[ Schlagwort spezialdemokratie16]

„Don’t mix politics with games“: Petition für Liu Xiaobo

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Mir ist gerade so. Ich möchte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren.

Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewählten Berichterstattern beschwingt empfahl, sie sollten mal bitteschön Sport nicht mit Politik vermengen und Politik nicht mit Sport und überhaupt. Da gebe es keinen Zusammenhang, auch wenn es manchmal so scheint.

Mich hat Herrn Hus Rat überzeugt. Seitdem steht’s da oben:

Don’t mix politics with games!

Ich versuche mich stets dran zu halten, auch wenn’s oft schwer fällt.

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Die NADA: Ping-Pong-Diplomatie unter Sportsfreunden?

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Wie glaubwürdig, wie effektiv, wie professionell ist die Arbeit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA)? Selbst in Ländern wie Russland oder Jamaika bleiben mehr namhafte Doper im heimischen Kontrollnetz hängen. Gegen den ethischen Wandel im deutschen Hochleistungssport sprechen akademische Studien. von Grit Hartmann Zu den ersten Amtshandlungen von Ulrike Spitz, Sprecherin der Nationalen Antidopingagentur (NADA), gehörte im […]

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Weihnachten im IOC: Haya & Feisal und der Heilige Minos

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LAUSANNE. Ich muss schon sagen, die Internetverbindung ist heute sehr langsam im IOC-Hauptquartier. Ich fliege auch ständig raus. Erstmals musste man sich hier mit persönlichen Daten anmelden. Was das wohl bedeuten mag? Lässt Wolfgang Schäuble schön grüßen? Habe vorsichtshalber meinen kleinen Zweitbegleiter benutzt, auf dem nicht allzu viele Daten gespeichert sind, die böse Menschen saugen könnten. Nun aber zum Thema: Weihnachten in Lausanne.

Ordensvergabe unter dem IOC-Tannenbaum…

IOC-Präsident Jacques Rogge setzt die Traditionen seiner Vorgängers und mutmaßlichen KGB-Agenten Juan Antonio Samaranch fort. Unterm Tannenbaum im IOC-Hauptquartier gab es heute einen Olympischen Orden für den sagen- und skandalumwitterten Griechen Minos Kyriakou (Bildmitte, links neben seiner einige Jahrzehnte jüngeren Gemahlin).

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Uf widerluege, Hans Klaus!

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LAUSANNE. Dass ich Hans Klaus demnächst als FIFA-Kommunikationsdirektor verabschieden müsste, war mir spätestens vergangene Woche klar. Denn ich habe ihn vermisst in Südafrika. Derart wichtige Veranstaltungen ohne Mitwirkung des PR-Chefs? Undenkbar.

Ich verstehe Nicolas Maingot völlig, dass er mir nicht die Wahrheit gesagt hat, als ich ihn nach dem Verbleib von Hans Klaus gefragt habe. Nicolas Maingot wurde nun vom Mediendirektor zum Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ernannt. Denn Hans Klaus hat sich verabschiedet, wurde verabschiedet – in Sepps Reich ist das eigentlich egal.

Die FIFA-Pressemitteilung ist wunderbar formuliert, ein Kleinod:

FIFA und Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit gehen getrennte Wege

Wie heute bekannt wurde, haben sich die FIFA und ihr Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit getrennt. Grund waren unterschiedliche Ansichten bei der Kommunikationsstrategie.

Die FIFA dankt Hans Klaus für seinen Einsatz für die FIFA und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.

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Sportpolitische Web-Juwelen (2): der General

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Muss schnell gehen heute, gerade noch Sepp getroffen, Texte geschrieben, hektisch gewesen, Arbeit noch nicht beendet, der Magen knurrt und der Rücken will auch wieder behandelt werden. Zu Sepp und zur FIFA gibt es heute Nacht noch einen Beitrag. Sport and Politics, hier nun meine 2. Weihnachts-Empfehlung für die Favoritenliste: www.michael-vesper.de Nicht wirklich web2.0socialmedia. Verwunderlich angesichts […]

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Blatter lästert über Irlands Fußballverband (2)

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JOHANNESBURG. Ich glaube, Sepp hat einen neuen Freund.

I think my country deserves more recognition from Blatter.

I’m afraid Mr Blatter is a law unto himself. I thought it was very disrespectful how he presented this fact. He ignored most of the controversial things that went on that evening.

He never had anything to say about that at all, like (Thierry) Henry’s behaviour after scoring the goal and how that stands within his campaign to have fair play within the game. Henry celebrates as if he’s done nothing wrong. Is that fair play?

Hardly. But Mr Blatter chose to talk about the request to be considered as the 33rd team.

People will be watching Mr Blatter closely and his decisions closely from now on.

Liam Brady

Ach ja, das sagte Liam Brady auch noch: Blatter sei „a bit of a loose cannon“ und „an embarrassment to FIFA“. Eine verirrte Kanonenkugel und eine Peinlichkeit. Nun denn.

Kleiner Nachtrag zum gestrigen Beitrag.

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Sportpolitische Web-Juwelen (1): „Travels with Chuck Blazer“

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Auf seltsame und vereinzelte Wünsche wird an dieser Stelle umgehend reagiert. Es hat doch tatsächlich jemand darum gebeten, ich möge eine Weihnachtsserie starten.

Kein Problem, gern geschehen. Nur habe ich nicht so viel Zeit, täglich eine hübsche Geschichte zu erzählen. Arbeit geht vor, und trotz eines schrecklichen Hexenschusses habe ich vor, bis Ende der Woche weiter aus Johannesburg und Kapstadt zu berichten. Sitzen kann ich einigermaßen, schreiben geht auch. Meine Haltung ist allerdings etwas problematisch, ich meine nicht die journalistische oder die weltanschauliche. Nach vorn gebeugt würde ich etwa 120 Grad schätzen – zur Seite sind es auch einige Dutzend Grad Abweichung vom Normalwert. Mindestens.

Doch zurück zum Thema: Bis Heiligabend werde ich täglich manch eine sportpolitische Kostbarkeit aus dem Internetz vorstellen. Manches wurde hier sicher schon verlinkt, einiges wird neu sein.

Beginnen wir mit dem Teufel.

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Die FIFA, Coca-Cola, Massenmörder Robert Mugabe und der Fußball-Weltpokal

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JOHANNESBURG. Auf der Soccerex hat FIFA-Präsident Joseph Blatter heute noch einen Witz versucht. Frei wiedergebend hat er geplaudert, die ehemaligen europäischen Kolonialmächte – er nannte England, Belgien, Spanien und Frankreich – werden sich im kommenden Jahr schon noch wundern, wozu Afrika fähig sei.

Blatter scheut keine noch so billige Stimmungsmache um sich als allafrikanischer Held, Bewahrer des Fairplay, Volldemokrat, Hüter des Weltfriedens und Retter der Menschheit aufzuspielen.

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Was vom Tage übrig bleibt (48): Südafrika, Soccerex, DOSB-Ethikpreis, The Fastest Couple

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Soccerex 2010

Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das „World Cup legends tournament“ im Finale gegen England. Ja, es geht in den nächsten Tagen um Fußball. Es gibt ein Wiedersehen mit Sepp’n Jack, Ricardo & Franz & Chuck und all den anderen.

Nach der Messe Soccerex hier im Sandton Convention Centre bin ich noch einige Tage in Kapstadt, u.a. am Donnerstag bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees auf Robben Island (Friedensnobelpreis, ick hör Dir trapsen) und natürlich bei der WM-Gruppenauslosung am Freitag, die ich sicher live mitbloggen werde. Ich hoffe, wir werden etwas Spaß haben.

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KGB-gate: Samaranch, more Russian olympic secret agents, IOC, FIFA and the Opus Dei

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Russisches Buchcover "Der KGB spielt Schach"

Die russische Ausgabe, Juri Felschtinski et al.: „KGB igrajet w schachmatui“

Die Geschichte von Juan Antonio Samaranch und dem KGB zieht ihre Kreise. „KGB plays chess“ ist derzeit das sportpolitische Top-Thema zwischen Vancouver, Madrid, Lausanne, London – und natürlich Moskau. Doch wenn ich es recht verstehe, muss Samaranch nicht viel befürchten, und die IOC-Führung kann sich weiter blöd stellen, das Prinzip der drei Affen vervollkommnen und die Öffentlichkeit für dumm verkaufen. Alles nur Gerüchte, wie mir IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams mitteilte?

Nothing but rumors? Not at all.

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Dagmar Freitag sagt: „Sportausschuss soll weiter öffentlich tagen“

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Hoppala! Frau Freitag! Das ist doch mal eine Initiative! Die bisherige Sportsprecherin der SPD-Bundestagsfraktion fordert von der Koalition, dass die Sitzungen des Bundestags-Sportausschusses, der wohl von 16 auf 18 Mitglieder erweitert wird, weiter öffentlich sein sollen. Der Hintergrund für diese Forderung liegt – Achtung, Selbstreferenz, sorry – nicht zuletzt in diesem Blog, in dem zuletzt immerhin […]

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Was vom Tage übrig bleibt (47): Koalitionsvertrag, Klaue, „Pechstein-Studie auf Staatskosten“

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Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen.

  • Das sagt der Koalitionsvertrag (Entwurfsversion) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport:

Seite 14:

Der Zugang von ausländischen Hochqualifizierten und Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhängenden, klaren, transparenten und gewichteten Kriterien wie beispielsweise Bedarf, Qualifizierung und Integrationsfähigkeiten gestaltet werden. Darüber hinaus werden wir Regelungen zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, Arbeitsplatzannahme für Studenten mit deutschem Hochschulabschluss, für Künstler und Sportler sowie für Saisonarbeitskräfte überprüfen und Vereinfachungen anstreben.

Seite 69:

Mit dem Programm „Integration durch Sport“ wollen wir besonders Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund ansprechen, um sie als Teilnehmer und auch Übungsleiter zu gewinnen.

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