jack austin warner

„Soca Warriors vs Jack the Ripper“

Es sieht so aus, als sollten die Fußballer aus Trinidad & Tobago nach vielen Jahren doch noch ein bisschen Geld für die WM-Qualifikation 2006 und die Teilnahme an der Endrunde in Deutschland erhalten.

Jack Austin Warner, die FIFA-Skandalnudel, inzwischen Transportminister auf den Inseln und in Kürze wieder WM-Gastgeber, hatte sie mächtig geschröpft. Die Spieler sind vier Jahre lang von Anwalt zu Anwalt, Schlichter zu Schlichter und Gericht zu Gericht gezogen.

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Mein Freund Lasana Liburd, der schon etliche Privatgeschäfte von Jack the Ripper enthüllt hat und immer an der Prämien-Geschichte drangeblieben ist, fasst im Trinidad Express die jüngsten Entwicklungen zusammen:

Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode

Wir müssen die ethischen und moralischen Grundsätze des Sports für zukünftige Generationen schützen und fördern.

— Lord Sebastian Coe, ehemaliger FIFA-Ethikchef, IAAF-Vizepräsident, Organisationschef der Olympischen Spiele 2012 und IOC-Mitglied in spe, bei Amtsantritt als Sepp Blatters Ober-Ethiker

Hoppala! Hatte ich nicht kürzlich angemahnt, dass der FIFA derzeit eine Ethik und eine Ethik-Kommission fehlt? Nach dem erfolgreich eingereichten Urlaub von Lord Sebastian Coe war ja nicht nur der Posten des Kommissionschefs verwaist, bis vor wenigen Tagen existierte nicht einmal mehr ein Gebilde, das sich in irgendeiner Weise mit, nun ja, ethischen Fragen hätte beschäftigen können.

Das amtlich bestätigte Ergebnis unserer freundlichen Umfrage hier im Blog hat FIFA-Präsident Joseph Machiavelli Blatter allerdings ignoriert: Statt des Investigativjournalisten Andrew Jennings wurde Claudio Sulser neuer Ober-Ethiker der FIFA.

Peter Hargitay und Joseph Blatter, Doha 2003

Peter Hargitay und die FIFA: Fakten, Gerüchte, Freundschaften und Mandate

VANCOUVER. Im Beitrag über den bevorstehenden Kampf um die FIFA-Prä­sident­schaft habe ich etwas nicht zweifelsfrei korrekt dargestellt. Peter Hargitay (links im Bild), vormaliger Berater des FIFA-Präsidenten Joseph Macchiavelli Blatter und des FIFA-Exekutivmitglieds Mohamed Bin Hammam, weist mich darauf hin, dass er im FIFA-Wahlkampf nicht von Bin Hammam mandatiert ist.

Ich hatte geschrieben, er würde für Bin Hammam „werkeln“. Peter Hargitay verlangt nicht, dass ich etwas richtigstelle, doch mir ist das ein Vergnügen. Ich stelle gern Sachverhalte richtig, weil es doch auch mir hilft, die Dinge besser zu verstehen und Zusammenhänge zu begreifen. Bei der Gelegenheit habe ich ihn auch gleich gefragt, ob er für Jack Warner arbeitet und wie er für Australiens WM-Bewerbung vertraglich eingespannt ist.

[caption id="attachment_6962" align="aligncenter" width="530"]Peter Hargitay und Joseph Blatter, Doha 2003 Hat „keinerlei Mandat“ von seinem Freund bin Hammam: Peter Hargitay, hier zufällig anno 2003 in Doha links hinter seinem Freund Sepp Blatter abgelichtet.[/caption]

Sportpolitische Web-Juwelen (1): „Travels with Chuck Blazer“

Auf seltsame und vereinzelte Wünsche wird an dieser Stelle umgehend reagiert. Es hat doch tatsächlich jemand darum gebeten, ich möge eine Weihnachtsserie starten.

Kein Problem, gern geschehen. Nur habe ich nicht so viel Zeit, täglich eine hübsche Geschichte zu erzählen. Arbeit geht vor, und trotz eines schrecklichen Hexenschusses habe ich vor, bis Ende der Woche weiter aus Johannesburg und Kapstadt zu berichten. Sitzen kann ich einigermaßen, schreiben geht auch. Meine Haltung ist allerdings etwas problematisch, ich meine nicht die journalistische oder die weltanschauliche. Nach vorn gebeugt würde ich etwa 120 Grad schätzen – zur Seite sind es auch einige Dutzend Grad Abweichung vom Normalwert. Mindestens.

Doch zurück zum Thema: Bis Heiligabend werde ich täglich manch eine sportpolitische Kostbarkeit aus dem Internetz vorstellen. Manches wurde hier sicher schon verlinkt, einiges wird neu sein.

Beginnen wir mit dem Teufel.

Was vom Tage übrig bleibt (48): Südafrika, Soccerex, DOSB-Ethikpreis, The Fastest Couple

Soccerex 2010

Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das „World Cup legends tournament“ im Finale gegen England. Ja, es geht in den nächsten Tagen um Fußball. Es gibt ein Wiedersehen mit Sepp’n Jack, Ricardo & Franz & Chuck und all den anderen.

Nach der Messe Soccerex hier im Sandton Convention Centre bin ich noch einige Tage in Kapstadt, u.a. am Donnerstag bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees auf Robben Island (Friedensnobelpreis, ick hör Dir trapsen) und natürlich bei der WM-Gruppenauslosung am Freitag, die ich sicher live mitbloggen werde. Ich hoffe, wir werden etwas Spaß haben.