[ Archive for 2009]

Bundesgericht lehnt vierten Pechstein-Antrag ab

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Zum Jahreswechsel: Die vierte Eilverfügung des Schweizer Bundesgerichts im Dopingfall Pechstein. Die fünfmalige Olympiasiegerin wollte an den kommenden Wettkämpfen teilnehmen, um sich bis zur letzten Nominierungsrunde des DOSB am 22. Januar ihre Olympiachance für Vancouver zu erhalten. Abgelehnt. Die Verfügung, wenige Minuten alt, wie gewohnt im Wortlaut. Schwierig zu konsumieren und doch eine gute Zusammenfassung […]

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Weihnachtspause

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Liebe Leute, ich muss gleich an den Herd. Es gibt Ente und Grünkohl. Ich wünsche allen angenehme Weihnachtstage und möchte mich für die Aufmerksamkeit, Diskussionsfreudigkeit, Hinweise, Korrekturen, Aufklärung, Kritik, Beleidigungen, Treue und natürlich auch für die Spenden bedanken, die mir das Jahr versüßt haben. Bin zwar schon seit zwei Wochen in einer Art Winterschlaf, der […]

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Olympia ohne Pechstein

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Man soll nie nie sagen, aber das dürfte es gewesen sein. Claudia Pechstein wurde Dreizehnte Vierzehnte (s. Aktualisierung am Ende des Textes) beim Weltcup in Salt Lake City. Selbst wenn die anderen Deutschen absichtlich langsamer gelaufen wären, hätte es nicht gereicht. Das Rennen ist ausführlich live kommentiert worden. Hier das Resultat der A-Gruppe: Egal was […]

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Fall Pechstein: die dritte Eilverfügung des Bundesgerichts

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Und noch einmal hat es Claudia Pechstein versucht. Mit dieser Verfügung stimmen wir uns so langsam auf das 3000-Meter-Rennen heute Abend ein (21.45 Uhr MEZ). Wie immer das Original, vielleicht auch wieder vor allen Nachrichtenagenturen. Diese Schnelligkeit kann ich, derzeit in Zürich auf dem Flughafen, übrigens nur mit modernem Technikeinsatz bieten, was wir gerade an […]

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Fall Pechstein: und noch eine Eilverfügung des Bundesgerichts

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LAUSANNE. Hier die taufrische zweite Verfügung des Bundesgerichts im Fall Pechstein, an dieser Stelle wie immer exklusiv im Original – und noch vor allen Nachrichtenagenturen. Diesmal hat Claudia Pechstein gegen ISU und DESG (sic!) versucht, ihre Teilnahme an den 1500 Metern und am Teamwettbewerb und den dazugehörigen Trainingseinheiten beim Weltcup in Salt Lake City durchzusetzen […]

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Weihnachten im IOC: Haya & Feisal und der Heilige Minos

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LAUSANNE. Ich muss schon sagen, die Internetverbindung ist heute sehr langsam im IOC-Hauptquartier. Ich fliege auch ständig raus. Erstmals musste man sich hier mit persönlichen Daten anmelden. Was das wohl bedeuten mag? Lässt Wolfgang Schäuble schön grüßen? Habe vorsichtshalber meinen kleinen Zweitbegleiter benutzt, auf dem nicht allzu viele Daten gespeichert sind, die böse Menschen saugen könnten. Nun aber zum Thema: Weihnachten in Lausanne.

Ordensvergabe unter dem IOC-Tannenbaum…

IOC-Präsident Jacques Rogge setzt die Traditionen seiner Vorgängers und mutmaßlichen KGB-Agenten Juan Antonio Samaranch fort. Unterm Tannenbaum im IOC-Hauptquartier gab es heute einen Olympischen Orden für den sagen- und skandalumwitterten Griechen Minos Kyriakou (Bildmitte, links neben seiner einige Jahrzehnte jüngeren Gemahlin).

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Uf widerluege, Hans Klaus!

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LAUSANNE. Dass ich Hans Klaus demnächst als FIFA-Kommunikationsdirektor verabschieden müsste, war mir spätestens vergangene Woche klar. Denn ich habe ihn vermisst in Südafrika. Derart wichtige Veranstaltungen ohne Mitwirkung des PR-Chefs? Undenkbar.

Ich verstehe Nicolas Maingot völlig, dass er mir nicht die Wahrheit gesagt hat, als ich ihn nach dem Verbleib von Hans Klaus gefragt habe. Nicolas Maingot wurde nun vom Mediendirektor zum Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ernannt. Denn Hans Klaus hat sich verabschiedet, wurde verabschiedet – in Sepps Reich ist das eigentlich egal.

Die FIFA-Pressemitteilung ist wunderbar formuliert, ein Kleinod:

FIFA und Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit gehen getrennte Wege

Wie heute bekannt wurde, haben sich die FIFA und ihr Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit getrennt. Grund waren unterschiedliche Ansichten bei der Kommunikationsstrategie.

Die FIFA dankt Hans Klaus für seinen Einsatz für die FIFA und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.

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WADA: Ten years – ten challenges

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By Dag Vidar Hanstad

OSLO. In the first week of December a meeting attended by many celebrities marked the 10th anniversary of the World Anti-Doping Agency (WADA) in Stockholm, Sweden. Not surprisingly the representatives agreed that WADA has been a great success. This was underlined by the president of the IOC, Jacques Rogge, who reminded the assembly about the status of anti-doping before WADA:

Anti-doping was ineffective, we had no standards for testing and no harmonization regarding sanctions. WADA has helped change attitudes towards doping and doping is now widely recognized for what it is: a corrosive evil that threatens the integrity of sports

… he said to the members of WADA Foundation Board in Stockholm City Hall.

The IOC is one of the organizations that carries out anti-doping work with more credibility than it could previously. Nevertheless, perhaps, the most significant development in the past ten years has been the increasing involvement of public authorities.

Governments have, in addition to their involvement in WADA, transformed a common policy into the UNESCO Convention which provides a legal framework in which all governments can address the use of drugs. Operations by governmental units, such as the police and customs, have unmasked drug use, for example BALCO in the USA and Operación Puerto in Spain. This seems to have taken anti-doping work in a new direction.

But despite these claims of progress anti-doping activity and WADA are still likely to face numerous challenges in the decade ahead. I have picked ten areas where I feel there is still work to be done.

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Pechstein läuft wieder – die superprovisorische Verfügung des Schweizer Bundesgerichts

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Melde mich jetzt ab zu einer kurzfristigen Reise in die Schweiz zum IOC, u.a. wegen der Weiterungen im Fall Pechstein.

Die wichtigsten Informationen zu diesem Beitrag stelle ich nachträglich ganz nach vorn. Gerade habe ich die superprovisorische Verfügung des Schweizer Bundesgerichts erhalten. So weit ich sehe, gibt es diese Verfügung sonst noch nirgends zu lesen. Exklusiv, für wenige Minuten :) voilà:

Verfügung vom 7. Dezember 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Bundesrichterin Klett, Präsidentin.

Claudia Pechstein, Beschwerdeführerin, vertreten durch Herrn Dr. Lucien W. Valloni und Dr. Thilo Pachmann, Froriep Renggli,

gegen

1. International Skating Union,
2. Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V.,

Beschwerdegegnerinnen.

Internationales Schiedsgericht; Ordre public, Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.

In Erwägung,

dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die Beschwerdeführerin während zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, für gesperrt erklärte (Dispositivziffer 3) und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union organisierten Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf erzielt hatte;

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Was vom Tage übrig bleibt (49): Lokalsport, Journalismus, Technologiefeindlichkeit

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Ich hatte auf einem elend langen Flug viel Zeit zum Schmökern. Einiges gebe ich flink mal als Lesebefehl weiter:

Überragend:

Außerdem, hochinteressant:

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„More than just a game“: PR auf Robben Island

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Eine Geschichte muss ich noch nachtragen, am Donnerstag auf Robben Island geschrieben, ergänzt mit einigen Links, Episoden und Beobachtungen.

Fähnchen schwenkende Jubelkinder beim Fotoshooting

Robben Island Begrüßungskomitee

ROBBEN ISLAND. Blitzende, glückliche Kinderaugen, Fußbälle. „Afrika, Afrika, Afrika“, rufen die Kinder und tanzen. „Ruft doch mal FIFA“, bittet ein Fotograf. „FIFA, FIFA, FIFA, FIFA“, schallt es zurück. Immer wieder, bis alle Bilder gemacht sind.

Lebensfreude auf der Gefängnisinsel. Das ist die Nachricht des Tages, denn der Fußball-Weltverband FIFA hat 250 Reporter nach Robben Island geschifft und das Event auf seiner Webseite umfassend dokumentiert.

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