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Handball: IHF and Qatar ruin the big event

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Former chair of the IHF Playing Rules and Referees (PRC) Commission, Christer Ahl, takes the IHF and Qatar to task for inconsistent officiating and unfair advantages for the host nation.

This should have been the exciting, biennial competition, where all the focus would be on the star players and the entertainment and excitement they are able to offer. There would be an expectation of fair play and evenhanded refereeing, in the spirit of ‘let the best team win!’ But this time, the IHF and the Qatari host conspired in various ways, so that the focus instead was on the mercenaries of what purported to be a Qatari national team, the many advantages they obtained, and the totally inconsistent refereeing which often was the deciding factor in key games.

Can everything be bought?

It all started in 2011, when to the surprise of many, the IHF Council decided to award the hosting of the 2015 event to Qatar. Especially against the background of the more publicized affairs around the awarding of the 2022 football World Cup to Qatar, there have also been many suspicions and accusations surrounding the IHF decision for handball. It is ironic that the country favored to be awarded this event in 2015 was precisely France, the opponents of Qatar in the final, who now had to deal with the extra burden of being up against the home team and all that this implies.

But the main topic for many observers was that Qatar had imported eleven players to fill all the key positions on their team, taking advantage of their own rules for awarding ‘half citizenship’ in Qatar, in combination with the very lenient rules of the IHF regarding changes in citizenship. (By contrast, FIFA has much stricter rules in football). We find it normal that wealthy club teams use their resources to acquire the best players in the world, but we have come to expect, until now, that national teams are genuine national teams.

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Jérôme Champagne beendet seine FIFA-Kampagne mit Attacken gegen Platini und die UEFA

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“The institutions have mobilized to eliminate the only independent candidate”, sagt Jérôme Champagne.

Er hatte angedeutet, dass es nicht reichen könnte und er seine Kandidatur für die FIFA-Präsidentschaft zurückziehen müsse. Das hat er am Sonnabend mit seinem achten Rundschreiben an alle 209 Nationalverbände getan. Er ist raus.

Er hat nur die Unterstützung von drei Verbänden erhalten, brauchte aber nach den neuesten Wahlregeln, die ich immer als Lex Champagne bezeichnet habe, fünf Verbände hinter sich. Ich habe vor zwei Jahren die ersten drei großen Texte von Champagne zur Zukunft der FIFA und im vergangenen Jahr auch sein Manifesto veröffentlicht. Deshalb hier nun auch sein aktuelles Schreiben in Gänze, das er heute Vormittag Medienvertretern schickte und in dem er vor allem die UEFA und das undurchsichtige Treiben von UEFA-Präsident Michel Platini kritisiert, ohne Platini, vom dem er nicht viel hält, namentlich zu erwähnen.

Mit dem Stand im präsidialen Rennen in der FIFA habe ich mich vergangenen Freitag ausführlich in einem Text auf der Plattform Krautreporter befasst: “FIFA-Präsidentschaft: eine schrecklich nette Familie”. Als Kandidaten müssen von der Ad-hoc-Wahlkommission also bestätigt werden:

  • Prinz Ali Bin Al-Hussein (Jordanien)
  • Michael van Praag (Niederlande)
  • Luís Figo (Portugal)

Dass Joseph Blatter bestätigt wird, ist keine Frage. Ein Problem könnte allenfalls Luìs Figo bekommen, Werbepartner des asiatischen Wettanbieters Dafabet.

Ich bin hoffentlich nicht der Parteinahme von Joseph Blatter verdächtig. Aber ich sage: Was die UEFA mit dem Feigling Michel Platini an der Spitze hier abzieht, ist ähnlich unappetitlich wie das System Blatter.

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Supermacht mit Petrodollars: Katars Expansionsstrategie im Sport

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Der Jung-Emir Tamim Bin Hamad Al-Thani hat gut lachen. Läuft alles prächtig bei dieser Handball-WM, in die nicht nur mehr als 220 Millionen Dollar in drei nagelneue Tempel investiert wurden und für die eine komplette Nationalmannschaft eingebürgert wurde – was im IOC, dem Tamim angehört, eigentlich als verpönt gilt, aber das interessiert Tamim doch nicht.

Tamim hat 680 Journalisten die Reise zur WM und einen angenehmen Aufenthalt in Doha bezahlen lassen (dazu mein Beitrag im Magazin Krautreporter: “Katar, Petrodollars und die Journalisten”) und nach dem Sieg gestern gegen Deutschland freut er sich auf das Halbfinale seiner Söldner gegen Polen – und auf das Finale.

Gerade wird wieder heiß über Katar und seine Expansionspolitik diskutiert. Nicht nur am Beispiel der Handball-WM und des fulminanten PR-Stunts, viele Hundertschaften Journalisten zu finanzieren. Das Kulturkomitee des Europarats, das sich seit einigen Jahren mit Sportverbänden, Mega-Events, Korruption, Matchfixing und Good Governance befasst, bezeichnete die Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar als “zutiefst illegal” und “völlig vergiftet” und forderte eine Neuvergabe der WM.

Human Rights Watch hat heute seinen World Report 2015 (pdf) vorgelegt. Darin gibt es ein Kapitel zu Mega-Events, in dem Minky Worden so manche Mär der Sportkonzerne auseinander nimmt.

Ich möchte meinen Krautreporter-Text ergänzen mit einigen Anmerkungen zur Expansionspolitik Katars über den Sport und einigen Basics, die man drauf haben sollte. Dazu habe ich einige Auszüge aus meinem Buch “Macht, Moneten, Marionetten” überarbeitet. Derzeit schreibe ich noch wie wild am Ebook 2022″, in dem die Katar-Passagen ausgeweitet werden und das hoffentlich in ein paar Tagen in der ersten Version erscheinen kann. Also, für zwischendurch, auf die Schnelle …

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“Can we have football back, please?” #newFIFAnow #officialNONsponsor

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Was jeder tun sollte, dem an einer neuen FIFA gelegen ist: Die Petition von newFIFAnow zeichnen und die Idee teilen, liken, tweeten, retweeten, posten, verbreiten, weitersagen …

Jaimie Fuller (Chairman des Sportausrüsters SKINS) hat 2013 schon den Wechsel im Radsport-Weltverband UCI unterstützt. Nun engagiert er sich für eine neue FIFA. Für die so genannte Wahl Ende Mai ist es wohl zu spät. Aber vielleicht gibt es ein Leben nach Joseph Blatter.

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Ebook zur WM in Katar und zur FIFA-Korruption: “2022”

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Ende dieser Woche tagt das Exekutivkomitee der FIFA in Marrakesch und soll u.a. über den Antrag von Theo Zwanziger befinden (TOP 13.1.3), den Bericht des von der FIFA beauftragten Amerikaners Michael Garcia zu den WM-Vergaben 2018 und 2022 anonymisiert zu veröffentlichen. We’ll see. Derweil hat Andrew Jennings erste Dokumente aus dem Garcia-Material publiziert (und darüber, wie Blatter seinen potenziellen Herausforderer Harold Mayne-Nicholls ausbremsen will).

Es wird viele Schlagzeilen geben in dieser vorweihnachtlichen Woche. Viele verwirrende Schlagzeilen.

Ich will da ein wenig Ordnung schaffen.

Und deshalb bastle ich unter Hochdruck an einem zweiten Ebook.

“2022”

Die Wüsten-WM, FIFA-Korruption, Sklavenarbeit: das Nachschlagewerk zur umstrittenen WM 2022 in Katar, zu Russland 2018 und zur FIFA-Präsidentschaftswahl im Mai 2015.

cover "2022"

Meinen Ansatz habe ich im Ebook “Macht, Moneten, Marionetten” bereits angedeutet:

“2022” wird ein Fortsetzungs-Ebook.

  • Es wird insgesamt sieben Versionen einer großen Geschichte geben.
  • Denn ab Ende Januar 2015, wenn die Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaftswahl feststehen und die UEFA vielleicht noch ein Kaninchen einen Herausforderer für den greisen Patron Joseph Blatter aus dem Hut gezaubert hat, erscheint bis Juni monatlich mindestens eine Aktualisierung.

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Leseprobe “Macht, Moneten, Marionetten”: Liebesgrüße aus Moskau

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Wenn Ihnen diese Leseprobe zusagen sollte und Sie mehr wissen/lesen wollen – hier geht es zum Bookshop, am Ende dieses Textes können Sie durch einige Seiten des Ebooks scrollen.

Eine gekürzte Version des Putin-Kapitels, nur ein Dutzend von knapp 600 Seiten:

* * *

Stellen wir uns Wladimir Putin als einen ganz normalen Menschen vor.

Nicht als einen Wehrwolf. Nicht als einen Kriegstreiber. Nicht als einen besonders üblen Demagogen. Nicht als einen Paria. Nicht als einen Mörder. Nicht als einen Diktator. Oder als was er sonst noch bezeichnet wird in diesen Tagen.

Natürlich hat dieser Putin, der Mensch, so seine Gefühle. Manchmal zeigt er sie sogar. Aber selten so offen wie für einige Minuten am 9. August 2013. An jenem Tag wurde Anatoli Rachlin beigesetzt. Rachlin war für Putin ein zweiter Vater. Er war mehr als sein Trainer, der ihm Sambo und Judo beibrachte. Rachlin war ein Berater für alle Fragen des Lebens. Er saß manchmal sogar mit am Tisch, wenn Putin die Führung des russischen Judoverbandes versammelte und kund tat, was getan werden müsse, wenn er den europäischen Verband versammelte und verkündete, was getan werden müsse, wenn er Bosse des Weltverbandes versammelte und erzählte, was man tun könne und solle. Rachlin hat Putin und dessen Schulfreunden, den Rotenberg-Brüdern Arkady und Boris, Disziplin vermittelt beim Sambo- und beim Judotraining. So hat es Putin oft erzählt. Vor laufenden Kameras hat er zu Rachlins Beisetzung geweint, nicht nur in Russland, in aller Welt wurde darüber diskutiert, was das bedeute. Dann ließ er sich filmen, wie er, übermannt von seinen Gefühlen und seinen Gedanken nachhängend, allein eine leere, weil abgesperrte St. Petersburger Straße entlang schlenderte.

Er kann einfach nicht aus seiner Haut. Er muss inszenieren.

Trauerfeier für Anatoli Rachlin, August 2013

Trauerfeier für Anatoli Rachlin, August 2013. (Foto: President of Russia, Press and Information Office)

Sambo, Sie werden davon womöglich noch nichts gehört haben, ist eine vom NKWD und der Roten Armee erdachte Kampfsportart, die zuletzt eine rasante Entwicklung nahm, flink noch in das Programm der Asian Beach Games 2014 (ausgerichtet von Scheich Ahmad Al-Sabah), der European Games 2015 (ausgerichtet vom Diktator Ílham Alijew) integriert wurde und beste Chancen hat, im Rahmen der von Thomas Bach erdachten Agenda 2020 mit Unterstützung der Judo- und Ringer-Weltverbände bald bei Olympischen Spielen ausprobiert zu werden.

Wenn Putin das möchte.

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Das Video zum Buch

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Die Kollegen von extra 3 waren so nett, ein ziemlich perfektes Video zum Ebook “Macht, Moneten, Marionetten” zu produzieren.

Ich freue mich ohnehin immer wieder darüber, wie gern auf die Tätschelszene von Sepp und Mohamed Bin Hammam zurückgegriffen wird, die ich im Oktober 2003 in Doha gedreht habe. Auch in der heute show liefen jüngst zwei Blatter-Sequenzen, die Stammgästen dieses Blogs sehr vertraut sind. Zum Beispiel diese:

Wer es noch nicht getan hat, darf gern einen Kauf dieses Büchleins erwägen. Es lohnt sich:

Ein Dank an Johannes, der das extra3-Video entdeckt hat.

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“Macht, Moneten, Marionetten: ein Wegweiser durch die olympische Parallelgesellschaft”

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Was soll ich sagen. Es ist ein Buch. Anders als bisherige (Sport)bücher. Mit Datenanalyse Olympic Power Index zu 127 Weltsportorganisationen und 164 Nationen.

Ein Wegweiser durch den olympischen Dschungel.

  • Ein Arbeitsbuch.
  • Ein kleines Archiv mit etwa 2.000 Links, Abbildungen, Charts, Diagrammen, Tabellen und Dokumenten, ein wenig Video und Audio ist auch dabei.
  • Topaktuell mit einer ersten umfangreichen Besprechung der Agenda 2000 des IOC. Die jüngsten Entwicklungen rund um die FIFA und Katar, die Olympiabewerbungen 2022 und 2024 und v.a.m. sind bereits eingearbeitet.

Dieser Version werden weitere Ebooks folgen.

575 Seiten (variiert je nach bisheriger Version für Crowdfunder und Freiverkauf). Kostet 15 Euro, hier geht es zum Bookshop. Schlagen Sie zu.

Die Ansicht dieser bunten Seiten (Version 2.0) ist umsonst. Damit sollten Sie sich einen Eindruck machen können.

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“The FIFA files”

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Kann man mal machen, so ein Video, wie es die Sunday Times produziert hat. Denn die Recherchen von Heidi Blake und Jonathan Calvert vom Insight Team der ST sind etwas Besonderes. Gerade vor dem Desaster der so genannten FIFA-Ethikkommission wird wieder mal deutlich, wer in all den Jahren die wichtigsten Details über die flächendeckende FIFA-Korruption zusammen getragen hat: Journalisten. Zu wenige. Aber immerhin: Journalisten. Und Whistleblower, die nun von der FIFA-Ethikkommission verunglimpft werden.

Manch einer wird sagen: OMG, die feiern sich aber selbst. Ich finde, die dürfen das ausnahmsweise.

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