Recent Posts

IOC-Countdown (25 Tage): what the six presidential candidates have to say about Russia’s anti-gay-law, Isinbayeva and Sochi 2014

 •  • 11 Comments

Wait and see.

While waiting:

I told the six gentlemen, candidates for IOC presidency, that I am going to publish their answers in length immediately upon receipt.

Continue Reading

Over the rainbow: the olympic parallel society

 •  • 11 Comments


A short summary of a twitter conversation which has started right after the homophobic comments made by Olympic pole vault champion and IOC’s official ambassador for the Youth Olympic Games 2010, Yelena Isinbayeva, in Moscow. Isinbayeva will be Mayor of the Athlete’s Village at the Winter Olympics 2014 in Sochi, Russia, in a country with a new anti-gay-law.

Of course one has to accept a freedom of opinion for Isinbayeva.

What did she say?

Read, for example, Mike Rowbottom at Inside the Games:

“We consider ourselves as standard people – women live with boys, boys live with women.”

“Of course, I don’t support this boycott and I’m also against this polemic,” she said.

“I feel sorry that they try to involve the athletes into this problem.

Continue Reading

IOC-Countdown (26 Tage): IOC-Buchprojekt, update 3 oder: wie die Crowd Journalismus und (manchmal) exklusive Informationen finanzieren kann

 •  • 15 Comments

Kleiner Morgen-Rant auf Twitter, nachdem ich via Google-Alerts etliche gleichlautende Agenturmeldungen lese, die gerade die deutsche Medien-Landschaft überschwemmen. Zum Beispiel hier.

“Was alles an Theorien aufgebaut wird, das ist schon verwunderlich. Es gibt fünf Gegenkandidaten, die selber gewinnen wollen. Ich spreche auch mit meinen Konkurrenten, es gibt keine Verschwörung gegen mich”, sagte der 59-Jährige im Gespräch mit der Sport-Bild.

Bach will sich am 10. September in zum ersten deutschen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees wählen lassen. Der Fecht-Olympiasieger von 1976 gilt als Favorit für das Amt des weltweit ranghöchsten Sport-Funktionärs. Laut Sport-Bild sollen jedoch mittlerweile in IOC-Kreisen die Kürzel “ABT” und ABB” die Runde machen. Sie stehen für “anyone but Thomas” und “anyone but Bach” (“jeder außer Thomas”, “jeder außer Bach”).

Anderswo ist von “unspezifischen Mediengerüchten” die Rede. Nun gut, wer keine Ahnung hat, nicht selbst vor Ort recherchiert, für den ist halt die ganze Welt “unspezifisch”.

Hier also, mein Rant:

Und hier die entsprechenden Links zu meinen Geschichten:

Es tut manchmal gut, Luft abzulassen. Habe mich längst wieder beruhigt und will mich gleich dem Kern der Sache nähern. Möchte aber noch anfügen, dass ich gerade online 1,70 Euro für diese Ausgabe der Sport-Bild investiert habe, um feststellen zu müssen, dass auf den zwei Seiten zu Bach (interessante Überschrift: “Geht seine Wahl den Bach runter?”) nicht viel mehr steht, als von den Nachrichtenagenturen verbreitet wurde.

Nun folgt ein kleiner praktischer Exkurs zum vom Sport-Bild-Haus Axel Springer initiierten obskuren Leistungsschutzrecht, denn ich wollte gerade die Passage, in der ABT und ABB erwähnt werden, aus meiner gekauften pdf-Datei kopieren, klappte beim ersten Versuch aber nicht, da wurde ich auf eine absurd-lustige Webseite gelenkt, die mir sagte, ich solle für das, was offenbar ohne Quellennennung von mir abgeschrieben wurde, eine Lizenz erwerben.

Continue Reading

IOC-Countdown (27 Tage): Kandidat mit Säbel oder: Bach lässt Anwalt Schertz schreiben

 •  • 19 Comments

Ein Wiedersehen mit guten Bekannten. Der so genannte Prominentenanwalt Christian Schertz betritt mit der ihm eigenen Rigorosität die Sportbühne.

Grit Hartmann hat (auch) das heute für die Berliner Zeitung aufgeschrieben. Lesebefehl!

In dem bestens recherchierten Text werden gewisse Zusammenhänge im westdeutschen Sportsystem beschrieben. Es tauchen auf: der ehemalige Tauberbischofsheimer Strippenzieher Emil Beck, BAL- und DLV-Chef Helmut Meyer, Chefmediziner Joseph Keul, Birgit Dressel, Horst Dassler (alle verstorben), Armin Klümper (im südafrikanischen Exil) und einige ehemalige Fechter.

Behauptet wird überhaupt nichts. Es wird eine gut dokumentierte Geschichte erzählt. Fakten, Fakten, Fakten.

Für den Beitrag hat Grit Hartmann auch dem IOC-Präsidentschaftsfavoriten Thomas Bach bzw. dessen Sprecher Christian Klaue überaus höflich Fragen gestellt. Bach ist ein Zeitzeuge.

Geantwortet hat Christian Schertz, den aufmerksame Leser dieses Blogs aus meiner langwierigen juristischen Auseinandersetzung mit dem ehemaligen DFB-Präsidenten und Bach-Gefolgsmann Theo Zwanziger kennen. (In deren Rahmen der jetzige DFB-Präsident und Bach-Gefolgsmann Wolfgang Niersbach etliche Unwahrheiten … aber lassen wir das.)

Grit Hartmann schreibt in der BLZ u. a.:

Der Meister des Floretts, der auch als Funktionär eher die feine Finte schätzt, zückt den Säbel. Fragt man in aller Zurückhaltung, ob er als aktiver Sportler mal behandelt worden ist von den Freiburger Ärzte-Gurus Armin Klümper oder Joseph Keul, lässt der Wirtschaftsjurist das volle Arsenal auffahren:

Sein Anwalt Christian Schertz droht mit „Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung“. Die mit einer solchen Frage „intendierte Unterstellung“ entbehre „jeglicher sachlicher Grundlage“.

Unterstellung? Das ist dann doch eine überraschende Interpretation für eine Frage, die Bach nicht selbst beantworten möchte. Sie hat ihn in Moskau erreicht im IOC-Wahlkampf. Dem Vernehmen nach sind die Ausläufer des deutschen Dopingtiefs auch dort angekommen, was Bachs nervöse Reaktion zu einem Teil erklären mag.

Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung, nachdem Fragen gestellt wurden?

Continue Reading

IOC-Countdown (28 Tage): Wer soll IOC-Präsident werden? #voting

 •  • 8 Comments

Heute in vier Wochen, am 10. September 2013, wird in Buenos Aires der neunte IOC-Präsident gewählt.

Hier ist das Wahllokal bereits geöffnet, ich darf doch bitten:

Who should become the 9th IOC president? - Wer soll am 10. September 2013 in Buenos Aires IOC-Präsident werden?

  • Der Stabhochspringer: Sergej Bubka (Ukraine)

    40.4%

  • Der Ruderer: Denis Oswald (Schweiz)

    18.7%

  • Der Lobbyist: Thomas Bach (FDP)

    18.6%

  • Der Segler: Ser Miang Ng (Singapur)

    8.6%

  • Der Banker: Richard Carrión (Puerto Rico)

    8.4%

  • Der Architekt: Ching-Kuo Wu (Taiwan)

    5.2%

Lade Umfragedaten…

Die IOC-Vollversammlung wählt am 10. September ab 16 Uhr MESZ (11 Uhr Ortszeit).

Dieses Wahllokal schließt am 10. September um 17.29 Uhr MESZ, eine Minute vor der Verkündung.

Für 17.30 Uhr MESZ ist in Buenos Aires die Präsentation des neuen IOC-Präsidenten geplant. Um 18.30 Uhr MESZ gibt er seine erste Pressekonferenz und um 20.00 Uhr MESZ einen Empfang.

Um den geneigten Blog-Besuchern die Wahlentscheidung zu erschweren, noch einmal die Programme der Kandidaten, die Anfang Juli weltweit exklusiv hier im Blog veröffentlicht wurden. Den Kandidaten ist es gemäß IOC-Ethikrichtlinien nicht erlaubt, ihre Programme öffentlich zu machen (die waren nur für IOC-Mitglieder bestimmt) und beispielsweise eine Webseite einzurichten.

Continue Reading

IOC-Countdown (29 days to go): Happy birthday, Sheikh Ahmad!

 •  • 10 Comments

MOSKAU. Ab heute läuft in diesem Theater der Countdown zur Wahl des IOC-Präsidenten. Am 10. September 2013 wird auf der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in Buenos Aires der neunte Präsident in 119 Jahren gewählt.

Es geht um die wichtigste Personalie der deutschen Sportgeschichte.

Und es müssen diese Fragen beantwortet werden:

  • Rettet sich der Favorit Thomas Bach (UDIOCM) als Sieger über die Ziellinie und beseitigt mit einem souveränen Erstrundensieg vielleicht gar alle Mutmaßungen, sein Vorsprung schmelze?
  • Oder können Ser Miang Ng (Singapur), Richard Carrión (Puerto Rico) oder Sergej Bubka (Ukraine) eine Überraschung schaffen?

All diesen Fragen werde ich mich ab heute täglich im Blog widmen. Ab Ende August beginnt dann das zweiwöchige Live-Blogging aus Südamerika, das mein/unser Buchprojekt ergänzt und erweitert. Vor der Wahl gibt es für alle Vorfinanzierer, Prämienbucher, Crowdfunder außerdem ein Dossier. Das Ebook erscheint in der zweiten Septemberhälfte.

Wenn Sie schon sonst kaum etwas Originäres finden zur IOC-Präsidentschaft in deutschen Medien, wenn schon kein anderer Journalist all diese wichtigen Termine wahrnimmt – hier bündelt sich vieles, live-Recherche, exklusive Informationen, erstklassige Gerüchte, Irrungen und Wirrungen eines Journalisten, der Irsinn der Branche und hoffentlich bald auch zu diesem Themenkomplex eine lebendige Diskussion.

Dazu morgen etwas mehr – zunächst im Newsletter (den Sie hier abonnieren können) für alle Crowdfunder, später im Blog.

Heute zunächst ein Hinweis auf meinen Liebling des Tages:

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag, lieber Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah!

Happy birthday, dear Sheikh Ahmad!

Der Scheich, selbst ernannter IOC-Königsmacher, feiert heute also seinen Fünfzigsten. Mein Lieblingsscheich. Einer, der einen Heidenspaß daran hat, im Konzert des Weltsports die erste Geige zu spielen. Was hat er sich vorgenommen für die zweite Lebenshälfte? Er will in Kuwait eine wichtigere Position einnehmen als zuletzt, als er mehrere Ministerposten bekleidete (und zwischenzeitlich als OPEC-Präsident amtierte). Und er will, wenn es in Kuwait nicht so klappen sollte, vielleicht in acht oder zwölf Jahren IOC-Präsident werden. Olympische Spiele am Persischen Golf wären auch ganz nett. Und überhaupt: Der Scheich will einfach nur spielen.

Continue Reading

From Russia with love (III): live-Blog mit Usain Bolt, Wasserstandsmeldungen zum IOC-Wettrennen

 •  • 19 Comments

MOSKAU. War spät gestern. Marschierte gegen vier Uhr aus dem Ukraina. Heute einige Frühstücksgespräche. Gleich wieder in die Höhle des Löwen und in viereinhalb Stunden im fein klimatisierten IAAF-Bus ins Luschniki-Stadion. Dort ab etwa 18 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MESZ) ein Live-Blog rund um den Auftritt von The Legend Usain Bolt.

Vielleicht wird die Frage der IOC-Präsidentschaft, deshalb bin ich hier, doch noch spannend. Dass der Favorit (UDIOCM) nervös wird, hatte ich bereits angedeutet. Wenn man mich fragt, und das passiert gerade in IOC-Kreisen gelegentlich, denn es treiben sich ja kaum andere Journalisten herum, aus Deutschland im Ukraina schon gar nicht, dann sage ich wahrheitsgemäß: Er scheint mir noch vorn zu liegen.

Und ich frage zurück: Wo sollen die anderen ihre Stimmen gewinnen? Für mich derzeit die Kernfrage, denn ich sehe nach wie vor ein paar Dutzend Unterstützer für das UDIOCM, aber ich sehe die nicht für andere.

Bloß, wie belastbar sind all das Getuschel, sind all die Gerüchte?

Was macht der Scheich gerade und vor allem: was macht er kommende Woche? Was macht Carrión, macht er überhaupt etwas? Was macht Bubka, der hier ja fast Heimvorteil hat?

Die Berater des UDIOCM geben sich ultimativ gelassen. Aber aus allen Richtungen hört man anderes. Manches, was so als elektronische Post verschickt wird und nicht nur von der NSA, sondern auch von anderen Menschen gelesen wird, signalisiert durchaus: Genervtsein. Panik? Schwimmen die Felle davon?

Fakt ist: Fast jeder aus dem Business will etwas zum derzeitigen sportpolitischen Top-Thema in Deutschland wissen, zur Dopingstudie. Alle denken daran, wie sich das noch auf Bach auswirken könnte.

Das sind alles so Punkte, die es weiter zu erörtern gilt. Am Ende soll ja ein Ebook stehen. (Und vielleicht noch eine Überraschung.)

Vielleicht wird der Live-Blog aus Buenos Aires von der IOC-Vollversammlung, der bestimmt vom 2. bis 10. oder 11. September gehen wird, aber auch der eigentliche Höhepunkt des Crowdfunding-Buchprojekts. Denn Bloggen hat doch seinen unwiderstehlichen Reiz, finde ich. Am Ende werde ich da wohl mehr Text produziert haben als im eigentlich Buch.

Aber nun: zurück an die Arbeit.

Ich melde mich in ein paar Stunden aus dem Luschniki-Stadion.

19.57 Uhr: Früher ging nicht. IOC-Buch ist wichtiger. Mein Bild von der Szene und dem präsidialen Treiben wird runder.

Das Halbfinale des Witzbolts habe ich auf meiner Odyssee durchs Stadion auf einer Sportlertribüne gesehen.

Auch das liebe ich so an den Russen. Einfach energisch mit der Akkreditierung wedeln, dann kommt man öfter mal dorthin, wo man nicht hinkommen sollte. Hier jedenfalls. Die Ordnungskräfte sind ziemlich relaxt, oder sagen wir vielleicht besser: Es kümmert sie nicht allzu sehr. Solange nicht Putin in der Nähe ist, wie gestern Abend. Dann stehen die Räder still. Und selbst IOC-Vizepräsidenten, drei habe ich gesehen, irren umher auf der Suche nach einer standesgemäßen Limo. Doch sie mussten, wie alle anderen warten, weil eine Stunde lang gar nichts ging. Kein Auto, kein Bus, durfte vom VIP-Bereich Luschniki verlassen. Auf diese Stunden und darauf, wer wo wann mit wem campierte, komme ich später noch oft zurück. Habe bis nachts um vier daran gearbeitet, Auskünfte einzuholen. Scheint mir wichtig. #Geheimnistuerei

Continue Reading

From Russia with love (II): Bolts Hebel, Putins Wille

 •  • 14 Comments

MOSKAU. Damit das schnell geklärt ist:

Heute Abend bisschen live-Bloggen aus dem Luschniki-Stadion von der Leichtathletik-WM und der kurzen Eröffnungsfeier mit dem Welt-Olympia-Boss Wladimir Putin.

Morgen, am Sonntag, dann abends live-Blog zum 100-Meter-Rennen mit dem Witzbolt, wie 2008, 2009 und 2012.

Meine Frage gestern hatte ein erbärmliches Echo: zwei Kommentare und eine Email. Oh Gott, muss ich mir Sorgen machen? Wollte eigentlich zur IOC-Session eine Million PIs täglich erreichen.

An den Vorhängen in seinem Instagram (auf den Link im folgenden Tweet klicken) erkenne ich übrigens, dass der Witzbolt in meinem Hotel wohnt bzw ich in seinem. Dann also gewiss in meiner Nähe, denn rund um mich herum kommen stets nur jamaikanische WM-Teilnehmer aus den Zimmern.

Mal sehen, was hier abgeht in der Nacht zum Montag.

(Auch) zum Bolt gab es übrigens am Donnerstag ein interessantes Interview mit dem Weitspringer Christian Reif. Ist immer gut, wenn ein toller Journalist (Thomas Hahn) auf einen klug reflektierenden Sportler (Christian Reif) trifft – davon hätte ich gern sogar noch mehr gelesen. Online ist das Gespräch leider nicht verfügbar (aber vielleicht habe ich das nur übersehen.)

Continue Reading

From Russia with love (I): Panikattacken des Präsidentschaftsfavoriten?

 •  • 8 Comments

MOSKAU. Endlich wieder im Kreise meiner zweiten Familie. Ich habe sie sehr vermisst in den vergangenen vier Wochen, die Olympic Family. Habe für vier Tage Stellung bezogen im legendären Hotel Ukraina, das jetzt Radisson Royal heißt, und beobachte das Treiben der IOC-Präsidentschaftskandidaten, habe die Olympiabewerbung 2020 und Putins Sportbattalione im Blick, so gut es eben geht.

Das Ukraina hat es mir übrigens angetan, wie die anderen sechs stalinschen Wolkenkratzer, die Seven Sisters. Sie üben eine merkwürdige Faszination auf mich aus. Das muss der russische Teil meiner Seele sein, oder der stalinsche? Jedenfalls, ich habe jetzt alle mal kurz besichtigt. Aber das ist eine andere Geschichte. Blöderweise ist das Ukraina so hoch und breit, dass ich es aus der Nähe einfach nicht aufs Bild kriege, habe es mit drei Kameras versucht, aber gerade keine Zeit, auf die andere Seite der Moskwa zu wandern und von dort aus abzudrücken. Deshalb, Fremdquelle (und aus dem Winter, war gerade nichts anderes greifbar), ein eigenes Foto wird nachgetragen:

Hotel Ukraina/Radisson Royal (c) Wikimedia

Hotel Ukraina/Radisson Royal, ©Rudolf Simon (cc-by-sa)

Momentaufnahme drinnen: Aus dem Aufzug kam eben Jacques Rogge mit Anne – die Blaulichter draußen warten schon, es geht zum Dinner. An der Bar, fünf Meter hinter mir, sitzen Juan Antonio Samaranch Junior, Craig Reedie und Richard Carrión; Alex Gilady ist gerade gegangen. Daneben am Tischlein haben die Amerikaner um Jim Scherr und Doug Arnot (beide ehemals USOC) Platz genommen, die für Aserbaidschans Diktator Ilham Äliyev und EOC-Präsident Pat Hickey 2015 die ersten European Games organisieren. Sie haben auch gerade einige IAAF-Funktionäre bearbeitet, etwa den Schweizer Hansjörg Wirz, Präsident des europäischen Verbandes. Denn die Leichtathleten machen bisher nicht mit bei den Europaspielen, von denen niemand weiß, warum Europa die braucht. Außer natürlich Äliyev und Hickey, die wissen, dass sie sie brauchen.

Continue Reading

Was vom Tage übrig bleibt (83): Gespräch zur Dopingstudie auf detektor.fm

 •  • 24 Comments

Ich habe dieser Tage einige Interviews zum Durcheinander und den Schlagzeilen über die Dopingstudie gegeben. Hier mein Gespräch auf detektor.fm.

Ich glaube, da ist zwei, vielleicht drei Mal geschnitten worden. Am Ende scheint es mir meine Antwort etwas zu entstellen, oder ich war so wirr und habe meine Schachtelsätze nicht mehr schließen können. Zu Beginn korrigiere ich den Moderator gleich zwei Mal, das mag nun etwas erstaunen, weil in der Sendevariante das, was ich aus meiner Sicht korrigieren musste, nicht mehr zu hören ist. Diese Anmerkung ist den Leipziger Internetradiomachern gegenüber nicht böse gemeint, ich glaube nur, das ist zur Erklärung nötig. Ich schätze Detektor.fm sehr.

Ich verlinke in letzter Zeit kaum noch zu Interviews, die jemand mit mir führt. Weil mir aber immer noch vieles überdreht erscheint und sich die inhaltlichen Zweifel an der Studie mehren, will ich gern meine Bedenken akustisch teilen.

Continue Reading