[ Tag ioc38]

Der Himmel über Zug …

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… sieht im Moment so aus. Ich war vergangene Woche schon mal vor Ort, um mich einzustimmen auf einen hochinteressanten Korruptionsprozess, der kommenden Dienstag, um 9.00 Uhr, am Strafgericht des Kantons Zug beginnt. Darüber gibt es einiges zu berichten. Immerhin drohen einigen Managern Zuchthausstrafen, wie es in der Schweiz so hübsch heißt. Zur Einstimmung noch ein […]

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Nachtrag ISL-Komplex

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Lese-Empfehlung: In der Zürcher Sonntagszeitung hat sich heute der von mir sehr geschätzte Kollege Jean-François Tanda geäußert und nennt einige pikante Details zum Strafprozess gegen ISL-Manager. Der Artikel ist online leider nicht frei verfügbar, lohnt sich aber, für ein paar Franken zu lesen. Im Deutschlandfunk habe ich zum ISL-Komplex ein paar Worte sagen dürfen:

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Der ISL-Komplex

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Nur mal so, damit es nicht in Vergessenheit gerät, das wäre schade: Man hatte ja kaum noch damit rechnen wollen, doch am 11. März 2008 ist es nun so weit. Vor dem Strafgericht des Kantons Zug beginnt tatsächlich der Prozess gegen sechs ehemalige Manager des konkursiten Marketinggiganten ISL/ISMM. Den Managern drohen langjährige Zuchthausstrafen. Es könnte […]

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Richard Pound

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Ich gebe ja zu, Richard Pound, scheidender Präsident der Weltantidopingagentur (Wada), ist so etwas wie mein Lieblings-Sportfunktionär. Gerade habe ich eine kleine Hymne („Schöpfer im Chaos“) auf seine Arbeit als Wada-Chef verfasst, die ich wirklich sehr erstaunlich finde. Die Arbeit natürlich, nicht die schnell runter geschriebene Hymne. Manch einen wird derartige Schwärmerei erstaunen, weil ich […]

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Die Botschaft der Blockabstimmung

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Es war die siebte IOC-Vollversammlung, die Jacques Rogge als Präsident leitete, und es war für ihn persönlich die erfolgreichste. Er hat in der vergangenen Woche in Guatemala seine Idee der Olympischen Jugendspiele durchgepeitscht, er hat 27 IOC-Mitglieder problemlos im Amt bestätigt, vier neue Mitglieder ins Gremium lanciert, seinem Exekutivkomitee nie da gewesene Vollmachten für das Olympische Programm zugeschustert, und am letzten Tag durfte er sich auch noch über die Wahl seines Vertrauten Gerhard Heiberg (Norwegen) ins IOC-Exekutivkomitee freuen. Immerhin besiegte Heiberg mit 49:22 Stimmen sehr deutlich Juan Antonio Samaranch Junior, dessen Vater wenige Tage zuvor die Wahl von Sotschi gedeichselt hatte. Insofern könnte man den Belgier Rogge zum Sieger von Guatemala erklären.

Doch so einfach ist das gar nicht, denn gleichzeitig hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) weiter an Glaubwürdigkeit verloren. Doch der Reihe nach. Natürlich war die Vergabe der Winterspiele 2014 an Sotschi das dominierende Ereignis der 119. IOC-Session. Das IOC hat sich kaufen lassen von einer Allianz aus Wirtschaftsgiganten und hochrangigen Politikern. Rogge will das natürlich nicht zugeben, weshalb er, statt wie gewohnt klar und deutlich zu argumentieren, einen verbalen Eiertanz aufführte. So sprach er in seinem Resümee der Tagungswoche von Guatemala beispielsweise darüber, dass das IOC überprüfen wolle, ob die Anwesenheit von Staats- und Regierungschefs bei der Olympiavergabe in Zukunft erwünscht sei – zuletzt hatten Tony Blair (London 2012) und Wladimir Putin (Sotschi 2014) Olympiasiege errungen. „Das kann Vor- und Nachteile haben“, sagte Rogge.

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Kinder unter der Last der Ringe

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Am Tag danach präsentierte sich das IOC-Völkchen entspannt. Die wichtigste Arbeit auf der 119. Session des Internationalen Komitees war mit der Kür von Sotschi zur Winterolympiastadt 2014 erledigt. Und dies vor allem dank des tatkräftigen Einsatzes des IOC-Ehrenpräsidenten Juan Antonio Samaranch, worüber noch zu reden sein wird. Als die einen also noch die Wunden behandelten (Salzburg und Pyeongchang), die anderen den Kater nach der Siegerparty bekämpften, ging das IOC zur Tagesordnung über.

Zunächst wurde in einer Blockabstimmung eine mammutmäßig große Liste von Mitgliedern im Amt bestätigt. Gemäß den Regeländerungen auf der Krisensession im Dezember 1999 mussten sich nach acht Jahren 27 persönliche Mitglieder, darunter der Deutsche Walther Tröger, wiederwählen lassen. Tröger aber nur für zwei Jahre, weil er dann wegen der Altersbegrenzung mit Vollendung seines achten Lebensjahrzehnts ausscheiden muss. Auch Präsident Jacques Rogge stand auf der Liste, weshalb theoretisch die Möglichkeit bestanden hätte, ihn zwei Jahre vor Ende seiner achtjährigen Amtsperiode abzuwählen.

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Die Spiele unter dem Hammer

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Der Urlaubsort des russischen Präsidenten Wladimir Putin richtet die Olympischen Winterspiele 2014 aus. In Sotschi will Putin mit seinen Oligarchen zwei Dutzend Milliarden Dollar investieren. Die Kameraden werden prächtig verdienen. Ein paar Brosamen fallen auch ab für den russischen Sport, moderne Anlagen und Trainingszentren. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird ebenfalls profitieren. Denn schon im Herbst könnte, auf Geheiß Putins, der dubiose Energieriese Gazprom zu den IOC-Sponsoren gehören. Wahrscheinlich für den doppelten Preis des bisher auf dem Markt Üblichen. So ist das mit den Spielen.

Die Entscheidung für Sotschi ist ein katastrophales Zeichen. Es ist die Kapitulation vor der ungezügelten Macht des Geldes. Es ist ein Sieg der Oligarchen. Um gleich noch etwas klarzustellen: Hier schreibt kein Romantiker, niemand, der meint, Kommerzialisierung sei per se zu verdammen. Nein, ach Gottchen. Es geht um etwas anderes, um andere altmodische Werte wie Demokratie, Glaubwürdigkeit und korrekte Abrechnungen. Ist dagegen etwas einzuwenden?

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Wettlauf im rechtsfreien Raum

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GUATEMALA-STADT. Endlich hat es einer ausgesprochen. Wenige Stunden vor der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014 sagte der Norweger Gerhard Heiberg, das Bewerbungsprocedere sei „außer Kontrolle“ geraten. Heiberg, Chef der IOC-Marketingkommission, hat Formen der Bestechung ausgemacht. Acht Jahre nach dem Korruptionsskandal, den das Internationale Olympische Komitee nur mit Mühe überlebte, steht man wieder da, wo man schon einmal war.

Diesmal waren es die Bewerber aus Sotschi und Pyeongchang, die mit gigantischem finanziellen Aufwand und urwüchsigen Kombinationen von Staat und Politik um die Spiele buhlten. Für den Wettbewerb um die Sommerspiele 2016 steht Schlimmes zu befürchten. Erstmals sollte es eine Bewerbung vom Persischen Golf geben, und die Scheichs werden kaum zimperlicher sein als KGB-Zar Putin oder südkoreanische Konzerne. Deutsche Olympiainteressenten wie München (Winter 2018), Hamburg und Berlin (Sommer 2020) müssten eigentlich erkennen, dass es unter diesen Bedingungen sinnlos ist, in den wahnwitzigen, intransparenten Kreislauf der Geldvernichtung einzusteigen.

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Ein letztes Säuseln

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GUATEMALA-STADT. Interview-Alarm in der Zona 10. In dem Hochsicherheitstrakt, der nur einen Quadratkilometer von Guatemala-Stadt umfasst, wuselt das olympische Völkchen der Entscheidung entgegen. In der Nacht zum Donnerstag (MESZ) wird der Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2014 bestimmt. Bis dahin sind noch ein paar Stunden Zeit, die genutzt werden wollen. Inzwischen ist auch der russische KGB-Zar […]

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Mickeymaus unter Milliardären

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GUATEMALA-CITY. Es geht ums Geld, wie immer. Deshalb lässt sich die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2014, die in der Nacht zum Donnerstag entschieden wird, wunderbar am Kontostand bemessen. Denn der wird offen zur Schau getragen, so oder so: Die einen protzen mit ihren obskuren Milliarden – Sotschi (Russland) und Pyeongchang (Südkorea) sind deshalb favorisiert. […]

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