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Reptilien und andere Gefahren

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Der ältere, leicht aggressive Herr hier links heißt Kevan Gosper und kommt aus Australien. Er dient selbstlos dem Olympismus. Seine Biografie, die im Jahr 2000 verlegt und von einer Journalistin geschönt wurde, heißt: „An olympic life“. Eigentlich hatte sich das Gosper so gedacht: Buch rausgeben (Frühjahr 2000), in Sydney große Spiele feiern (Herbst 2000) – und … Read more

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Die Zentren der Macht

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Es hat sich einiges angesammelt. Ich bin noch immer eine Summary des ISL-Korruptionsprozesses schuldig. Über die Peking-Frage hatte ich auch den einen oder anderen Beitrag geplant. Doch nun mal langsam. Bevor ich Schulden aufarbeite und ein wenig darüber berichte, wie es in Peking zugeht, wo ich gestern morgen angekommen bin, muss ich erst mal den … Read more

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Beijing 2000

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Nein, nein, das ist kein Flüchtigkeitsfehler. Hier steht tatsächlich: Beijing 2000. Ich möchte nur mal daran erinnern, dass die Olympischen Spiele eigentlich schon im Jahr 2000 in Peking stattfinden sollten. Wenn nicht, ja wenn nicht die Australier in der Nacht der Nächte, also jener zum 23. September 1993, rasch noch zwei Afrikaner bestochen hätten. Samaranchs … Read more

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Zug: der Gerichtssaal

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Ich bitte um Verzeihung, kein besseres Video bieten zu können, nur ein paar Frames. Gerichtsgebäude oder Polizeigebäude, wie in Zug, sind ja nie für die Öffentlichkeit konstruiert. Schon gar nicht an diesem Ort, dem sonst so verschwiegenen Steuerparadies. Immerhin teilte das Strafgericht mit: Dem Ersuchen einzelner Medienvertreter, den unbelegten Gerichtssaal zu filmen oder fotografieren zu können, … Read more

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Zahl des Tages: 138

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Nur mal schon als Vorabmeldung, weil es so erstaunlich ist und die deutschen Nachrichtenagenturen offensichtlich nicht gedenken, darüber zu berichten, jedenfalls habe ich bislang nichts gesehen. Also: Wir haben heute in Zug beim Strafprozess gegen ISL/ISMM-Manager einen historischen Moment erlebt. Die Dimension des olympischen Betruges wird etwas deutlicher: Wenn man alles zusammen rechnet, soll allein die … Read more

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Zug: Das Vorspiel

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Um 7.09 Uhr geht es mit dem Expresszug von Zürich Hauptbahnhof nach Zug, wo um 9 Uhr der Strafprozess gegen sechs ehemalige ISL-Manager beginnt. Unabhängig davon, ob vielleicht doch keiner der Angeklagten eine Zuchthausstrafe antreten muss, unabhängig davon, ob die Vorwürfe, dem Fußball-Weltverband Fifa etliche Dutzend Millionen Schweizer Franken aus einem Fernsehvertrag mit Globo TV unterschlagen … Read more

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Der Himmel über Zug …

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… sieht im Moment so aus. Ich war vergangene Woche schon mal vor Ort, um mich einzustimmen auf einen hochinteressanten Korruptionsprozess, der kommenden Dienstag, um 9.00 Uhr, am Strafgericht des Kantons Zug beginnt. Darüber gibt es einiges zu berichten. Immerhin drohen einigen Managern Zuchthausstrafen, wie es in der Schweiz so hübsch heißt. Zur Einstimmung noch ein … Read more

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Nachtrag ISL-Komplex

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Lese-Empfehlung: In der Zürcher Sonntagszeitung hat sich heute der von mir sehr geschätzte Kollege Jean-François Tanda geäußert und nennt einige pikante Details zum Strafprozess gegen ISL-Manager. Der Artikel ist online leider nicht frei verfügbar, lohnt sich aber, für ein paar Franken zu lesen. Im Deutschlandfunk habe ich zum ISL-Komplex ein paar Worte sagen dürfen: Hören!

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Der ISL-Komplex

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Nur mal so, damit es nicht in Vergessenheit gerät, das wäre schade: Man hatte ja kaum noch damit rechnen wollen, doch am 11. März 2008 ist es nun so weit. Vor dem Strafgericht des Kantons Zug beginnt tatsächlich der Prozess gegen sechs ehemalige Manager des konkursiten Marketinggiganten ISL/ISMM. Den Managern drohen langjährige Zuchthausstrafen. Es könnte … Read more

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Richard Pound

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Ich gebe ja zu, Richard Pound, scheidender Präsident der Weltantidopingagentur (Wada), ist so etwas wie mein Lieblings-Sportfunktionär. Gerade habe ich eine kleine Hymne („Schöpfer im Chaos“) auf seine Arbeit als Wada-Chef verfasst, die ich wirklich sehr erstaunlich finde. Die Arbeit natürlich, nicht die schnell runter geschriebene Hymne. Manch einen wird derartige Schwärmerei erstaunen, weil ich … Read more

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Die Botschaft der Blockabstimmung

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Es war die siebte IOC-Vollversammlung, die Jacques Rogge als Präsident leitete, und es war für ihn persönlich die erfolgreichste. Er hat in der vergangenen Woche in Guatemala seine Idee der Olympischen Jugendspiele durchgepeitscht, er hat 27 IOC-Mitglieder problemlos im Amt bestätigt, vier neue Mitglieder ins Gremium lanciert, seinem Exekutivkomitee nie da gewesene Vollmachten für das Olympische Programm zugeschustert, und am letzten Tag durfte er sich auch noch über die Wahl seines Vertrauten Gerhard Heiberg (Norwegen) ins IOC-Exekutivkomitee freuen. Immerhin besiegte Heiberg mit 49:22 Stimmen sehr deutlich Juan Antonio Samaranch Junior, dessen Vater wenige Tage zuvor die Wahl von Sotschi gedeichselt hatte. Insofern könnte man den Belgier Rogge zum Sieger von Guatemala erklären.

Doch so einfach ist das gar nicht, denn gleichzeitig hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Doch der Reihe nach. Natürlich war die Vergabe der Winterspiele 2014 an Sotschi das dominierende Ereignis der 119. IOC-Session. Das IOC hat sich kaufen lassen von einer Allianz aus Wirtschaftsgiganten und hochrangigen Politikern. Rogge will das natürlich nicht zugeben, weshalb er, statt wie gewohnt klar und deutlich zu argumentieren, einen verbalen Eiertanz aufführte. So sprach er in seinem Resümee der Tagungswoche von Guatemala beispielsweise darüber, dass das IOC überprüfen wolle, ob die Anwesenheit von Staats- und Regierungschefs bei der Olympiavergabe in Zukunft erwünscht sei – zuletzt hatten Tony Blair (London 2012) und Wladimir Putin (Sotschi 2014) Olympiasiege errungen. „Das kann Vor- und Nachteile haben“, sagte Rogge.

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