eisschnelllauf

Der CAS macht es spannend: Pechstein muss warten

„Das ist ein Hammer“, sagt Pechstein-Fan Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) gemäß dpa.

Damit haben wir nicht gerechnet.

Warum auch, Heinze ist sportpolitisch ein kleines Licht, der es mit der Wahrheit nicht immer sehr genau nimmt, aber dafür nicht unparteiisch und auch nicht geizig agiert. Jedenfalls, der Welt-Sportgerichtshof CAS hat die Entscheidung im Fall Pechstein um rund zwei Wochen verschoben. Pechstein läuft also nicht beim Weltcup in Berlin-Hohenschönhausen am Wochenende. Ob sie überhaupt noch einmal läuft, entscheidet nicht der Sportkamerad Heinze.

Was vom Tage übrig bleibt (45): Play the Game, Simon-Dopingstudie, München 2018 & more

Es ist (wie immer) einiges liegen geblieben in den vergangenen Wochen. Liegenbleiben als Dauerzustand, wer kommt schon damit nach, alles Lesenswerte zu verlinken. Also, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, Lesebefehle:

Frontpage Play the Game magazine 2009

Das Magazin der Play the Game Konferenz 2009 in Coventry ist da – kostet als gedrucktes Werk 10 Euro und ist online frei erhältlich. (Ohne dass ich damit eine Kostenlos-Debatte anstoßen will.) Es sieht wirklich sehr schön aus, mit Ausnahme des Fotos auf Seite 4 (bitte nicht erschrecken), und der Inhalt ist ohnehin hochwertig.

Zum wiederholten Mal und der Vollständigkeit halber alle Magazine der Konferenzen von Play the Game:

Es ist übrigens immer wieder erstaunlich und bizarr, wie aufmerksam die Granden im IOC, in der FIFA, in der FIVB und etlichen anderen Weltverbänden die Machenschaften von Play the Game (und der dort auftretenden Funktionäre und Journalisten) verfolgen. Man könnte auch sagen: Bei der Zielgruppe kommt’s an – und das zählt.

Was vom Tage übrig bleibt (43): München 2018 wirbt mit hoch dekoriertem Anabolika-Doper

Einige Lesebefehle, querbeet:

Habe ich während und kurz nach der Leichtathletik-WM verpasst, zum Thema Kommunikationsherrschaft & more:

Ein JAKO-Nachtrag:

Die Blutkontrollen von Claudia Pechstein (2)

So sieht ein Blutproben-Set übrigens aus, eines der Firma Berlinger, und das ist keine Werbung, sondern dient der Erklärung eines schwierigen Sachverhalts.

BEREG-Kit für Bluttests von Berlinger

Die Abteilung Attacke des Lagers von Claudia Pechstein hat sich kürzlich zwar bei der „Recherche“ im Krankenhaus von Hamar sehr dämlich angestellt, was möglicherweise juristische Konsequenzen für den Späher haben wird. Im unmittelbaren Vorfeld einer vom Fernsehsender n24 am Donnerstag (11 Uhr) live übertragenen Pressekonferenz aber beweist man durchaus Geschick.

Was vom Tage übrig bleibt (38): Möchtegern-Dopingjäger jagt „Claudias Boyfriend“

Während die wegen dringenden Blutdopingverdachts gesperrte deutsche Rekord-Winterolympionikin Claudia Pechstein auf ihrer Webseite weiter – Achtung, Kommentar – Unsinn verbreitet und über „Möchtegern-Dopingjäger“ unter den Journalisten schimpft, wird der Fall spannender.

Mit den Elaboraten der Dame, die wohl eher von ihren Beratern fabriziert werden (die gern auch bei den vielen Interviews dabei sind und korrigierend eingreifen), will ich mich gar nicht weiter befassen. Kann jeder nachlesen. Viel interessanter ist, was einer dieser „Möchtegern-Dopingjäger“ gestern in der Süddeutschen Zeitung schreibt.

Lesebefehl:

Der „Möchtegern-Dopingjäger“ Thomas Kistner, der mir nicht ganz unbekannt ist, erzählt eine spannende Geschichte, die sich am 17. Juli 2009 in Hamar zugetragen hat, dort wo Claudia Pechstein 1994 Olympiasiegerin geworden war und im Februar 2009 nach wiederholt extrem erhöhten Retikulozytenwerten ihren vorerst letzten Wettkampf absolvierte:

Julio Maglione und die Präsidenten der olympischen Weltverbände

Der 73-jährige Julio César Maglione (Uruguay) löst heute in Rom den 76-jährigen Moustapha Larfaoui (Algerien) als Präsident des Schwimm-Weltverbandes FINA ab. Das ist nicht wirklich eine Verjüngung und auch nicht wirklich eine Wachablösung. Denn Maglione diente schon in der ersten Amtszeit von Larfaoui, der 1988 Präsident wurde, als Vizepräsident. Seit 1992 ist Maglione Schatzmeister der FINA. Er sitzt seit einem Vierteljahrhundert im FINA-Bureau, er trug die desaströse Politik seines IOC-Kameraden Larfaoui mit, der FINA-Ehrenpräsident wird. Es heißt, Maglione werde dem Unsinn der Schwimmanzüge ein Ende bereiten. Mag sein, aber das soll heute nicht mein Thema sein. Stattdessen ein wenig Statistik, ich bitte um Nachsicht.

Da sich in den vergangenen Jahren an der Spitze der derzeit 33 olympischen Fachverbände doch einiges getan hat, hier mal eine aktuelle Übersicht der Präsidenten, schon inklusive Maglione: