spezialdemokratie

Blatter lästert über Irlands Fußballverband (2)

JOHANNESBURG. Ich glaube, Sepp hat einen neuen Freund.

I think my country deserves more recognition from Blatter.

I’m afraid Mr Blatter is a law unto himself. I thought it was very disrespectful how he presented this fact. He ignored most of the controversial things that went on that evening.

He never had anything to say about that at all, like (Thierry) Henry’s behaviour after scoring the goal and how that stands within his campaign to have fair play within the game. Henry celebrates as if he’s done nothing wrong. Is that fair play?

Hardly. But Mr Blatter chose to talk about the request to be considered as the 33rd team.

People will be watching Mr Blatter closely and his decisions closely from now on.

Liam Brady

Ach ja, das sagte Liam Brady auch noch: Blatter sei „a bit of a loose cannon“ und „an embarrassment to FIFA“. Eine verirrte Kanonenkugel und eine Peinlichkeit. Nun denn.

Kleiner Nachtrag zum gestrigen Beitrag.

Sportpolitische Web-Juwelen (1): „Travels with Chuck Blazer“

Auf seltsame und vereinzelte Wünsche wird an dieser Stelle umgehend reagiert. Es hat doch tatsächlich jemand darum gebeten, ich möge eine Weihnachtsserie starten.

Kein Problem, gern geschehen. Nur habe ich nicht so viel Zeit, täglich eine hübsche Geschichte zu erzählen. Arbeit geht vor, und trotz eines schrecklichen Hexenschusses habe ich vor, bis Ende der Woche weiter aus Johannesburg und Kapstadt zu berichten. Sitzen kann ich einigermaßen, schreiben geht auch. Meine Haltung ist allerdings etwas problematisch, ich meine nicht die journalistische oder die weltanschauliche. Nach vorn gebeugt würde ich etwa 120 Grad schätzen – zur Seite sind es auch einige Dutzend Grad Abweichung vom Normalwert. Mindestens.

Doch zurück zum Thema: Bis Heiligabend werde ich täglich manch eine sportpolitische Kostbarkeit aus dem Internetz vorstellen. Manches wurde hier sicher schon verlinkt, einiges wird neu sein.

Beginnen wir mit dem Teufel.

Die FIFA, Coca-Cola, Massenmörder Robert Mugabe und der Fußball-Weltpokal

JOHANNESBURG. Auf der Soccerex hat FIFA-Präsident Joseph Blatter heute noch einen Witz versucht. Frei wiedergebend hat er geplaudert, die ehemaligen europäischen Kolonialmächte – er nannte England, Belgien, Spanien und Frankreich – werden sich im kommenden Jahr schon noch wundern, wozu Afrika fähig sei.

Blatter scheut keine noch so billige Stimmungsmache um sich als allafrikanischer Held, Bewahrer des Fairplay, Volldemokrat, Hüter des Weltfriedens und Retter der Menschheit aufzuspielen.

Was vom Tage übrig bleibt (48): Südafrika, Soccerex, DOSB-Ethikpreis, The Fastest Couple

Soccerex 2010

Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das „World Cup legends tournament“ im Finale gegen England. Ja, es geht in den nächsten Tagen um Fußball. Es gibt ein Wiedersehen mit Sepp’n Jack, Ricardo & Franz & Chuck und all den anderen.

Nach der Messe Soccerex hier im Sandton Convention Centre bin ich noch einige Tage in Kapstadt, u.a. am Donnerstag bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees auf Robben Island (Friedensnobelpreis, ick hör Dir trapsen) und natürlich bei der WM-Gruppenauslosung am Freitag, die ich sicher live mitbloggen werde. Ich hoffe, wir werden etwas Spaß haben.

KGB-gate: Samaranch, more Russian olympic secret agents, IOC, FIFA and the Opus Dei

[caption id="attachment_5747" align="aligncenter" width="301"]Russisches Buchcover "Der KGB spielt Schach" Die russische Ausgabe, Juri Felschtinski et al.: „KGB igrajet w schachmatui“[/caption]

Die Geschichte von Juan Antonio Samaranch und dem KGB zieht ihre Kreise. „KGB plays chess“ ist derzeit das sportpolitische Top-Thema zwischen Vancouver, Madrid, Lausanne, London – und natürlich Moskau. Doch wenn ich es recht verstehe, muss Samaranch nicht viel befürchten, und die IOC-Führung kann sich weiter blöd stellen, das Prinzip der drei Affen vervollkommnen und die Öffentlichkeit für dumm verkaufen. Alles nur Gerüchte, wie mir IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams mitteilte?

Nothing but rumors? Not at all.

Was vom Tage übrig bleibt (47): Koalitionsvertrag, Klaue, „Pechstein-Studie auf Staatskosten“

Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen.

  • Das sagt der Koalitionsvertrag (Entwurfsversion) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport:

Seite 14:

Der Zugang von ausländischen Hochqualifizierten und Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhängenden, klaren, transparenten und gewichteten Kriterien wie beispielsweise Bedarf, Qualifizierung und Integrationsfähigkeiten gestaltet werden. Darüber hinaus werden wir Regelungen zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, Arbeitsplatzannahme für Studenten mit deutschem Hochschulabschluss, für Künstler und Sportler sowie für Saisonarbeitskräfte überprüfen und Vereinfachungen anstreben.

Seite 69:

Mit dem Programm „Integration durch Sport“ wollen wir besonders Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund ansprechen, um sie als Teilnehmer und auch Übungsleiter zu gewinnen.

Umfrage unter Top-Funktionären (4): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?

https://www.youtube.com/watch?v=ft0bVPkwNro

Es sprach übrigens gerade Willem-Alexander Claus George Ferdinand van Oranje-Nassau, Prinz von Oranien, Prinz der Niederlande, Prinz von Oranien-Nassau, Herr von Amsberg. Danke.

Hier also Teil 4 dieser erlesenen Videoreihe. An der Fragestellung hat sich nichts geändert. Gleichwohl nimmt die Bereitschaft prozentual ab, die einfache offene Frage zu beantworten:

  • Does sport need a World-Anti-Corruption-Agency?
  • Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?