[ Schlagwort korruption28]

„Köpfe werden rollen“

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Beim Schmökern fand ich gerade dieses hochinteressante Interview mit dem Schweizer Kantonsrat Roland Rino Büchel zum ISL-Prozess. Er sagt: Dieser Prozess wird die internationale Welt der Sportfunktionäre und der Verbände heftiger durchschütteln als alle bisherigen Affären zusammen. Köpfe werden rollen. Einer nach dem anderen. Denn – und ich wiederhole mich: Jean-Marie Weber und Sepp Blatter […]

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Der Präsident sagt …

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… er wisse von nichts, habe nie von etwas gehört, sehe sich nicht zuständig, ist nicht angeklagt und überhaupt. Jedenfalls, ich habe Joseph Blatter gestern in Zürich die wichtigsten Punkte zum ISL-Komplex abgefragt (nicht zum ersten Mal) – und ich habe den Fifa-Präsidenten selten so unsicher retournieren sehen. Erstaunlich, dass er den Blicken des Fragestellers sogar […]

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Zug: der Gerichtssaal

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Ich bitte um Verzeihung, kein besseres Video bieten zu können, nur ein paar Frames. Gerichtsgebäude oder Polizeigebäude, wie in Zug, sind ja nie für die Öffentlichkeit konstruiert. Schon gar nicht an diesem Ort, dem sonst so verschwiegenen Steuerparadies. Immerhin teilte das Strafgericht mit: Dem Ersuchen einzelner Medienvertreter, den unbelegten Gerichtssaal zu filmen oder fotografieren zu können, […]

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Zahl des Tages: 138

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Nur mal schon als Vorabmeldung, weil es so erstaunlich ist und die deutschen Nachrichtenagenturen offensichtlich nicht gedenken, darüber zu berichten, jedenfalls habe ich bislang nichts gesehen. Also: Wir haben heute in Zug beim Strafprozess gegen ISL/ISMM-Manager einen historischen Moment erlebt. Die Dimension des olympischen Betruges wird etwas deutlicher: Wenn man alles zusammen rechnet, soll allein die […]

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Zug: Das Vorspiel

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Um 7.09 Uhr geht es mit dem Expresszug von Zürich Hauptbahnhof nach Zug, wo um 9 Uhr der Strafprozess gegen sechs ehemalige ISL-Manager beginnt. Unabhängig davon, ob vielleicht doch keiner der Angeklagten eine Zuchthausstrafe antreten muss, unabhängig davon, ob die Vorwürfe, dem Fußball-Weltverband Fifa etliche Dutzend Millionen Schweizer Franken aus einem Fernsehvertrag mit Globo TV unterschlagen […]

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Der Himmel über Zug …

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… sieht im Moment so aus. Ich war vergangene Woche schon mal vor Ort, um mich einzustimmen auf einen hochinteressanten Korruptionsprozess, der kommenden Dienstag, um 9.00 Uhr, am Strafgericht des Kantons Zug beginnt. Darüber gibt es einiges zu berichten. Immerhin drohen einigen Managern Zuchthausstrafen, wie es in der Schweiz so hübsch heißt. Zur Einstimmung noch ein […]

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Nachtrag ISL-Komplex

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Lese-Empfehlung: In der Zürcher Sonntagszeitung hat sich heute der von mir sehr geschätzte Kollege Jean-François Tanda geäußert und nennt einige pikante Details zum Strafprozess gegen ISL-Manager. Der Artikel ist online leider nicht frei verfügbar, lohnt sich aber, für ein paar Franken zu lesen. Im Deutschlandfunk habe ich zum ISL-Komplex ein paar Worte sagen dürfen: Hören!

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Der ISL-Komplex

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Nur mal so, damit es nicht in Vergessenheit gerät, das wäre schade: Man hatte ja kaum noch damit rechnen wollen, doch am 11. März 2008 ist es nun so weit. Vor dem Strafgericht des Kantons Zug beginnt tatsächlich der Prozess gegen sechs ehemalige Manager des konkursiten Marketinggiganten ISL/ISMM. Den Managern drohen langjährige Zuchthausstrafen. Es könnte […]

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Bernd-Uwe Hildebrandt

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Kollegenlob muss auch mal sein. Die bisher beste Geschichte über den Magdeburger Kriminalfall Bernd-Uwe Hildebrandt, einen einfallsreichen Multifunktionär, steht heute in der Süddeutschen Zeitung. Claudio Catuogno berichtet über den „König der Fördertöpfe“, also über Schülertransporte für tote Wildschweine, über zigarrenverschlingende Athleten und einen Mann, der mitunter in zehn Funktionen gleichzeitig verhandelt – mit sich selbst, versteht sich. […]

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Richard Pound

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Ich gebe ja zu, Richard Pound, scheidender Präsident der Weltantidopingagentur (Wada), ist so etwas wie mein Lieblings-Sportfunktionär. Gerade habe ich eine kleine Hymne („Schöpfer im Chaos“) auf seine Arbeit als Wada-Chef verfasst, die ich wirklich sehr erstaunlich finde. Die Arbeit natürlich, nicht die schnell runter geschriebene Hymne. Manch einen wird derartige Schwärmerei erstaunen, weil ich […]

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Play the Game

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Islands Präsident Ólafur Ragnar Grímson hat am Sonntag in Reykjavik die Weltkonferenz Play the Game eröffnet. Play the Game – Motto: „home for the homeless questions in sport“ – wurde vom dänischen Journalisten Jens Sejer Andersen initiiert und findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt, erstmals außerhalb Dänemarks. Traditionell werden bei Play the Game […]

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Die Botschaft der Blockabstimmung

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Es war die siebte IOC-Vollversammlung, die Jacques Rogge als Präsident leitete, und es war für ihn persönlich die erfolgreichste. Er hat in der vergangenen Woche in Guatemala seine Idee der Olympischen Jugendspiele durchgepeitscht, er hat 27 IOC-Mitglieder problemlos im Amt bestätigt, vier neue Mitglieder ins Gremium lanciert, seinem Exekutivkomitee nie da gewesene Vollmachten für das Olympische Programm zugeschustert, und am letzten Tag durfte er sich auch noch über die Wahl seines Vertrauten Gerhard Heiberg (Norwegen) ins IOC-Exekutivkomitee freuen. Immerhin besiegte Heiberg mit 49:22 Stimmen sehr deutlich Juan Antonio Samaranch Junior, dessen Vater wenige Tage zuvor die Wahl von Sotschi gedeichselt hatte. Insofern könnte man den Belgier Rogge zum Sieger von Guatemala erklären.

Doch so einfach ist das gar nicht, denn gleichzeitig hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Doch der Reihe nach. Natürlich war die Vergabe der Winterspiele 2014 an Sotschi das dominierende Ereignis der 119. IOC-Session. Das IOC hat sich kaufen lassen von einer Allianz aus Wirtschaftsgiganten und hochrangigen Politikern. Rogge will das natürlich nicht zugeben, weshalb er, statt wie gewohnt klar und deutlich zu argumentieren, einen verbalen Eiertanz aufführte. So sprach er in seinem Resümee der Tagungswoche von Guatemala beispielsweise darüber, dass das IOC überprüfen wolle, ob die Anwesenheit von Staats- und Regierungschefs bei der Olympiavergabe in Zukunft erwünscht sei – zuletzt hatten Tony Blair (London 2012) und Wladimir Putin (Sotschi 2014) Olympiasiege errungen. „Das kann Vor- und Nachteile haben“, sagte Rogge.

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