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Propagandamaschine: das IOC und Putin und die Einheit von Sport und Politik

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Sport hat nichts mit Politik zu tun. Nicht in Russland. (Fotoquelle: President of Russia)

Sport hat nichts mit Politik zu tun. Nicht in Russland. (Fotoquelle: President of Russia)

Die Namen der beiden politisch Hauptverantwortlichen für das gigantische, kriminelle Dopingbetrugssystem des russischen Sports (inklusive des Betruges an vielen tausend Athleten aus aller Welt) tauchen insgesamt nur drei Mal im eher vorläufigen Untersuchungsbericht von Richard McLaren auf.

Wladimir Putin und Dmitri Medwedew.

Präsident und Ministerpräsident.

In jener Zeit, da das nun zusammengebrochene System ersonnen und in Auftrag gegeben wurde, war – Rollentausch – der eine Ministerpräsident und der andere Präsident. Macht es einen Unterschied?

Putin und Medwedew also. Jene Männer, die seit gestern Entlassungen „der Verantwortlichen“ versprechen und vornehmen und die Justiz beauftragen. Die jüngste „Meldung“ dazu: Medwedew sagt, Sportminister Witali Mutko werde im Amt bleiben.

Der Reihe nach.

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live-Blog: der McLaren-Report zum russischen Dopingsystem #Sotschi2014

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Auf geht’s. Was haben der kanadische Jurist Professor Richard McLaren und sein Investigator Mathieu Holz (ehemals Interpol) zu bieten in Sachen staatlich orchestriertes Doping in Russland und Großbetrug im Dopingkontroll-Labor der Winterspiele 2014 in Sotschi? Werden die Forderungen nach einer Suspendierung des vom IOC-Mitglied und Duma-Mann Alexander Schukow geführten russischen NOK (ROC) lauter?

Es ist soweit. In Toronto tritt McLaren 15.00 MESZ vor die Medien.

In Vorbereitung habe ich in diesem Beitrag Material zusammengetragen und die erbitterten Diskussionen des Wochenendes zusammengefasst:

Einen Livestream gibt es zumindest beim Guardian. Wer andere/bessere Angebote findet, bitte in die Kommentare stellen.

Ich bette RT ein, Achtung:

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The Empire strikes back: IOC-Attacken auf Doping-Aufklärer und mündige Athleten

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Heute um 15 Uhr (MESZ) wird der Untersuchungsbericht der Welt-Antidoping-Agentur WADA zum staatlich orchestrierten Betrug im Dopingkontroll-Labor in Sotschi 2014 und zum russischen Staatsdoping veröffentlicht. Davon ausgehend wird die Frage neu beantwortet werden müssen, ob das russische NOK komplett den Sommerspielen in Rio fernbleiben soll. Diese Variante, von einer erstaunlich ausdauernden olympischen Opposition gefordert, hatte IOC-Präsident und Putin-Freund Thomas Bach mit seiner Finte des Olympic Summit nur einige Wochen vertagt.

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Was vom Tage übrig bleibt (96): Infantino, Samoura, Stepanowa, DOSB und unethische Olympialasten

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Startliste 2. Vorlauf 800 m Frauen bei der EM in Amsterdam am 6. Juli 2016

Startliste 2. Vorlauf 800 m Frauen bei der EM in Amsterdam am 6. Juli 2016

Damit es nicht untergeht im Euro-Rauschen, einige Links, Docs und Lektüre-Hinweise.

1) Am Wochenende veröffentlichten Tages-Anzeiger/Sonntagzeitung ein internes Schriftstück aus der FIFA, aus dem seit Ende Mai zitiert wird (etwa in der FAZ) – und in dem Gianni Infantino so einiges vorgeworfen wird. „Wer den FIFA-Chef kritisiert, fliegt raus“, titelt Arthur Rutishauser. Es geht, wie seit etlichen Wochen debattiert, um die Kosten für Flüge (Alischer Usmanow zeigt sich sehr spendabel), Matratzen, Fitnessgeräte, Blumen, Luxus-Limousinen, teure Berater (u.a. Luís Figo), Reinigungen und andere Spesen – und natürlich um Infantinos Millionen-Gehalt, das er als „beleidigend“ empfindet.

Hier das Papier:

Dazu gab es bereits einige Beiträge mit weiterführenden Links und dem Mitschnitt der FIFA-Councilsitzung im Mai:

:

Im Übrigen nimmt die von Infantino betriebene Säuberungswelle in der FIFA-Administration kein Ende, die nächsten beiden Manager wurden gefeuert: Severin Podolak, Chef der FIFA Travel GmbH, und Christoph Schmidt, Bürochef des Generalsekretariats, das bis vor kurzem von Markus Kattner geführt wurde, der ja nun auch gefeuert wurde. Dabei ist Infantino nach den neuen FIFA-Statuten doch gar nicht mehr fürs Tagesgeschäft verantwortlich, sondern quasi außenpolitisch tätig. Doch halt, hat er nicht in einem seiner vielen Alleingänge als CEO und Generalsekretärin die Senegalesin Fatma Samoura, installiert, die gerade bei Elfmeterschießen gegen Italien in Bordeaux dem CDU-DFB-Präsidenten Reinhard Grindel um den Hals gefallen ist?

Na klar.

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Olympic Summit: die schmierigen Finten des Putin-Kumpels Thomas Bach #Rio2016

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Es wird immer wilder. Schon fällt in Russland das B-Wort.

Boykott.

Thomas Bachs handverlesener Olympic Summit ist nach etwas mehr als vier Stunden gerade beendet. In Kürze gibt es eine Pressekonferenz mit Bach in Lausanne. Ich höre am Telefon zu und werde den Tag über einiges bloggen. Eine aktuelle Analyse des Geschehens in Lausanne schreibe ich für Spiegel Online. Dort heute morgen auch mein Zwischenstand kurz vor dem Meeting:

14.10 Uhr: We have to join forces of all olympic stakeholders. Sagt der UDIOCP Thomas Bach.

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Vor dem Olympic Summit: einigt sich IOC-Bach mit seinem Kumpel Wladimir Putin?

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joint-venture

Zwei Zeugnisse meiner Dichtkunst nach dem IAAF-Entscheid in Sachen Russland, der uns weiter beschäftigen wird. Im ersten Text, einem (leicht erweiterten) Kommentar, den ich am Freitagabend nach diesen ausführlichen Blogbeiträgen auf Spiegel Online veröffentlicht habe, konzentriere ich mich noch auf das IAAF-Papier und die Mitschuld/Verantwortung hoher internationaler Sportfürsten (Coe, Reedie et al). Im zweiten (wie immer ebenfalls erweiterten) Text („Gesamtes russisches Olympiateam soll auf den Prüfstand“), veröffentlicht am Samstag, stelle ich einige Fakten und Überlegungen zur Diskussion, wie es wohl weiter geht – schon am Dienstag beim so genannten Olympic Summit in Lausanne. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit gigantisch größer, dass UDIOCP Thomas Bach wieder routiniert Doppelpass mit seinem Sportkameraden Wladimir Putin spielt und Russland keine weiteren Olympia-Sanktionen fürchten muss, als dass Russlands NOK eventuell komplett oder weitere große Kontingente für Rio gesperrt werden. Doch ausschließen möchte ich letzteres nicht.

Die Story wird fortgeschrieben. (Ich versuche am Ende dieses Blogbeitrags im Laufe des Tages noch einige Lektüre-Empfehlungen zu geben.)

Im Grunde kann man beide Texte wunderbar hintereinander stellen und lesen.

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„Bad mantra“: die IAAF, die WADA, das IOC und das russische Staatsdoping

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Heute Nachmittag entscheidet das Council des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF in Wien nun also, ob der russische Verband ARAF/RUSAF wegen des staatlich organisierten Dopings weiter suspendiert bleibt – oder ob plötzlich alles in Ordnung ist und russische Athleten ab sofort wieder starten dürfen. Die Pressekonferenz der IAAF wird ab 17.00 Uhr live übertragen. Man kann das auch hier schauen, dazu eröffne ich später einen neuen Beitrag (und binde das Video der Live-Übertragung ein), in dem wir über die Entscheidung diskutieren und die interessantesten Reaktionen aus aller Welt sammeln können.

Für den 21. Juni hat IOC-Präsident Thomas Bach in Lausanne zum sogenannten Olympic Summit geladen. Russland taucht in der Einladung nicht auf, aber jeder weiß, worum es geht, und Alexander Schukow, IOC-Mitglied und Russlands NOK-Präsident von Wladimir Putins Gnaden, wird bei diesem Summit gewiss dabei sein, wie bei allen anderen Gipfeltreffen zuvor.

Die Entscheidung über eine Olympiateilnahme aller/keiner/einiger Russen wird gewiss später das IOC-Exekutivkomitee fällen. Im Juli steht ja noch ein Untersuchungsbericht der WADA an.

Für alle, die sich die Zeit bis zur IAAF-Verkündung sinnvoll vertreiben möchten, habe ich einige der wichtigsten Veröffentlichungen dieser Tage gebündelt. Mit dabei: BBC Panorama, Grit Hartmann, New York Times, Guardian und andere der üblichen Verdächtigen. Sie alle tragen wichtige Details zum spannenden Komplex Doping/WADA/Russland/IOC bei.

Zunächst die halbstündige Panorama-Sendung gestern in der BBC – von Mark Daly und meinem Freund James Oliver, der auch sämtliche wunderbare Panorama-Sendungen mit Andrew Jennings zur FIFA produziert hat. Die SMS-Sammlung von IAAF-Präsident Sebastian Coe (dessen IOC-Träume womöglich für alle Zeiten ausgeträumt sind), seinem inzwischen suspendierten Bürochef Nick Davies und dem von Interpol gesuchten Ganoven ist einfach nur köstlich.

Ich schaue mir die komplette Sendung auch erst an, kann die Datei leider nicht zur Verfügung stellen. Mit dem BBC iPlayer geht es auch nicht, weil dieser die IP-Adressen erkennt und nur in UK ausliefert – auch mit einem VPN funktioniert es nicht. Auf Youtube derzeit verfügbar:

Dazu einige Links:

Über den ehrenwerten Lord, der zwischen Ehrenamt und Privatgeschäften nicht immer zu trennen weiß, wird noch viel zu reden sein. Tendenz: Seine Zeit als IAAF-Boss könnte schneller vorbei sein, als er denkt.

Bleiben wir noch kurz bei der heutigen Entscheidung des IAAF-Vorstandes. Dazu drei Übersichten (die pdf-Einbindung der Dokumente funktioniert gerade nicht, das hole ich nach):

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Putin-Freund Thomas Bach und das IOC in Not: Kampf um die Kommunikationsherrschaft

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We are at a tipping point for international sport, whose future may well be in doubt.“
Richard Pound, IOC-Doyen

Finale Fußball-WM 2014

Foto: President of Russia

Es ist eine Flucht nach vorne. Der Vorstand des von spektakulären Doping- und Korruptionsfällen schwer erschütterten Internationalen Olympischen Komitees (IOC) geht nach einer Krisensitzung in die Offensive. Der Olympiakonzern unternehme alles, um „saubere Athleten zu schützen“, heißt es in einer länglichen Erklärung vom Dienstag. So teilte die IOC-Führung mit, bei Nachkontrollen eingefrorener Dopingproben von den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking seien 31 Athleten aus zwölf Ländern und sechs Sportarten des Dopings überführt worden. IOC-Medizindirektor Richard Budgett hatte die Analysen vor zwei Monaten angekündigt. Namen wurden nicht genannt, zunächst würden die betreffenden Nationalen Olympischen Komitees (NOK) zeitnah informiert, hieß es. Das IOC versprach weitere Nachtests der Proben von Medaillengewinnern 2008 und 2012 (London). 

Wenig später wurde ein Meinungsbeitrag des IOC-Präsidenten Thomas Bach auf der IOC-Webseite und mancher Tageszeitung veröffentlicht (in Deutschland übernimmt diese Posaunenfunktion traditionell die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Die Unschuldsvermutung könnte in Frage stehen“), in dem Bach von einer „schockierenden neuen Dimension“ und „beispielloser krimineller Energie“ sprach, sollten sich die Enthüllungen des russischen Whistleblowers Grigori Rodschenkow über das staatlich sanktionierte russische Dopingsystem bewahrheiten.

Woran kaum Zweifel bestehen.

Am Mittwoch versprach der UDIOCP Thomas Bach schließlich auf einer Telefonkonferenz mit ausgewählten Journalisten, es würden alle beteiligten Personen und Verbände zur Verantwortung gezogen – sogar lebenslange Sperren zog er in Erwägung, dabei hat er als Funktionär stets gegen lebenslange Sperren und sogar gegen Vierjahressperren gekämpft, die seiner Meinung nach gegen Menschenrechte verstoßen würden. Doch in Krisenzeiten wie diesen stellt sich Bach als Hardliner dar. Ausgerechnet er, der Wladimir Putins Propaganda-Winterspiele 2014 bisher stets in höchsten Tönen als „die Spiele der Athleten“ gepriesen hatte.

Bach ist weltweit unter Druck geraten, seine PR-Maßnahmen folgen in diesen Tagen einem altbekannten Muster, er nennt es gern „proaktive Kommunikation“ und bedient sich wie so oft Verbündeten in den Medien. (Von den üblichen Drohgebärden seiner Anwälte gegenüber Journalisten ist mir derzeit allerdings nichts bekannt.)

Der Reihe nach. Zunächst das Thema Peking: Es handelt sich nicht um die ersten Nachtests der Peking-Proben. Schon 2009 waren einem halben Dutzend Sportlern die Verwendung des Blutdopingmittels Cera nachgewiesen worden. Daraufhin wurde dem für Bahrain startenden Marokkaner Rashid Ramzi die Goldmedaille über 1.500 Meter aberkannt. Auch der italienische Radprofi Davide Rebellin musste seine Silbermedaille zurückgeben. Allerdings war bei der Auswahl der Proben, die in Paris, Lausanne und Köln auf Cera und Insulin untersucht wurden, offenbar selektiert worden. Auch bei den nun vom IOC bekannt gegebenen Fällen wurde selektiert: Man hat sich auf die Proben von Sportlern konzentriert, die für einen Start bei den Sommerspielen 2016 im August in Rio de Janeiro in Frage kommen. Von einer transparenten, unabhängigen Nachkontrolle aller Proben kann also keine Rede sein.

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live-Blog aus Zürich: und der neue FIFA-Präsident heißt Gianni Infantino

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ZÜRICH. Ehrlich gesagt kann ich nicht versprechen, dass ich noch weiß, wie dieses Bloggen geht. Aber ich versuche es einfach mal, einverstanden? Und deshalb mache ich diesen Thread auf, fülle vielleicht noch heute Nacht einiges auf – so richtig dann ab Freitagmorgen, wenn in Zürich ab 9.30 Uhr der außerordentliche FIFA-Kongress tagt, um zumindest eine Überlebensfrage zu entscheiden, die der Reformen/Statutenänderungen (geht souverän durch), um mit einer anderen wichtigen Abstimmung, der Wahl des neuen und neunten FIFA-Präsidenten (wenn man den Interims-Schmiergeldempfänger Issa Hayatou nicht zählt), gleich wieder gegenzulenken – sollte nämlich Scheich Salman aus Bahrain gewählt werden.

Die Lage habe ich gegen Mittag mal für SpOn sondiert („Der Scheich und seine Königsmacher“), keine Ahnung was diese letzte Nacht bringt. Warum sollten ausgerechnet jetzt noch einige Funktionäre und Strippenzieher von Moral-Attacken geplagt werden, die dazu führen könnten, doch nicht für Scheich Salman das Kreuzchen zu machen?

Keine Frage, ich fände es fantastisch und nur konsequent, wenn der Menschenschinder aus dem bahrainischen Königshaus den Weltkonzern FIFA übernähme. Da halte ich es mit James Dorsey, der seit Monaten sagt: mit Salman würde der Karren gegen die Wand rasen. Das wäre das Ende der FIFA.

Wäre bestimmt lustig zu beobachten.

Schaun mer mal.

Was man wissen soll zum heutigen Tag, stellt die FIFA so dar:

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Nachrichten aus Absurdistan: Russlands Sportminister Witali Mutko reagiert auf den WADA-Bericht

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Einfach mal anschauen und versuchen zuzuhören. Dubiose Typen wie Witali Mutko zählen zu den mächtigsten Figuren des olympischen Weltsports (und den wichtigsten Unterstützern des amtierenden IOC-Präsidenten). So also reagiert Russlands Sportminister, auch FIFA-Exekutivmitglied, auf kriminelle Doping-Fakten:

Wenn ich mich recht erinnere, dann hat sein alter Kumpel (aus St. Petersburger Zeiten) und Ewig-Boss Wladimir Putin kürzlich auf einer IOC-nahen Veranstaltung in Moskau im Beisein des IOC-Präsidenten Thomas Bach (UDIOCP) die Erweiterung einer UN-Resolution angeregt:

We consistently support the idea that sport is outside politics.“

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live aus Kuala Lumpur: IOC-Session, Martin Sorrell, Agenda 2020, Olympic Channel

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(c) IOC Media via Flickr

Martin Sorrell. (c) IOC Media via Flickr

KUALA LUMPUR. Moin, moin. Die IOC-Session läuft schon wieder fünf Stunden. Es war durchaus interessant und begann mit einer Keynote von Martin Sorrell, CEO des weltgrößten Werbekonzerns WPP. Ein Mann, der 60 Millionen Euro im Jahr verdient – schon das verschafft ihm im IOC-Völkchen Respekt. Zum weit verzweigten WPP-Reich zählen etliche Firmen, die im Olympiabusiness reüssieren, etwa Hill & Knowlton, Burson-Marsteller oder die Kantar Group.

Kurz gesagt hat Sorrell dem IOC einige Hinweise dazu gegeben, wie man ein einzigartiges Produkt zukunftsfähig machen kann und anders als die Dinosaurier nicht ausstirbt.

Ergänzend dazu gibt es heute Nachmittag die Präsentation zum Olympic Channel, einem Kernprojekt der Agenda 2020.

Wer die Diskussion darüber nur mit den Begriffen „Nonsens“ und „Unsinn“ abtut, hat den Pfiff nicht gehört, die Zeichen der Zeit nicht erkannt oder wie immer man es formulieren mag. Wer hier weiter lesen möchte, sollte sich bitte auf eine Agenda-Debatte einlassen und für einen Moment jene Aspekte vernachlässigen, den das IOC bei der Entscheidung für Peking 2022 am Freitag auch wieder vernachlässigt hat.

The time is now to engage and inspire audiences between the Game as well. This is why your idea of the Olympic Channel has such relevance and whose time has come.“

Der Olympic Channel als digitaler Social-Media- und Distributionskanal des IOC soll das gesamte Unternehmen zukunftstauglicher machen und das im 19. Jahrhundert geborene Konstrukt Olympischer Spiele jungen Generationen näher bringen. Der Kampf um die Generationen Millennial und Z ist längst entbrannt.

Bei Strafe des Untergangs – siehe oben.

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live-Blog aus Kuala Lumpur: Peking 2022 – der Tag danach

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128th IOC Session - Kuala Lumpur, 31 July 2015: Election of the Host City for the XXIV Olympic Winter Games 2022

KUALA LUMPUR. Moin, moin. Es war wieder eine kurze Nacht. Habe wie angekündigt auf einen Besuch bei den Chinesen, den Olympiagastgebern 2022, verzichtet und stattdessen nachts einen zusätzlichen, frei verfügbaren Beitrag zur gestrigen Wahl-Farce und zu IOC-Propagandamaßnahmen (in Qualitätszeitungen, auch in Deutschland) zur der Vergabe der Winterspiele 2022 gedrechselt:

Ein bisschen hat sich getan seither. Zum Beispiel konnte ich in einer Sitzungspause gemeinsam mit einigen englischen Kollegen kurz mit Nicole Hoevertsz sprechen, mit der Chefin der Wahlkommission. Sie sagt, im IOC habe man sich in der Nacht darauf verständigt, dass Propagandachef Mark Adams heute Abend Informationen zur geplatzten ersten Wahl herausgeben soll.

Thomas Bach, Nicole Hoevertsz, Christophe de Kepper

Nicole Hoevertsz berät am Freitag nach dem Technik-Blackout mit Thomas Bach und Generaldirektor Christophe De Kepper das weitere Vorgehen.

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