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Voting für Sepp Blatter: Wer soll die Fifa-Ethikkommission leiten?

Ich habe mir echt Sorgen gemacht, als ich vorhin den Beitrag über Lord Coe gepostet habe. Immerhin ist die Fifa-Ethikkommission derzeit ohne Boss. Was soll nur werden? Übernimmt jetzt Petrus Damaseb aus Namibia den Vorsitz, der nominelle Stellvertreter? Oder jemand anderes aus dem ehrwürdigen Gremium?

Ich denke, wir/Sie/also die Leser dieses Blogs sollten Joseph Blatter Hilfestellung leisten. Am Freitag, 10 Uhr, tagt die Ethik-Kommission im Fifa-Hauptquartier in Zürich. Ich habe aus den Mitgliedern der Ethik-Kommission und einigen illustren Vertretern aus dem Fifa- und Fußballbusiness, die mir auf die Schnelle einfielen, mal eine Liste gebastelt, über die abgestimmt werden kann. Das Voting endet am Freitag, 20. Februar, 8 Uhr, so dass ich noch vor der Sitzung eine Email mit unserem/Ihrem Favoriten nach Zürich schicken kann. Geht das in Ordnung?

Fußball-WM 2018/2022: die Kandidatenliste

Das Teilnehmerfeld am aufregendsten WM-Wettbewerb aller Zeiten steht fest. Einen Tag nach Meldeschluss teilt der Fußball-Weltverband Fifa soeben die Interessenten mit:

  1. Australien
  2. Belgien und die Niederlande
  3. England (Ausrichter 1966)
  4. Indonesien
  5. Japan (Co-Ausrichter 2002)
  6. Korea (Co-Ausrichter 2002)
  7. Mexiko (1970, 1986/für Kolumbien)
  8. Katar
  9. Russland
  10. Spanien und Portugal (Spanien war 1982 Ausrichter)
  11. USA (1994)

Im Vergleich zu den bisher auch von mir genannten Kandidaten gibt es folgende Änderungen: Bewerbungen aus China und Kanada liegen nicht vor – dafür haben die Koreaner noch einmal Lust auf die WM.

„Ungefähr zwölf Stadien“: Bewerbung um die Fußball-WM 2018/2022

Mal was anderes, bevor ich mich auf den Weg von Durban nach Kapstadt mache: Das ist der Fingerprintsensor an der Tür zu Sepp Blatters Büro. Da gibt es keinen Schlüssel.

fingerprint

Wer würde nicht seinen Finger gern mal da drauf legen und sich Zugang zu den gut behüteten Geheimnissen der Fußballwelt verschaffen. Aber ich schweife wieder ab, deshalb geschwind zum Thema:

„Ungefähr zwölf Stadien“, viel mehr braucht es eigentlich nicht, um eine Fußball-WM auszutragen. Nun ja, ein bisschen Infrastruktur noch, schon kann es losgehen. So steht es Im Zirkularschreiben des Weltverbandes Fifa zur Bewerbung um die Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Die Meldung des Tages kommt ja, wie ich finde, aus Indonesien. Denn neben Australien, England, Russland, Holland/Belgien, Spanien/Portugal, Katar, China, USA, Mexiko, Kanada, Japan (soweit mal die Liste echter und unechter Kandidaten) mag nun auch Indonesien mitbieten.

Das intransparenteste Unternehmen der Welt

Zugegeben, die Überschrift ist ein wenig übertrieben. Denn das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist nach einer Studie des One World Trust ja nur Schlusslicht von 30 untersuchten Organisationen und Unternehmen.

Aber ein passendes Schlusswort für dieses Jahr, das dem IOC („some elements of answer“) den Journalistenpreis „verschlossene Auster“ bescherte, ist es allemal. Die dem britischen Parlament nahestehende Stiftung One World Trust setzt das IOC im „Global Accountability Report 2008“ auf den letzten Rang.

Von den 30 geprüften Organisationen kommen NATO, IOC und IAEA ihrer Verantwortung am wenigsten nach

Viele der weltweit einflussreichsten Organisationen, sei es im Privatsektor (TNC), seien es Zwischenstaatliche (IGO) oder Nichtstaatliche (NGO), werden ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen, die sie direkt beeinflussen, nicht gerecht. Dies geht aus der heute veröffentlichten Studie des One World Trusts, einer weltweit bekannten Denkfabrik, hervor, die sich mit angemessenem Umgang der globalen Verantwortlichkeit (The Global Accountability Report) befasst.