kommunikationsherrscher

FIFA’s „Independent Governance Committee“ is far from independent

by Roger Pielke Jr. and Jens Weinreich

TOKYO. The so called Independent Governance Committee (IGC), appointed by FIFA and Committee chair Mark Pieth (Basel Institute of Governance) seems to be a big disappointment.

Key question is:

  • Is this committee really independent?

There are way too many reasons to doubt.

Roger Pielke Jr. has offered a first review on his blog The Least Thing.

I am happy to crosspost this analysis. In general I agree with Roger’s comments:

  • 2 from 12 IGC members are independent
  • 4 from 12 IGC members are independent pending full disclosure of financial ties to FIFA
  • 6 from 12 IGC members are not independent (including its chair Mark Pieth)

Before offering Roger’s article I copy-paste all information which have been officially published about composition of IGC so far.

It is not much.

Since we are talking about Good Governance and Transparency and since FIFA’s propaganda is going around the world without proof (see newest Makudi example) I would expect much more and really transparent information.

I don’t know yet if Mark Pieth is really aware of this (his) obligation.

Wie Jacques Rogge (IOC) und Joseph Blatter (IOC, FIFA) die Öffentlichkeit verarschen

ZÜRICH. Bleiben wir sachlich. Sezieren wir die auf vielen Lügen Wahrheitsbeugungen basierenden Argumentationskonstrukte der beiden mächtigsten Männer des Weltsports.

Die Sachlage in der Causa ISL ist sehr klar:

  • Die ISL makelte einst milliardenschwere TV- und Marketingverträge von IOC (Olympische Spiele), FIFA (Fußball-WM), UEFA (Fußball-EM), IAAF (Leichtathletik-WM), CAF (Afrika-Fußball), FIBA (Basketball), OCA (Asian Games), FINA (Schwimm-WM), Cart (Motorsport), ATP (Tennis), ITF (Tennis) und vielen mehr.
  • Die ISL-Gruppe ist an diese Verträge nur deshalb gekommen, weil sie über Jahrzehnte die Top-Funktionäre in den Exekutivkomitees mit exorbitanten Summen geschmiert hat, gekauft und bestochen.
  • Mehr als 140 Millionen Schweizer Franken Schmiergeld sind gerichtsfest dokumentiert.
ISL Schmiergeldbilanz
  • Die Dunkelziffer liegt ungleich höher, setzt man diesen Maßstab an, den die Kriminalwissenschaft belegen kann: nur maximal fünf Prozent aller Korruptionsfälle werden entdeckt, mehr als 95 Prozent werden nie öffentlich.
  • Das vom ISL-Gründer und damaligen Adidas-Chef Horst Dassler installierte weltweite Korruptionssystem dominierte den gesamten olympischen Sport. Etliche der Begünstigten sind noch in Amt und Würden. Viele sind noch in Amt und Würden, deren Namen nicht auf den bisher ermittelten Listen stehen. Viele Einige der einstigen Mitarbeiter Dasslers (ob nun im ISL-Konglomerat oder bei Adidas) sind noch in Amt und Würden – manch einer strebt sogar allerhöchste olympische Weihen an.
  • Die Causa ISL hat also den Sport über Jahrzehnte geprägt, zehn Jahre nach dem ISL-Konkurs ist das Thema weiter brandaktuell – und das Thema wird es auch noch einige Jahre bleiben.
Wer behauptet, das ISL-Korruptionssystem sei ein Thema für den History Channel, der lügt oder hat keine Ahnung – beide Optionen sind auch möglich.

Als Basisinformation soll das ausreichen, wer die Geschichten hier und anderswo auch nur ansatzweise verfolgt, weiß, dass zu jenem einzelnen Punkt Ausführungen in Romanlänge geschrieben werden könnten.

Nun die Frage:

  • Was unternimmt der olympische Sport?

Bisher so gut wie nichts.

Ach doch, sorry.

Was vom Tage übrig bleibt (65): BT-Grüßausschuss, PR-Ergüsse von Sepp Hosni Ben Ali Blatter

Der Grüßausschuss: Welche Funktionen hat der Sportausschuss des Bundestages noch und was haben die Abgeordneten vor – bzw haben sie noch was vor?

Sportgespräch des Deutschlandfunks, von Grit Hartmann und Robert Kempe.

:

Viele Abgeordnete, man muss es fairerweise sagen: nicht nur aus den Reihen der Union und der FDP, fielen durch körperliche und geistige Abwesenheit auf, und auch die, die da waren, waren nicht immer auf Ballhöhe, was sich dann an Fragen von großer Ahnungslosigkeit offenbarte. Insofern war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sie mit dieser Selbstentblößung Schluss machen wollten, die Mitglieder des Ausschusses.

Michael Reinsch, FAZ

Nachtrag, 12.52 Uhr: Jetzt auch als Text online.

Einige Zitate. Zunächst erneut Michael Reinsch, weil er mich mit seinen Beispielen an einige Sitzungen erinnert, die ich auch erlebt und protokolliert habe:

Ich werde nie vergessen – in öffentlicher Sitzung – den Auftritt des Generaldirektors Michael Vesper, der, von den Abgeordneten gebeten, die Zielvereinbarungen, die der DOSB mit seinen Fachverbänden abschließt, offen zu legen, sich geweigert hat. Und tatsächlich verlangte, dass diese Vereinbarungen, in denen also abgemacht wird, was so ein Verband sich vornimmt für die nächsten Olympischen Spiele und was er dafür für Unterstützung erhält, dass so etwas die Sportorganisationen wie ein Staatsgeheimnis behandelt wissen wollen. Und die Abgeordneten haben das so hingenommen. Der Sportausschuss hätte da natürlich eine Kraftprobe daraus machen können. Aber wenn man keine Kraft hat, lässt man es auch auf eine Probe nicht ankommen.“

Ich denke mal, Michael Reinsch hat diese Sitzung gemeint:

Ich empfehle wirklich, diese zweidreiviertel Jahre alten Notizen zu überfliegen, sich aber die Aussagen (soweit sie in verständlichem Deutsch formuliert wurden) von Klaus Riegert (CDU) etwas gründlicher anzusehen. Da wird dann schon eine große Leere deutlich. Kein Wunder, dass dieser Mann die Öffentlichkeit ausgeschlossen hat – und im Deutschlandfunk nun tönt irrlichtert: