südafrika 2010

Südafrika 2010: „The kingdom of Fifa“

Kleiner selbstreferenzieller Nachtrag meiner Reise nach Südafrika. Es gab die eine oder andere Veröffentlichung, etwa dieses Interview auf „Project 2010“. Bei einer Diskussion im Radiosender SAfm über journalistische Verantwortung und WM-Berichterstattung hatte ich eine ordentliche kleine verbale Auseinandersetzung mit Derek Carstens, Chief Marketing and Commercial Officer des lokalen WM-Organisationskomitees. Wir haben Argumente ausgetauscht. Einen längeren Beitrag hat Colleen Dardagan, eine sehr kundige Kollegin, die sich seit Jahren mit der WM 2010 befasst, über mein Seminar in Durban geschrieben. Und siehe, kaum war der Text in The Mercury veröffentlicht, hat sie auch schon ein Interviewangebot von der Fifa bekommen: Sie spricht nun mit Hans „Grüezi“ Klaus, dem immer noch neuen Kommunikationsdirektor der Fifa. Manchmal schreibt die Fifa Leserbriefe, manchmal werden Interviews arrangiert. Was der Herr Klaus der Kollegin wohl erzählen will?

The Mercury, 4 February 2009 

Keeping a critical eye on Fifa and the World Cup

by Colleen Dardagan

Sepp, mitten in Afrika

(Achtung, gua: Am Ende dieses Beitrags ist ein Voting-Tool eingebaut. Die Abstimmung ist diesmal nur 24 Stunden möglich.)

Wo treibt sich eigentlich der Friedensnobelpreisanwärter herum?

Der Fifa-Präsident war gerade in Nigeria auf dem Kongress der Confédération Africaine de Football (Caf). In Afrika liegen die sportpolitischen Wurzeln des Joseph Blatter. Dort hat er seit 1975, als er als Direktor für Entwicklungs­pro­gramme bei der Fifa begann (und damals zeitweise von Adidas, der Firma seines Kumpels und ISL-Gründers Horst Dassler, bezahlt wurde), stets nur das Beste bewirkt. Er hat zum Beispiel jene Stimmen generiert, die ihn 1998 in Paris nach legendären Wahlnächten im Meridien Montparnasse Hotel zum Fifa-Präsidenten aufsteigen ließen.

Belthazar

Nachdem ich jüngst der Großmäuligkeit verdächtigt wurde, habe ich echt überlegt, ob ich lieber schweige, rang lange mit mir und kam schließlich darauf, dass ich es mir nie verzeihen könnte, nicht endlich wieder einen Gourmet-Tipp loszuwerden. (Jep, so verschachtelt sollten Leadsätze nie sein.) Ich meine, wer erinnert sich schon noch an das wunderbare Da Dong, an Meister Dong’s Spicy Fried Prawns und Juan Antonio? Was für ein feiner Abend! Also, mal hurtig Off-Topic, denn hier soll doch nicht immer nur hart gearbeitet werden, deshalb eben noch dies: Südafrika ist ein kulinarisches Paradies. Ich bin begeistert, werde jetzt aber kein Ganzkörperfoto veröffentlichen.

Johannesburg war nicht ganz so erfreulich, Durban mit seinen Indern und dem fantastischen Daruma (Sushi und Sashimi vom Feinsten) allerdings schon. Viel Zeit hatte ich ja leider nicht, den Kochtöpfen auf den Grund zu gehen. Meine Empfehlung: Das Belthazar an der Waterfront in Kapstadt. Seafood und Steaks. Weine! Ähnlich umfangreich wie die Weinliste – angeblich the largest wine bar in the world – ist nur die Liste der Auszeichnungen für das Belthazar. Und der Blick auf den Tafelberg ist auch nicht zu verachten.