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Propaganda (II)

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Hier mal einige Infos zum putzigen „1. Deutschen Olympischen Sport-Kongress“, den der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Berlin austrägt und der in aller Stille von einer Hamburger Agentur vorbereitet wurde, die oft für die Telekom arbeitet und die Deutschland-Tour und derlei Kundschaft. Telekom, Radsport – das sind irgendwie die passenden Partner […]

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Die Verschlossene Auster

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Das Netzwerk Recherche, dessen Mitglied ich bin, das muss fairerweise gesagt werden, hat dem Internationalen Olympischen Komitee und stellvertretend dessen Vizepräsidenten Thomas Bach einen wunderbaren Journalistenpreis verliehen: die Verschlossene Auster für „Auskunftsverweigerung“, die „routinierte Verbreitung von Teilwahrheiten“, die „systematische Ausblendung heikler Themen“ und die „gezielte Abschottung von kritischen Sportjournalisten“. Wer mag, kann reinhören – mein Beitrag dazu […]

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IOC-Absurditätenkabinett

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ioc-2016-final

„Final result“ steht über dem Chart aus dem Bericht der IOC-Evaluierungs­kommission zu den Bewerbern für die Sommerspiele 2016, der vor wenigen Minuten veröffentlicht wurde. Demnach liegt Doha, Hauptstadt des winzigen aber steinreichen Emirats Katar, Austragungsort der Asienspiele 2006, einer mit den Olympischen Spielen problemlos vergleichbaren Veranstaltung, fast gleichauf mit dem vermeintlichen Olympiafavoriten Chicago. Vorn liegen Tokio und Madrid, gerade noch im grünen Bereich ist Rio de Janeiro. Der Bericht schreibt den Kataris sogar die Fähigkeit zu, Olympische Spiele auszurichten. Dennoch wurde Doha vom IOC-Exekutivkomitee in Athen heute Nachmittag aussortiert – wie Baku und Prag.

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Monopoly 2016

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In ein paar Stunden wählt das IOC-Exekutivkomitee im Athener Hilton Hotel die Finalisten im Wettbewerb um die Olympischen Sommerspiele 2016 aus. Die Entscheidung fällt dann auf der 121. IOC-Session am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen.

Es treten an und verabschieden sich heute auch gleich wieder (wie vor vier Jahren Leipzig in der ersten Runde): Die tapferen Sportkameraden aus Aserbaidschan mit ihrer Hauptstadt Baku und die Hobbybewerber aus Prag. Baku und Prag sind nicht ernst zu nehmen. Beide betrachten ihre „Bewerbung“ vor allem als touristische Promotion.

2016 Applicant City Logos 'Baku 2016' & und 'Prag 2016'

Ohne Chance auf den Finaleinzug: Die 2016er Bewerbungen aus Baku und Prag.

Mitunter dienen Bewerbungen, gerade die aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, aber auch als veritables Mittel der Geldwäsche. Anzeichen dafür gibt es viele. Vor einigen Jahren hat dies ein schwedischer Staatsanwalt, der sich mit Olympiabewerbungen beschäftigte, sogar mal laut ausgesprochen:

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King Rubén

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Oje, oje. Was muss ich da lesen! Einer der größten Altruisten des Weltsports sagt ¡adiós! Welch ein Verlust! Dr. Rubén! Auf der Webseite der Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) liest sich das so: Dr. Rubén Acosta (Mexico), President of the International Volleyball Federation since the Olympic Games in Los Angeles in 1984, has expressed his […]

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Olympische Propaganda

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Zur Frage der olympischen Propaganda habe ich mich gelegentlich geäußert. Das IOC hat seine eigene Vorstellung von Propaganda, die es zu verbieten gilt.

Sollten deutsche Sportler im August in Peking beispielsweise auf die Idee kommen, die Armbändchen „Sports for Human rights“ der Netzathleten zu tragen, dann würden sie bestraft. „Gold für Menschenrechte“ ist ebenso wenig erlaubt wie die Initiative französischer Sportler, ein Sticker mit der Aufschrift: „Pour un monde meilleur“.

Plastikbändchen und anderes nicht-lizensiertes Teufelszeug mit simplen, klaren Botschaften – geradezu unverfänglich, es steht ja nicht mal CHINA drauf – mag das IOC gar nicht. Die Olympische Charta, das Grundgesetz der olympischen Parallelwelt, sagt dazu schlicht: Propaganda.

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the winner is …

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Es gilt noch, das Bilderrätsel vom 5. April aufzulösen, den sportpolitischen Wissenstest. Es wäre ja nun weit übertrieben zu behaupten, Tausendschaften von Lesern hätten sich daran beteiligt. Also gehen die drei Hauptpreise (ein Original-Zuckertütchen der Fifa, eine Streichholzschachtel mit Mao-Motiv, ein Original-Aufkleber der Berliner Olympiabewerbung) an Trebor, der wenigstens einen putzigen Beitrag geliefert hat. Alle […]

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Willkommen im Klub

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Ooops, nicht dass bald kein Platz mehr ist in diesem Dingsda, dem Internet. Jedenfalls, mit Ronny Blaschke traut sich ein Sportjournalist mehr ins Netz. Vielleicht hat er einen etwas sperrigen Untertitel gewählt: „Blog über die Instrumentalisierung des Sports“. Mal sehen, wie er das mit Leben erfüllt. Sieht jedenfalls so aus, als wolle Ronny nicht nur eine Visitenkarte, […]

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Das Schweigen der Lämmer

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Genug geschwiegen. Verfahren eingestellt. Aber ich habe schon unbefriedigendere Pressemitteilungen zu Verfahrenseinstellungen gelesen, als diese der Staatsanwaltschaft Bonn im Fall Jan Ullrich. Bin gespannt, wie das die Kollegen morgen in den Zeitungen so beurteilen. Ich werde nun mein Lieblingsvideo, das schon viele Gäste dieses Blogs erfreut hat, aus der Sidebar nehmen und mir – so bald Youtube […]

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Die Putzkolonne

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Ich mache mir gar keine Sorgen. Die Chinesen schaffen das. Beijing wird erstrahlen im August. Man wird all den Dreck nicht mehr sehen, nirgends. Zehntausende Wanderarbeiter pflanzen meterhohe Bäume und verlegen dutzende Quadratkilometer Rasen in die Steppe. Die Propagandisten von Regierung und IOC geben sich auch alle Mühe, ihr Joint Venture erstrahlen zu lassen. Und […]

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