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> <channel><title>jens weinreich &#187; zensur</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/zensur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Die Internetfrage oder: &#8220;falsche Voraussetzungen&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/02/die-internetfrage-oder-falsche-voraussetzungen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2008/08/02/die-internetfrage-oder-falsche-voraussetzungen/#comments</comments> <pubDate>Sat, 02 Aug 2008 05:53:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[peking 2008]]></category> <category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[web 2.0]]></category> <category><![CDATA[zensur]]></category> <category><![CDATA[sportinformationsdienst]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=362</guid> <description><![CDATA[Oops, Dieter Hennig von der Redaktionsleitung des Sportinformationsdienstes (sid) zeigt Größe. Der sid zieht in einer &#8220;Richtigstellung&#8221; soeben seine gestrigen Meldungen zur angeblichen Aufhebung der Internetzensur in China zurück. Ich habe mich darüber gestern im ersten Teil meines Peking-Tagebuchs gewundert: Heute teilt der sid mit, bei den &#8220;Recherchen zur Einschränkung des Internets&#8221; sei man von [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Oops, Dieter Hennig von der Redaktionsleitung des Sportinformationsdienstes (sid) zeigt Größe. Der sid zieht in einer &#8220;Richtigstellung&#8221; soeben seine gestrigen Meldungen zur angeblichen Aufhebung der Internetzensur in China zurück. Ich habe mich darüber gestern im <a
href="http://jensweinreich.de/?p=346" target="_self">ersten Teil meines Peking-Tagebuchs</a> gewundert:</p><p><a
href="http://jensweinreich.de/?p=346"><img
class="aligncenter size-full wp-image-363" title="Peking, Tag 1, screenshot" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/peking-tagebuch-1-screen.jpg" alt="" width="500" height="383" /></a></p><p>Heute teilt der sid mit, bei den &#8220;Recherchen zur Einschränkung des Internets&#8221; sei man von &#8220;falschen Voraussetzungen&#8221; ausgegangen. Der Internetzugang des sid sei ein privilegierter Zugang, weshalb einige der normalerweise von den chinesischen Zensoren blockierten Internetseiten aufrufbar gewesen wären.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/08/02/die-internetfrage-oder-falsche-voraussetzungen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Das moralische Versprechen</title><link>http://www.jensweinreich.de/2008/07/30/das-moralische-versprechen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2008/07/30/das-moralische-versprechen/#comments</comments> <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 18:30:57 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[peking 2008]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[sommerspiele]]></category> <category><![CDATA[zensur]]></category> <category><![CDATA[kevan gosper]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=311</guid> <description><![CDATA[Auch wenn ich mich wiederhole: Der nette Herr hier links heißt Kevan Gosper und gehört (noch immer) zu den wichtigsten Funktionären des IOC. Das Foto ist gewissermaßen ein historisches, denn ich habe den Australier im April in Peking auf einer Pressekonferenz geblitzt, als er &#8211; was er gern macht &#8211; sich wieder mal eingemischt hat, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="alignleft size-full wp-image-191" title="Kevan Gosper, April 2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/gosper-beijing-05042008.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="101" height="167" align="left" />Auch wenn ich mich <a
href="http://jensweinreich.de/?p=190" target="_self">wiederhole</a>: Der nette Herr hier links heißt Kevan Gosper und gehört (noch immer) zu den wichtigsten Funktionären des IOC. Das Foto ist gewissermaßen ein historisches, denn ich habe den Australier im April in Peking auf einer Pressekonferenz geblitzt, als er &#8211; was er gern macht &#8211; sich wieder mal eingemischt hat, wenn Journalisten komische Fragen stellen. Er korrigiert dann gern. Es war jene Pressekonferenz im China World Hotel, auf der Gosper <a
href="http://www.iht.com/articles/ap/2008/04/01/sports/AS-SPT-OLY-Beijing-Internet.php" target="_blank">versprach</a>, Olympia-Berichterstatter würden in Peking freien Zugang zum Internet erhalten. Ist ja auch irgendwie selbstverständlich, die Bande (die Journalisten, meine ich) muss schließlich arbeiten, nicht wahr? Es ist hoffentlich durch die Meinungsfreiheit gedeckt, wenn ich bekenne, dieses und andere <a
href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument-druck.html?id=57119193&amp;top=SPIEGEL" target="_blank">moralische Versprechen</a> nie geglaubt zu haben. Und es scheint, als sei ich nicht gänzlich an der Wahrheit vorbei geschlittert. Das sage ich, selbst wenn mich Kevan Gosper, Chef der IOC-Pressekommission, ab Freitag in Peking wieder mit Missachtung und Interviewblockade strafen sollte. Denn die Schlagzeilen von heute lauten:</p><ul><li><a
href="http://www.news.com.au/story/0,23599,24105221-23109,00.html" target="_blank">IOC knew about internet restrictions</a>: The International Olympic Committee has admitted it knew China never planned to lift internet restrictions for journalists covering the Beijing Games, despite promises to the contrary. (<strong>AFP</strong>)</li><li><a
href="http://www.tagesschau.de/ausland/internetzensur100.html" target="_blank">Politische Recherchen unerwünscht</a>: China bricht Versprechen des freien Internetzugangs für Journalisten (<strong>Tagesschau.de</strong>)</li><li><a
href="http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/zensur-und-spionage-bei-olympia/" target="_blank">IOC sagt ja zur Zensur</a>: von wegen &#8220;völlig freie Berichterstattung&#8221; &#8211; die Olympia-Veranstalter haben mitgeteilt, dass einige Websites auch für internationale Journalisten gesperrt bleiben. Das IOC hat zugestimmt. (<strong>taz.de</strong>)</li><li><span
class="articolo_dossier"><a
href="http://www.asianews.it/index.php?l=en&amp;art=12886&amp;size=A" target="_blank">International Olympic Committee apologizes: we have &#8220;misled&#8221; the press</a> &#8211; </span><span
class="sottotitolo">Beijing admits that even journalists will be subject to restrictions on the internet. (<strong>AsiaNews.it</strong>)</span></li><li><span
class="sottotitolo"><a
href="http://www.abc.net.au/pm/content/2008/s2319437.htm" target="_blank">One world, one dream, one promise broken</a> (<strong>ABC radio</strong>)</span></li></ul><p><span
class="sottotitolo">Erstaunlich klar für ein IOC-Vergehen titelte die <strong>Deutsche Presse-Agentur</strong>:</span></p><ul><li><span
class="sottotitolo"><a
href="http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080730/tsp-wortbruch-des-ioc-internetzensur-akz-4b22da1.html" target="_blank">&#8220;Wortbruch&#8221; des IOC: Chinas Internetzensur akzeptiert.</a></span></li></ul><p><span
class="sottotitolo">Ich weiß nur nicht, warum man Wortbruch mit Gänsefüßchen rahmt. Die dpa-Meldung beginnt so:<span
id="more-311"></span></span></p><blockquote><p>Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sein Versprechen gebrochen, dass die 25.000 Journalisten bei den Sommerspielen in Peking &#8220;unzensierten&#8221; Zugang zum Internet haben werden. Ohnmächtig akzeptierten die &#8220;Herren der Ringe&#8221; am Mittwoch die chinesische Zensur des Internets. <strong>&#8220;Ich kann den Chinesen nicht sagen, was sie tun sollen&#8221;</strong>, sagte der Chef der IOC-Pressekommission, Kevan Gosper.</p></blockquote><p>Ich weiß auch nicht, warum beim Thema Zensur Gänsefüsschen benutzt werden. Es ist Zensur, was denn sonst. Wie das läuft mit den <strong><a
href="http://www.greatfirewallofchina.org/" target="_blank">Großen chinesischen Firewall</a></strong> und dem <strong>Projekt Goldener Schild</strong> kann man u. a. in der <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internetkontrolle_in_China" target="_blank">Wikipedia</a> nachlesen. Natürlich, jeder hätte es wissen können. Ich habe es bei zwei Peking-Aufenthalten selbst erlebt. Während die internationalen Webseiten von Reporter ohne Grenzen, Amnesty International oder Human Rights Watch blockiert waren, konnte man die deutschen Ableger der Organisationen, sofern vorhanden, meistens problemlos ansurfen. Aber es geht ja nicht nur um die Sperrung von Webseiten und Inhalten, es geht auch darum, dass die Chinesen und dass das IOC den Berichterstattern unzumutbare Bedingungen bieten. Den Wortbruch müssen sich alle IOC-Funktionäre &#8211; von Präsident Rogge über seinen Vize Bach bis zu Gosper &#8211; vorwerfen lassen. Wir leben im DSL-Zeitalter, wenn man den Berichten der Kollegen, die schon in Peking sind, glaubt, dann erinnert die Geschwindigkeit, mit der man in den Pressezentren und an den Wettkampfstätten online unterwegs sein kann, an Zeiten eines 14.400 kb-Modems (so eines hatte ich 1996 in Atlanta, um auf Compuserve die Nachrichten des Executive News Service zu saugen).</p><p>Das nächste Problem, dass unter dem Aspekt der Pressefreiheit nun ab morgen verschärft diskutiert wird, ist die Frage, wer die Hoheit über die Olympischen Bilder hat. Angeblich soll das TV-Signal, dass von einer IOC-Tochterfirma produziert wird, korrekt bei allen internationalen TV-Stationen ankommen. Für das chinesische Staatsfernsehen aber geht das Bild noch eine Weile auf die Reise, vereinfacht gesagt: hoch ins Weltall, wieder zurück &#8211; die Zeitverzögerung von 30 Sekunden bis einer Minute nutzen die Zensoren, um missliebige Bilder und Töne mit Schwarzbildern, Rauschen oder Tonausfall zu killen. So habe ich das im April im China World Hotel auch auf CNN und der BBC erlebt. Sogar O-Töne des IOC-Präsidenten Jacques Rogge wurden gekillt. Schon <a
href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,545814,00.html" target="_blank">damals</a> hat sich übrigens Kevan Gosper mächtig ins Zeug gelegt für die Pressefreiheit und solche komischen Sachen:</p><blockquote><p><strong>Das ist die Zensur. Da können wir nichts machen. Aber wir haben die feste Zusage, dass während der Spiele nicht zensiert wird.</strong></p></blockquote><p>Noch so ein abstruses Versprechen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/07/30/das-moralische-versprechen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> </channel> </rss>
