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KGB-gate: Samaranch, more Russian olympic secret agents, IOC, FIFA and the Opus Dei

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Russisches Buchcover "Der KGB spielt Schach"

Die russische Ausgabe, Juri Felschtinski et al.: „KGB igrajet w schachmatui“

Die Geschichte von Juan Antonio Samaranch und dem KGB zieht ihre Kreise. „KGB plays chess“ ist derzeit das sportpolitische Top-Thema zwischen Vancouver, Madrid, Lausanne, London – und natürlich Moskau. Doch wenn ich es recht verstehe, muss Samaranch nicht viel befürchten, und die IOC-Führung kann sich weiter blöd stellen, das Prinzip der drei Affen vervollkommnen und die Öffentlichkeit für dumm verkaufen. Alles nur Gerüchte, wie mir IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams mitteilte?

Nothing but rumors? Not at all.

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Was vom Tage übrig bleibt (47): Koalitionsvertrag, Klaue, „Pechstein-Studie auf Staatskosten“

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Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen.

  • Das sagt der Koalitionsvertrag (Entwurfsversion) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport:

Seite 14:

Der Zugang von ausländischen Hochqualifizierten und Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhängenden, klaren, transparenten und gewichteten Kriterien wie beispielsweise Bedarf, Qualifizierung und Integrationsfähigkeiten gestaltet werden. Darüber hinaus werden wir Regelungen zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, Arbeitsplatzannahme für Studenten mit deutschem Hochschulabschluss, für Künstler und Sportler sowie für Saisonarbeitskräfte überprüfen und Vereinfachungen anstreben.

Seite 69:

Mit dem Programm „Integration durch Sport“ wollen wir besonders Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund ansprechen, um sie als Teilnehmer und auch Übungsleiter zu gewinnen.

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Was vom Tage übrig bleibt (46): Jan Ullrich, Fuentes und 2219 Seiten BKA-Unterlagen

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Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass ... ULLRICH das Dopingsystem des ... Dr. FUENTES nutzte, ...

Screenshot ARD-Sportschau vom 18. Oktober 2009

Flink zwischendurch, bin mit anderen Themen beschäftigt: Ich weiß jetzt nicht, ob es immer noch jemanden gibt, der Jan Ullrich für einen Helden hält. Ist mir auch relativ egal. Als Lektüre aber sind die Berichte über Jan Ullrich, den Blutpantscher Eufemiano Fuentes und die 2219 Seiten, die das Bundeskriminalamt zusammen getragen hat, allemal zu empfehlen.

Exklusiv im Spiegel, gestern auch in der ARD-Sportschau (Video), heute Abend bei Sport Inside und anderswo. Nur auf Ulles Webseite fehlt noch eine Zusammenfassung der jüngsten Meldungen.

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Was vom Tage übrig bleibt (45): Play the Game, Simon-Dopingstudie, München 2018 & more

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Es ist (wie immer) einiges liegen geblieben in den vergangenen Wochen. Liegenbleiben als Dauerzustand, wer kommt schon damit nach, alles Lesenswerte zu verlinken. Also, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, Lesebefehle:

Frontpage Play the Game magazine 2009

Das Magazin der Play the Game Konferenz 2009 in Coventry ist da – kostet als gedrucktes Werk 10 Euro und ist online frei erhältlich. (Ohne dass ich damit eine Kostenlos-Debatte anstoßen will.) Es sieht wirklich sehr schön aus, mit Ausnahme des Fotos auf Seite 4 (bitte nicht erschrecken), und der Inhalt ist ohnehin hochwertig.

Zum wiederholten Mal und der Vollständigkeit halber alle Magazine der Konferenzen von Play the Game:

Es ist übrigens immer wieder erstaunlich und bizarr, wie aufmerksam die Granden im IOC, in der FIFA, in der FIVB und etlichen anderen Weltverbänden die Machenschaften von Play the Game (und der dort auftretenden Funktionäre und Journalisten) verfolgen. Man könnte auch sagen: Bei der Zielgruppe kommt’s an – und das zählt.

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Die Qual der Wahl oder: die Einheitsfraktion des Sports

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Moin. Zum Auftakt des Wahltages mal wieder Befindlichkeitsduselei. Eigentlich hatte ich vor Wochen vor, den Sportpolitikern des Bundestages ein Zeugnis auszustellen oder irgendetwas Originelles zu schreiben. Doch ganz ehrlich, nach all dem, was ich in letzter Zeit erlebt habe mit und in der „gemeinsamen Sportfraktion„, der „Familie des Sports“, war es mir, sagen wir: aus […]

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Der Sport braucht (wohl doch) eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur (WACA)

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Oops, kommt etwa Bewegung in die Korruptionsbekämpfung? Die European Sports Security Association (ESSA) – wenn ich es recht verstehe: eine von Sportwettenanbietern betriebene Non-Profit-Organisation (geht das?) – fordert eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur im Sport.

Spontan sage ich: Gute Idee, so eine World-Anti-Corruption-Agency (WACA). Hatte ich auch schon :)

Jedenfalls, die ESSA, bereits im Gespräch mit etlichen Sportverbänden, teilt mit:

URGENT NEED FOR GLOBAL BODY TO TACKLE SPORTS CORRUPTION

The European Sports Security Association calls for a robust and independent global sports anti-corruption body

The European Sports Security Association (ESSA) today called for the establishment of a robust and independent global body able to hand down tough penalties and sanctions that will act as effective disincentives in tackling corruption in sport. (…)

In der vergangenen Woche hatte Transparency International (TI) ein Arbeitspapier zur Korruption im Sport vorgelegt, das weit hinter dieser WACA-Forderung zurückbleibt. Schade eigentlich.

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Was vom Tage übrig bleibt (44): Caster Semenya oder „I think it would be the third world war“

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Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat nichts gelernt. Zwar gibt sich die IAAF im aktuellen Statement on Caster Semenya zurückhaltend, aber Jacquelin Magnay vom Sydney Morning Herald berichtete bereits:

THE world champion 800m runner Caster Semenya has been revealed to have male and female sexual organs, posing an ethical and political quandary for the sport’s ruling body, the International Association of Athletics Federations, and her home nation, South Africa.

Gerade schreibt Magnay, deren Texte ich nicht zum ersten Mal empfehle: „Spare a thought for Semenya, an innocent party in a global debate“.

Dass Semenya physiologisch gesehen ein Hermaphrodit sein könnte, hat die IAAF nicht dementiert, aber ganz offensichtlich durchsickern lassen. Das ist die Potenzierung des während der WM-Tage von Berlin von den Funktionären bedauerten Skandals. Die 18-Jährige bleibt Objekt einer demütigenden Debatte.

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Was vom Tage übrig bleibt (43): München 2018 wirbt mit hoch dekoriertem Anabolika-Doper

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Einige Lesebefehle, querbeet:

Habe ich während und kurz nach der Leichtathletik-WM verpasst, zum Thema Kommunikationsherrschaft & more:

Ein JAKO-Nachtrag:

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Was vom Tage übrig bleibt (41): „Dream Chasers“

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„Samaranch must resign“ fordert die Initiative Democracy and Dignity in Sport – wer mag, kann die Initiative mit seiner Stimme unterstützen.

The olympic movement cannot honour Falangists - Samaranch must resign

Juan Antonio in bester Gesellschaft beim halbseitigen ‚Armkrafttraining‘ — Screenshot ‚Democracy and Dignity in Sport‘

Reckt er nicht vorbildlich seinen rechten Arm zum Gruß, der Falangist Juan Antonio Samaranch? Der Senior ist inzwischen stolze 88 Jahre alt, war kürzlich bei der Leichtathletik-WM Stammgast im Berliner Olympiastadion und werkelt munter für die Olympiabewerbung Madrids, auch wenn sein Filius anderes erzählt.

Lasse sich nur niemand von gelegentlichen Äußerungen täuschen, das Foto sei „gerade aufgetaucht“. Andrew Jennings, der Anfang der 1990er Jahre gemeinsam mit katalanischen Gefährten in Barcelonas Archiven schon andere Fotos ausgegraben hat, veröffentlichte das Bild vor einem Jahr kurz vor den Olympischen Spielen in Peking – verbunden mit der rhetorischen Frage:

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Was vom Tage übrig bleibt (40): der Kampf um die Deutungshoheit

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Um das auch mal zu sagen: Ich denke, dass ich in meinem Bericht in der Berliner Zeitung („Stempel auf der Stirn“) über die als Pressekonferenz getarnte PR-Nummer des Pechstein-Lagers ziemlich viele Argumente vermittelt habe, die dem Duo Grengel/Bergmann gefallen sollten. Zumal: Hier lässt sich sogar noch die Argumentationshilfe der Anwälte nachlesen, andere Beispiele ließen sich […]

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Was vom Tage übrig bleibt (39): Whistleblower diesseits und jenseits des Teiches

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Einige Lesebefehle. Zunächst Fachliteratur von und mit Volksvertretern des Deutschen Bundestages:

Korruption & more:

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Was vom Tage übrig bleibt (38): Möchtegern-Dopingjäger jagt „Claudias Boyfriend“

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Während die wegen dringenden Blutdopingverdachts gesperrte deutsche Rekord-Winterolympionikin Claudia Pechstein auf ihrer Webseite weiter – Achtung, Kommentar – Unsinn verbreitet und über „Möchtegern-Dopingjäger“ unter den Journalisten schimpft, wird der Fall spannender.

Mit den Elaboraten der Dame, die wohl eher von ihren Beratern fabriziert werden (die gern auch bei den vielen Interviews dabei sind und korrigierend eingreifen), will ich mich gar nicht weiter befassen. Kann jeder nachlesen. Viel interessanter ist, was einer dieser „Möchtegern-Dopingjäger“ gestern in der Süddeutschen Zeitung schreibt.

Lesebefehl:

Der „Möchtegern-Dopingjäger“ Thomas Kistner, der mir nicht ganz unbekannt ist, erzählt eine spannende Geschichte, die sich am 17. Juli 2009 in Hamar zugetragen hat, dort wo Claudia Pechstein 1994 Olympiasiegerin geworden war und im Februar 2009 nach wiederholt extrem erhöhten Retikulozytenwerten ihren vorerst letzten Wettkampf absolvierte:

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