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Barack Obama: „Let the Games begin!“

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Ich habe kürzlich dargelegt, warum ein Wahlsieg von John McCain der Todesstoß für Chicagos Olympiabewerbung gewesen wäre. Mit Barack Obama bekommt die Bewerbung nun einen ernstzunehmenden Drive. Auch wenn Obama derzeit Wichtigeres zu tun hat, als über die Olympischen Sommerspiele 2016 zu schwadronieren: Chicago darf wieder hoffen, ist nicht mehr aussichtlos gegen Madrid, Tokio und Rio. Jürgen Kalwa meint, ich […]

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Ein Vize-Premier für Sotschi

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Am Anfang, im vergangenen Jahr auf der IOC-Session in Guatemala, standen einige Versprechen. Es sprach also Wladimir Putin: Das Wahlvolk hat kassiert entschieden. Und inzwischen ist das Projekt Sotschi erwartungsgemäß gefährdet, was das IOC natürlich nicht zugeben wird. Russlands Präsident Dmitri Medwedjew hat gestern gehandelt: Er ernannte Dmitri Kosak (links im Bild), den Minister für Regionalentwicklung, zum stellvertretenden Premierminister, zu […]

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Was vom Tage übrig bleibt (5)

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Leseempfehlungen von gestern und heute: Stefan Behr in der Frankfurter Rundschau über den Emig-Korruptionsprozess, wo der ehemalige Revisor des Hessischen Rundfunks ausgesagt hat, der gerne zum Skilaufen fährt und lange an die seriöse Kompetenz des Sportchefs glaubt. Ich kann Dogfood auch nicht beim Kurieren der Krankheit helfen, sich Erstrundenspiele im Uefa-Pokal reinzuziehen. Aber wenn er […]

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Propaganda

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Präzise betrachtet ist dieser Kommentar, den ich gerade für die Berliner Zeitung geschrieben habe, ein Nachtrag zur Sportjournalismus-Konferenz in Dortmund. Denn wie hieß noch mal einer der Schwerpunkte dieser Tagung?

  • Die Propagandamaschine: Wie Sport, Wirtschaft und Politik Journalismus behindern und Sportjournalisten instrumentalisieren

Grit Hartmann hat dazu einen, wie ich finde, großartigen Vortrag gehalten. Vier Tage später, ein Stück aus dem wahren Leben; ein Kommentar anlässlich der Verleihung der so genannten Laureus Awards in Gazprom-City. Über die Gefahr Putin wird noch viel zu reden sein.

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Die Botschaft der Blockabstimmung

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Es war die siebte IOC-Vollversammlung, die Jacques Rogge als Präsident leitete, und es war für ihn persönlich die erfolgreichste. Er hat in der vergangenen Woche in Guatemala seine Idee der Olympischen Jugendspiele durchgepeitscht, er hat 27 IOC-Mitglieder problemlos im Amt bestätigt, vier neue Mitglieder ins Gremium lanciert, seinem Exekutivkomitee nie da gewesene Vollmachten für das Olympische Programm zugeschustert, und am letzten Tag durfte er sich auch noch über die Wahl seines Vertrauten Gerhard Heiberg (Norwegen) ins IOC-Exekutivkomitee freuen. Immerhin besiegte Heiberg mit 49:22 Stimmen sehr deutlich Juan Antonio Samaranch Junior, dessen Vater wenige Tage zuvor die Wahl von Sotschi gedeichselt hatte. Insofern könnte man den Belgier Rogge zum Sieger von Guatemala erklären.

Doch so einfach ist das gar nicht, denn gleichzeitig hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Doch der Reihe nach. Natürlich war die Vergabe der Winterspiele 2014 an Sotschi das dominierende Ereignis der 119. IOC-Session. Das IOC hat sich kaufen lassen von einer Allianz aus Wirtschaftsgiganten und hochrangigen Politikern. Rogge will das natürlich nicht zugeben, weshalb er, statt wie gewohnt klar und deutlich zu argumentieren, einen verbalen Eiertanz aufführte. So sprach er in seinem Resümee der Tagungswoche von Guatemala beispielsweise darüber, dass das IOC überprüfen wolle, ob die Anwesenheit von Staats- und Regierungschefs bei der Olympiavergabe in Zukunft erwünscht sei – zuletzt hatten Tony Blair (London 2012) und Wladimir Putin (Sotschi 2014) Olympiasiege errungen. „Das kann Vor- und Nachteile haben“, sagte Rogge.

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Die Spiele unter dem Hammer

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Der Urlaubsort des russischen Präsidenten Wladimir Putin richtet die Olympischen Winterspiele 2014 aus. In Sotschi will Putin mit seinen Oligarchen zwei Dutzend Milliarden Dollar investieren. Die Kameraden werden prächtig verdienen. Ein paar Brosamen fallen auch ab für den russischen Sport, moderne Anlagen und Trainingszentren. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird ebenfalls profitieren. Denn schon im Herbst könnte, auf Geheiß Putins, der dubiose Energieriese Gazprom zu den IOC-Sponsoren gehören. Wahrscheinlich für den doppelten Preis des bisher auf dem Markt Üblichen. So ist das mit den Spielen.

Die Entscheidung für Sotschi ist ein katastrophales Zeichen. Es ist die Kapitulation vor der ungezügelten Macht des Geldes. Es ist ein Sieg der Oligarchen. Um gleich noch etwas klarzustellen: Hier schreibt kein Romantiker, niemand, der meint, Kommerzialisierung sei per se zu verdammen. Nein, ach Gottchen. Es geht um etwas anderes, um andere altmodische Werte wie Demokratie, Glaubwürdigkeit und korrekte Abrechnungen. Ist dagegen etwas einzuwenden?

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Wettlauf im rechtsfreien Raum

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GUATEMALA-STADT. Endlich hat es einer ausgesprochen. Wenige Stunden vor der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014 sagte der Norweger Gerhard Heiberg, das Bewerbungsprocedere sei „außer Kontrolle“ geraten. Heiberg, Chef der IOC-Marketingkommission, hat Formen der Bestechung ausgemacht. Acht Jahre nach dem Korruptionsskandal, den das Internationale Olympische Komitee nur mit Mühe überlebte, steht man wieder da, wo man schon einmal war.

Diesmal waren es die Bewerber aus Sotschi und Pyeongchang, die mit gigantischem finanziellen Aufwand und urwüchsigen Kombinationen von Staat und Politik um die Spiele buhlten. Für den Wettbewerb um die Sommerspiele 2016 steht Schlimmes zu befürchten. Erstmals sollte es eine Bewerbung vom Persischen Golf geben, und die Scheichs werden kaum zimperlicher sein als KGB-Zar Putin oder südkoreanische Konzerne. Deutsche Olympiainteressenten wie München (Winter 2018), Hamburg und Berlin (Sommer 2020) müssten eigentlich erkennen, dass es unter diesen Bedingungen sinnlos ist, in den wahnwitzigen, intransparenten Kreislauf der Geldvernichtung einzusteigen.

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Ein letztes Säuseln

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GUATEMALA-STADT. Interview-Alarm in der Zona 10. In dem Hochsicherheitstrakt, der nur einen Quadratkilometer von Guatemala-Stadt umfasst, wuselt das olympische Völkchen der Entscheidung entgegen. In der Nacht zum Donnerstag (MESZ) wird der Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2014 bestimmt. Bis dahin sind noch ein paar Stunden Zeit, die genutzt werden wollen. Inzwischen ist auch der russische KGB-Zar […]

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Mickeymaus unter Milliardären

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GUATEMALA-CITY. Es geht ums Geld, wie immer. Deshalb lässt sich die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2014, die in der Nacht zum Donnerstag entschieden wird, wunderbar am Kontostand bemessen. Denn der wird offen zur Schau getragen, so oder so: Die einen protzen mit ihren obskuren Milliarden – Sotschi (Russland) und Pyeongchang (Südkorea) sind deshalb favorisiert. […]

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