selber schützen. Auch der minderjährige denkende Mitbürger.

Der DOSB hat einen Katalog von Fragen und Antworten zu diesem Thema erstellt.

„Der DOSB“ bietet also ein Frage-Antwort-Spielchen zu einem russischen „Homosexuellen-Gesetz“. Klar, mit „Anti“ (die Silbe, die da möglicherweise fehlt) hat man es beim Bach-Verband ja eher nicht so. IOC-Vize Thomas Bach spannt den gesamten deutschen Sport ein, der sonst so gern zu Outings aufruft, und  bringt ihn auf eine Linie mit dem Internationalen Olympischen Komitee:

Ein Erklärungsversuch, den man kaum anders als Dummenfang bezeichnen kann. „Der DOSB“ sagt zum Beispiel:

In der Olympischen Charta, die bei den Winterspielen in Sotschi gilt, heißt es in Regel 50, dass jegliche politische Demonstration innerhalb der Olympischen Stätten verboten sind: „No kind of demonstration or political, religious or racial propaganda is permitted in any Olympic sites, venues or other areas.“

Schränkt diese Regel nicht die Meinungsfreiheit ein?

Nein. Die freie Meinungsäußerung wird nicht eingeschränkt. Athleten dürfen sich jederzeit und an jedem Ort frei äußern, beispielsweise in jedem Interview. Verboten sind lediglich demonstrative Gesten wie z.B. das Tragen von Bannern oder Schriftzügen in den olympischen Stätten.

Unterschlagen wird, dass die Charta auch „fundamental principles“ kennt. Das sechste lautet:

Any form of discrimination with regard to a country or a person on grounds of race, religion, politics, gender or otherwise is incompatible with belonging to the Olympic Movement.“

Für Russland, sein NOK und den Gastgeber Sotschi, durch Ausrichtervertrag Teil der Olympischen Bewegung, gilt das nicht. Die Duma hat ja, das kann man gar nicht oft genug sagen, die Entkriminalisierung von Homosexuellen, die 1993 beschlossen worden war, zurückgedreht. Unbeanstandet vom IOC.

Weiter: Was ist eine Demonstration? (Die Regel 50 spricht nicht von „demonstrativen Gesten“, wie der DOSB glauben machen will.) In Diktaturen eine „Zusammenrottung“, sie erforderte mindestens drei Menschen. Im IOC – und so nun auch im DOSB – gilt es schon als Demonstration, wenn ein einzelner Athlet Solidarität erkennen lässt mit einer diskriminierten Minderheit oder, auch das ist ja möglich, zeigt, dass er ihr angehört. Das ist noch unter dem Standard von Diktaturen und selbstverständlich ein klares Verbot nicht nur freier Meinungsäußerung, sondern, im Fall von Schwulen und Lesben, eine Aufforderung zu verbergen, wer sie sind.

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IOC-Countdown (23 Tage): Achtung, Interviewritis. Vorsicht, PR!

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Der denkende aufgeklärte Teil der Menschheit muss jetzt sehr sehr tapfer sein. Eine Welle von großflächigen Interviews beginnt die Altmedien zu überschwemmen. Der scheidende IOC-Präsident Jacques Rogge erklärt seine herausragenden Leistungen der vergangenen zwölf Jahre (basically: Reformen weiter geführt, die sein Vorbild und ehemalige Gönner, der Oberreformer und vermutlich gewesene KGB-Mann Juan Antonio Samaranch eingeleitet hat), der kommende IOC-Präsident bzw Noch-Präsidentschaftsfavorit Thomas Bach erläutert, nur gelegentlich von eingestreuten Kritik-Sprengseln unterbrochen, wie er sich das so vorstellt als Chef des Olympiakonzerns.

Kurzum:

Wenig davon ist ernst zu nehmen.

Interviewritis.

Als Journalismus getarnte PR.

Nonsens statt Recherche.

Heute zum Beispiel macht in der altbackenen und noch immer dominierenden PR-Wortfetzenverwertungsmaschinerie absterbender Medien folgende Titelstory bzw das dazugehörige Interview mit dem IOC-Präsidenten aus der Berliner Zeitung Der Tagesspiegel die Runde:

Tagesspiegel, S.1 18. August 2013

Tagesspiegel, S.1, 18. August 2013

Huch. Da sind Wladimir Putin und seinesgleichen bestimmt ganz aufgeregt, wenn der „IOC-Chef“ etwas „fordert“.

(Wenigstens steht in der Zeitung, dass Rogges „Forderungen“ bei den chinesischen KP-Bonzen und KP-Milliardären vor fünf Jahren nicht ganz so erfolgreich waren.)

Dementsprechend hat Putins Sportminister und langjähriger Intimus Witali Mutko, FIFA-Exkomitglied, ein Mann aus Putins ersten Jahren als Politiker in St. Petersburg, nach der KGB-Karriere, heute auf der Abschlusspressekonferenz der Leichtathletik-WM klein bei gegeben und die Forderungen erhört.

#justkidding

Ich erspare mir Romane. Dem Thema Medien widme ich mich ausführlich im Buch „Macht, Moneten, Marionetten“.

Lesen wir kurz, was der homophobe Hardliner Mutko heute gesagt hat:

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IOC-Countdown (24 Tage): demaskierende IOC-Email nach Fragen an Präsidentschaftskandidaten #anti-gay-law #Sochi2014

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Eine Summary der gestrigen Email- und Wortwechsel.

Am Freitagmorgen habe ich angesichts der verschärften weltweiten Diskussionen um Putins Anti-Homosexuellen-Gesetz und der Äußerungen von Jelena Isinbajewa, Botschafterin des IOC für die Youth Olympic Games (YOG) und Bürgermeisterin des Olympischen Dorfes 2014 in Sotschi, den sechs IOC-Präsidentschaftskandidaten einige Fragen gestellt.

Bis zum Abend ließ Sergej Bubka ausrichten, er wolle die Fragen am Montag beantworten. Richard Carrión ließ mitteilen, einer seiner Mitarbeiter werde sich telefonisch melden.

Thomas Bach, Ser Miang Ng, Ching-Kuo Wu und Denis Oswald schwiegen.

Spätabends, 22.31 Uhr, schickte mir Emmanuelle Moreau aus dem IOC Press Office eine Message des IOC-Generaldirektors Christophe de Kepper und des IOC-Kommunikationsdirektors Mark Adams. Sie schreiben, die Kandidaten hätten sich miteinander verständigt (was ich aus diversen Quellen bereits wusste) und um diese offizielle Mitteilung gebeten.

Ich möchte diese Email nicht unbedingt als Antwort auf meine Fragen bezeichnen. Denn Fragen werden nicht wirklich beantwortet.

Das ist typisch für das IOC.

Es ist auch typisch für die meisten Präsidentschaftskandidaten.

Möchte gar nicht zu viel hineinheimsen und interpretieren, sondern will an diesem Beispiel einfach mal zeigen, wie Kommunikation in dieser Szene meist funktioniert bzw gar nicht erst zustande kommt.

An einem anderen Beispiel, der Recherche von Grit Hartmann (ihren Fragen an Thomas Bach und den Drohungen von Bachs Anwalt Christian Schertz), habe ich das kürzlich skizziert.

Ich werde darauf im Ebook ausführlich eingehen, weil derartige Vorgänge typisch sind für diese Branche.

Fragen kann man sich meist sparen. Fragen sind meist nur Folklore.

Mark Adams beispielsweise antwortet manchmal erst nach Wochen und dann auch nur mit wenigen Worten, meist ohne auf die Fragen und Details einzugehen. Das ist alles vorsintflutlich.

Gleichzeitig aber verbreiten manche wichtigen Leute, auch bestimmte Präsidentschaftskandidaten und deren Paladine, seit langem die Wahrheitsbeugungen, sie wären hier und da und überhaupt ja gar nicht gefragt worden.

Das ist ein wichtiger Teil ihrer Propaganda, die oft genug auch von Journalisten, die sich für Recherche nicht interessieren, übernommen werden.

Zur Dokumentation nun …

  • meine Fragen,
  • die Email des IOC …
  • … und mein Versuch, Fragen und Email irgendwie in einen Zusammenhang zu bringen.

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IOC-Countdown (25 Tage): what the six presidential candidates have to say about Russia’s anti-gay-law, Isinbayeva and Sochi 2014

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Wait and see.

While waiting:

I told the six gentlemen, candidates for IOC presidency, that I am going to publish their answers in length immediately upon receipt.

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Over the rainbow: the olympic parallel society

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A short summary of a twitter conversation which has started right after the homophobic comments made by Olympic pole vault champion and IOC’s official ambassador for the Youth Olympic Games 2010, Yelena Isinbayeva, in Moscow. Isinbayeva will be Mayor of the Athlete’s Village at the Winter Olympics 2014 in Sochi, Russia, in a country with a new anti-gay-law.

Of course one has to accept a freedom of opinion for Isinbayeva.

What did she say?

Read, for example, Mike Rowbottom at Inside the Games:

„We consider ourselves as standard people – women live with boys, boys live with women.“

„Of course, I don’t support this boycott and I’m also against this polemic,“ she said.

„I feel sorry that they try to involve the athletes into this problem.

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