[ Schlagwort hall of shame]

Armstrong vs Telekom oder: der erschreckende Unterschied zwischen USADA und NADA

 •  • 93 Comments

Ich mache doch einen neuen Beitrag auf zum Thema, das hier bereits heftig diskutiert wird: Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaften zu den T-Mobile/Telekom-Dopern und ihren Dopingärzten von der Uniklinik Freiburg – kurz darauf dagegen die schlagzeilenträchtige Entscheidung der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA und das Resignieren von Lance Armstrong.

Ich habe heute Vormittag für Spiegel Online diesen Kommentar gedichtet:

Die United States Anti-Doping Agency (USADA) schreibt Sportgeschichte. Sie erkennt dem amerikanischen Doper Lance Armstrong sämtliche sieben Siege bei der Tour de France ab. Das ist eine wunderbare Nachricht für all jene, die an sauberem Sport interessiert sind.

Read the Full Story

#London2012 (VII): Die ISL-Bestechungsmillionen, ein mysteriöser Scheich, der OCA, die IOC-Präsidentschaft und andere vielfältige Lebenssachverhalte

 •  • 8 Comments

LONDON. Es war zuletzt weltweit ja viel über das ISL-Korruptionssystem zu lesen. Die Sache ist noch nicht geklärt, denn die Empfänger eines Großteils der (mindestens) 142 Millionen Franken Schmiergeld bleiben ja unbekannt. Mann sucht sie noch, sie verbergen sich hinter ominösen Stiftungen, werden von Dienstboten in Anwaltskanzleien geschützt, die teilweise selbst Barabhebungen getätigt und Geldkoffer über Grenzen getragen habe. Die Empfänger sitzen in der FIFA, im IOC und in etlichen anderen Weltverbänden, mit denen die ISL Geschäfte gemacht hat.

Nach den Olympischen Spielen werden wir erstmals die komplette, bisher unveröffentlichte Liste der ISL-Schmiergelder zur Verfügung stellen und schauen, ob die Weisheit der Massen (Crowdsourcing) das, was Staatsanwälte und Journalisten zusammengetragen haben, ergänzen kann. Einige Namen finden sich ja doch auf der Liste, und einer, Ahmed Muttaleb, langjähriger Generalsekretär des asiatischen Olympia-Councils OCA und einst wichtigster Mann (keine Ahnung, ob er ihm noch immer dient) des kuwaitischen OCA-Präsidenten, IOC-Exekutivmitglieds und gewesenen OPEC-Präsidenten Scheich Ahmed Al-Sabah, hat gemäß Anklageschrift zum ISL-Prozess mehr als 5,1 Millionen CHF kassiert.

Die Zahlungen sind in der Anklageschrift einzeln dokumentiert, zusammenfassend heißt es:

Read the Full Story

Milliardenverträge im Original, Korruptions-Gespenster aus Deutschland und andere FIFA-Notizen

 •  • 43 Comments

(Nachtlektüre für Hartgesottene, nicht nur für die FIFA-Propagandisten und deren Rechtsabteilung.

Anbei die Rohfassung jener Texte, die ich heute für verschiedene Medien fabuliert habe – ergänzt um einige einleitende Bemerkungen, die für sich betrachtet schon ziemlich lang geraten sind. Ich hätte gern noch etwas gründlicher gearbeitet, aber Mann soll nicht klagen, wenn es mal Aufträge gibt. Ginge es immer so wie heute, ließe sich sogar dauerhaft Recherchejournalismus finanzieren.

Aber nun genug der selbstreferenziellen Spitzen. Anbei meine Machwerke, leider aus Zeitgründen wieder weitgehend unverlinkt, wer mehr lesen will, klickt unten einfach auf die Zeile „verwandte Artikel“, dann kommen sie zum Vorschein, die feinziselierten, scharfzüngigen Analysen :)

* * *

Beginnen wir mit dem Aktuellen: Inzwischen hat sich der Blatter Sepp, ich hätte es mir denken können, in der Bild-Zeitung gemeldet und wohl einen offenen Brief geschrieben. Guido Tognoni hatte bereits angekündigt, dass Sepps Drohgebärden nicht Ernst zu nehmen seien.

Friede, Freude, Eierkuchen also zwischen Deutschen und der FIFA. Auch Fedor Radmann hält zum Sepp, wie ich immer gesagt habe. Gestern wurde Radmann schon im Berliner Tagesspiegel als Kronzeuge aufgerufen. Unfassbar, nachdem dieselbe Zeitung bereits falsch behauptet hatte:

In dieser Woche wurden der größten Sportorganisation der Welt Schmiergeldzahlungen in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro nachgewiesen.

Falsch, und zwar doppelt:

Read the Full Story

Muss das denn sein? Die Hall of Fame der IAAF.

 •  • 15 Comments

Ach Gott, jetzt leistet sich der Kleinganove Lamine Diack in seiner IAAF auch noch eine Hall of Shame Fame. Muss das denn sein? Offenbar muss das so sein. Die Trottel wollen das so. Also dann, damit Herbert und Walter und einige andere nicht wieder falsch behaupten, hier würde nur über Ostdeutsche und die lächerlich-absurd-feige Hall […]

Read the Full Story

Was vom Tage übrig bleibt (64): „Da ist überhaupt nichts dran falsch, etwas zu berichten …“

 •  • 9 Comments

Herbert Fischer-Solms hat gerade im Deutschlandfunk einen Schwerpunkt zum Bundestags-Sportausschuss gesendet, der seit Mittwoch die Öffentlichkeit aussperrt. Als Ergänzung zur bisherigen Berichterstattung über die Steuermittel verschlingenden Steinzeit-Kommunikatoren von CDU/CSU und FDP bieten sich diese drei Beiträge gewiss an: Was bisher geschah – meine Zusammenfassung: : Klaus Riegert (CDU/Schwäbischer Turnerbund) hat „an der Qualität einige Dinge“ […]

Read the Full Story

Was vom Tage übrig bleibt (62): FIFA Family at War

 •  • 3 Comments

Doch Jack kann auch ganz anders …

However. „Badfellas – FIFA Family at War“, so hieß schon vor Jahren ein Buch von John Sugden und Alan Tomlinson, die sich in den ersten Jahren der präsidialen Ära Blatter ein wenig mit den FIFA-Geschäften befassten.

FIFA Family at War – das gilt auch jetzt wieder. Und so langsam geht es ans Eingemachte.

Read the Full Story

Public Eye Awards 2010: Das IOC als übelstes Unternehmen des Jahres?

 •  • 5 Comments

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist drauf und dran, mal wieder einen einzigartigen Preis einzufahren. Nein, diesmal geht es nicht um gelegentliche feuchte Träume vom Friedens­nobel­preis. Vor einem Jahr errang das IOC den Titel „intransparentestes Unternehmen der Welt“. Dieser Tage, am Rande des Welt­wirt­schafts­forums in Davos, wo sich führende IOC-Mitglieder traditionell gern unter die ganz […]

Read the Full Story