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Was vom Tage übrig bleibt (76): #journalism, „The twisted reality of an Italian freelancer in Syria“ by Francesca Borri

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Mir stockt der Atem. Selten ein so brutalst ehrliches Stück über die Medien-Realität und Journalismus im dritten Jahrtausend gelesen.

Die Italienerin Francesca Borri beschreibt für die Columbia Journalism Review ihre Erfahrungen als (freelance) Kriegsreporterin in Syrien:

Lesebefehl!

Hammerhart auch viele Kommentare unter dem Stück.

Einige Passagen:

People have this romantic image of the freelancer as a journalist who’s exchanged the certainty of a regular salary for the freedom to cover the stories she is most fascinated by. But we aren’t free at all; it’s just the opposite. The truth is that the only job opportunity I have today is staying in Syria, where nobody else wants to stay. And it’s not even Aleppo, to be precise; it’s the frontline. Because the editors back in Italy only ask us for the blood, the bang-bang.

But whether you’re writing from Aleppo or Gaza or Rome, the editors see no difference. You are paid the same: $70 per piece. Even in places like Syria, where prices triple because of rampant speculation. So, for example, sleeping in this rebel base, under mortar fire, on a mattress on the ground, with yellow water that gave me typhoid, costs $50 per night; a car costs $250 per day. So you end up maximizing, rather than minimizing, the risks. Not only can you not afford insurance—it’s almost $1,000 a month—but you cannot afford a fixer or a translator. You find yourself alone in the unknown. The editors are well aware that $70 a piece pushes you to save on everything. They know, too, that if you happen to be seriously wounded, there is a temptation to hope not to survive, because you cannot afford to be wounded. But they buy your article anyway, even if they would never buy the Nike soccer ball handmade by a Pakistani child.

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Was vom Tage übrig bleibt (75): Machtwechsel in Katar, IOC-Evaluierungsbericht Sommerspiele 2020 – Istanbul, Madrid, Tokio

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Auf ein Ereignis in Katar und ein Dokument des IOC muss ich hinweisen.

Zunächst: Im Sportwunderland Katar steht ein Machtwechsel an.

Emir Hamad, der 1995 seinen Vater aus dem Amt geputscht hat, als dieser seine Konten in der Schweiz überprüfte (ich liebe diese Geschichte!), will nicht auf einen Putsch warten und übergibt das Zepter an seinen Thronfolger, logisch, Scheich Tamim bin Hamad bin Khalifa Al-Thani.

Emir Tamim

(c) Qatar Olympic Committee via Flickr

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Was vom Tage übrig bleibt (74): FIFA-Boy Mark Pieth schlägt Alarm; Australian Crime Commission Report „Organised Crime and Drugs in Sport“

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Nur der Vollständigkeit halber, so dass wir diese Berichte hier auch diskutieren können, wie viele andere zuvor. FIFA-Fanboy Mark Pieth, vom Paten Youssouf Blatter persönlich auserwählter Governance-Beauftragter, benutzte in den vergangenen Tagen etliche Medien, um seine Botschaft unters Volk zu bringen. Er ist nicht mehr so einverstanden mit den Vorgängen in der FIFA. Sein Institut […]

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Was vom Tage übrig bleibt (73): WADA Testergebnisse 2011

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Eine Ergänzung zur langen WADA-Dokumentenliste von gestern: Nun sind auch die Teststatistiken für 2011 veröffentlicht. Die sind natürlich mehrere Blicke wert. Erschreckend, finde ich, ist beispielsweise die geringe Zahl der Out of Competition Tests, die die WADA durchführt (742 Urin/215 Blut im Vergleich zu weltweit 167.820 analysierten Proben im olympischen Sport). Warum ich diese Zahl […]

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Was vom Tage übrig bleibt (72): Paul Kimmage Defensive Fund, UCI in IOC tradition, WADA Independent Oberserver Report #London2012

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Einige Lesebefehle. Die Arbeit muss nicht doppelt erledigt werden, weshalb ich auf den ausführlichen Beitrag im Blog von Jonathan Sachse verweise, in dem er die juristische Attacke der UCI-Ganoven Pat McQuaid und Hein Verbruggen gegen den ehemaligen Radprofi und Journalisten Paul Kimmage aufdröselt und zahlreiche Informationen/Links dazu zusammengetragen hat: Von den UCI-Präsidenten angeklagt: Helft Paul […]

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Was vom Tage übrig bleibt (71): ZDF-Sportstudio im Google+ Hangout

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Im Vergleich der öffentlich-rechtlichen Fußball-Berichterstattung hat das ZDF zuletzt (EM, WM-Quali/Färöer) gegenüber der ARD (EM, WM-Quali Österreich) die weit schlechteren Kritiken kassiert. Zurecht, wie ich finde. Das ZDF hat ordentlich einstecken müssen. Ganz erstaunlich (erfreulich, wenn es zur Regel werden sollte) finde ich, was der Sender nun zwei Mal nach Mitternacht nach Sportstudios angeboten hat: Öffentliche […]

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Was vom Tage übrig bleibt (70): Medienradio, Besser Online

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Zwei teilweise selbstreferenzielle Hinweise: 1) Ich war am Freitag im tollen Studio von Philip Banse zu Gast in seinem Medienradio. Es geht um Sportjournalismus, Sportblogger, Sportpolitik, Sportförderung, Korruption, die ISL, den Bundestag, die Zielvereinbarungen, Doping im Fußball und im Radbusiness und etliches mehr. Es hat Spaß gemacht, wir sind richtig ins Reden gekommen und haben […]

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Was vom Tage übrig bleibt (69) und das Bloggen verändert …

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Quelle Internet beenden! Wir fordern Einführung eines #Leistungschutzrechts für Tweets & Facebookbeiträge bit.ly/Rqo2MQ #lsr — DigitaleGesellschaft (@digiges) August 30, 2012 Das darf ich noch, wenn ich es recht verstanden habe: Den Elektrischen Reporter verlinken, der Anfängern erklärt, worum es beim so genannten Leistungsschutzrecht (LSR) geht, das heute Thema ist im Bundeskabinett: [youtube ph3XfZvpIZo nolink] Verlinken, […]

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Was vom Tage übrig bleibt (68): Haste mal ne Spritze?

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Bevor das ganovenhafte neue Leistungsschutzrecht verabschiedet wird, flink noch eine Lese-Empfehlung, die ungestraft und abmahnungsfrei abgegeben werden kann: Michael Reinsch hat in der FAZ ein sensationelles Interview mit der suspendierten Langstreckenläuferin Simret Restle-Apel veröffentlicht, die sich eine Epo-Spritze aus einem fremden Kühlschrank aus einer Packung mit vermeintlichem Vitamin-Komplex in den Hintern gejagt haben will, weil es […]

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Was vom Tage übrig bleibt (67): Euro 2012, Spielverlagerung Ebook, EM- und Olympiaberichterstattung

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Hier etwas Lesestoff für zwischendurch und überhaupt für die kommenden Wochen am Fernseher. Ich lasse die Euro 2012 als Berichterstatter aus und konzentriere mich stattdessen auf die Olympischen Spiele in London, wo drei Wochen lang auch eine Dauerberichterstattung im Blog garantiert ist – dazu werden noch Sponsoren für das Blog gesucht, hat jemand eine Idee?

Reichlich unsortiert, aber hochklassig (oder zumindest unterhaltsam), einige Empfehlungen:

(1) Mein Lieblingsblog, mein Favorit und Blogger-Gott wird gewiss auch während der EM zur Hochform auflaufen. Es ist nicht nur mir unheimlich, wie Kai Pahl das macht. Scharfzüngig, analytisch, belesen, ganz offensichtlich mit zehn TV-Monitoren gleichzeitig versorgt – sämtliche Print- und Onlinemedien aus Deutschland, Frankreich und England (um nur einige Länder zu erwähnen) hat er täglich schon studiert und ausgewertet, wenn normale Menschen noch schlafen.

So ungefähr.

Beim Pensum dieses Arbeitstieres bleibt mitunter keine Zeit mehr, ein passables Rechtschreib-Plugin laufen zu lassen, aber das gehört längst zur Folklore dieses Blogs. Ich freue mich auf die Euro auf …

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