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Was vom Tage übrig bleibt (86): FIFA, natürlich die FIFA

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Moin, moin. Und es war auch wieder eine aufregende Nacht.

1) Das Geständnis von Chuck Blazer schon gelesen? Habe es noch in der Nacht zur Lektüre aufgearbeitet. Die herrlichsten Geschichten stehen ohnehin in der Anklageschrift und dem CONCACAF-Bericht von 2013 und einigen Medien, die darüber im Laufe der Jahre ausführlich berichtet haben. Mein Favorit ist, glaub ich, die Nummer, dass Chuck seiner Katze auch ein Appartment im Trump Tower gemietet hat – auf CONCACAF-Kosten.

2) Inzwischen hat sich auch Jack the Ripper wieder per Video zugeschaltet und eine weitere Lawine an Enthüllungen versprochen:

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Nachtlektüre: das Geständnis von Chuck Blazer #FIFAcorruption

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Die amerikanische Justiz hat das nächste Dokument zur FIFA-CONCACAF-Korruption veröffentlicht, das seit einigen Stunden weltweit verhandelt wird: Die Geständnisse von Mr. Ten Percent Chuck Blazer, dem, wenn ich korrekt überflogen habe, viel mehr als 50 Jahre Gefängnis gedroht haben.

Das Dokument:

Das Justice Department hatte bereits vor einer Woche mitgeteilt:

On Nov. 25, 2013, the defendant Charles Blazer, the former CONCACAF general secretary and a former FIFA executive committee member, waived indictment and pleaded guilty to a 10-count information charging him with racketeering conspiracy, wire fraud conspiracy, money laundering conspiracy, income tax evasion and failure to file a Report of Foreign Bank and Financial Accounts (FBAR).  Blazer forfeited over $1.9 million at the time of his plea and has agreed to pay a second amount to be determined at the time of sentencing.

Die einzelnen Geständnisse:

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BREAKING: die Abstimmung zum neuen FIFA-Präsidenten

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WANTED: Jack Warner, Nicolás Leoz, Alejandro Burzaco, Hugo Jinkis, Mariano Jinkis, José Margulies

Interpol Red Notices vom 3. Juni 2015

ZÜRICH. Der Wunsch der Diskutanten hier ist mir Befehl. Beleben wir also eine gute alte Tradition und beginnen schon mal mit der Abstimmung über den neuen FIFA-Präsidenten, während FBI, IRS, SFO, die Bundesanwaltschaft, Jennings & Co noch ermitteln.

Ich hoffe auf rege Beteiligung. Teilen, tweeten, empfehlen!

Die Wahl kann nach Belieben manipuliert werden.

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live-Blog: das Wunder von Zürich – Sepp Blatter tritt (tatsächlich) zurück

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ZÜRICH. Bin noch den ganzen Tag hier. Am Tag nach dem angekündigten Rücktritt wird dieser Eintrag laufend ergänzt – mit Links, Anmerkungen und Dokumenten. Bis zum Ende scrollen …

2. Juni, 18.56 Uhr: Es ist aus. Das Spiel ist aus. Aus. Aus. Aus. Ciao, Sepp. Vor wenigen Sekunden ist Joseph Blatter (79) in Zürich zurückgetreten. Es soll so schnell wie möglich ein Außerordentlicher Kongress durchgeführt werden, um seinen Nachfolger zu wählen. Sitze gerade in den Büros des Schweizer Fernsehens, wo ich nachher in Der Club live diskutiere.

Ich habe nicht gejubelt. Ich schreie nicht. Ich nehme zur Kenntnis. Bei allem habe ich doch noch Respekt vor Sepp. Auf eine bestimmte Art. Wir haben viel erlebt, in gewisser Weise auch gemeinsam. Mir gehen zwanzig Jahre Arbeit durch den Kopf, viele Jahre und Bücher davon gemeinsam mit Thomas Kistner. Ich denke an Andrew Jennings, gerade vorhin haben wir wieder telefoniert und uns gefragt, wie lange es noch dauert.

Jetzt ist es soweit. Jetzt müssen weitere Rücktritte folgen. Die UEFA muss natürlich ebenso, sorry, gesäubert werden.

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Was vom Tage übrig bleibt (84): FIFA, Warner, Jennings, Jauch, Oliver …

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Fundstücke, Kurzkritiken, Lobeshymnen, Verrisse und Lesebefehle – aktuelle Notizen vom Tage. Freue mich über jede Ergänzung und Mitwirkung.

(1) Am jüngsten Video des Blatter-Stimmenbeschaffers und FIFA-Ganoven Jack Warner ist vieles lustig. Auch das:

(2) Ich beneide Peter Ahrens absolut nicht, die von der Jauch-Redaktion produzierte Inhaltsleere in Worte zu fassen. Er war sehr zahm, der Frühkritiker auf Spiegel Online, und gewiss auch ziemlich klug, es so sachlich und vorsichtig zu skizzieren.

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FIFA-Nachbereitung

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ZÜRICH. Hatte gerade auf dem Flughafen noch ein wenig Zeit, die Kommentare zu jenen Elaboraten zu überfliegen, die von mir zuletzt auf Spiegel Online verfasst wurden. Recht haben die Idioten, ich bin (alles Zitate):

  • ein Teenager
  • eine journalistische VollNULL
  • ein Nichtsmerker
  • ein kleines Journalistenlicht
  • Teil einer Spezies die mit Unvermögen glänzt
  • trunken vom Sieg über Theo Zwanziger
  • ein Herumschwadronierer

Zudem:

  • Weinreich möchte das aus Kolonialzeiten oder dem kaiserlichen Drei-Klassen-Wahlrecht stammende Abstimmungsverhalten bei der FIFA neu beleben. Das hat einen deutlich rassistischen Unterton

Gefällt mir.

Ich werde heute von zu Hause ein bisschen bloggen, muss aber nach meiner Rückkehr zunächst mal Fußball spielen. was mich vor allem interessiert, ich hoffe, da kann jemand helfen:

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live aus Zürich: der Tag danach im Home of FIFA

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ZÜRICH. Moin moin. Nun geht es hier also doch noch mit mir weiter. Bin gleich unterwegs auf den Zürichberg, wo Sepp in Kürze sein neues Exekutivkomitee versammelt. Mit dem schweigsamen Wolfgang Niersbach, der gestern leider so heftig mit sich und seinem Innersten gerungen hat, dass er glatt vergaß, auf dem FIFA-Kongress irgendetwas zu sagen und überhaupt mal ein Zeichen zu setzen. Leute, vergesst all den Unsinn, all die vielen Interviews – gestern war wichtig. Und da war wieder mal Handlungsstarre bei DFB/DFL-Vertretern. Wie immer. Es zählen nicht Worte, sondern Taten.

Aber gefühlige Texte über den ach so schwierigen Spagat, der einem wie Niersbach die Männlichkeit zu zerreißen droht, ob nun in einer großen „Nachrichten“agentur oder anderswo, die hat der Wolle Niersbach natürlich bekommen. Gestern durfte er auch noch in einem „Interview“ seine Sicht der Dinge loswerden, nachdem sein rückgratsloser Pressechef einen Großteil des Kongresses neben den Reportern verbracht hatte. Das ist ganz einfach.

Halten wir kurz mal fest. Natürlich ist Niersbach kein „Blatter-Kritiker“. Nie gewesen. Er ist Teil des Systems, verwoben mit Blatter, mehr noch mit Platini – und all den anderen.

So geht das, wenn man Rückgrat hat (und was anderes).

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live aus Zürich: FIFA-Krönungsmesse für Kim Il-Blatter

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ZÜRICH. Bevor es in eine kurze Nachtpause geht, mache ich schon mal den Beitrag für heute auf. Zum vierten Mal wird der Blatter Sepp heute im Amt als Jesus-Moses-Mandela-Churchill-Martin-Luther-King-Mutter-Teresa des Weltfußballs bestätigt. Mit all diesen Personen hatte ihn kürzlich der Verbandschef der DomRep verglichen, der heute natürlich auch wieder für Blatter stimmt. 1998 gewann er gegen Lennart Johansson, 2002 gegen Issa Hayatou, 2007 wurde er per Akklamation bestätigt, 2011 wurde ohne Gegenkandidaten, nun ja, gewählt. 2015 verliert Prinz Ali aus Jordanien gegen Blatter. Für den Prinzen endet damit auch die vierjährige Amtszeit im FIFA-Exekutivkomitee. Nachdem des Prinzen Schwester Haya, Zweitfrau des Herrschers Makhtoum von Dubai, der mich freundlicher Weise mal zum Frühstück geladen hatte, vor einem halben Jahr als Präsidentin des Reiter-Weltverbandes FEI zurücktrat und damit auch die ex officio IOC-Mitgliedschaft verlor, bleibt aus der jordanischen Königsfamilie nur noch Prinz Feisal in hohen Ämtern – als IOC-Mitglied noch einige Jahrzehnte.

Aber ich schweife ab, wie so oft. Es ist ja auch eine eigenartige Welt, die wir gemeinsam da beobachten.

* * *

Kaufen, Leute, und Journalismus finanzieren. Wer gute Geschichten und ein bisschen Analyse will, kann was dafür tun:

Das Ebook “2022” soll ein kleines Handbuch zur FIFA-Korruption werden. Mit Namensregister, Zeitstrahl, Dokumenten und vielen Links. (Verspätet) ab Ende Juni, danach bis Ende des Jahres monatlich aktualisiert und erweitert. Das Nachschlagewerk für das Smartphone. Ähnlich wie „Macht, Moneten, Marionetten“.

2022

Alles was derzeit passiert und uns den Atem raubt, wird darin auftauchen und dem Versuch einer Analyse und Einordnung unterzogen. Selbstverständlich. Oder hat jemand die 281 Seiten Anklageschriften aus den USA schon studiert, die das Justice Department gemeinsam mit FBI und IRS veröffentlichte? Hochspannend. Je mehr es kaufen, desto besser wird es, klare Kiste, Recherche kostet, jeder Leser kann etwas beisteuern.

* * *

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live aus Zürich: Götterdämmerung im Home of FIFA

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ZÜRICH. Moin moin. Und sie dreht sich noch, die Welt des Joseph Blatter. Noch. Doch seit gestern ist vieles anders. Dieser 27. Mai 2015 war ein historischer Tag. Seit gestern dürfen sich korrupte Funktionäre, und davon gibt es im Weltsport ja noch einige Tausendschaften mehr als jene 14, gegen die Anklage erhoben wird inklusive jener sieben, die im Baur au Lac verhaftet wurden, seit gestern dürfen sich diese Typen in der Schweiz nicht mehr sicher fühlen. Dazu habe ich ein wenig gedichtet, u.a. hier auf SpOn.

Ich denke, es ist völlig offen, ob am Freitag auf dem FIFA-Kongress gewählt wird.

Auch heute werde ich das Blog tagsüber, zwischen vielen Terminen und der Produktion, als Notizblock nutzen, gewiss ausführlicher als gestern. Zunächst nochmal der Hinweis auf ein Projekt, an dem ich seit einiger Zeit arbeite und das schon wieder fünf Monate verspätet ist, allerdings bleibt es brandaktuell, wie die Welt gestern wieder begutachten konnte: Das Ebook „2022“ soll ein kleines Handbuch zur FIFA-Korruption werden. Mit Namensregister, Zeitstrahl, Dokumenten und vielen Links. Ich werde das Büchlein bis ans Jahresende monatlich aktualisieren – wer bisher vergeblich drauf gewartet hat, bekommt dafür Vergünstigungen, die sich nicht mit denen messen lassen, die in der FIFA normalerweise gewährt werden, die aber von Herzen kommen.

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live aus Zürich: Razzia im FIFA-Hotel Baur au Lac #FIFAcorruption #Russland2018 #Katar2022

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ZÜRICH. Und schon wieder werden sämtliche Planungen über den Haufen geworfen. Wie wunderbar! Heute morgen wurden FIFA-Offizielle im Nobelhotel Bau au Lac festgenommen, in einer der FIFA-Absteigen hier in Zürich. Die New York Times wusste das, Dank traditionell guter Kontakte zu den Law Enforcement Agencies, offenbar vorab:

Dass das FBI ermittelt, wissen wir Dank Andrew Jennings seit einigen Jahren. Ausgangspunkt waren die Drecksgeschäfte des langjährigen FIFA-Vorstands und CONCACAF-Generalsekretärs Chuck Blazer.

Es wird spannend in dieser Kongresswoche. Wer hätte das gedacht. Nicht dass der ewige Sepp doch noch Schwierigkeiten bekommt. Sein Liebling Jeffrey Webb, der Banker von den Caymans, soll zu den Festgenommenen zählen. Die NYT nennt auch Uruguays Eugenio Figueredo, den ich gestern Abend noch an der Bar gesehen habe.

Stay tuned.

Pressekonferenz in NYC heute Nachmittag. Etliche FIFA-Termine hier.

Ich bin unterwegs in der FIFA-Stadt, werde in einigen Medien berichten und hier immer mal Notizen von der Front hinterlassen.

Viel Vergnügen.

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Jérôme Champagne beendet seine FIFA-Kampagne mit Attacken gegen Platini und die UEFA

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„The institutions have mobilized to eliminate the only independent candidate“, sagt Jérôme Champagne.

Er hatte angedeutet, dass es nicht reichen könnte und er seine Kandidatur für die FIFA-Präsidentschaft zurückziehen müsse. Das hat er am Sonnabend mit seinem achten Rundschreiben an alle 209 Nationalverbände getan. Er ist raus.

Er hat nur die Unterstützung von drei Verbänden erhalten, brauchte aber nach den neuesten Wahlregeln, die ich immer als Lex Champagne bezeichnet habe, fünf Verbände hinter sich. Ich habe vor zwei Jahren die ersten drei großen Texte von Champagne zur Zukunft der FIFA und im vergangenen Jahr auch sein Manifesto veröffentlicht. Deshalb hier nun auch sein aktuelles Schreiben in Gänze, das er heute Vormittag Medienvertretern schickte und in dem er vor allem die UEFA und das undurchsichtige Treiben von UEFA-Präsident Michel Platini kritisiert, ohne Platini, vom dem er nicht viel hält, namentlich zu erwähnen.

Mit dem Stand im präsidialen Rennen in der FIFA habe ich mich vergangenen Freitag ausführlich in einem Text auf der Plattform Krautreporter befasst: „FIFA-Präsidentschaft: eine schrecklich nette Familie“. Als Kandidaten müssen von der Ad-hoc-Wahlkommission also bestätigt werden:

  • Prinz Ali Bin Al-Hussein (Jordanien)
  • Michael van Praag (Niederlande)
  • Luís Figo (Portugal)

Dass Joseph Blatter bestätigt wird, ist keine Frage. Ein Problem könnte allenfalls Luìs Figo bekommen, Werbepartner des asiatischen Wettanbieters Dafabet.

Ich bin hoffentlich nicht der Parteinahme von Joseph Blatter verdächtig. Aber ich sage: Was die UEFA mit dem Feigling Michel Platini an der Spitze hier abzieht, ist ähnlich unappetitlich wie das System Blatter.

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