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Peking, Tag 14

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10.45: Bin noch da. Aber heute keine Posts und kein Live-Blog vom Schwimmen. Treibe mich in der Mixed Zone rum. Gerade bei Britta Steffen. Jetzt mal die beiden Chinesinnen angucken, die gerade über 200 Schmetterling gewonnen haben. Und natürlich 100 Kraul.

Mir fällt auf, als ich gerade Bernard sehe und vorhin bei der Siegerehrung einen anderen Franzosen, der Dritter über 200 Brust wurde, dass die alle dieselbe Kopfform haben: Sehr schmal und viel zu klein im Vergleich zum mächtigen Körper, abstehende Ohren und unregelmäßigen Zahnstand mit relativ großen Lücken. Sind die alle miteinander verwandt?

10.50: Tut mir leid, das so zu formulieren: Aber, Scheiße, ausgerechnet das Monster gewinnt. Bernard. Ich glaube dem kein Wort.

11.25: Mixed Zone: Großer Jubel unter den Franzosen, unter Journalisten. Sie lieben ihren Koloss von Antibes. Sie sind Fans. Sie klatschen sich sogar gegenseitig ab, untereinander und mit Bernard.

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Peking, Tag 13

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09.26: Im Wasserwürfel. Werde zur Feier des Tages, der 10. und 11. Goldmedaille von Big M, mal den Live Blog probieren. Aber wahrscheinlich schläft in Deutschland noch jeder. Ist ja auch nicht mehr ganz so spannend bei den Schwimmern: Jedes Rennen ein Weltrekord. Wo ist da das Überraschende?

09.32: Kleiner Rückblick auf die Busfahrt ins MPC. Erstaunlich, dass ich nicht ständig Unfälle sehe. Denn rote Ampeln sind in China kein Hindernis. Selbst an größten Kreuzungen, wo sich fünfspurige Autobahnen begegnen, fährt man erst mal in die Mitte vor, um bei Rot zu schauen, was noch geht. Manche drehen auch mitten auf der Kreuzung um und kommen einem entgegen – nicht nur Fahrradfahrer. Aber sie kommen offenbar damit klar, die Chinesen. Undenkbar in Deutschland.

09.43: Aktualisierung von gestern – eine Liste bloggender Olympiareporter:

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Peking, Tag 12

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10.07: Da isser wieder. Noch ein paar Minuten Zeit bis zum neunten Olympiasieg. Die Mädels lassen es heute langsam angehen. Noch kein Weltrekord.

10.09: Habe den Statistik-Blackout von gestern noch in den Knochen. Schwer geschockt heute gleich mal verschlafen. Gewaltmarsch vom MPC zum Water Cube, schon sind die Klamotten durchfeuchtet. Aber was soll’s, es war ein Protokoll dieser Spiele versprochen worden mit allen Irrungen und Wirrungen.

10.14: Phelps im Wasser …

10.14: … 50 Meter – 14 Hundertstel unter WR …

10.15: … 100 Meter – 71 Hundertstel unter WR …

10.15: … 150 Meter – 89 Hundertstel drunter, zwei Längen Vorsprung …

10.16: … dass er Erster ist, muss man nicht erwähnen, oder? Die Zeit: 1:42,96. Weltrekord. Neunter Olympiasieg. 23. Weltrekord, aber ich übernehme für Statistik kein Gewähr mehr. Zähle gleich nochmal durch. Phelps muss sich sputen, denn er hat ja gleich ein Halbfinale. Er wird doch nicht wohl …

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Peking, Tag 11

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03.15: Nachtruhe. In ein paar Stunden geht’s weiter in diesem Theater – und ich schätze, die Weltrekorde werden wieder munter purzeln im Water Cube. So lange wünsche ich viel Vergnügen mit diesem Spielzeug vom Olympiasender.

09.53: Wenn mich nicht alles täuscht, war das Laura Bush, die mir gerade an einer Absperrung vor der Schwimmhalle aus einer schwarzen GM-Limousine zugewunken hat. Sie hat mich aber nicht gefragt, ob ich ein Autogramm haben will. Die Entourage, 13 schwere Jeeps und Limos (alle GM oder Ford), machte einen präsidiablen Eindruck. Vielleicht war es aber auch eine optische Täuschung.

10.08: Gerade eingeschneit im Water Cube. Völlig überraschend fällt in diesem Moment ein Weltrekord, na so was. Diesmal Kirsty Coventry (Simbabwe) über 100 Meter Rücken (58,77). Aber der wird nicht lange halten, morgen ist Finale.

10.20: Achtung, Phelps im Wasser und – nanu?! – kein Weltrekord. Nur Dritter im Freistil-Halbfinale (200). Vor Paul Biedermann.

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Peking, Tag 10

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02.12: Die Nachrichtenagenturen melden, Georgien wolle sein Team zurückziehen. Bei Reuters habe ich zuvor gelesen: The Georgian Olympic team urged the international community to help end the violence. „This deliberate strategy of aggression has grown into a full-scale military intervention involving all regions of Georgia,“ the athletes said in a statement. „Georgia calls upon the […]

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Peking, Tag 9

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00.56: Kleiner Nachtrag aus dem Olympiastadion. Der Kollege G und ich sind fast die letzten in der Arena. Die Volunteers packen zusammen. Aber es gibt noch Bier. Rückmarsch zum MPC. 02.05: Bus verpasst, der nächste fährt in einer Stunde. Also nochmal den Laptop rausgekramt. Und bei der Gelegenheit bemerkt, dass ich die so genannte IC […]

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Peking, die Eröffnungsfeier

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19.22: Jetzt wird’s wirklich peinlich, ich weiß: Habe auf dem Weg ins Stadion mal eben noch einen Freund gegrüßt. Sitze jetzt in Block 209, Reihe 12, Platz 11 – nur falls nachher jemand im Fernsehen nachsehen möchte. Jedenfalls, es gibt eine passable Lan-Verbindung. Ich kann ein bisschen mitbloggen und kommentieren. 34 Minuten und 3 Sekunden […]

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Peking, Tag 8

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02.58: Danke der Nachfrage: Der Internetzugang im Poly Plaza funktioniert wieder. Ist sogar schneller als im Pressezentrum. Herr Li hat ganze Arbeit geleistet. 03.38: Am Freitag mal Süddeutsche lesen (disclaimer: für die ich in Peking auch arbeite). Ich weiß, dass ist jetzt bestimmt verdammt meinungsführerisch, aber es gibt neue Fakten zum Siemens-Skandal: Fragwürdige Zahlungen sollen in […]

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Peking, Tag 7

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03.47: Ist doch wieder etwas später geworden. Aber ich lerne dazu: Wenn man erst am Morgen aus dem MPC verschwindet, klappt das auch mit den Taxis. In der sechsten Nacht steht zum ersten Mal ein Auto da und, welch Wunder, der Fahrer spricht sogar ein paar Brocken Englisch. 09.29: Am Sicherheitscheck des Hotels, der notwendig ist, um […]

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Peking, Tag 6

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09.15: Das RSS-Problem: Die Feeds funktionieren nicht mehr. Ich bin überfragt und habe auch keine Zeit, das zu lösen. Habe gestern schon am Feedburner geschraubt. Vergeblich. Tut mir leid. Wer lesen will, muss also direkt aufs Blog gehen.

Schwank, Nowitzki, Vesper

PK mit dem Fahnenträger in spe

11.13: Die Herren links und rechts heißen Bernhard Schwank und Michael Vesper. Schwank war mal NOK-Generalsekretär und ist heute DOSB-Leis­tungs­sport­direktor. Vesper war mal Politiker, ist es eigentlich immer noch, hat nur offenbar ein paar Grundsätzen abgeschworen, und fungiert jetzt als Ausputzer für das jüngste deutsche IOC-Mitglied als DOSB-Generaldirektor.

Habe ich jemanden vergessen? Den Herrn in der Mitte, klar: Dirk Nowitzki, Multimillionär und deutscher Fahnenträger am Freitag bei der Eröffnungsfeier. Ganz überraschend kam das nicht. Macht auch nichts, dass Vesper den Fahnenträger als „Gerd Nowitzki, äh Dirk Nowitzki“ vorstellte. Kann passieren in der Aufregung.

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Peking, Tag 5

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08.19: Das ging alles sehr schnell. Nur 15 Minuten vom Poly Plaza zum IOC-Hotel-Komplex, der aus dem Beijing Hotel, dem Grand Hotel Beijing und dem Raffles Hotel besteht. Die Security-Leute haben ihre Lektionen gelernt. Sehr nett und relaxt spulen sie ihr Programm ab, was immer mit einem maschinenartig vorgebrachten Dank endet: „Thank you for your […]

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Peking, Tag 4

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02.17: So, Freunde der Nacht. Seit einer Stunde kämpfe ich mit der Internetverbindung im Poly Plaza. Der Herr Li wird doch nicht wohl? Ich muss morgen mal mit ihm sprechen. Kein Lan, kein Wlan mehr auf dem Zimmer. Und unten in der Lobby, wo ich jetzt in kurzen Hosen im Durchzug sitze, wenigstens hin- und wieder […]

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