[ Schlagwort journalismus18]

Die Barrieren des Jürgen Emig

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Mehr als drei Jahre hat es gedauert von der fristlosen Entlassung von Dr. Jürgen Emig bis zu seiner Verurteilung heute morgen am Landgericht Frankfurt am Main. Emig, langjähriger Sportchef des Hessischen Rundfunks, wurde wegen Untreue und Bestechlichkeit zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Fünf Monate dieser Strafe werden als verbüßt anerkannt […]

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Play the Game 2009

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Die sechste Auflage der vom dänischen Journalisten Jens Sejer Andersen initiierten Kommunikationskonferenz Play the Game findet vom 15. bis 19. Juni vom 8. bis 12. Juni 2009 in Coventry statt. Play the Game – Motto: home for the homeless questions in sport – ist ein Unikum in diesem Business und hat mich zur Gründung des sportnetzwerks, nun […]

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„some elements of answer“

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Ich habe mich mal wieder verzählt und gelobe Besserung. Wenn ich es nun also richtig überprüft habe, und etliche Gesprächspartner bestärken mich in dieser Behauptung, dann sind in Peking bei den Sommerspielen bisher neun Sportler und sechs Gäule erwischt worden. So sieht das aus, alle Angaben ohne Gewähr:

Sportler, bestätigt

  1. Maria Isabel Moreno (Spanien) Radsport (Epo)
  2. Kim Jong-Su (Nordkorea) Schießen (Betablocker), Silber freie Pistole, Bronze Luftpistole
  3. Do Thi Ngan Thuong (Vietnam) Turnen (Diuretikum)
  4. Fani Halkia (Griechenland) Leichtathletik (Methyltrienolon)
  5. Ludmilla Blonska (Ukraine) Leichtathletik (Methyltestosteron), Silber im Siebenkampf
  6. Igor Rasoronow (Ukraine) Gewichtheben (Nandrolon)

Sportler, unbestätigt bzw. noch ohne Urteil der Disziplinarkommission
(Nachtrag am 11. Dezember: Diese Fälle wurden heute vom IOC-Exekutivkomitee entschieden)

  1. Wadim Dewjatowski (Weißrussland) Leichtathletik (Testosteron), Silber im Hammerwerfen
  2. Iwan Tichon (Weißrussland) Leichtathletik (Testosteron), Bronze im Hammerwerfen
  3. Adam Seroczynski (Polen), Kanurennsport (Clenbuterol)

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Peking, Tag 14

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10.45: Bin noch da. Aber heute keine Posts und kein Live-Blog vom Schwimmen. Treibe mich in der Mixed Zone rum. Gerade bei Britta Steffen. Jetzt mal die beiden Chinesinnen angucken, die gerade über 200 Schmetterling gewonnen haben. Und natürlich 100 Kraul.

Mir fällt auf, als ich gerade Bernard sehe und vorhin bei der Siegerehrung einen anderen Franzosen, der Dritter über 200 Brust wurde, dass die alle dieselbe Kopfform haben: Sehr schmal und viel zu klein im Vergleich zum mächtigen Körper, abstehende Ohren und unregelmäßigen Zahnstand mit relativ großen Lücken. Sind die alle miteinander verwandt?

10.50: Tut mir leid, das so zu formulieren: Aber, Scheiße, ausgerechnet das Monster gewinnt. Bernard. Ich glaube dem kein Wort.

11.25: Mixed Zone: Großer Jubel unter den Franzosen, unter Journalisten. Sie lieben ihren Koloss von Antibes. Sie sind Fans. Sie klatschen sich sogar gegenseitig ab, untereinander und mit Bernard.

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Peking, Tag 13

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09.26: Im Wasserwürfel. Werde zur Feier des Tages, der 10. und 11. Goldmedaille von Big M, mal den Live Blog probieren. Aber wahrscheinlich schläft in Deutschland noch jeder. Ist ja auch nicht mehr ganz so spannend bei den Schwimmern: Jedes Rennen ein Weltrekord. Wo ist da das Überraschende?

09.32: Kleiner Rückblick auf die Busfahrt ins MPC. Erstaunlich, dass ich nicht ständig Unfälle sehe. Denn rote Ampeln sind in China kein Hindernis. Selbst an größten Kreuzungen, wo sich fünfspurige Autobahnen begegnen, fährt man erst mal in die Mitte vor, um bei Rot zu schauen, was noch geht. Manche drehen auch mitten auf der Kreuzung um und kommen einem entgegen – nicht nur Fahrradfahrer. Aber sie kommen offenbar damit klar, die Chinesen. Undenkbar in Deutschland.

09.43: Aktualisierung von gestern – eine Liste bloggender Olympiareporter:

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Der Sport-Informations-Dienst im Fegefeuer

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Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat mit sofortiger Wirkung seinen Redaktionsleiter Dieter Hennig abberufen. Dieses Gerücht waberte am Morgen durch das Main Press Centre. Ich habe beim sid-Geschäftsführer Michael Cremer nachgefragt. Cremer sagte, er werde zu Details von Personalien grundsätzlich keine Auskunft geben, bestätigte aber, dass Dieter Hennig frei gestellt ist: Dieter Hennig wird als Privatmann am […]

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Peking, Tag 2

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12.36: Der Jetlag hat mir zehn Stunden Schlaf geschenkt. Um 8.00 Uhr wollte ich mich eigentlich tapfer zur IOC-Exekutive ins Beijing-Hotel aufmachen. Aber nichts ist mit Journalismus, wenn der Körper sagt: Ruhe jetzt. Es wird noch hart genug.

12.57: Welche Freude am Morgen, am Mittag, überhaupt: Die China Daily, Untertitel: „The National English Language Newspaper“, erfreut uns heute mit der Schlagzeile: „Don’t mix politics with Games“. Das sagt Herr Hu, Chinas Präsident, der Musterdemokrat:

China Daily, 02.08.2008: "Don't mix politics with Games: Hu"

Der große Vorsitzende Hu begrüßt Journalisten

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Die Internetfrage oder: „falsche Voraussetzungen“

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Oops, Dieter Hennig von der Redaktionsleitung des Sportinformationsdienstes (sid) zeigt Größe. Der sid zieht in einer „Richtigstellung“ soeben seine gestrigen Meldungen zur angeblichen Aufhebung der Internetzensur in China zurück. Ich habe mich darüber gestern im ersten Teil meines Peking-Tagebuchs gewundert: Heute teilt der sid mit, bei den „Recherchen zur Einschränkung des Internets“ sei man von […]

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Peking, Tag 1

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10.53: Landung in Peking mit LH722 aus München. Als ich im April hier war, hat es vom Flieger bis ins Hotelzimmer sensationelle 45 Minuten gedauert. Allerdings mit dem Butler-Service des China World Hotels, das gebe ich zu. Diesmal stehe ich nach 45 Minuten erst am Gepäckband. Putzig aber, dass Denis Oswald aus der Schweiz, Welt-Ruderpräsident […]

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Das moralische Versprechen

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Kevan Gosper, Peking, April 2008

Auch wenn ich mich wiederhole: Der nette Herr hier links heißt Kevan Gosper und gehört (noch immer) zu den wichtigsten Funktionären des IOC. Das Foto ist gewissermaßen ein historisches, denn ich habe den Australier im April in Peking auf einer Pressekonferenz geblitzt, als er – was er gern macht – sich wieder mal eingemischt hat, wenn Journalisten komische Fragen stellen. Er korrigiert dann gern.

Es war jene Pressekonferenz im China World Hotel, auf der Gosper versprach, Olympia-Berichterstatter würden in Peking freien Zugang zum Internet erhalten. Ist ja auch irgendwie selbstverständlich, die Bande (die Journalisten, meine ich) muss schließlich arbeiten, nicht wahr?

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Einzelfälle und Euphoriesünden

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Sieht eigentlich noch jemand hin? Mich irritiert weiter, wie normal deutsche Medien über die Tour de France berichten. Im Prinzip habe ich meiner Prinzipienreiterei vom vergangenen Jahr nichts hinzuzufügen. Für dieses Ereignis ist ein Kriminalbericht die angemessene Form, nichts sonst.

Von den Medien, die ich regelmäßig konsumiere, hat sich nur allesaussersport in diesem Jahr für eine andere Form der Berichterstattung entschieden: dogfood, der im vergangenen Jahr bundesweit die besten Analysen geliefert hat, schreibt in diesem Jahr (leider) gar nichts: Er nimmt eine Auszeit.

Die TdF-Kameraden von ARD und ZDF aber halten tapfer zur Stange. Und damit finanzieren sie weiter, mit Gebührengeldern, ein kriminelles System. Aber halt, es ist natürlich alles ganz anders. Habe ich System geschrieben? Tschuldigung. Es handelt sich um Einzelfälle, ARD-Teamchef Roman Bonnaire sagt in der FAZ:

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„Marianne und die Kellerkinder“

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Bevor es hier wieder lebhafter wird – Pionierehrenwort! – muss ich einen Lese-Befehl aussprechen. Unbedingt umblättern, und zwar hier hin, Ralf Wiegand in der SZ über die „EM-Moderatoren bei ARD und ZDF“: „Vielleicht musste das noch einmal sein, dieses Sportstudio vom Bodensee, damit auch der Letzte erkennen konnte, was schief läuft im deutschen TV-Sportjournalismus. Denn […]

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