[ Schlagwort thomas bach18]

Exklusiv!

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So ein Mist aber auch, ich habe gerade den gemütlichen Kollegen einer großen Tageszeitung verärgert. Nach unserem Versuch, ein Statement des UDIOCM zur Entscheidung von Jacques Rogge einzuholen, sagte der geschätzte Autor der Konkurrenz: Jetzt hast Du’s versaut. Du bist der Leibhaftige für ihn. Wenn Du auftauchst, flüchtet der gleich. Es war nämlich so: Dr. […]

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Beate Merk vs. Thomas Bach 0:6

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Über merkwürdige Formen der Berichterstattung, die Verbreitung von Propa­gan­da-Bot­schaf­ten und ähnliches mehr, ist hier im Blog und nebenan schon vielfach diskutiert worden. Zuletzt habe ich mich kurz vor den Olympischen Spielen in Peking über einen Sportjournalisten des Sportinformationsdienstes gewundert.

Ich wundere mich immer mal, ich hoffe, der eine oder andere Leser wird mir das verzeihen. Und deshalb noch ein Beispiel aus der täglichen Praxis:

Am Dienstag, 21. Oktober, meldete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zwischen 13.56 Uhr und 16.14 Uhr in vier verschiedenen Varianten sehr offensiv diesen Sachverhalt:

DOSB-Präsident Thomas Bach hat die Bildung einer Schwer­punkt­staats­anwalt­schaft zur Verfolgung von Doping-Straftaten gefordert und sich besorgt über die Finanzlage der Dachorganisation gezeigt.

„Wir haben bisher nicht gesehen, dass die Straf­verfol­gungs­behörden Verfahren gegen die Hintermänner angeordnet haben“, kritisierte er nach einer Präsidiumssitzung des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) am Dienstag in Hennef. „Da sehe ich großen Nachholbedarf.“ (…) Deshalb fordert er die Etablierung einer Schwer­punkt­staats­anwalt­schaft zur Verfolgung von Doping-Straftaten.

— verbreitet in Dutzenden Online-Angeboten, sogar hier

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Notizen vom Sportausschuss (2): Steuermittel für den BDR?

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So, passend zum Tage der zweite Teil meiner Notizen zur 59. Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 15. Oktober. Was bisher geschah, kann man hier nachlesen.

Die Session mit Willi Lemke, die partiell witzig war, lasse ich aus, darum kümmere ich mich später mal. Nur noch dies: Lemke wäre nicht Lemke, also nicht der Verkäufer seiner Sache, als der er bekannt geworden ist, wenn er mir nicht, wie allen anderen Anwesenden, noch diese Broschüre in die Hand gedrückt, die ich gern symbolisch weiter reiche. „Hier bitte, auch für Sie“, sagte der UN-Sonderbeauftragte. Ich sage: Danke, Willi.

Noch zwei Vorbemerkungen:

  1. Unter seinem Vorsitzenden Peter Danckert (SPD) tagt der Sportausschuss seit Beginn der Legislaturperiode öffentlich. Alle anderen Ausschüsse des Bundestages tagen grundsätzlich nichtöffentlich. Damit ist aus meiner Sicht nur im Sportausschuss ein Mindestmaß an Transparenz gewährleistet. Beobachter können sich ein Bild von der Arbeit der Abgeordneten machen.
  2. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen Notizen gemacht. Anmerkungen, die mir als Erläuterung wichtig scheinen, sind kursiv gesetzt (heißt das so im Blog, „setzen“? Scheint eher ein Begriff aus dem Holzmedium).

Nun zu dem, was wirklich wichtig war. Am Morgen hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen diesen Antrag im Sekretariat des Sportausschusses eingereicht:

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Ein Vize-Premier für Sotschi

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Am Anfang, im vergangenen Jahr auf der IOC-Session in Guatemala, standen einige Versprechen. Es sprach also Wladimir Putin: Das Wahlvolk hat kassiert entschieden. Und inzwischen ist das Projekt Sotschi erwartungsgemäß gefährdet, was das IOC natürlich nicht zugeben wird. Russlands Präsident Dmitri Medwedjew hat gestern gehandelt: Er ernannte Dmitri Kosak (links im Bild), den Minister für Regionalentwicklung, zum stellvertretenden Premierminister, zu […]

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Korruption im Welt-Handball oder: der Pharao der IHF

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Achtung, dies wird ein hundsgemein langer Blogeintrag, der hätte schon längst geschrieben werden müssen. Das Thema rechtfertigt die Länge: Der freie Journalist Erik Eggers ärgert seit einem Jahr die Funktionäre des Handball-Weltverbandes IHF gewaltig, allen voran Hassan Moustafa, den ägyptischen Präsidenten. Natürlich auch den kuwaitischen Scheich Ahmed Al-Fahad Al-Ahmed Al-Sabah, den „Freund und Kollegen“ des DOSB-Präsidenten […]

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„Vielfältige Lebenssachverhalte“ (II)

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Oops, fast wäre mir das hier entgangen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass der DOSB seine „Erklärung zu Ehrenamt und Beruf“ als Pressemitteilung verschickt hätte. Sollte das doch geschehen sein, habe ich die Email sicher unabsichtlich gelöscht und entschuldige mich für das Versehen. Wie auch immer, ein Freund machte mich gestern darauf aufmerksam: Es […]

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„Vielfältige Lebenssachverhalte“

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Achtung, es wird kompliziert. Unmittelbar vor dem Auftakt des Prozesses gegen den früheren Siemens-Zentralvorstand Johannes Feldmayer und dessen dubiosen Geschäftspartner Wilhelm Schelsky gibt es auch Neues vom UDIOCM. „Siemens-Affäre: IOC-Vize Bach und CDU-Abgeordneter Adam in Erklärungsnot“, titelt Spiegel Online. Im Beitrag heißt es, das UDIOCM (unpolitischstes deutsches IOC-Mitglied) betreffend:

Auch IOC-Vizepräsident Bach, der auf Schelskys Vermittlung einen mit 400.000 Mark dotierten Beratervertrag mit Siemens hatte, gerät in Erklärungsnot. Der Wirtschaftsanwalt hatte gegenüber dem SPIEGEL behauptet, er habe stets strikt zwischen seinen „geschäftlichen Tätigkeiten“ und seinen „ehrenamtlichen Funktionen im Sport“ getrennt.

Eine E-Mail vom 31. Januar 2005, die Bach an den Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht schickte, liest sich dagegen anders. Damals bemühte sich Siemens darum, Kuwait als Großinvestor zu gewinnen, und Bach meldete, sein „Freund und Kollege, Energieminister Scheich Ahmed al-Sabah“, sei derzeit für eine vertrauliche Anfrage zum Stand der Verhandlungen schwer erreichbar. […]

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„some elements of answer“

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Ich habe mich mal wieder verzählt und gelobe Besserung. Wenn ich es nun also richtig überprüft habe, und etliche Gesprächspartner bestärken mich in dieser Behauptung, dann sind in Peking bei den Sommerspielen bisher neun Sportler und sechs Gäule erwischt worden. So sieht das aus, alle Angaben ohne Gewähr:

Sportler, bestätigt

  1. Maria Isabel Moreno (Spanien) Radsport (Epo)
  2. Kim Jong-Su (Nordkorea) Schießen (Betablocker), Silber freie Pistole, Bronze Luftpistole
  3. Do Thi Ngan Thuong (Vietnam) Turnen (Diuretikum)
  4. Fani Halkia (Griechenland) Leichtathletik (Methyltrienolon)
  5. Ludmilla Blonska (Ukraine) Leichtathletik (Methyltestosteron), Silber im Siebenkampf
  6. Igor Rasoronow (Ukraine) Gewichtheben (Nandrolon)

Sportler, unbestätigt bzw. noch ohne Urteil der Disziplinarkommission
(Nachtrag am 11. Dezember: Diese Fälle wurden heute vom IOC-Exekutivkomitee entschieden)

  1. Wadim Dewjatowski (Weißrussland) Leichtathletik (Testosteron), Silber im Hammerwerfen
  2. Iwan Tichon (Weißrussland) Leichtathletik (Testosteron), Bronze im Hammerwerfen
  3. Adam Seroczynski (Polen), Kanurennsport (Clenbuterol)

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Peking, Tag 6

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09.15: Das RSS-Problem: Die Feeds funktionieren nicht mehr. Ich bin überfragt und habe auch keine Zeit, das zu lösen. Habe gestern schon am Feedburner geschraubt. Vergeblich. Tut mir leid. Wer lesen will, muss also direkt aufs Blog gehen.

Schwank, Nowitzki, Vesper

PK mit dem Fahnenträger in spe

11.13: Die Herren links und rechts heißen Bernhard Schwank und Michael Vesper. Schwank war mal NOK-Generalsekretär und ist heute DOSB-Leis­tungs­sport­direktor. Vesper war mal Politiker, ist es eigentlich immer noch, hat nur offenbar ein paar Grundsätzen abgeschworen, und fungiert jetzt als Ausputzer für das jüngste deutsche IOC-Mitglied als DOSB-Generaldirektor.

Habe ich jemanden vergessen? Den Herrn in der Mitte, klar: Dirk Nowitzki, Multimillionär und deutscher Fahnenträger am Freitag bei der Eröffnungsfeier. Ganz überraschend kam das nicht. Macht auch nichts, dass Vesper den Fahnenträger als „Gerd Nowitzki, äh Dirk Nowitzki“ vorstellte. Kann passieren in der Aufregung.

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Hofschranzenkultur

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Der Darmstädter Soziologe Karl-Heinrich Bette bescheinigt dem deutschen Sport, namentlich dem DOSB unter Thomas Bach, eine „Hofschranzenkultur“. Wer mehr lesen mag, ich habe gerade ein Porträt des DOSB-Präsidenten für die Financial Times verzapft: „Thomas Bachs Welt“ Der oberste Sportfunktionär Deutschlands wird schon jetzt als Nachfolger von IOC-Präsident Jacques Rogge gehandelt. Mit Intelligenz, Ehrgeiz und Glück […]

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Stunde der Philosophen

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Sie bezeichnen sich selbst als Profiteure. Sie empfinden Genugtuung, das schon; aber sie nehmen den unverhofften Profit durchaus demütig an. Weil das öffentlich-rechtliche Sportfernsehen aus der Etappenberichterstattung der Tour de France ausgestiegen ist, wurde am Wochenende eine Stunde mehr Leichtathletik gezeigt: die Deutschen Meisterschaften in Erfurt. Und so raunte der Berliner Diskuswerfer Robert Harting, der nach der Ära Riedel seinen ersten nationalen Titel gewann, dem ehemaligen ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann zu: „Ich finde das gut, dass ihr die Tour-Übertragungen abgebrochen habt.“ Andere Athleten äußerten sich ähnlich.

„Ein bisschen mehr Sendezeit ist ein Geschenk“, sagt Jürgen Mallow, der Chef­bundestrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). „Hoffentlich wird es kein Bumerang.“ DLV-Präsident Clemens Prokop findet den überraschenden TV-Vorteil für die Leichtathletik „sachlich nur billig und gerecht. Es ist eine Beloh­nung, dass wir vom Tour-Ausstieg profitieren, weil nur wenige Verbände so konse­quent gegen Doping vorgehen wie der DLV.“

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