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IOC-Countdown (25 Tage): what the six presidential candidates have to say about Russia’s anti-gay-law, Isinbayeva and Sochi 2014

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Wait and see.

While waiting:

I told the six gentlemen, candidates for IOC presidency, that I am going to publish their answers in length immediately upon receipt.

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IOC-Countdown (26 Tage): IOC-Buchprojekt, update 3 oder: wie die Crowd Journalismus und (manchmal) exklusive Informationen finanzieren kann

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Kleiner Morgen-Rant auf Twitter, nachdem ich via Google-Alerts etliche ziemlich gleichlautende Agenturmeldungen las, die gerade die deutsche Medien-Landschaft überschwemmen. Zum Beispiel hier.

„Was alles an Theorien aufgebaut wird, das ist schon verwunderlich. Es gibt fünf Gegenkandidaten, die selber gewinnen wollen. Ich spreche auch mit meinen Konkurrenten, es gibt keine Verschwörung gegen mich“, sagte der 59-Jährige im Gespräch mit der Sport-Bild.

Bach will sich am 10. September in zum ersten deutschen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees wählen lassen. Der Fecht-Olympiasieger von 1976 gilt als Favorit für das Amt des weltweit ranghöchsten Sport-Funktionärs. Laut Sport-Bild sollen jedoch mittlerweile in IOC-Kreisen die Kürzel „ABT“ und ABB“ die Runde machen. Sie stehen für „anyone but Thomas“ und „anyone but Bach“ („jeder außer Thomas“, „jeder außer Bach“).

Anderswo ist von „unspezifischen Mediengerüchten“ die Rede. Nun gut, wer keine Ahnung hat, nicht selbst vor Ort recherchiert, für den ist halt die ganze Welt „unspezifisch“.

Hier also, mein Rant:

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IOC-Countdown (27 Tage): Kandidat mit Säbel oder: Bach lässt Anwalt Schertz schreiben

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Ein Wiedersehen mit guten Bekannten. Der so genannte Prominentenanwalt Christian Schertz betritt mit der ihm eigenen Rigorosität die Sportbühne.

Grit Hartmann hat (auch) das heute für die Berliner Zeitung aufgeschrieben. Lesebefehl!

In dem bestens recherchierten Text werden gewisse Zusammenhänge im westdeutschen Sportsystem beschrieben. Es tauchen auf: der ehemalige Tauberbischofsheimer Strippenzieher Emil Beck, BAL- und DLV-Chef Helmut Meyer, Chefmediziner Joseph Keul, Birgit Dressel, Horst Dassler (alle verstorben), Armin Klümper (im südafrikanischen Exil) und einige ehemalige Fechter.

Behauptet wird überhaupt nichts. Es wird eine gut dokumentierte Geschichte erzählt. Fakten, Fakten, Fakten.

Für den Beitrag hat Grit Hartmann auch dem IOC-Präsidentschaftsfavoriten Thomas Bach bzw. dessen Sprecher Christian Klaue überaus höflich Fragen gestellt. Bach ist ein Zeitzeuge.

Geantwortet hat Christian Schertz, den aufmerksame Leser dieses Blogs aus meiner langwierigen juristischen Auseinandersetzung mit dem ehemaligen DFB-Präsidenten und Bach-Gefolgsmann Theo Zwanziger kennen. (In deren Rahmen der jetzige DFB-Präsident und Bach-Gefolgsmann Wolfgang Niersbach etliche Unwahrheiten … aber lassen wir das.)

Grit Hartmann schreibt in der BLZ u. a.:

Der Meister des Floretts, der auch als Funktionär eher die feine Finte schätzt, zückt den Säbel. Fragt man in aller Zurückhaltung, ob er als aktiver Sportler mal behandelt worden ist von den Freiburger Ärzte-Gurus Armin Klümper oder Joseph Keul, lässt der Wirtschaftsjurist das volle Arsenal auffahren:

Sein Anwalt Christian Schertz droht mit „Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung“. Die mit einer solchen Frage „intendierte Unterstellung“ entbehre „jeglicher sachlicher Grundlage“.

Unterstellung? Das ist dann doch eine überraschende Interpretation für eine Frage, die Bach nicht selbst beantworten möchte. Sie hat ihn in Moskau erreicht im IOC-Wahlkampf. Dem Vernehmen nach sind die Ausläufer des deutschen Dopingtiefs auch dort angekommen, was Bachs nervöse Reaktion zu einem Teil erklären mag.

Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung, nachdem Fragen gestellt wurden?

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IOC-Countdown (28 Tage): Wer soll IOC-Präsident werden? #voting

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Heute in vier Wochen, am 10. September 2013, wird in Buenos Aires der neunte IOC-Präsident gewählt.

Hier ist das Wahllokal bereits geöffnet, ich darf doch bitten:

Who should become the 9th IOC president? - Wer soll am 10. September 2013 in Buenos Aires IOC-Präsident werden?

  • Der Stabhochspringer: Sergej Bubka (Ukraine)

    40.4%

  • Der Ruderer: Denis Oswald (Schweiz)

    18.7%

  • Der Lobbyist: Thomas Bach (FDP)

    18.6%

  • Der Segler: Ser Miang Ng (Singapur)

    8.6%

  • Der Banker: Richard Carrión (Puerto Rico)

    8.4%

  • Der Architekt: Ching-Kuo Wu (Taiwan)

    5.2%

Lade Umfragedaten…

Die IOC-Vollversammlung wählt am 10. September ab 16 Uhr MESZ (11 Uhr Ortszeit).

Dieses Wahllokal schließt am 10. September um 17.29 Uhr MESZ, eine Minute vor der Verkündung.

Für 17.30 Uhr MESZ ist in Buenos Aires die Präsentation des neuen IOC-Präsidenten geplant. Um 18.30 Uhr MESZ gibt er seine erste Pressekonferenz und um 20.00 Uhr MESZ einen Empfang.

Um den geneigten Blog-Besuchern die Wahlentscheidung zu erschweren, noch einmal die Programme der Kandidaten, die Anfang Juli weltweit exklusiv hier im Blog veröffentlicht wurden. Den Kandidaten ist es gemäß IOC-Ethikrichtlinien nicht erlaubt, ihre Programme öffentlich zu machen (die waren nur für IOC-Mitglieder bestimmt) und beispielsweise eine Webseite einzurichten.

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IOC-Countdown (29 days to go): Happy birthday, Sheikh Ahmad!

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MOSKAU. Ab heute läuft in diesem Theater der Countdown zur Wahl des IOC-Präsidenten. Am 10. September 2013 wird auf der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in Buenos Aires der neunte Präsident in 119 Jahren gewählt.

Es geht um die wichtigste Personalie der deutschen Sportgeschichte.

Und es müssen diese Fragen beantwortet werden:

  • Rettet sich der Favorit Thomas Bach (UDIOCM) als Sieger über die Ziellinie und beseitigt mit einem souveränen Erstrundensieg vielleicht gar alle Mutmaßungen, sein Vorsprung schmelze?
  • Oder können Ser Miang Ng (Singapur), Richard Carrión (Puerto Rico) oder Sergej Bubka (Ukraine) eine Überraschung schaffen?

All diesen Fragen werde ich mich ab heute täglich im Blog widmen. Ab Ende August beginnt dann das zweiwöchige Live-Blogging aus Südamerika, das mein/unser Buchprojekt ergänzt und erweitert. Vor der Wahl gibt es für alle Vorfinanzierer, Prämienbucher, Crowdfunder außerdem ein Dossier. Das Ebook erscheint in der zweiten Septemberhälfte.

Wenn Sie schon sonst kaum etwas Originäres finden zur IOC-Präsidentschaft in deutschen Medien, wenn schon kein anderer Journalist all diese wichtigen Termine wahrnimmt – hier bündelt sich vieles, live-Recherche, exklusive Informationen, erstklassige Gerüchte, Irrungen und Wirrungen eines Journalisten, der Irsinn der Branche und hoffentlich bald auch zu diesem Themenkomplex eine lebendige Diskussion.

Dazu morgen etwas mehr – zunächst im Newsletter (den Sie hier abonnieren können) für alle Crowdfunder, später im Blog.

Heute zunächst ein Hinweis auf meinen Liebling des Tages:

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag, lieber Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah!

Happy birthday, dear Sheikh Ahmad!

Der Scheich, selbst ernannter IOC-Königsmacher, feiert heute also seinen Fünfzigsten. Mein Lieblingsscheich. Einer, der einen Heidenspaß daran hat, im Konzert des Weltsports die erste Geige zu spielen. Was hat er sich vorgenommen für die zweite Lebenshälfte? Er will in Kuwait eine wichtigere Position einnehmen als zuletzt, als er mehrere Ministerposten bekleidete (und zwischenzeitlich als OPEC-Präsident amtierte). Und er will, wenn es in Kuwait nicht so klappen sollte, vielleicht in acht oder zwölf Jahren IOC-Präsident werden. Olympische Spiele am Persischen Golf wären auch ganz nett. Und überhaupt: Der Scheich will einfach nur spielen.

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From Russia with love (III): live-Blog mit Usain Bolt, Wasserstandsmeldungen zum IOC-Wettrennen

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MOSKAU. War spät gestern. Marschierte gegen vier Uhr aus dem Ukraina. Heute einige Frühstücksgespräche. Gleich wieder in die Höhle des Löwen und in viereinhalb Stunden im fein klimatisierten IAAF-Bus ins Luschniki-Stadion. Dort ab etwa 18 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MESZ) ein Live-Blog rund um den Auftritt von The Legend Usain Bolt.

Vielleicht wird die Frage der IOC-Präsidentschaft, deshalb bin ich hier, doch noch spannend. Dass der Favorit (UDIOCM) nervös wird, hatte ich bereits angedeutet. Wenn man mich fragt, und das passiert gerade in IOC-Kreisen gelegentlich, denn es treiben sich ja kaum andere Journalisten herum, aus Deutschland im Ukraina schon gar nicht, dann sage ich wahrheitsgemäß: Er scheint mir noch vorn zu liegen.

Und ich frage zurück: Wo sollen die anderen ihre Stimmen gewinnen? Für mich derzeit die Kernfrage, denn ich sehe nach wie vor ein paar Dutzend Unterstützer für das UDIOCM, aber ich sehe die nicht für andere.

Bloß, wie belastbar sind all das Getuschel, sind all die Gerüchte?

Was macht der Scheich gerade und vor allem: was macht er kommende Woche? Was macht Carrión, macht er überhaupt etwas? Was macht Bubka, der hier ja fast Heimvorteil hat?

Die Berater des UDIOCM geben sich ultimativ gelassen. Aber aus allen Richtungen hört man anderes. Manches, was so als elektronische Post verschickt wird und nicht nur von der NSA, sondern auch von anderen Menschen gelesen wird, signalisiert durchaus: Genervtsein. Panik? Schwimmen die Felle davon?

Fakt ist: Fast jeder aus dem Business will etwas zum derzeitigen sportpolitischen Top-Thema in Deutschland wissen, zur Dopingstudie. Alle denken daran, wie sich das noch auf Bach auswirken könnte.

Das sind alles so Punkte, die es weiter zu erörtern gilt. Am Ende soll ja ein Ebook stehen. (Und vielleicht noch eine Überraschung.)

Vielleicht wird der Live-Blog aus Buenos Aires von der IOC-Vollversammlung, der bestimmt vom 2. bis 10. oder 11. September gehen wird, aber auch der eigentliche Höhepunkt des Crowdfunding-Buchprojekts. Denn Bloggen hat doch seinen unwiderstehlichen Reiz, finde ich. Am Ende werde ich da wohl mehr Text produziert haben als im eigentlich Buch.

Aber nun: zurück an die Arbeit.

Ich melde mich in ein paar Stunden aus dem Luschniki-Stadion.

19.57 Uhr: Früher ging nicht. IOC-Buch ist wichtiger. Mein Bild von der Szene und dem präsidialen Treiben wird runder.

Das Halbfinale des Witzbolts habe ich auf meiner Odyssee durchs Stadion auf einer Sportlertribüne gesehen.

Auch das liebe ich so an den Russen. Einfach energisch mit der Akkreditierung wedeln, dann kommt man öfter mal dorthin, wo man nicht hinkommen sollte. Hier jedenfalls. Die Ordnungskräfte sind ziemlich relaxt, oder sagen wir vielleicht besser: Es kümmert sie nicht allzu sehr. Solange nicht Putin in der Nähe ist, wie gestern Abend. Dann stehen die Räder still. Und selbst IOC-Vizepräsidenten, drei habe ich gesehen, irren umher auf der Suche nach einer standesgemäßen Limo. Doch sie mussten, wie alle anderen warten, weil eine Stunde lang gar nichts ging. Kein Auto, kein Bus, durfte vom VIP-Bereich Luschniki verlassen. Auf diese Stunden und darauf, wer wo wann mit wem campierte, komme ich später noch oft zurück. Habe bis nachts um vier daran gearbeitet, Auskünfte einzuholen. Scheint mir wichtig. #Geheimnistuerei

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From Russia with love (II): Bolts Hebel, Putins Wille

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MOSKAU. Damit das schnell geklärt ist:

Heute Abend bisschen live-Bloggen aus dem Luschniki-Stadion von der Leichtathletik-WM und der kurzen Eröffnungsfeier mit dem Welt-Olympia-Boss Wladimir Putin.

Morgen, am Sonntag, dann abends live-Blog zum 100-Meter-Rennen mit dem Witzbolt, wie 2008, 2009 und 2012.

Meine Frage gestern hatte ein erbärmliches Echo: zwei Kommentare und eine Email. Oh Gott, muss ich mir Sorgen machen? Wollte eigentlich zur IOC-Session eine Million PIs täglich erreichen.

An den Vorhängen in seinem Instagram (auf den Link im folgenden Tweet klicken) erkenne ich übrigens, dass der Witzbolt in meinem Hotel wohnt bzw ich in seinem. Dann also gewiss in meiner Nähe, denn rund um mich herum kommen stets nur jamaikanische WM-Teilnehmer aus den Zimmern.

Mal sehen, was hier abgeht in der Nacht zum Montag.

(Auch) zum Bolt gab es übrigens am Donnerstag ein interessantes Interview mit dem Weitspringer Christian Reif. Ist immer gut, wenn ein toller Journalist (Thomas Hahn) auf einen klug reflektierenden Sportler (Christian Reif) trifft – davon hätte ich gern sogar noch mehr gelesen. Online ist das Gespräch leider nicht verfügbar (aber vielleicht habe ich das nur übersehen.)

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From Russia with love (I): Panikattacken des Präsidentschaftsfavoriten?

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MOSKAU. Endlich wieder im Kreise meiner zweiten Familie. Ich habe sie sehr vermisst in den vergangenen vier Wochen, die Olympic Family. Habe für vier Tage Stellung bezogen im legendären Hotel Ukraina, das jetzt Radisson Royal heißt, und beobachte das Treiben der IOC-Präsidentschaftskandidaten, habe die Olympiabewerbung 2020 und Putins Sportbattalione im Blick, so gut es eben geht.

Das Ukraina hat es mir übrigens angetan, wie die anderen sechs stalinschen Wolkenkratzer, die Seven Sisters. Sie üben eine merkwürdige Faszination auf mich aus. Das muss der russische Teil meiner Seele sein, oder der stalinsche? Jedenfalls, ich habe jetzt alle mal kurz besichtigt. Aber das ist eine andere Geschichte. Blöderweise ist das Ukraina so hoch und breit, dass ich es aus der Nähe einfach nicht aufs Bild kriege, habe es mit drei Kameras versucht, aber gerade keine Zeit, auf die andere Seite der Moskwa zu wandern und von dort aus abzudrücken. Deshalb, Fremdquelle (und aus dem Winter, war gerade nichts anderes greifbar), ein eigenes Foto wird nachgetragen:

Hotel Ukraina/Radisson Royal (c) Wikimedia

Hotel Ukraina/Radisson Royal, ©Rudolf Simon (cc-by-sa)

Momentaufnahme drinnen: Aus dem Aufzug kam eben Jacques Rogge mit Anne – die Blaulichter draußen warten schon, es geht zum Dinner. An der Bar, fünf Meter hinter mir, sitzen Juan Antonio Samaranch Junior, Craig Reedie und Richard Carrión; Alex Gilady ist gerade gegangen. Daneben am Tischlein haben die Amerikaner um Jim Scherr und Doug Arnot (beide ehemals USOC) Platz genommen, die für Aserbaidschans Diktator Ilham Äliyev und EOC-Präsident Pat Hickey 2015 die ersten European Games organisieren. Sie haben auch gerade einige IAAF-Funktionäre bearbeitet, etwa den Schweizer Hansjörg Wirz, Präsident des europäischen Verbandes. Denn die Leichtathleten machen bisher nicht mit bei den Europaspielen, von denen niemand weiß, warum Europa die braucht. Außer natürlich Äliyev und Hickey, die wissen, dass sie sie brauchen.

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Masters of the IOC universe: Putin, Gazprom, oligarchs and sheikhs

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The so-called Olympic movement has showed a surprisingly strong interest in the first part of the report on the presidential race in the International Olympic Committee (IOC). The acronym ABB seems to have electrified people. It stands for “Anyone But Bach” – referring to the clear favorite among the six contenders for the IOC Presidency, the German Thomas Bach.

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On April 21st this year, most senior IOC officials met in Tianjin, northern part of China. On this day, the „Juan Antonio Samaranch Memorial Museum“ was opened, planned by the architect Ching-Kuo Wuo (Taiwan), another one of the six presidential candidates. At this occasion a conspiratorial-sounding abbreviation was used for the first time. ABT: „Anything but Thomas“. Sometime in May it changed to ABB.

Of course, the five challengers of Thomas Bach discreetly promote the ABB story among their peers. But one of them, Ser Miang Ng from Singapore, currently thought to be number two or three in the presidential race, now argues more offensively with a historical fact:

There have been eight presidents in IOC history. Seven from Europe, one from the U.S. – but none from the biggest and most populous continent. None from Asia.

So perhaps the ABB will be replaced by an ABE: From anywhere but Europe?

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Batallón Olimpia oder: Joint Venture des Sports mit Vordemokraten und Diktatoren

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Eher als Notiz zwischendurch, ein um einen Absatz, der nicht in die Zeitungen gepasst hat, leicht ergänzter Leitartikel, der in der Berliner Zeitung und in der Frankfurter Rundschau erschienen ist. Nichts weiter als ein Anriss der Thematik.

Vor ein paar Wochen hat sich Jérôme Valcke verplappert. Zu viel Demokratie sei im weltumspannenden Sportbusiness hinderlich. Da ließen sich Mega-Events nur schwer realisieren, sagte der Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes FIFA. In Diktaturen läuft das Geschäft besser.

Nicht wie in Brasilien, wo Millionen Menschen auf die Straße gingen, auch um gegen Korruption und Geldverschwendung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016 zu demonstrieren – und natürlich gegen die FIFA. Dass Valcke mit dem korruptesten aller korrupten Fußballfunktionäre eng befreundet ist, mit dem im US-Exil lebenden Brasilianer Ricardo Teixeira, gegen dessen Drecksgeschäfte die Brasilianer ebenfalls protestierten, soll hier nicht weiter thematisiert werden.

Valcke ist als FIFA-General für Milliardenprojekte verantwortlich: für derzeit drei Weltmeisterschaften, eine absurd teurer als die andere. 2014 in Brasilien, 2018 in Russland, 2022 in Katar. Bis zum nächsten Wochenende richtet die FIFA zudem eine Nachwuchs-WM in der Türkei aus, einem anderen Brennpunkt demokratischen Aufbegehrens, mit dem Finale in: Istanbul. Zwei dieser Länder, Brasilien und Russland, tragen demnächst Olympische Spiele aus. Das winzige, aber steinreiche Katar wird mit seiner Hauptstadt Doha spätestens 2028 Gastgeber von Sommerspielen sein. Dies nur, um die Kompetenz Valckes zu belegen.

Gehen wir doch lieber in Diktaturen, hat Valcke eigentlich gemeint, da haben wir unsere Ruhe. So denken noch immer mächtige Sportfunktionäre.

Man kann da durchaus mit dem Holzhammer argumentieren und 1936 erwähnen. Damals ließ Adolf Hitler in Berlin seine Olympischen Propagandaspiele austragen, die Nazi Olympics. Olympia verdankt den Nazis vieles, unter anderem den Fackellauf. Leni Riefenstahls zweiteiliger Olympiafilm wurde von Joseph Goebbels finanziert. Es klappte alles wie am Schnürchen in Berlin. Und während in der Stadt die Jugend der Welt um Medaillen wetteiferte, transpirierten vor den Toren der Metropole im Hochsommer einige tausend Menschen, die damit begannen, das Konzentrationslager Sachsenhausen zu errichten.

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Bildergeschichte vom IOC (3): „Mamma mia, what an exhibition!“

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Heute Punkt Mitternacht endet also die Crowdfunding-Phase auf Krautreporter.de für ein besonderes Buch, das mich geradezu elektrisiert.

Und heute, welch ein Zufall aber auch, halte ich mein erstes Seminar bei einem Medium, dass die entsprechende Buch-Prämie gebucht hat, das allerdings nicht in der Liste der Unterstützer genannt werden will.

Fein. Geht in Ordnung. Diskretion ist inklusive, auch wenn’s schwer fällt.

Zur Feier des Tages, denn es ist wirklich gut gelaufen mit dem Crowdfunding, finde ich, nun also wie versprochen die dritte Bildergeschichte über die IOC-Familie, die manchen Stamm- und neuen Gästen hier schon richtig ans Herz gewachsen ist. Und dabei beginnen wir doch gerade, uns alle aneinander zu gewöhnen und einigermaßen kennenzulernen.

Bis zur IOC-Vollversammlung in Buenos Aires, bis Dossier und Ebook erscheinen und Thomas Bach zum IOC-Präsidenten gekürt wird, werden noch tausende Zeilen geschrieben, hunderte Fotos, Videos, Grafiken und Dokumente veröffentlicht, keine Sorge.

Die beiden Vorgeschichten haben enormen Anklang gefunden in der olympischen Szene. Noch nie wurde ich so oft auf meine Geschichten angesprochen, von IOC-Mitgliedern, Verbandspräsidenten, Lobbyisten, PR-Leuten u.a.m.:

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Vielfältige Lebenssachverhalte oder: eine Aneinanderreihung von Zufällen

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Bin auf der Rückreise von Lausanne nach Berlin. Werde später eine Bildergeschichte nachlegen, damit das zur schönen Tradition wird. Derweil kurz nur zwei Machwerke, die ich gestern gedichtet habe. Manches doppelt sich, manches stand hier schon. Aber man kann das Rad nicht täglich neu erfinden. Prozessberichterstattung ist das, andere meinen: es ist nur eine Aneinanderreihung von Gerüchten und Vermutungen. Sehe ich anders. Beide Texte entstanden VOR der Präsentation der Präsidentschaftskandidaten, die hinter verschlossenen Türen stattfand.

Übrigens: Die Programme der sechs Kandidaten gibt es tatsächlich weltweit nur hier. Komisch.

LAUSANNE. Gibt es sie doch, die olympischen Gespenster? Stimmt es tatsächlich, dass da jemand eine unheimliche Macht entwickelt und derzeit jeden wichtigen Wahlgang des Weltsports mitentscheidet? Oder ist alles nur Einbildung, eine zwangsläufig erscheinende Häufung von Zufällen, so als ob nichts auf der Welt auf Zusammenhängen beruht? Jedenfalls, wieder wurde am Donnerstag über einen Wahlsieger namens Scheich Ahmed Al-Sabah gesprochen. Scheich Ahmed hatte die Bewerbung von Buenos Aires für die Olympischen Jugendspiele 2018 unterstützt. Also wurde Buenos Aires von der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt. Und Ahmed eilte vor die Tür. Das macht er ein Dutzend Mal am Tag. Ahmed ist Kettenraucher.

[kraut project=“https://krautreporter.de/de/projects/94-macht-moneten-marionetten/“]„Ich habe nichts zu verbergen. Ich bin kein schlechter Kerl. Sie missverstehen mich“, sagt der Scheich. Zu viele böse Gerüchte wabern durch die olympische Welt. Zu viele Fakten von schmutzigen Wahlkämpfen vor allem in der asiatischen Sport-Diaspora sind bekannt. Und immer hat es mit dem kuwaitischen Sicherheitsminister Ahmed Al-Sabah zu tun, der auch mal OPEC-Präsident war, der dem IOC angehört, der die Weltvereinigung der nationalen Olympiakomitees (ANOC) und das asiatische Olympia-Council (OCA) führt. Ahmed ist ein Tausendsassa.

Die Liste seiner virtuellen Goldmedaillen in diesem Jahr: Anfang Mai die Entscheidung im schmutzigen Wahlkampf im asiatischen Fußballverband AFC. Scheich Ahmed, der übrigens auch mal Fußballnationaltrainer in Kuwait war, flog ein nach Kuala Lumpur und unterstützte den bahrainischen Scheich Salman. Also wurde Salman, nun ja, gewählt. Vier Wochen später in St. Petersburg: Scheich Ahmed unterstützte den Rumänen Marius Vizer bei der Wahl zum Präsidenten der Vereinigung aller Sport-Weltverbände (Sportaccord). Also wurde Judo-Weltverbandsboss Vizer, ein Freund von Wladimir Putin, auch Sportaccord-Chef. Und Ahmed nahm die Glückwünsche Dutzender Verbandspräsidenten und IOC-Mitglieder entgegen. Sein Adlatus Husein Al Musallam lobte sich selbst, dass er das, nun ja, Wahlergebnis, am Vortag exakt vorher gesagt hatte. Wenn der Scheich und seine Getreuen nicht schon so reich wären, sollten sie Lotto spielen.

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