play the game

Play the Game 2013 und die Arbeit am IOC-Ebook

AARHUS. Luft holen vor dem Endspurt: Bis Freitag bin ich bei der Play the Game Konferenz in Aarhus, die vor zweieinhalb Stunden begonnen hat. Habe die Ehre, drei Workshops („Investigative corner“) zu leiten, in denen Laura Robinson, Bonita Mersiades, Grit Hartmann, Declan Hill, Andrew Jennings, James Corbett und Lars Andersson ihre Recherchen und Projekte vorstellen und Handwerkliches diskutieren.

Danach wird Tag und Nacht weiter geschrieben, habe mir vorgenommen, das IOC-Buch am 11. November um 11 Uhr 11 zu veröffentlichen. Kein Witz.

Play the Game wird mich wie immer – sorry, großes Wort – inspirieren und meine Arbeit beflügeln. Wenn es nicht wieder einen gesundheitlichen Rückschlag gibt, sollte das zu schaffen sein. Wird aber auch Zeit.

(Hatte heute morgen um 7 Uhr einen wunderbaren Termin beim Geheim­tipp Niels-Jørn Hjermind in Mårslet. Das war bitter nötig und eine perfekte Ergänzung zu meinem Heilpraktiker daheim. Ich hoffe, es geht nun aufwärts. Niels-Jørn hat mit der ihm eigenen Robustheit einiges gerade gerückt, Schmerzen mit Schmerzen bekämpft und mir wichtige Hinweise gegeben. Er glaubt, wenn ich mir Mühe gebe, könnte ich meine Schiefstellungen, die immer wieder auf den Ischias drücken, bis 2020 gerichtet haben. Nur noch sieben Jahre!)

Ich werde nebenher täglich einen Blogeintrag zu Play the Game veröffentlichen. Zur Offenlegung gehört: Auch diesmal, zum vierten Mal, bin ich ehrenamtliches Mitglied der Programmkommission.

Masters of the IOC universe: Putin, Gazprom, oligarchs and sheikhs

The so-called Olympic movement has showed a surprisingly strong interest in the first part of the report on the presidential race in the International Olympic Committee (IOC). The acronym ABB seems to have electrified people. It stands for “Anyone But Bach” – referring to the clear favorite among the six contenders for the IOC Presidency, the German Thomas Bach.
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On April 21st this year, most senior IOC officials met in Tianjin, northern part of China. On this day, the „Juan Antonio Samaranch Memorial Museum“ was opened, planned by the architect Ching-Kuo Wuo (Taiwan), another one of the six presidential candidates. At this occasion a conspiratorial-sounding abbreviation was used for the first time. ABT: „Anything but Thomas“. Sometime in May it changed to ABB.

Of course, the five challengers of Thomas Bach discreetly promote the ABB story among their peers. But one of them, Ser Miang Ng from Singapore, currently thought to be number two or three in the presidential race, now argues more offensively with a historical fact:

There have been eight presidents in IOC history. Seven from Europe, one from the U.S. – but none from the biggest and most populous continent. None from Asia.

So perhaps the ABB will be replaced by an ABE: From anywhere but Europe?

Withering whispers of IOC members: ABB. Anything But Bach?

First of all. What one of my readers recommended:

… says Michael R. Payne, longtime IOC marketing director, „father of olympic branding“.

Here’s the analysis, written for my friends at Play the Game, sometimes off base :), but widely independent from spin doctors.

* * *

[caption id="attachment_16086" align="aligncenter" width="1536"]IOC headquarter, Lausanne IOC headquarter, Lausanne[/caption]

The Catholic Church has had eleven popes since 1894. The International Olympic Committee (IOC) had just eight presidents since its birth in 1894.

Eleven popes. Eight IOC presidents. In 119 years.

That says a lot about continuity in the so-called Olympic family.

Elections do not take place very often in the IOC. But this year, on 10 September at the 125th IOC Session in Buenos Aires, the successor to the incumbent Belgian Jacques Rogge (71) will be elected. The members have the choice, in the true sense of the word choice. It’s about the most important post of world sport. Six men want the power and want to be the ninth president in the history of the IOC. Of course the IOC is far from ready for a female president.

The six aspirants for the crown all have an extended background in sports administration. Some of them are very rich. Three of them have been Olympic athletes. With Bach and Bubka there are two Olympic champions among the candidates.

In the official Olympic language it has been said that all of them are strong candidates.

But in reality: some are stronger than others.

In June 2013 there is one frontrunner, one favourite.

#London2012 (XXVII): @Witzbolt, Jogging-Gate VI

LONDON. Wie viele Weltrekorde des Witzboltes habe ich schon live erlebt? Ich glaube … alle. [Nein, nicht den ersten in NYC.]

Also mache ich flink mal rüber ins Olympic Stadium. Bis gleich in diesem Theater.

Ach, was sage ich da. Bekomme gerade Post aus Dänemark, einem dieser merkwürdig transparenten Demokratien, also keine Bananenrepublik wie Deutschland.

Mein Freund Henrik Brandt schreibt zu diesem Beitrag von vorhin:

Hilfe für Salz in die Wunde:

Alles Öffentlich nach der Öffentlichkeitsgesetz:

unter jeder Verband findest du die sogenannte Disziplinanalysen wo die Stärken und  Schwächen jeder Verband analysiert werden. Auf dieser Grundlage beschliesst der Aufsichtsrat (nach Einstellung von Team Danmarks Vorstand) die genaue finanzielle Unerstützung jeder Verband für die kommenden Jahren.

Ob das alles von der Presse kritisch benutzt (oder gelesen) werde? Kaum.

Ob das alles ein Problem ist in internationaler Konkurrenz? Ich glaube nicht, es geht ganz gut. Noch nie war Team DK so Erfolgreich (beste Ergebnis – auch in der Tiefe seit 1948)

20.15 Uhr: Stimmt das etwa, habe ich auf dem Weg hierher einen Weltrekord verpasst? Rudisha, 800?

Gerade die Slomo gesehen. Herausragende Hebelverhältnisse. Hat der geatmet? Gekeucht? @RudishaDavid

Obwohl, viel hätte ich nicht gesehen, am Platz. Denn ist ist doch wieder sehr voll, wenn der Witzbolt angekündigt ist:

Ihr sagt mir bitte, was da unten passiert, okay?

20.23: Vollprofi, der ich bin, habe ich heute, am viertletzten Tag, auch mitbekommen, dass die 180 Pfund, die ich für das Internetpackage bezahlt habe, auch einen Online-Zugang zum kompletten Infosystem beinhalten. Der funktioniert sogar.

Play the Game 2011, Tag 2 und 3

[caption width="640" align="aligncenter"]Mario Goijman, Lasana Liburd - Play the Game 2011 in Köln Mario Goijman (Volleygate) & Lasana Liburd – auf der ‚Play the Game‘ 2011 in Köln. / (cc-by-sa) Tine Harden/PtG[/caption]

Wird doch nichts mit einem Live-Blog aus Köln. Too much work. Und zu viele Gespräche, die für den Moment wichtiger sind als eine live-Berieselung. Die Berichterstattung über diverse Vorträge, Diskussionen und Workshops ist online aber schon relativ umfangreich. Zudem werden die Dokumente teilweise live ins Netz gestellt. Wer sich dafür interessiert, kann sich problemlos in den Informationsfluss begeben.

Einige Empfehlungen:

Play the Game 2011, Tag 1

Die Konferenz Play the Game ist eröffnet. Über einige Highlights werde ich bis Donnerstag berichten und bin selbst in einigen Sessions eingebunden. Teilweise werden die Veranstaltungen live übertragen. Zum Beispiel diese …

[Den Livestream habe ich nach oben über die Artikelspalte versetzt.]

… und auch am Nachmittag, u.a. die Rede von Dick Pound, die inhaltlich hochwertigste, die ein IOC-Mitglied dieses Kalibers je zum Thema Korruption im Sport gehalten hat.

14.16 Uhr: Eben haben wir noch lange beim Frühstück gesessen, nun hat er seinen ersten Auftritt in Köln: James Dorsey, dessen Blog The Turbulent World of Middle East Soccer ich wärmstens zur Dauer-Lektüre empfehle befehle.

15.28 Uhr: Großartiger Vortrag von Hans Bruyninckx, Universität Leuven. Kritisch, witzig, sarkastisch. Mehr dazu später.

In der Parallelgesellschaft Sport ist Verbrechen nicht Verbrechen, Korruption nicht Korruption, Doping nicht Doping … da gelten andere Regeln …

The sports world with its isolated activities is convinced of its own exceptionalism.

15.30 Uhr: Nun die Rede von Dick Pound.

FIFA-corruption: Richard Pound demands investigative commission and law enforcement assistance

Ein Mann, ein Wort. Ich habe Richard Pound gefragt, ob die Korruption im Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA und bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 nicht endlich durch eine internationale Untersuchungskommission aufgearbeitet werden müssen.

Natürlich, sagt Dick Pound:

Well, if I wanted to do a serious and credible job, I would be sure to have at least some non-FIFA people on the commission. I would also ask for some law enforcement assistance.

I would also make the terms of reference public, to demonstrate that I was serious. I would also set up a mechanism to permit anyone with knowledge to provide it, even on anonymous basis, if necessary.

Samaranch chaired our Reform Commission, but did not sit on my ad hoc Investigation Commission. If I were Blatter, I would do the same. We also had outsiders on that Reform Commission, in addition to IF and NOC representatives, so it might be wise to have some NFs on the FIFA Commission.

Pablo Vignone, Ezequiel Fernández Moores; 'Blue Lagoon', Island 2007

Buchen! Festival for sports democracy: Play the Game 2011

Da haben sie im letzten Newsletter eine feine Formulierung gefunden für die 7. Auflage der Konferenz Play the Game, die nach Stationen in Dänemark, Island und England zum ersten Mal in Deutschland stattfinden wird:

Festival for sports democracy

… vom 3. bis 6. Oktober an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Ich kann Journalisten und allen an Sportpolitik Interessierten die Teilnahme an der Konferenz nur wärmstens empfehlen.

Für mich ist Play the Game, initiiert und mit beispiellosem Engagement immer wieder vorangetrieben von Jens Sejer Andersen, die wichtigste Initiative, Kontaktbörse, Weiterbildungsveranstaltung meines journalistischen Lebens. Ich habe Play the Game viel zu verdanken: Freunde, Wissen, Spaß, Energie, Begeisterung, ein Netzwerk Gleichgesinnter, mitunter einen Auftrag. Ich weiß, dass es anderen ähnlich geht.

Play the Game ist mehr als etwas, was Jens Sejer Andersen mal Kommunikationskonferenz, mal ‚home for the homeless questions in sport‘ oder diesmal eben ‚festival for sports democracy‘ nennt. Man muss sich drauf einlassen.

Eines ist gewiss: wer gibt, der bekommt auch etwas zurück.