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München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und „offizielle Oppositionen“

Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und „Gesicht“ der Münchner Olympiabewerbung.

So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras. Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals für Putins Oligarchenbewerbung in Sotschi tätig, kam hier bislang zu kurz. Bogner ist der lächelnde grinsende Herr ganz links.

[caption id="attachment_5838" align="aligncenter" width="547"]Gruppenbild mit Herren: Bogner, Ude, Seehofer, Bach, Hörmann, Vesper Foto: München 2018[/caption]

Die Installierung von Bogner als Ein-Euro-Mann und Boss der beiden eigentlichen Geschäftsführer Berhard Schwank (DOSB/Bach) und Richard Adam (München/Ude) ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es im Gebälk sehr knarzt.

Der neue Sportausschuss …

… des Bundestages hat sich etwas verändert. Ein Fußball-Schiedsrichter, ein Reiter, ein Fußballer, ein UDIOCM-Fan fehlen diesmal – dafür kommen ein Teppichhändler und Handballer (Steffel), eine Leichtathletin (von Cramon-Taubadel), eine ehemalige Drogenbeauftragte (Bätzing) und einige andere Abgeordnete hinzu, deren Wirken hier weiter aufmerksam verfolgt und dokumentiert wird. Allerdings nur, wenn der Ausschuss auch in der 17. Wahlperiode grundsätzlich öffentlich tagen sollte, wonach es derzeit doch wieder aussieht. Wir werden sehen.

Die Übersicht derzeit, etliche Stellvertreter müssen noch zugeordnet werde. Rechts im Vergleich dazu die alte Besetzung in der vergangenen Wahlperiode.

Olympia 2016: Rio gewinnt, Ohrfeige für Obama

Ich setze mit der Abstimmung fort. Die Präsentationen gibt es hier. Gerade hat IOC-Chef Jacques Rogge die Kollegen gemahnt:

Dont leave the room! This is not the end of the session by far. Please stay in the room!

Da wollten wohl einige ausbüchsen. Sie sollen aber nun Marokkos Sportministerin Nawal El Moutawakel lauschen, Chefin der Evaluierungskommission. Sie trägt also noch einmal ihre Papiere vor, die keine Rangfolge ermitteln und somit emotionale und politische Entscheidungen ausdrücklich forcieren.

Sie sagt u.a.:

Thank you for the privilege that you granted me!

Was mich irritiert: Bei der Sondersitzung im Juni lag den IOC-Mitgliedern der Evaluierungsbericht noch nicht vor. Er kam tatsächlich erst im September heraus. Der Bericht selbst hat, im Gegensatz zu früheren Berichten, kein Erstellungsdatum. Selbst Leute aus dem Circuit haben so getan, als liege der Bericht schon länger vor. Eine Widersprüchlichkeit mehr, ich fasse es nicht.

Was vom Tage übrig bleibt (25): Berlino und andere Scheußlichkeiten

Berlino läuft...

Fürs Protokoll, denn sie befinden sich (auch) auf einem Nachrichtenblog, ist noch offiziell nachzutragen, was längst vermeldet und diskutiert wurde – und worüber hier auch top-seriös abgestimmt worden ist. Doch unser Favorit „Problembär“ hat es leider nicht geschafft. Auch nicht „Dopey“ oder „J. Bär Kerner“, die Silber- und Bronzemedaillengewinner.

Das Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 heißt also: Berlino.

Voting für Sepp Blatter: Wer soll die Fifa-Ethikkommission leiten?

Ich habe mir echt Sorgen gemacht, als ich vorhin den Beitrag über Lord Coe gepostet habe. Immerhin ist die Fifa-Ethikkommission derzeit ohne Boss. Was soll nur werden? Übernimmt jetzt Petrus Damaseb aus Namibia den Vorsitz, der nominelle Stellvertreter? Oder jemand anderes aus dem ehrwürdigen Gremium?

Ich denke, wir/Sie/also die Leser dieses Blogs sollten Joseph Blatter Hilfestellung leisten. Am Freitag, 10 Uhr, tagt die Ethik-Kommission im Fifa-Hauptquartier in Zürich. Ich habe aus den Mitgliedern der Ethik-Kommission und einigen illustren Vertretern aus dem Fifa- und Fußballbusiness, die mir auf die Schnelle einfielen, mal eine Liste gebastelt, über die abgestimmt werden kann. Das Voting endet am Freitag, 20. Februar, 8 Uhr, so dass ich noch vor der Sitzung eine Email mit unserem/Ihrem Favoriten nach Zürich schicken kann. Geht das in Ordnung?

And the winner is: Jean-Marie Weber

Wer zählt hier fleißig die Stimmen bei der Wahl zum afrikanischen Fußballpräsidenten, wollte ich gestern Abend wissen.

Ich bin schwer beeindruckt. Okay, es ist Wochenende, die Umfrage war ein bisschen versteckt, weshalb sich nur wenige Leser beteiligten – die aber offenbarten kolossales Sachverständnis. Sportpolitiker per excellence! Natürlich heißt die Lösung: JMW. Sollte es jemanden geben, der mit dem Namen nichts anfangen kann – ich empfehle die Suchfunktion rechts oben. Oder die Beiträge, die am Ende dieses Eintrages automatisch verlinkt werden. Viel Vergnügen.

Sepp, mitten in Afrika

(Achtung, gua: Am Ende dieses Beitrags ist ein Voting-Tool eingebaut. Die Abstimmung ist diesmal nur 24 Stunden möglich.)

Wo treibt sich eigentlich der Friedensnobelpreisanwärter herum?

Der Fifa-Präsident war gerade in Nigeria auf dem Kongress der Confédération Africaine de Football (Caf). In Afrika liegen die sportpolitischen Wurzeln des Joseph Blatter. Dort hat er seit 1975, als er als Direktor für Entwicklungs­pro­gramme bei der Fifa begann (und damals zeitweise von Adidas, der Firma seines Kumpels und ISL-Gründers Horst Dassler, bezahlt wurde), stets nur das Beste bewirkt. Er hat zum Beispiel jene Stimmen generiert, die ihn 1998 in Paris nach legendären Wahlnächten im Meridien Montparnasse Hotel zum Fifa-Präsidenten aufsteigen ließen.