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Was vom Tage übrig bleibt (46): Jan Ullrich, Fuentes und 2219 Seiten BKA-Unterlagen

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Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass ... ULLRICH das Dopingsystem des ... Dr. FUENTES nutzte, ...

Screenshot ARD-Sportschau vom 18. Oktober 2009

Flink zwischendurch, bin mit anderen Themen beschäftigt: Ich weiß jetzt nicht, ob es immer noch jemanden gibt, der Jan Ullrich für einen Helden hält. Ist mir auch relativ egal. Als Lektüre aber sind die Berichte über Jan Ullrich, den Blutpantscher Eufemiano Fuentes und die 2219 Seiten, die das Bundeskriminalamt zusammen getragen hat, allemal zu empfehlen.

Exklusiv im Spiegel, gestern auch in der ARD-Sportschau (Video), heute Abend bei Sport Inside und anderswo. Nur auf Ulles Webseite fehlt noch eine Zusammenfassung der jüngsten Meldungen.

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Was vom Tage übrig bleibt (45): Play the Game, Simon-Dopingstudie, München 2018 & more

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Es ist (wie immer) einiges liegen geblieben in den vergangenen Wochen. Liegenbleiben als Dauerzustand, wer kommt schon damit nach, alles Lesenswerte zu verlinken. Also, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, Lesebefehle:

Frontpage Play the Game magazine 2009

Das Magazin der Play the Game Konferenz 2009 in Coventry ist da – kostet als gedrucktes Werk 10 Euro und ist online frei erhältlich. (Ohne dass ich damit eine Kostenlos-Debatte anstoßen will.) Es sieht wirklich sehr schön aus, mit Ausnahme des Fotos auf Seite 4 (bitte nicht erschrecken), und der Inhalt ist ohnehin hochwertig.

Zum wiederholten Mal und der Vollständigkeit halber alle Magazine der Konferenzen von Play the Game:

Es ist übrigens immer wieder erstaunlich und bizarr, wie aufmerksam die Granden im IOC, in der FIFA, in der FIVB und etlichen anderen Weltverbänden die Machenschaften von Play the Game (und der dort auftretenden Funktionäre und Journalisten) verfolgen. Man könnte auch sagen: Bei der Zielgruppe kommt’s an – und das zählt.

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The day after, Olympic Congress: IOC sperrt Journalisten aus*

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Rios Olympiagastgeber, Bewerber sind sie ja nicht mehr, haben eine hübsche Weltkarte der neuen olympischen Ordnung erstellt:

rio 2016 on the olympic world map

10.05 Uhr: Moin. Das Bella Center hat sich geleert. Mehr als 1000 Reporter, die gestern nur wegen Obama und der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2016 gekommen waren, sind längst wieder verschwunden. Für das olympische Tagesgeschäft interessieren sich weltweit nur wenige Dutzend Journalisten. Immerhin einige mehr, als gewöhnlich die Sitzungen des IOC-Exekutivkomitees, der FIFA-Führung und anderer wichtiger Weltverbände verfolgen. Aber doch eine erschreckend kleine Zahl.

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Was vom Tage übrig bleibt (43): München 2018 wirbt mit hoch dekoriertem Anabolika-Doper

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Einige Lesebefehle, querbeet:

Habe ich während und kurz nach der Leichtathletik-WM verpasst, zum Thema Kommunikationsherrschaft & more:

Ein JAKO-Nachtrag:

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Leichtathletik-WM, Tag 4: Robert Harting, das Adrenalin und die Dopingopfer

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7.58 Uhr: Ich glaube, ich bin schon wach. Weiß es aber nicht genau. Während ich noch recherchiere, ob ich tatsächlich wach bin und, sollte ich herausgefunden habe, dass ich wach bin, dann sicherlich den kürzesten Weg ins Olympiastadion ins Parkverbot ansteuere, spreche ich mal flink einen Lesebefehl aus:

  • Die Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung bastelt während der WM vom Hotel Sylter Hof aus am Blog: Mehr als Laufen

Ich war vergangenen Freitag zu einer Diskussion dort zu Gast und schwer beeindruckt von Engagement und Technik. Dumm nur, dass die Verhanldungen mit dem BOC, um den Kollegen für das Projekt Akkreditierungen ausstellen wollte, nach rund einem Jahr traurig endeten: Es gibt keine Akkreditierungen. Dabei ist doch so viel Platz im Stadion.

9.51 Uhr: Was ich gestern vergessen hatte. Am Nachmittag bekam ich einen Anruf von der Berliner Polizei. Dachte zunächst, irgendein Anwalt habe mich verklagt oder es sei bereits ein Haftbefehl ausgesprochen worden. Mein zweiter Gedanke war: die haben dein Auto abgeschleppt. Der Mann erkundigte sich aber nur freundlich nach der Demonstration, die ich vor dem Olympiastadion plane, ob ich denn die Verteilung von 20.000 Doping-Schutzmasken angemeldet habe. Er hatte davon in diesem Internetdingens gelesen. Ooops.

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Doppelpack: Abmahngebühren im Fall Pechstein

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Ich habe im gestrigen Beitrag zur „Fernseh-Talkshow“ (FAZ) im Fall Pechstein angedeutet, dass mich juristische Komplikationen ereilten. Ein wenig haben wir darüber schon diskutiert. Ich möchte nun in aller Kürze den Sachverhalt aufklären. Gestern um 18.28 Uhr hatte ich freundlicher Weise noch die komplette dreiseitige Argumentationshilfe der Anwälte von Claudia Pechstein online gestellt, die ich […]

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Was vom Tage übrig bleibt (40): der Kampf um die Deutungshoheit

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Um das auch mal zu sagen: Ich denke, dass ich in meinem Bericht in der Berliner Zeitung („Stempel auf der Stirn“) über die als Pressekonferenz getarnte PR-Nummer des Pechstein-Lagers ziemlich viele Argumente vermittelt habe, die dem Duo Grengel/Bergmann gefallen sollten. Zumal: Hier lässt sich sogar noch die Argumentationshilfe der Anwälte nachlesen, andere Beispiele ließen sich […]

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Die Blutkontrollen von Claudia Pechstein (2)

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So sieht ein Blutproben-Set übrigens aus, eines der Firma Berlinger, und das ist keine Werbung, sondern dient der Erklärung eines schwierigen Sachverhalts.

BEREG-Kit für Bluttests von Berlinger

Die Abteilung Attacke des Lagers von Claudia Pechstein hat sich kürzlich zwar bei der „Recherche“ im Krankenhaus von Hamar sehr dämlich angestellt, was möglicherweise juristische Konsequenzen für den Späher haben wird. Im unmittelbaren Vorfeld einer vom Fernsehsender n24 am Donnerstag (11 Uhr) live übertragenen Pressekonferenz aber beweist man durchaus Geschick.

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Was vom Tage übrig bleibt (38): Möchtegern-Dopingjäger jagt „Claudias Boyfriend“

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Während die wegen dringenden Blutdopingverdachts gesperrte deutsche Rekord-Winterolympionikin Claudia Pechstein auf ihrer Webseite weiter – Achtung, Kommentar – Unsinn verbreitet und über „Möchtegern-Dopingjäger“ unter den Journalisten schimpft, wird der Fall spannender.

Mit den Elaboraten der Dame, die wohl eher von ihren Beratern fabriziert werden (die gern auch bei den vielen Interviews dabei sind und korrigierend eingreifen), will ich mich gar nicht weiter befassen. Kann jeder nachlesen. Viel interessanter ist, was einer dieser „Möchtegern-Dopingjäger“ gestern in der Süddeutschen Zeitung schreibt.

Lesebefehl:

Der „Möchtegern-Dopingjäger“ Thomas Kistner, der mir nicht ganz unbekannt ist, erzählt eine spannende Geschichte, die sich am 17. Juli 2009 in Hamar zugetragen hat, dort wo Claudia Pechstein 1994 Olympiasiegerin geworden war und im Februar 2009 nach wiederholt extrem erhöhten Retikulozytenwerten ihren vorerst letzten Wettkampf absolvierte:

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Die Blutkontrollen von Claudia Pechstein

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Hier die von der ISU zwischen Februar 2000 und Februar 2009 gesammelten Blutwerte von Claudia Pechstein (in den ISU-Materialien wird die Übersicht „Exhibit 2“ genannt). Die Retikulozytenwerte stimmen nicht immer mit jenen überein, die im Beschluss der ISU-Disziplinarkommission und der dazugehörigen Pressemitteilung genannt werden. Über die Differenzen wurde monatelang verhandelt – die Argumente beider Seiten […]

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Was vom Tage übrig bleibt (36): Fall Pechstein & Olympia in Stuttgart

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Eine kleine Presseschau (fast ausschließlich, Überraschung am Ende) zum Fall Pechstein. Auf einige Beiträge wurde hier bereits verlinkt – anderes findet sich in den Kommentaren zum Fall. Erhellend und verdienstvoll, zwei Interviews aus der Zeitung Die Welt/welt-online: Interview von Jörg Winterfeldt mit dem Gutachter Max Gassmann: „Blutdoping – Pechstein musste gesperrt werden“ Sie muss sich […]

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Was vom Tage übrig bleibt (21): der Dopingkontrollfall Hoffenheim

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Um den Blick mal über Sinsheim hinaus zu weiten. Hat doch Uefa-Präsident Michael Platini kürzlich einen Urlaub von Dopingtests gefordert, hat doch Fifa-Medizinchef und Exekutivmitglied Michel D’Hooghe das Whereabout-System mit der Inquisition verglichen. Ach Gottchen, ob er weiß, wovon er redet? Jedenfalls, Wada-Präsident John Fahey sagte gestern auf dem alljährlichen Medien-Symposium im Olympischen Museum zu Lausanne:

You cannot have a time when you are clean and a time when you are not. It has to be a case of clean the whole time. If we want to have an effective test, you’ve got to have the ability to test anybody at any time.

I cannot see how you can say you only have to comply by the code for a particular period of the year and it’s a free-kick in a certain period called holidays.

Recht hat er: „Wada steps up fight with football“.

Es geht ums Prinzip. Im Großen wie im Kleinen. Wobei man trefflich darüber streiten könnte, ob die TSG Hoffenheim noch zu den Kleinen zählt. Soweit ich es überschaue, finden sich die besten Zusammenfassungen in diesen Blogs:

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