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Peking, Tag 22

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10.52: Ein paar Stunden nur noch. Habe ich eigentlich schon gesagt, dass mir die Reporterfans unheimlich auf die Nerven fallen. Komme gerade in den Arbeitsraum des MPC, schon hockt eine Horde Briten begeistert vor dem Bildschirm. Die Briten zählen übrigens zu den Schlimmsten, bejubeln ihre Wunderradler, verbreiten nationalistische Vorfreude auf London 2012. Völlig abgedreht, dämlich, […]

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Peking, Tag 21

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11.38: Es regnet in Peking. Und wie. Sehr schön, das bringt Abkühlung nach all den heißen Vorführungen. Pekings Busfahrer aber haben kein Erbarmen. Sie drehen die Heizung auf wie im tiefsten mandschurischen Winter. Komme also gut durchgegart ins MPC. 12.17: Nimmt denn das kein Ende? Natürlich nicht. Diesmal schimpft die Potsdamer Geherin Melanie Seeger über […]

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Peking, Tag 20

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17.12: Ja, es ist spät geworden heute mit der ersten Notiz. Das Problem: Habe vergangene Nacht sechs Stunden geschlafen. Das waren eindeutig zwei bis drei Stunden zu viel. Habe meinen Körper damit überfordert. So ein olympischer Reporterkörper mag keine längeren Ruhepausen. Denn er versetzt sich dann in einen heimtückischen Stand-by-Modus und arbeitet nicht mehr so, […]

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Peking, Tag 19

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11.07: Eine kluge Freundin schrieb mir vergangene Nacht: „Mein Gott, ist der Blog heute theorielastig. Klingt ja wie Kommunikationswissenschaft 1. Semester. Sind wohl alle schwer ins Grübeln gekommen. Es traut sich ja kaum mehr einer, einen Witz zu machen.“ Recht hat sie. Heute also etwas besonnener. Und witziger. Auf geht’s. 14.15: Kleiner Rückblick. Einer meiner Höhepunkte […]

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Peking, Tag 18

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12.35: Chinas Hürdenstar Liu Xiang gibt wegen einer Achillessehnenverletzung auf. Volunteers im Schockzustand. Dramatische Pressekonferenz mit weinendem Trainer, der vor den Spielen gesagt hat, dass für die Sportherrscher hier nur eins zählt: Gold. Davon haben die Chinesen übrigens schon 35. 13.10: Zum Thema Sportjournalisten in China, um das es hier ja auch gehen soll (und […]

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Peking, Tag 17

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10.48: She did it again. „Das Lustige bei den 50 Metern ist, du hast keine Schmerzen“, sagt Britta Steffen. Was jetzt noch kommen kann? „Nichts. Urlaub.“ Dann überlegen. Analysieren. „Ich weiß noch nicht, ob es das Ende ist.“ Wenn, dann war es ein sehr schönes Ende. 12.10: Immer noch Wasserwürfel, Laptop auf den Knien, Notizbuch vor […]

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Usain Bolt oder: das Jogging-Gate

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22.40: Wo lebe ich denn? Was sucht dieser Außerirdische hier? Läuft nur 80 Meter, klopft sich auf die Brust, schaut nach hinten, läuft locker aus, beschleunigt erst wieder hinterm Zielstrich, rennt gleich 200 Meter weiter – und ist mit 9,69 Sekunden zwei ein Zehntel schneller als Ben Johnson vor 20 Jahren. Okay, alle zwei Jahre […]

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Tyson Gay

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20.32: Unvorhergesehene Ereignisse rechtfertigen unvorhergesehene Einträge. Das 100-m-Finale wird in zwei Stunden etwas weniger spannend. Vielleicht ist ja diese Geschichte hier Schuld, dass Tyson Gay sich im Halbfinale verabschiedete. Ich habe gute Sicht in Aisle 211, Row 02, Seat 07.

Deshalb eine kleine Bildergeschichte.

Peking 2008, Halbfinale 100m mit Tyson Gay - vor dem Start

Hier war die Welt noch in Ordnung für Tyson Gay (links neben Asafa Powell)

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Peking, Tag 16

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15.25: Tach allerseits. Es grüßt ein Zombie. Gucke gerade, zum Schlummern, Volleyball und frage mich, warum die Kerle nicht endlich mal Basketball-Shirts anziehen, damit sie nicht immer so lächerlich an ihren Ärmeln rumzupfen und die Hemdchen hochschieben müssen.

18.20: Habe mir bei Herrn Niggemeier die Diskussion zum Kerner-Gespräch mit Michael Johnson reingezogen. Darüber ist hier vorgestern und gestern auch diskutiert worden.

Habe gar keine Lust, mich am Kerner-Bashing zu beteiligen. Wird mir ohnehin zu viel über TV-Sport diskutiert, habe immer gesagt, dass vieles dort kein Journalismus mehr ist, es sind bestensfalls artverwandte, oft auch artfremde Tätigkeiten. Und Johnson, nun ja, dem glaube ich weder ein Wort noch einen Schritt, sozusagen. Wir hatten auch in Peking eine kleine, harmlose Begegnung.

Was mich viel mehr schockiert ist der Umstand, dass wir seit einem Jahrzehnt (und teilweise länger) hilflos die selben Fragen diskutieren. Als Journalisten und als Zuschauer.

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Peking, Tag 15

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10.40: Wieder im Dienst. Gerade spielen sie noch die US-Hymne für Rebecca Soni (200 Brust), gleich wird die für Ryan Lochte gespielt (200 Rücken), und in wenigen Sekunden gewinnt The Big M die 200 IM. Drei mal Gold, drei Mal Weltrekord.

10.51: Dass The Big M seine sechste Goldmedaille (12 overall) gewinnt mit Weltrekord, hatte ich ja schon gesagt. Diskutiere mit David Walsh, dem Armstrong-Jäger, ob Phelps sauber ist. David meint tendenziell: ja. Vielleicht kriege ich ihn noch rum. Er kann übrigens gar nicht glauben, dass die Deutschen seit 1992 auf einen Schwimm-Olympiasieg warten. Und er hat vergessen, dass ich aus dem Osten komme. „Deshalb also weißt du so viel über Doping.“ Das war gehässig. Weiß ich gar nicht.

11.09: She did it. Was für ein Spurt. Jason-Lezak-mäßig. Gold für Britta Steffen, das erste Schwimmgold seit 1992 Dagmar Hase.

12.28: Sieht aus, als sei da jemand glücklich:

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Peking, Tag 14

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10.45: Bin noch da. Aber heute keine Posts und kein Live-Blog vom Schwimmen. Treibe mich in der Mixed Zone rum. Gerade bei Britta Steffen. Jetzt mal die beiden Chinesinnen angucken, die gerade über 200 Schmetterling gewonnen haben. Und natürlich 100 Kraul.

Mir fällt auf, als ich gerade Bernard sehe und vorhin bei der Siegerehrung einen anderen Franzosen, der Dritter über 200 Brust wurde, dass die alle dieselbe Kopfform haben: Sehr schmal und viel zu klein im Vergleich zum mächtigen Körper, abstehende Ohren und unregelmäßigen Zahnstand mit relativ großen Lücken. Sind die alle miteinander verwandt?

10.50: Tut mir leid, das so zu formulieren: Aber, Scheiße, ausgerechnet das Monster gewinnt. Bernard. Ich glaube dem kein Wort.

11.25: Mixed Zone: Großer Jubel unter den Franzosen, unter Journalisten. Sie lieben ihren Koloss von Antibes. Sie sind Fans. Sie klatschen sich sogar gegenseitig ab, untereinander und mit Bernard.

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Peking, Tag 13

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09.26: Im Wasserwürfel. Werde zur Feier des Tages, der 10. und 11. Goldmedaille von Big M, mal den Live Blog probieren. Aber wahrscheinlich schläft in Deutschland noch jeder. Ist ja auch nicht mehr ganz so spannend bei den Schwimmern: Jedes Rennen ein Weltrekord. Wo ist da das Überraschende?

09.32: Kleiner Rückblick auf die Busfahrt ins MPC. Erstaunlich, dass ich nicht ständig Unfälle sehe. Denn rote Ampeln sind in China kein Hindernis. Selbst an größten Kreuzungen, wo sich fünfspurige Autobahnen begegnen, fährt man erst mal in die Mitte vor, um bei Rot zu schauen, was noch geht. Manche drehen auch mitten auf der Kreuzung um und kommen einem entgegen – nicht nur Fahrradfahrer. Aber sie kommen offenbar damit klar, die Chinesen. Undenkbar in Deutschland.

09.43: Aktualisierung von gestern – eine Liste bloggender Olympiareporter:

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