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Mama-Wunder

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Unbelievable, diese Dara Torres.

Genau das ist sie. Verschwindet immer mal für ein paar Jahre – und fällt damit aus allen Doping-Testprogrammen –, taucht dann wieder auf und ist, gegen alle Naturgesetze, schneller als vor 24 Jahren. Mit 41 qualifizierte sich Dara Torres gegen Mädels, die ihre Töchter sein könnten, souverän für die Olympischen Spiele in Peking, wo sie über 50 und 100 Meter Freistil sowie in der kurzen Freistil- und in der Lagenstaffel schwimmen wird.

Das Thema, in den USA zumindest im olympischen Sport eine große Nummer, ist vergangenen Woche während der Trials in Omaha in Deutschland leider etwas zu kurz gekommen. Jürgen Kalwa aber hat darüber geschrieben und befasst sich auch in seinem Blog American Arena ausführlich mit dem Mama-Wunder.

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Lopez Lomong: The Lost Boy of Sudan

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Ich habe gehofft, dass die Trials der US-Leichtathleten so enden würden. Ich habe für Lopez Lomong gehofft, einen der verlorenen Kinder des Sudan, der am letzten Tag der Trials in Eugene/Oregon im Finale über 1500 Meter stand. Wenn Lomong sich für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren sollte, würde auch seine Geschichte um die Welt gehen. Diese Geschichte, die Lomong zu Beginn der Trials erzählte, lässt einem den Atem stocken.

Ich hatte eigentlich vor, eine mp3-Datei ins Netz zu stellen, aber ich war zu blöd, das Gespräch mit Lomong in erträglicher Qualität aufzuzeichnen. So bereite ich jetzt meinen Text, den ich gestern einigen Zeitungen geschickt habe, fürs Netz auf. Seine Geschichte wird bis Peking und während der Spiele und auch danach noch hundert Mal in vielen Sprachen erzählt. Das ist gut so, sie kann gar nicht oft genug erzählt werden.

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Ein bisschen verkrampft

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Ist etwas blöd gelaufen für Tyson Gay bei diesen Trials. Seinen letzten Abgang aus dem Hayward Field von Eugene hat er sich anders vorgestellt, auf jeden Fall aufrechter.

Tyson Gay is helped off the track after an injury in the 200 meter quarterfinal on day 7 of the Olympic Trials at Hayward Field, July 5, 2008, in Eugene, Ore.

© Thomas Boyd/The Oregonian via flickr

Krampf im linken Oberschenkel, erlitten im Viertelfinale über 200 Meter, und schon hat Tyson Gay eine Chance weniger in Peking. Im vergangenen Jahr war er in Osaka Weltmeister über 100 und 200 Meter sowie mit der Sprintstaffel. Nach letzten Meldungen aus dem Krankenbett im Hilton Hotel kann die Sache glimpflich ausgehen, möglicherweise muss er nur 10-14 Tage pausieren.

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Zug: das Urteil

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Viel hat man ja nicht erwarten dürfen von der Urteilsverkündung im Prozess gegen ehemalige ISL-Manager. „Im Rechtsstaat gibt es keine Moraljustiz“, hat Marc Siegwart, einer der drei Richter, am Mittwoch gesagt. Was er damit meint: Es handelt sich zwar hier um den größten Korruptionsskandal der Sportgeschichte – 138 Millionen Schweizer Franken wurden an Sportfunktionäre gezahlt, … Read more

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„Marianne und die Kellerkinder“

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Bevor es hier wieder lebhafter wird – Pionierehrenwort! – muss ich einen Lese-Befehl aussprechen. Unbedingt umblättern, und zwar hier hin, Ralf Wiegand in der SZ über die „EM-Moderatoren bei ARD und ZDF“: „Vielleicht musste das noch einmal sein, dieses Sportstudio vom Bodensee, damit auch der Letzte erkennen konnte, was schief läuft im deutschen TV-Sportjournalismus. Denn … Read more

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„Der Kaiser ist schuld“

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Kurz vor dem Portugal-Spiel schnell noch eine Empfehlung: Ein wunderhübscher Text des Spaniers Santiago Segurola, übersetzt von Javier Caceres, aus der heutigen SZ: Es war einmal ein Kaiserreich: Wie der deutsche Fussball vom Herrscher Franz Beckenbauer und vom FC Bayern München zerstört wurde. via: Indirekter Freistoss

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Propaganda (II)

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Hier mal einige Infos zum putzigen „1. Deutschen Olympischen Sport-Kongress“, den der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Berlin austrägt und der in aller Stille von einer Hamburger Agentur vorbereitet wurde, die oft für die Telekom arbeitet und die Deutschland-Tour und derlei Kundschaft. Telekom, Radsport – das sind irgendwie die passenden Partner … Read more

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Die Verschlossene Auster

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Das Netzwerk Recherche, dessen Mitglied ich bin, das muss fairerweise gesagt werden, hat dem Internationalen Olympischen Komitee und stellvertretend dessen Vizepräsidenten Thomas Bach einen wunderbaren Journalistenpreis verliehen: die Verschlossene Auster für „Auskunftsverweigerung“, die „routinierte Verbreitung von Teilwahrheiten“, die „systematische Ausblendung heikler Themen“ und die „gezielte Abschottung von kritischen Sportjournalisten“. Wer mag, kann reinhören – mein Beitrag dazu … Read more

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IOC-Absurditätenkabinett

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ioc-2016-final

„Final result“ steht über dem Chart aus dem Bericht der IOC-Evaluierungs­kommission zu den Bewerbern für die Sommerspiele 2016, der vor wenigen Minuten veröffentlicht wurde. Demnach liegt Doha, Hauptstadt des winzigen aber steinreichen Emirats Katar, Austragungsort der Asienspiele 2006, einer mit den Olympischen Spielen problemlos vergleichbaren Veranstaltung, fast gleichauf mit dem vermeintlichen Olympiafavoriten Chicago. Vorn liegen Tokio und Madrid, gerade noch im grünen Bereich ist Rio de Janeiro. Der Bericht schreibt den Kataris sogar die Fähigkeit zu, Olympische Spiele auszurichten. Dennoch wurde Doha vom IOC-Exekutivkomitee in Athen heute Nachmittag aussortiert – wie Baku und Prag.

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Monopoly 2016

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In ein paar Stunden wählt das IOC-Exekutivkomitee im Athener Hilton Hotel die Finalisten im Wettbewerb um die Olympischen Sommerspiele 2016 aus. Die Entscheidung fällt dann auf der 121. IOC-Session am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen.

Es treten an und verabschieden sich heute auch gleich wieder (wie vor vier Jahren Leipzig in der ersten Runde): Die tapferen Sportkameraden aus Aserbaidschan mit ihrer Hauptstadt Baku und die Hobbybewerber aus Prag. Baku und Prag sind nicht ernst zu nehmen. Beide betrachten ihre „Bewerbung“ vor allem als touristische Promotion.

2016 Applicant City Logos 'Baku 2016' & und 'Prag 2016'

Ohne Chance auf den Finaleinzug: Die 2016er Bewerbungen aus Baku und Prag.

Mitunter dienen Bewerbungen, gerade die aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, aber auch als veritables Mittel der Geldwäsche. Anzeichen dafür gibt es viele. Vor einigen Jahren hat dies ein schwedischer Staatsanwalt, der sich mit Olympiabewerbungen beschäftigte, sogar mal laut ausgesprochen:

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King Rubén

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Oje, oje. Was muss ich da lesen! Einer der größten Altruisten des Weltsports sagt ¡adiós! Welch ein Verlust! Dr. Rubén! Auf der Webseite der Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) liest sich das so: Dr. Rubén Acosta (Mexico), President of the International Volleyball Federation since the Olympic Games in Los Angeles in 1984, has expressed his … Read more

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Olympische Propaganda

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Zur Frage der olympischen Propaganda habe ich mich gelegentlich geäußert. Das IOC hat seine eigene Vorstellung von Propaganda, die es zu verbieten gilt.

Sollten deutsche Sportler im August in Peking beispielsweise auf die Idee kommen, die Armbändchen „Sports for Human rights“ der Netzathleten zu tragen, dann würden sie bestraft. „Gold für Menschenrechte“ ist ebenso wenig erlaubt wie die Initiative französischer Sportler, ein Sticker mit der Aufschrift: „Pour un monde meilleur“.

Plastikbändchen und anderes nicht-lizensiertes Teufelszeug mit simplen, klaren Botschaften – geradezu unverfänglich, es steht ja nicht mal CHINA drauf – mag das IOC gar nicht. Die Olympische Charta, das Grundgesetz der olympischen Parallelwelt, sagt dazu schlicht: Propaganda.

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