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Die Verschlossene Auster

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Das Netzwerk Recherche, dessen Mitglied ich bin, das muss fairerweise gesagt werden, hat dem Internationalen Olympischen Komitee und stellvertretend dessen Vizepräsidenten Thomas Bach einen wunderbaren Journalistenpreis verliehen: die Verschlossene Auster für „Auskunftsverweigerung“, die „routinierte Verbreitung von Teilwahrheiten“, die „systematische Ausblendung heikler Themen“ und die „gezielte Abschottung von kritischen Sportjournalisten“. Wer mag, kann reinhören – mein Beitrag dazu […]

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IOC-Absurditätenkabinett

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ioc-2016-final

„Final result“ steht über dem Chart aus dem Bericht der IOC-Evaluierungs­kommission zu den Bewerbern für die Sommerspiele 2016, der vor wenigen Minuten veröffentlicht wurde. Demnach liegt Doha, Hauptstadt des winzigen aber steinreichen Emirats Katar, Austragungsort der Asienspiele 2006, einer mit den Olympischen Spielen problemlos vergleichbaren Veranstaltung, fast gleichauf mit dem vermeintlichen Olympiafavoriten Chicago. Vorn liegen Tokio und Madrid, gerade noch im grünen Bereich ist Rio de Janeiro. Der Bericht schreibt den Kataris sogar die Fähigkeit zu, Olympische Spiele auszurichten. Dennoch wurde Doha vom IOC-Exekutivkomitee in Athen heute Nachmittag aussortiert – wie Baku und Prag.

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Monopoly 2016

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In ein paar Stunden wählt das IOC-Exekutivkomitee im Athener Hilton Hotel die Finalisten im Wettbewerb um die Olympischen Sommerspiele 2016 aus. Die Entscheidung fällt dann auf der 121. IOC-Session am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen.

Es treten an und verabschieden sich heute auch gleich wieder (wie vor vier Jahren Leipzig in der ersten Runde): Die tapferen Sportkameraden aus Aserbaidschan mit ihrer Hauptstadt Baku und die Hobbybewerber aus Prag. Baku und Prag sind nicht ernst zu nehmen. Beide betrachten ihre „Bewerbung“ vor allem als touristische Promotion.

2016 Applicant City Logos 'Baku 2016' & und 'Prag 2016'

Ohne Chance auf den Finaleinzug: Die 2016er Bewerbungen aus Baku und Prag.

Mitunter dienen Bewerbungen, gerade die aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, aber auch als veritables Mittel der Geldwäsche. Anzeichen dafür gibt es viele. Vor einigen Jahren hat dies ein schwedischer Staatsanwalt, der sich mit Olympiabewerbungen beschäftigte, sogar mal laut ausgesprochen:

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King Rubén

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Oje, oje. Was muss ich da lesen! Einer der größten Altruisten des Weltsports sagt ¡adiós! Welch ein Verlust! Dr. Rubén! Auf der Webseite der Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) liest sich das so: Dr. Rubén Acosta (Mexico), President of the International Volleyball Federation since the Olympic Games in Los Angeles in 1984, has expressed his […]

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Olympische Propaganda

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Zur Frage der olympischen Propaganda habe ich mich gelegentlich geäußert. Das IOC hat seine eigene Vorstellung von Propaganda, die es zu verbieten gilt.

Sollten deutsche Sportler im August in Peking beispielsweise auf die Idee kommen, die Armbändchen „Sports for Human rights“ der Netzathleten zu tragen, dann würden sie bestraft. „Gold für Menschenrechte“ ist ebenso wenig erlaubt wie die Initiative französischer Sportler, ein Sticker mit der Aufschrift: „Pour un monde meilleur“.

Plastikbändchen und anderes nicht-lizensiertes Teufelszeug mit simplen, klaren Botschaften – geradezu unverfänglich, es steht ja nicht mal CHINA drauf – mag das IOC gar nicht. Die Olympische Charta, das Grundgesetz der olympischen Parallelwelt, sagt dazu schlicht: Propaganda.

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Reptilien und andere Gefahren

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Der ältere, leicht aggressive Herr hier links heißt Kevan Gosper und kommt aus Australien. Er dient selbstlos dem Olympismus. Seine Biografie, die im Jahr 2000 verlegt und von einer Journalistin geschönt wurde, heißt: „An olympic life“. Eigentlich hatte sich das Gosper so gedacht: Buch rausgeben (Frühjahr 2000), in Sydney große Spiele feiern (Herbst 2000) – und […]

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Die Zentren der Macht

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Es hat sich einiges angesammelt. Ich bin noch immer eine Summary des ISL-Korruptionsprozesses schuldig. Über die Peking-Frage hatte ich auch den einen oder anderen Beitrag geplant. Doch nun mal langsam. Bevor ich Schulden aufarbeite und ein wenig darüber berichte, wie es in Peking zugeht, wo ich gestern morgen angekommen bin, muss ich erst mal den […]

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Beijing 2000

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Nein, nein, das ist kein Flüchtigkeitsfehler. Hier steht tatsächlich: Beijing 2000. Ich möchte nur mal daran erinnern, dass die Olympischen Spiele eigentlich schon im Jahr 2000 in Peking stattfinden sollten. Wenn nicht, ja wenn nicht die Australier in der Nacht der Nächte, also jener zum 23. September 1993, rasch noch zwei Afrikaner bestochen hätten. Samaranchs […]

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Zug: der Gerichtssaal

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Ich bitte um Verzeihung, kein besseres Video bieten zu können, nur ein paar Frames. Gerichtsgebäude oder Polizeigebäude, wie in Zug, sind ja nie für die Öffentlichkeit konstruiert. Schon gar nicht an diesem Ort, dem sonst so verschwiegenen Steuerparadies. Immerhin teilte das Strafgericht mit: Dem Ersuchen einzelner Medienvertreter, den unbelegten Gerichtssaal zu filmen oder fotografieren zu können, […]

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Zahl des Tages: 138

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Nur mal schon als Vorabmeldung, weil es so erstaunlich ist und die deutschen Nachrichtenagenturen offensichtlich nicht gedenken, darüber zu berichten, jedenfalls habe ich bislang nichts gesehen. Also: Wir haben heute in Zug beim Strafprozess gegen ISL/ISMM-Manager einen historischen Moment erlebt. Die Dimension des olympischen Betruges wird etwas deutlicher: Wenn man alles zusammen rechnet, soll allein die […]

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Zug: Das Vorspiel

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Um 7.09 Uhr geht es mit dem Expresszug von Zürich Hauptbahnhof nach Zug, wo um 9 Uhr der Strafprozess gegen sechs ehemalige ISL-Manager beginnt. Unabhängig davon, ob vielleicht doch keiner der Angeklagten eine Zuchthausstrafe antreten muss, unabhängig davon, ob die Vorwürfe, dem Fußball-Weltverband Fifa etliche Dutzend Millionen Schweizer Franken aus einem Fernsehvertrag mit Globo TV unterschlagen […]

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