[ Schlagwort clemens prokop]

Was wird eigentlich aus der NADA der Sportfamilie?

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Dieser Antrag von Bündnis 90/Die Grünen greift eine alte (und leider abgelehnte) Initiative des DLV-Präsidenten Clemens Prokop zur Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA auf (5 Prozent von allen Fördermitteln) und ist in diesen Minuten im Sportausschuss des Bundestages gewiss schon abgeschmettert worden. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt: Beim Haushaltstitel 684 11 (Zentrale Maßnahmen auf […]

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Der Fall Erfurt, die NADA und der sportpolitische Komplex: Verzögern, Verwirren und ein bisschen Lügen

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Ausführlicher Lesestoff zum Wochenende – und darüber hinaus: Was Blogs leisten können, wird hier von Grit Hartmann demonstriert. In einer ausführlichen Analyse widmet sie sich einmal mehr den obskuren Blutbehandlungen am Erfurter Olympiastützpunkt, die als Doping einzuschätzen sind, und deckt anhand von Dokumenten, die hier teilweise erstmals veröffentlicht und selbstverständlich zur Lektüre bereitgestellt werden, weitere Hintergründe zur Propaganda der NADA und des deutschen sportpolitischen Komplexes (BMI, DOSB, Sportausschuss des Bundestages) auf.

Es empfiehlt sich eine umfassende Lektüre. Es empfehlen sich Konsequenzen bei der NADA. Und bei der WADA (hier gehts übrigens zum brandaktuellen Jahresbericht 2011).

Und, passend zur Debatte dieser Tage um den Entwurf eines abstrusen neuen Leistungsschutzrechtes, sei allen Journalisten und sonstigen Medienarbeitern gesagt, die sich gern unsauber bedienen:

Zitate aus diesem Beitrag und den dazugehörigen Dokumenten sind erlaubt – allerdings NUR unter Angabe der Quelle, die nicht „im Internet“ lautet, sondern: www.jensweinreich.de. (Die üblichen Verstöße dagegen werden von mir allerdings nicht mit Kostennoten von Abmahnanwälten geahndet.)

Hier also:

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Verzögern, Verwirren und ein bisschen Lügen

Der Fall Erfurt, die NADA und der sportpolitische Komplex

Eine Analyse von Grit Hartmann

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Leichtathletik-WM, Tag 9: „Veranstaltung abgewickelt“

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15.39 Uhr: Moin. Wird etwas weniger umfangreich heute. Ich denke, dass ich morgen eine Nachbetrachtung mit hunderten Links liefern werde.

Ich schneide die Abschluss-Pressekonferenz des Organisationskomitees mit, während ich im Stadion sitze und einen letzten Beitrag dichte. Wer mag, kann sich während der TV-Übertragung mit der kompletten Selbstdarstellung des BOC berieseln lassen. Prokop spricht „aus Sicht des nationalen DLV-Präsidenten“ und sagt, Deutschland habe „wieder einmal mit hoher Perfektion eine Veranstaltung abgewickelt“, fabuliert über den Schwarzhandel mit dem WM-Maskottchen, das „in der Berichterstattung ausländischer Fernsehsender einen breiten Raum eingenommen“ habe. O-Ton Prokop:

Zusammengefasst denke ich, kann man sagen, dass diese Weltmeisterschaft in Berlin nur Gewinner hatte.

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Leichtathletik-WM, Tag 7: „I am not a boy. Why did you bring me here?“

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11.16 Uhr: Moin, Freunde der Nacht. Ist ein bisschen später geworden heute. Die Maschine muss erst auf Touren kommen. Was ich gestern wohl nur getwittert habe: Nach dem fünften Fabelweltrekord des Witzbolts, den ich live im Stadion erleben durfte (3 x Peking, 2 x Berlin), bin ich ziemlich relaxt. Schlechtes Zeichen: Weder rührt es mich, noch regt es mich auf.

Irgendwann, in naher Zukunft, wird er die Stadionrunde laufen. Und natürlich den Weltrekord brechen, er wird eine 42er Zeit laufen, was derzeit kaum mal einer Frauen-Sprintstaffel gelingt, oder er wird sogar eine 41er Zeit markieren. Er ist halt ein Naturtalent.

11.32 Uhr: Habe gerade im RBB-Inforadio ein Interview mit Clemens Prokop gehört, der nicht gänzlich überraschend ein beschwingt zufriedenes Fazit der WM zieht. Was sollte er auch anderes sagen. Schließlich ist Prokop in Personalunion:

  • Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV)
  • als solcher Gesellschafter der WM-Organisation
  • Präsident des WM-Organisationskomitees (LOC)
  • Vorsitzender des WM-Aufsichtsrats
  • gelegentlich Wahlmann der Partei seines Co-Präsidenten Wowereit
  • (auf weitere Funktionen und Verbindungen verzichte ich, sonst sprengt die Aufzählung noch das Seitenformat)

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Problembär für Angela Merkel

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00.41 Uhr: Freunde der Nacht, nach vier WM-Tagen und einer Woche Vorberichterstattung ist endlich mal ein Highlight fällig, nicht wahr? Voilà, es sprechen zu uns: Steffi Nerius, Weltmeisterin, und Angela Merkel, Bundeskanzlerin. : Ganz ehrlich, ich bin nicht so ein Party-Löwe. Aber kaum schlage ich mal im deutschen WM-Club auf, schon erlebt der Club den […]

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Wie die Leichtathletik-WM nach Berlin kam

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Jubel bei Schily, Wowi & Co.

Happy End in Helsinki, Dezember 2004 — WM-Sieg für Berlin!

So war das damals, am 4. Dezember 2004, als das IAAF-Council die Leichtathletik-WM 2009 an Berlin vergab. Da freuten sich Otto Schily, Clemens Prokop, Klaus Wowereit, Klaus Böger, Dagmar Freitag und einige andere der üblichen Verdächtigen.

Der Weg zur WM war steinig und lang. Er war, nicht nur gelegentlich, kurios. Und oft genug auch aufregend. Ich habe mal eine kleine Chronik zusammengestellt, wie Berlin an diese WM kam. Es ist wirklich nur eine Andeutung der vielen Geschichten. Aus Zeitgründen kann ich kaum etwas verlinken. Ich habe selbst viel dazu in der Berliner Zeitung geschrieben, etliche Textpassagen finden sich in der Chronik.

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Der Sport, die Politik, die Dopingopfer und der Bundesgerichtshof

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Es wurde aber auch Zeit. Zum Treffen von Dopingopfern mit der DOSB-Spitze gestern in Berlin mein Kurzbeitrag im Deutschlandfunk: : Die überarbeitete und verlinkte Variante des Beitrags folgt sofort. Zuvor aber noch einige Gedanken zur Frage: Was/wer ist eigentlich ein Dopingopfer? Die Frage ist ja seit einigen Tagen brennend aktuell, nicht nur deshalb, weil in […]

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Hansjörg Kofink sagt …

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… zur angeblichen, von dpa wieder einmal zielgerichtet geförderten „Initiative“ des DLV-Präsidenten Clemens Prokop:

Diese Meldung macht mich fast genau so wütend wie das verantwortungslose Geschwätz des NOK-Ehrenpräsidenten Tröger. Wer hat denn die „West-Trainer“ eingestellt, wer war verantwortlich für ihre Arbeit?

Ich war einer von Ihnen, und ich habe 1971/72 aus gegebenem Anlass mit Präsidiumsmitgliedern des DLV die Situation „Doping“ mündlich und schriftlich diskutiert. Schriftlich gab es nie eine Antwort. Die damalige, heute noch lebende Frauenwartin, die mich – eigentlich müsste ich sagen – gekeilt hat, wusste über die Situation genau Bescheid, vor allem über meinen Nachfolger, der mit der Antibaby-Pille arbeitete.

Es ist doch zutiefst heuchlerisch heute in der Öffentlichkeit um „geständige Westtrainer“ zu betteln, wenn man handfeste Aussagen über die Medien schon seit Jahrzehnten kennt.

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Clemens Prokop antwortet Ute Krieger-Krause

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Die Antwort von DOSB-Chef Thomas Bach auf den offenen Brief von Ute Krieger-Krause kam per Email und ist schon veröffentlicht. (Bach führt neuerdings in Interviews an, er stehe mit Frau Krieger-Krause im „Briefwechsel“.)

Die Antwort von DLV-Präsident Clemens Prokop kam per Post und wird hier nun veröffentlicht. Steht noch aus: ein Schreiben von Wolfgang Schäuble.

Prokop schreibt am 8. April 2009:

Sehr geehrte Frau Krieger-Krause,

eigentlich antworte ich auf „offene Briefe“ nicht, da in der Regel Mit solchen Briefen nur öffentliche Wirkungen, nicht aber Problemlösungen angestrebt werden. Bei Ihrem Brief mache ich eine Ausnahme. Allerdings antworte ich nur mit einem an Sie persönlich adressierten Brief, weil ich mich um eine Lösung des Konfliktes bemühen möchte.

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Offener Brief von Gerhard Treutlein an Clemens Prokop

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Es ist pervers: Der organisierte Sport war über 20 Jahre nicht an einer Aufarbeitung interessiert, schlimmer, er war mit Billigung oder sogar Unterstützung von BMI und BISp Täter, z.B. bei der Anstellung belasteter Trainer …

Professor Gerhard Treutlein, Leiter des Zentrums für Dopingprävention an der PH Heidelberg, der sich hier im Blog schon mit einem Grundsatzbeitrag zur Vergangenheitsaufarbeitung beteiligt hat und seitdem auch regelmäßig mitdiskutiert, schreibt heute einen Offenen Brief an Clemens Prokop, den Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV):

Sehr geehrter Herr Dr. Prokop,

am 18.3.2009 habe ich Ihnen geschrieben und Ihnen meine Gesprächsbereitschaft signalisiert. Da ich bis heute keine Antwort von Ihnen erhalten habe, gehe ich davon aus, dass ich für Sie einer Antwort nicht würdig bin. Weitere Schreiben an die Verantwortliche für die Dopingproblematik im DLV, RA Anne Jakob, im Jahr 2008 wurden ebenfalls nicht beantwortet, ebenso wenig die in den Schreiben gestellten Fragen. Die von Ihnen in anderer Richtung signalisierte Gesprächsbereitschaft scheint mir gegenüber nicht zu bestehen, weshalb ich meine Schreiben an Journalisten weitergebe.

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Offener Brief von Ute Krieger-Krause an die Herren Schäuble, Bach und Prokop

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Ein weiterer wichtiger Beitrag zum Thema Dichtung und Wahrheit. Ute Krieger-Krause, staatlich anerkanntes Dopingopfer aus Magdeburg, hat an diejenigen geschrieben, die die Propagandamaschine angeschmissen haben und prächtig brummen lassen: An Herrn Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble, Herrn DOSB-Präsidenten Dr. Thomas Bach, Herrn DLV-Präsidenten Dr. Clemens Prokop Sehr geehrte Herren, Sie befinden, dass es nach 20 Jahren […]

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