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The real costs of the Youth Olympic Games 2018 in Buenos Aires: 1,15 billion USD. At least.

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In October 2018, shortly before the opening party of the Youth Olympic Games in Buenos Aires, IOC president Thomas Bach claimed the budget of USD 200mio „will be about 40 percent less“ than expected.

The organizers told him so, said Bach.

40 percent less than USD 231mio?

This is the stunning story of the real costs of YOG 2018 in Argentina, investigated by a team of journalists. Tragically, their team leader Ernesto Rodríguez died on September 12, 2019, on a heart attack.

The team can prove real costs for YOG 2018 of more than USD 1.150.000.000 – based on thousands of documents and hundreds of contracts.

1,15 billion: mostly paid by public money in troubled Argentina.

And the investigation is ongoing. There will be more documents. The overall costs of the alleged sustainable Youth Olympic Games will be even higher.

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live aus PyeongChang (14): Niemand hat die Absicht, den Friedensnobelpreis zu erhalten!

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IOC President Thomas Bach visits the women’s Ice Hockey. (Photography by Greg Martin/IOC)

ALPENSIA. Wie hat Angela Ruggiero gerade gesagt? Die Idee vom Friedensnobelpreis sei ihr einfach so gekommen. Da stecke kein Plan dahinter.

Das war ich, Angela, Eishockeyspielerin.

Aber sie habe sehr viel Zustimmung erhalten von anderen IOC-Mitgliedern.

Mark Adams, Kommunikationsdirektor des IOC, der mir auf Twitter mal die Produktion von Fake News vorgeworfen hat (wäre es so, würden sie mich täglich verklagen, sie haben schließlich alles Geld der Welt für bissige Drohanwälte aus Berlin und anderswo), sprang der Amerikanerin eben auf der Pressekonferenz geschwind und resolut beiseite. Ist ja sein Job. Seitens des IOC gebe es keinerlei Überlegungen in Sachen Friedensnobelpreis, erklärte er. „Ich bitte darum, das zu akzeptieren.“ Mitglieder dürften ihre Meinung äußern (wenn sie nicht gerade Dick Pound heißen), man sei schließlich eine demokratische Institution – oder so ähnlich.

Hach, zur Feier des Tages und um diese überzeugenden Ausführungen zu unterlegen, ergänze und und verfeinere ich meine kleine Friedensnobelpreisgeschichte, die auf SPON veröffentlicht wurde – in guter Blog-Tradition.

Gestern gab es einige Diskussionen auf Twitter, an denen sich lustiger Weise die Spindoktoren Mike Lee (Katar 2022, Doha 2020, PyeongChang 2018, London 2012, Rio 2016 u.v.a.m.), Job Tibbs (Sotschi 2014, Peking 2008, München 2018, FINA, ANOC, Ashgabat 2017, Baku 2015 u.v.a.m.) beteiligten. Auch der langjährige IOC-Marketingdirektor und Bach-Freund Michael Payne diskutierte mit. Payne ist Berater von Bernie Ecclestone und anderen und war für etliche Olympiabewerbungen tätig. Sie alle sind teuer, bekommen pro Tag, was 90 Prozent aller Menschen nicht im Monat erhalten. Dafür werkelt man dann eben auch im Auftrage diverser Alleinherrscher, Despoten, Prinzen, Emire, Monarchen, Diktatoren auf allen Kontinenten. Vielleicht lässt sich demnächst einer von denen in Nordkorea anheuern, who knows.

Diese Leute, die im Grunde immer im Auftrag von irgendjemandem agieren, meinen allen Ernstes (oder müssen das schreiben, weil sie dafür bezahlt werden), dass Journalisten, die versuchen, beim Korea-Friedensnobelpreis-Thema nicht nur hundertprozentig die IOC-Propaganda zu verbreiten, „zynisch“ agieren.

Dazu stelle ich fest: Habe selten größere Zyniker erlebt als diese Herrschaften. Kann mich sehr gut an ein Gespräch mit einem der Drei im Olympic Family Hotel in der vergangenen Woche erinnern, der die Nase rümpfte über Thomas Bach und die Friedensnobelpreisambitionen, die aus jeder Pore des IOC-Präsidentenkörpers dringen, der mir zudem zuraunte, er könne Dinge erzählen … wie es sich wirklich verhielt in der IOC-Korea-Frage.

Aber ich bin nicht gemein und verzichte darauf, das auszuplaudern.

Denn sind wir nicht alle ein bisschen Frieden? Und ein bisschen Friedenstaube?

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Was vom Tage übrig bleibt (92): Warum die European Games in Baku stattfinden

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Nochmal eine Summary, warum diese überflüssigen European Games nach Baku gekommen sind. Über Geldflüsse wird man wohl noch eine Weile reden müssen und vielleicht Dank des Organized Crime and Corruption Reporting Projects (OCCRP) auch einiges erfahren. Khadija Ismailowa ist ja leider gerade im Knast verhindert und kann ihre großartigen Recherchen nicht fortsetzen.

Ausrecherchiert scheint mir vorerst nur die Frage, ob Mehriban Alijewa und ihre zauberhaften Töchter Arzu und Leyla denselben plastischen Chirurgen beauftragen. Ich finde, Lippen, Nasen und einige andere Körperteile und Rundungen ähneln sich doch sehr. Das wird Aserbaidschans Botschafter gewiss anders sehen. Wer’s nicht glaubt, sollte selbst mal nach Fotos googeln.

"Ehrenloge" 1st European Games: arzu-leyla-mehriban

Die königliche Familie feiert irgendeinen Ringer. Foto: President of Azerbaijan, Press Office.

Aber nun wirklich zum Wichtigen. Einige der OCCRP-Kollegen von Khadija Ismailowa haben in den vergangenen Tagen diese Recherchen vorgelegt:

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Supermacht mit Petrodollars: Katars Expansionsstrategie im Sport

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Der Jung-Emir Tamim Bin Hamad Al-Thani hat gut lachen. Läuft alles prächtig bei dieser Handball-WM, in die nicht nur mehr als 220 Millionen Dollar in drei nagelneue Tempel investiert wurden und für die eine komplette Nationalmannschaft eingebürgert wurde – was im IOC, dem Tamim angehört, eigentlich als verpönt gilt, aber das interessiert Tamim doch nicht.

Tamim hat 680 Journalisten die Reise zur WM und einen angenehmen Aufenthalt in Doha bezahlen lassen (dazu mein Beitrag im Magazin Krautreporter: „Katar, Petrodollars und die Journalisten“) und nach dem Sieg gestern gegen Deutschland freut er sich auf das Halbfinale seiner Söldner gegen Polen – und auf das Finale.

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München vs. Pyeongchang: Spin Doctors und andere Berater

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VANCOUVER. Jon Tibbs braucht vor allem Stehvermögen. Die Nächte sind kurz, die Aufgaben delikat. Er pendelt zwischen dem Westin Bayshore Hotel, wo das IOC residiert, dem Deutschen Haus im Harbour Centre und dem Russky Dom, der überreichlich dimensonierten Heimstätte der Russen im Science Centre. In Vancouver betreut er drei wichtige Klienten: Den jordanischen Prinzen Feisal, […]

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Katar und die WM 2022: Fußball im Kühlschrank

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Gruppenbild mit dem Junior-Emir: Katars WM-Botschafter Gabriel Batistuta (l.), Ronald de Boer (r.) und Sami Al-Jaber (2. v.r.) — im Zentrum: der Chef der Bewerbung, Seine Exzellenz Scheich Mohammed bin Hamad bin Khalifa Al-Thani, Sohn des Emirs. Ein anderer Sohn des Emirs ist IOC-Mitglied, das nur am Rande. Mein alter Freund Mohamed Bin Hammam tritt dagegen derzeit kaum in Erscheinung.

JOHANNESBURG. Es wird noch viel zu reden sein über eine weitere abstruse Idee des Joseph Blatter: zwei Fußball-Weltmeisterschaften gleichzeitig zu vergeben. In genau einem Jahr ist es so weit: Die Ehrenmänner des FIFA-Exekutivkomitees werden auf einer Sitzung über die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 entscheiden.

Warum ein Mega-Event zwölf Jahre vorher vergeben wird: Es gibt keine vernünftigen Gründe dafür. Was Blatter anführt, man habe damit bessere Vermarktungsmöglichkeiten, ist großer Unsinn. Ein Hirngespinst. Ich werde später sicher mal eine Liste der Fragen und negativen Seiten zusammenstellen, die damit verbunden sind.

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