Olympisches Bildungsmagazin
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Beiträge

Über den DOSB in Tokio, angebliche Intrigen und eine ganz eilig durchgeführte Kulturanalyse

URAYASU. Knapp zehn Stunden noch, bis das Feuer verlischt. Gerade läuft der zweite Teil der 138. IOC-Session mit der Aufnahme neuer Mitglieder und der Selbstbeweihräucherung durch den Großen IOC-Führer, The Greatest IOC Leader Of All Time (TGIOCLOAT/FDP). Um es kurz zu machen: Can you see my emotions, my goose bumps? Says the Great IOC Leader: „the feeling went to the Olympic venues. You could feel it, you could hear it, you could see it!“ We gave „hope and confidence not only to the Olympic community but to the entire world! Peace. Hope.“ Amen! pic.twitter.com/sSvQGyyPrs — SPORT & POLITICS (@JensWeinreich) August

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Black Card für den Modernen Fünfkampf

URAYASU. Einige Hintergründe zu einem der Aufreger aus deutscher Sicht: dem Modernen Fünfkampf, wo die Berlinerin Annika Schleu eine traumatische olympische Erfahrung machen musste, wie Sie alle längst wissen: Sie lag auf Gold-Kurs, dann verweigerte das ihr zugeloste Pferd die Arbeit. Rang 31 – von 36 – statt einer Medaille. So eine Situation möchte niemand erleben. Da brechen Welten zusammen. Ähnlich erging es der Peking-Olympiasiegerin Lena Schöneborn 2016 in Rio de Janeiro. Die bewegten bewegenden und erbittert diskutierten Bilder dazu finden Sie auf den Webseiten der TV-Rechteinhaber, auch die Interviews und die Tränen. Auf den Social-Media-Kanälen Ihrer Wahl finden Sie ebenfalls viel dazu – nebst allen

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Tokio, was vom Tage übrig bleibt: Athletenkommission, Terho, Isinbajewa, Timanowskaja, Mao Zedong, Talachadse

URAYASU. Beginnen wir mit dem sportpolitisch Aktuellen: Die Finnin Emma Terho ist zur Chefin der IOC-Athletenkommission gewählt worden. Eine offizielle Bestätigung und Mitteilung der Kommission/des IOC kam gerade via Twitter, Liam Morgan hat darüber bereits berichtet. Today the IOC Athletes‘ Commission elected their new chair Emma Terho (FIN) and vice chair Seung Min Ryu 👏congratulations👏 They will replace @KirstyCoventry and @DankaBartekova who complete their term at the #Tokyo2020 closing ceremony. — Athlete365 (@Athlete365) August 6, 2021 Warum ist das wichtig: Der Chef/die Chefin der Athletenkommission erhält automatisch einen Sitz im IOC-Exekutivkomitee. Zuletzt waren das Frankie Fredericks, Claudia Bokel, Angela Ruggiero

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Schneller als der Wind? Elaine Thompson-Herah jagt Flo-Jo

TOKYO/OLYMPIC STADIUM. Zwar haben wir heute Morgen schon den Fabel-Weltrekord von Karsten Warholm erlebt, der seine eigene Bestmarke aus dem Juni um 0,76 Sekunden verbesserte, ach was: pulverisierte. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es in 72 Minuten, um 21.50 Uhr Ortszeit (14.50 MESZ) nicht noch doller geht. Sie wissen schon, Elaine Thompson-Herah jagt über 200 Meter den Rekord von Flo-Jo. Alles kaum zu glauben, nicht wahr, Karsten Warholm?

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Was vom Tage übrig bleibt (2. August 21): Kristina Timanowskaja, das IOC und der mörderische olympische Diktator

TOKYO. Leute, es ist ein Wahnsinn. Die wichtigste und einzig wichtige olympische Frage des Tages lautet: Wie geht es Kristina Timanowskaja? Ist sie in Sicherheit? Wie geht es jener weißrussischen Sprinterin, die am Sonntagabend japanische Sicherheitskräfte und das Internationale Olympische Komitee (IOC) in einer dramatischen Aktion um Hilfe gebeten hat? So habe ich heute morgen den Newsletter 14 begonnen. Inzwischen hat sich alles weiter zugespitzt. Zunächst das Wichtigste: Kristina Timanowskaja ist in Sicherheit – sie erhielt Asyl von der polnischen Regierung und befindet sich in der polnischen Botschaft in Tokio. Offenbar sind ihr Mann und ihr Kind aus Weißrussland geflohen, schreibt der

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Tokio, was vom Tage übrig bleibt (31. Juli 21): Schneller als Flo-Jo, Wunderheilungen im Becken. Was darf man glauben?

TOKYO/URAYASU. Zunächst Nachrichten aus dem Maschinenraum, muss sein, danach zum Wichtigen: Es ist so lustig mit diesen Newsletter-Anbietern. Bei Nummer 12 streikte Revue, also musste ich mal eben zurück zu Mailchimp wechseln, das ich kurz zuvor für Revue verlassen hatte. Und eben, als Nummer 13 fertig war, streikt Mailchimp und erlaubt mir keinen Zugang mehr, weil der Server verdächtig erschien und meine vielen Anmeldeversuche aus Japan. Ach Leute. Also schnell zurück zu Revue. Die Auswahl und zwei Konten parallel zu haben, ist höchst praktisch. Dass bei diesen Instantwechseln allerdings so mancher Empfänger auf der Strecke bleibt, versteht sich leider von selbst. Schade, dafür kann ich mich nur entschuldigen –

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live aus Tokio: Florian Wellbrock

TOKYO AQUATIC CENTER. Caeleb Dressel gerade mit seinem sechsundneunzigsten Olympiasieg hier. Oder doch erst vier? Ich warte aber, ganz ehrlich, auf die 1.500m Freistil mit Florian Wellbrock, die in acht Minuten beginnen. Platz vier über 800m war ja zum Kopfschütteln: Wobei das Foto nach dem 1.500m-Vorlauf entstand, passt aber als Symbolbild. Sein Coach und Bundestrainer Bernd Berkhahn schaut übrigens gelegentlich hier vorbei, wie so viele Funktionäre, die es meist nicht zugeben. Emma McKeon aus Australien gewinnt die 50m. Jetzt aber. Der erste deutsche Schwimm-Olympiasieg seit 1992? Seit Dagmar Hase, ebenfalls aus Magdeburg? Quatsch: Natürlich seit Britta Steffen 2008 in Peking.

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live-Blog: Wachstumshormon, Zahnspangendarling, und ihre wunderschnellen Gefährtinnenen

TOKYO/OLYMPIC STADIUM. Ach kommt, lasst uns respektvoll die Zahnspangenlady abfeiern. Das ist hier doch eine schöne olympische Tradition, selbst wenn in diesem Theater nicht mehr Trilliarden Menschen zuschauen. Obwohl, wenn ich rechnen könnte wie ein IOC-Funktionär, dann käme ich vielleicht auch auf solche Zugriffszahlen. Zwei Screenshots, damals und heute: Wir haben sie erstmals in Peking gefeiert, die Shelly-Ann Fraser, jetzt Shelly-Ann Fraser-Pryce. Wer mag, kann die Suchfunktion benutzen. Sie ist nun, ohne Zahnspange, im Alter von 34 Jahren schneller als je zuvor. Ein glückliches Los, das sie mit einigen Sprinterinnen und Sprintern teilt, die alle Erkenntnisse der Physiologie in der

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Quadratur des Kreises: das olympische Programm

TOKYO. Karl Stoss hat einen der interessantesten Jobs bei den Olympischen Spielen. Der Österreicher ist Chef der Programmkommission des IOC. In dieser Funktion hat er auf der 138. Session vergangene Woche gerade die Einführung von Skibergsteigen für die Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina durchgezogen. In Tokio, und im nächsten halben Jahr bis zur IOC-Session in Peking, ist er schwer damit beschäftigt, das Programm dieser XXXII. Sommerspiele zu evaluieren. Er schaut sich täglich mehrere Wettbewerbe an – am Tag, als wir telefonierten, war er beim Judo und Mountainbike -, er hat seine ersten Siegerehrungen gleich am ersten Wochenende absolviert, im Tokyo Aquatic Centre,

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Tokio, was vom Tage übrig bleibt (29. Juli 21): die rassistische Kehrtwende

URAYASU. Ich weiß nicht, ob es Kameltreiber auf Fidschi gibt. Mir ist egal, welchen rassistischen Spruch ein dummer deutscher Radsportfunktionär möglicherweise für die Rugby-Olympiasieger aus dem Pazifik parat hätte. Doch diese Banknote zu Ehren der Flying Fijians wollte ich Ihnen nicht vorenthalten, vielleicht wird der Schein nach dem zweiten Olympiasieg neu aufgelegt – oder die Reserve Bank of Fiji macht gleich eine Serie draus. Eine Sieben-Dollar-Münze wurde nach dem ersten Erfolg in Rio de Janeiro auch herausgegeben. Und diese Nationalhymne erst! Schweigen, lächeln, genießen. Es wird kaum schöner werden bei diesen Olympischen Corona Spielen:

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Tokio, was vom Tage übrig bleibt (28. Juli 21): wenn Rassismus im deutschen Team folgenlos bleibt

UPDATE am Ende des Textes: Offensichtlich unter dem Druck der Öffentlichkeit – und nach internem Druck – hat die DOSB-Führung den Radsportfunktionär Patrick Moster nun doch nach Hause geschickt. Die Entscheidung erfolgte vor wenigen Minuten. URAYASU. Was berichten Weltmedien heute über das deutsche Olympiateam? Reuters zum Beispiel: Olympics-Cycling-German official apologises over racist remark caught on camera Ob das wirklich eine Entschuldigung war, weiß ich nicht, das schauen wir uns gleich an. Darum geht es: CN Rassismus racism Patrick Moster ist seit 2012 Leistungssportdirektor beim BDR, @wirsindradsport ist das so normal bei euch? pic.twitter.com/86jxeYYZJJ — babas (@buberrs) July 28, 2021 Reuters schreibt:

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