[ Schlagwort ioc37]

Das moralische Versprechen

 •  • 3 Comments

Kevan Gosper, Peking, April 2008

Auch wenn ich mich wiederhole: Der nette Herr hier links heißt Kevan Gosper und gehört (noch immer) zu den wichtigsten Funktionären des IOC. Das Foto ist gewissermaßen ein historisches, denn ich habe den Australier im April in Peking auf einer Pressekonferenz geblitzt, als er – was er gern macht – sich wieder mal eingemischt hat, wenn Journalisten komische Fragen stellen. Er korrigiert dann gern.

Es war jene Pressekonferenz im China World Hotel, auf der Gosper versprach, Olympia-Berichterstatter würden in Peking freien Zugang zum Internet erhalten. Ist ja auch irgendwie selbstverständlich, die Bande (die Journalisten, meine ich) muss schließlich arbeiten, nicht wahr?

Read the Full Story

Lopez Lomong (II) oder: was das IOC nicht hören will

 •  • leave a comment

Lopez Lomong, im Juli 2008 bei den US-Trials in Eugene, Oregon

Die London Times hat sich nun auch der Geschichte des Lopez Lomong, den Lost Boys of Sudan, Darfur und all den politischen Implikationen bei den Sommerspielen in Peking angenommen:

Genau das ist es. Diesen Aspekt habe ich in meiner Geschichte noch etwas unterbelichtet, ich wollte die Aufmerksamkeit auf das Schicksal der sudanesischen Kinder lenken, wie es auch Lopez Lomong wichtig ist, und nicht schon wieder auf die Verlogenheit des IOC und die Verbrechen der chinesischen Regierung. Owen Slot schreibt in der Times:

Read the Full Story

Zug: das Urteil

 •  • leave a comment

Viel hat man ja nicht erwarten dürfen von der Urteilsverkündung im Prozess gegen ehemalige ISL-Manager. „Im Rechtsstaat gibt es keine Moraljustiz“, hat Marc Siegwart, einer der drei Richter, am Mittwoch gesagt. Was er damit meint: Es handelt sich zwar hier um den größten Korruptionsskandal der Sportgeschichte – 138 Millionen Schweizer Franken wurden an Sportfunktionäre gezahlt, […]

Read the Full Story

Die Verschlossene Auster

 •  • leave a comment

Das Netzwerk Recherche, dessen Mitglied ich bin, das muss fairerweise gesagt werden, hat dem Internationalen Olympischen Komitee und stellvertretend dessen Vizepräsidenten Thomas Bach einen wunderbaren Journalistenpreis verliehen: die Verschlossene Auster für „Auskunftsverweigerung“, die „routinierte Verbreitung von Teilwahrheiten“, die „systematische Ausblendung heikler Themen“ und die „gezielte Abschottung von kritischen Sportjournalisten“. Wer mag, kann reinhören – mein Beitrag dazu […]

Read the Full Story

IOC-Absurditätenkabinett

 •  • leave a comment

ioc-2016-final

„Final result“ steht über dem Chart aus dem Bericht der IOC-Evaluierungs­kommission zu den Bewerbern für die Sommerspiele 2016, der vor wenigen Minuten veröffentlicht wurde. Demnach liegt Doha, Hauptstadt des winzigen aber steinreichen Emirats Katar, Austragungsort der Asienspiele 2006, einer mit den Olympischen Spielen problemlos vergleichbaren Veranstaltung, fast gleichauf mit dem vermeintlichen Olympiafavoriten Chicago. Vorn liegen Tokio und Madrid, gerade noch im grünen Bereich ist Rio de Janeiro. Der Bericht schreibt den Kataris sogar die Fähigkeit zu, Olympische Spiele auszurichten. Dennoch wurde Doha vom IOC-Exekutivkomitee in Athen heute Nachmittag aussortiert – wie Baku und Prag.

Read the Full Story

Monopoly 2016

 •  • leave a comment

In ein paar Stunden wählt das IOC-Exekutivkomitee im Athener Hilton Hotel die Finalisten im Wettbewerb um die Olympischen Sommerspiele 2016 aus. Die Entscheidung fällt dann auf der 121. IOC-Session am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen.

Es treten an und verabschieden sich heute auch gleich wieder (wie vor vier Jahren Leipzig in der ersten Runde): Die tapferen Sportkameraden aus Aserbaidschan mit ihrer Hauptstadt Baku und die Hobbybewerber aus Prag. Baku und Prag sind nicht ernst zu nehmen. Beide betrachten ihre „Bewerbung“ vor allem als touristische Promotion.

2016 Applicant City Logos 'Baku 2016' & und 'Prag 2016'

Ohne Chance auf den Finaleinzug: Die 2016er Bewerbungen aus Baku und Prag.

Mitunter dienen Bewerbungen, gerade die aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, aber auch als veritables Mittel der Geldwäsche. Anzeichen dafür gibt es viele. Vor einigen Jahren hat dies ein schwedischer Staatsanwalt, der sich mit Olympiabewerbungen beschäftigte, sogar mal laut ausgesprochen:

Read the Full Story

King Rubén

 •  • leave a comment

Oje, oje. Was muss ich da lesen! Einer der größten Altruisten des Weltsports sagt ¡adiós! Welch ein Verlust! Dr. Rubén! Auf der Webseite der Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) liest sich das so: Dr. Rubén Acosta (Mexico), President of the International Volleyball Federation since the Olympic Games in Los Angeles in 1984, has expressed his […]

Read the Full Story

Olympische Propaganda

 •  • 1 Comment

Zur Frage der olympischen Propaganda habe ich mich gelegentlich geäußert. Das IOC hat seine eigene Vorstellung von Propaganda, die es zu verbieten gilt.

Sollten deutsche Sportler im August in Peking beispielsweise auf die Idee kommen, die Armbändchen „Sports for Human rights“ der Netzathleten zu tragen, dann würden sie bestraft. „Gold für Menschenrechte“ ist ebenso wenig erlaubt wie die Initiative französischer Sportler, ein Sticker mit der Aufschrift: „Pour un monde meilleur“.

Plastikbändchen und anderes nicht-lizensiertes Teufelszeug mit simplen, klaren Botschaften – geradezu unverfänglich, es steht ja nicht mal CHINA drauf – mag das IOC gar nicht. Die Olympische Charta, das Grundgesetz der olympischen Parallelwelt, sagt dazu schlicht: Propaganda.

Read the Full Story

Reptilien und andere Gefahren

 •  • leave a comment

Der ältere, leicht aggressive Herr hier links heißt Kevan Gosper und kommt aus Australien. Er dient selbstlos dem Olympismus. Seine Biografie, die im Jahr 2000 verlegt und von einer Journalistin geschönt wurde, heißt: „An olympic life“. Eigentlich hatte sich das Gosper so gedacht: Buch rausgeben (Frühjahr 2000), in Sydney große Spiele feiern (Herbst 2000) – und […]

Read the Full Story

Die Zentren der Macht

 •  • 3 Comments

Es hat sich einiges angesammelt. Ich bin noch immer eine Summary des ISL-Korruptionsprozesses schuldig. Über die Peking-Frage hatte ich auch den einen oder anderen Beitrag geplant. Doch nun mal langsam. Bevor ich Schulden aufarbeite und ein wenig darüber berichte, wie es in Peking zugeht, wo ich gestern morgen angekommen bin, muss ich erst mal den […]

Read the Full Story

Beijing 2000

 •  • 4 Comments

Nein, nein, das ist kein Flüchtigkeitsfehler. Hier steht tatsächlich: Beijing 2000. Ich möchte nur mal daran erinnern, dass die Olympischen Spiele eigentlich schon im Jahr 2000 in Peking stattfinden sollten. Wenn nicht, ja wenn nicht die Australier in der Nacht der Nächte, also jener zum 23. September 1993, rasch noch zwei Afrikaner bestochen hätten. Samaranchs […]

Read the Full Story