[ Tag leichtathletik5]

Leichtathletik-WM, Tag 2: Neun. Komma. Fünf. Acht.

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10.02 Uhr: Freunde der Nacht, ich bin im Dienst. Schon eine Weile. Kann eigentlich die Einleitung von gestern wiederholen, ausnahmsweise:

Traumhafte Anfahrt von meinem Refugium durch die leeren Straßen von Berlin bis nah ans Stadion. Parkverbot. Hoffentlich liest die Polizei nicht mit.

Sehr lobenswert: Kein Sicherheitscheck am Presse-Eingang, kein Scanner. Mag sein, dass die Maschine erst geliefert werden muss. Kann auch sein, dass die Sicherheitsüberprüfungen der Straf­verfol­gungs­behörden erfolgreich waren. Ich bin kein Terrorist! Ich bin keine Gefahr!

Das Wetter ist auch wunderbar. Die kostenlose LAN-Verbindung (bravo, BOC) funktioniert problemlos auf beiden Laptops.

WLAN gibt es übrigens auch umsonst – nicht zu skandalösen Preisen wie bei der Fußball-WM. Nur mit Youtobe, Twitter und Facebook habe ich Probleme.

10.35 Uhr: Ich finde, TobiasL hat den ersten Tag sehr schön zusammengefasst. Zur Kritik an der ARD-Übertragung, die gestern ausführlich geäußert wurde, kann ich nichts sagen. Mal sehen, ob ich mein Laptop-DVB heute in den Griff bekomme, um mir ein Bild zu machen. Habe gerade mit BOC-Chef Frank Hensel über die Zuschauerzahlen gesprochen und biete meinen Kunden ein Interview dazu an. Muss hier also noch eine Weile dazu schweigen, hoffe auf Verständnis, kann nicht alles gleich ausgeplaudert werden :)

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Leichtathletik-WM, Tag 1: Wie voll ist ein halbleeres Stadion?

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ziemlich leere Tribüne 1

Zur Einstimmung: Nahaufnahme Gegengerade

9.02 Uhr: Freunde der Nacht, ich bin im Dienst. Dieser Morgen wird sich allerdings kaum wiederholen. Traumhafte Anfahrt von meinem Refugium durch die leeren Straßen von Berlin bis nah ans Stadion. Parkverbot. Hoffentlich liest die Polizei nicht mit. Sehr lobenswert: Kein Sicherheitscheck am Presse-Eingang, kein Scanner. Mag sein, dass die Maschine erst geliefert werden muss. Kann auch sein, dass die Sicherheitsüberprüfungen der Strafverfolgungsbehörden erfolgreich waren. Ich bin kein Terrorist! Ich bin keine Gefahr! Das Wetter ist auch wunderbar. Die kostenlose LAN-Verbindung (bravo, BOC) funktioniert problemlos auf beiden Laptops.

Das ist doch ein akzeptabler Anfang.

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Diack macht ernst: IAAF-Präsident bis ins neunte Lebensjahrzehnt

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Coe, Diack, Bubka

Es gibt Momente im Leben, die sollte man einfach beschreiben. Sportpolitik wird selten so lebendig und nachvollziehbar, wie am Freitagmittag im Hotel Interconti in Berlin. Vor allem spielt sich Sportpolitik selten so öffentlich ab.

In den Hauptrollen: Lamine Diack, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF), Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), sowie zwei hochdekorierte Olym­pia­sieger und Multifunktionäre – Sebastian Newbold Coe und Sergej Nasarowitsch Bubka. Coe und Bubka bemühen sich seit Jahren um die Rolle des Kronprinzen in der IAAF, die noch einflussreichere Positionen verheißt – zum Beispiel im IOC.

Am Tag vor Weltmeisterschaften in der olympischen Kernsportart treffen sich traditionell die Vorstände von IAAF und IOC. Das ist in Berlin nicht anders.

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Wie die Leichtathletik-WM nach Berlin kam

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Jubel bei Schily, Wowi & Co.

Happy End in Helsinki, Dezember 2004 — WM-Sieg für Berlin!

So war das damals, am 4. Dezember 2004, als das IAAF-Council die Leichtathletik-WM 2009 an Berlin vergab. Da freuten sich Otto Schily, Clemens Prokop, Klaus Wowereit, Klaus Böger, Dagmar Freitag und einige andere der üblichen Verdächtigen.

Der Weg zur WM war steinig und lang. Er war, nicht nur gelegentlich, kurios. Und oft genug auch aufregend. Ich habe mal eine kleine Chronik zusammengestellt, wie Berlin an diese WM kam. Es ist wirklich nur eine Andeutung der vielen Geschichten. Aus Zeitgründen kann ich kaum etwas verlinken. Ich habe selbst viel dazu in der Berliner Zeitung geschrieben, etliche Textpassagen finden sich in der Chronik.

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Dopingkontrollen in der Leichtathletik

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Es folgt der nächste Teil des Transparenztests “Dopingkontrollen in einer olympischen Kernsportart”. Analog zu den Beiträgen: Dopingkontrollen im Schwimmen und Dopingkontrollen bei deutschen Schwimmern in denen ich die Angaben der WADA, der NADA, des Weltverbandes FINA und des nationalen Verbandes DSV ausgewertet habe, folgt nun die Auswertung des Zahlenwerks der WADA, der NADA, des Weltverbandes […]

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Programmhinweis: Leichtathletik-WM

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08.46 Uhr: Irgendwann heute Nachmittag (nein: eigentlich in diesem Moment) beginnt die Berichterstattung zur Leichtathletik-WM in Berlin. Ich werde bis zum Nachklapp am 24. August versuchen, wie vor einem Jahr während der Olympischen Sommerspiele in Peking, möglichst viel mitzubloggen, oft auch live, und einen Mix aus aktuellen Notizen, Hintergründen, journalistischem Alltag mit Irrungen und Wirrungen, Dokumenten, Beobachtungen und natürlich sportpolitischen Geschichten anzubieten.

Es wird wie immer ein Spagat, zumal ich in der Pflicht stehe, während der WM mein Geschäftskonto zu pflegen – ich werde also für verschiedene Medien produzieren. Der Aufwand für das Blog, der oft genug volle Arbeitstage überschreitet, wird derzeit nur mit Lob und Tadel und mich bereichernde Diskussionen honoriert. Das ist auch ganz schön, das ist sogar wunderbar, begleicht aber nicht meine Rechnungen.

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taz verzichtet auf Berichterstattung von der Leichtathletik-WM

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Die Berliner Tageszeitung verzichtet aus Protest gegen das Akkreditierungsprocedere auf eine Berichterstattung von der Leichtathletik-WM, die kommende Woche in Berlin beginnt. Die Geschichte in eigener Sache wird als Politikschwerpunkt der taz verkauft: “taz sagt WM-Teilnahme ab” (dort steht noch “Leitathletik-WM, aber das lässt sich korrigieren). Die Kurzfassung: taz bleibt draußen Die Sportredakteure der taz, Andreas […]

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Robert Harting macht sich Gedanken …

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Komme gerade vom Workshop der NADA, sitze noch in Köln auf dem Flughafen, da lese ich, dass Robert “Shaggy” Harting, Diskuswerfer und Kampfrichter aus dem WM-Werbe-Video, in einem Interview mit Christian Rotter vom Mannheimer Morgen laut nachgedacht hat. Die Passage, die derzeit Schlagzeilen macht:

Sie haben Ihre eigene Homepage zur “dopingfreien” Zone erklärt – wie wichtig ist Ihnen der offene Umgang mit diesem heiklen Thema?

Harting: Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen. Sport und Doping gehören leider so zusammen wie Henne und Ei. Wenn gedopt wird, stellt das den Sport in den Hintergrund – und zwar zurecht. Man darf zwar keinen Generalverdacht aussprechen. Aber das Problem ist, dass Sportler wie ich, die einen Riesenverschleiß am eigenen Körper erzeugen, weil sie nicht dopen, um den Lohn für ihre ehrliche Arbeit gebracht werden.

Verzweifeln Sie manchmal?

Harting: Wo Geld ist, wird gedopt. Eigentlich ist es sinnlos, gegen diese Tatsache anzukämpfen. In der Formel 1 wird auch getunt, um die Boliden weiterzuentwickeln und die Zeiten zu verbessern – und dort ist das erlaubt. Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre, Doping in irgendeiner Form zu erlauben, so knallhart sich das auch anhören mag. Dann würde sich zumindest niemand mehr darüber aufregen.

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