<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>
<channel>
	<title>jens weinreich &#187; wm-tickets</title>
	<atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/wm-tickets/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jensweinreich.de</link>
	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>SÃ¼dafrika, Tag 13: Allez les Bleus!</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/17/sudafrika-tag-13-allez-les-bleus/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/17/sudafrika-tag-13-allez-les-bleus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 20:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[korrektur]]></category>
		<category><![CDATA[match]]></category>
		<category><![CDATA[philippe blatter]]></category>
		<category><![CDATA[wm 2010]]></category>
		<category><![CDATA[wm-tickets]]></category>
		<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[infront]]></category>
		<category><![CDATA[kammer des schreckens]]></category>
		<category><![CDATA[mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼dafrika 2010]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8412</guid>
		<description><![CDATA[SANDTON. Sitze beim Thai am Mandela Square, schaue Mexiko vs Frankreich und bin erheitert, weil ich hoffe, dass die Mexikaner, die ich sehr mag, dem franzÃ¶sischen Drama der Arroganz und des verschenkten Talents endlich ein Ende machen und die Franzosen in eine Selbsthilfegruppe schicken. Doch zunÃ¤chst zum Business. Im gestrigen Beitrag &#8220;WM-Finaltickets gesucht?&#8221; sind mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SANDTON. Sitze beim Thai am Mandela Square, schaue Mexiko vs Frankreich und bin erheitert, weil ich hoffe, dass die Mexikaner, die ich sehr mag, dem franzÃ¶sischen Drama der Arroganz und des verschenkten Talents endlich ein Ende machen und die Franzosen in eine Selbsthilfegruppe schicken.</p>
<p>Doch zunÃ¤chst zum Business. Im gestrigen Beitrag <a title="WM-Finaltickets gesucht?" href="http://jensweinreich.de/2010/06/16/wm-finaltickets-gefallig-kein-problem-es-ist-alles-verfugbar/" target="_self">&#8220;WM-Finaltickets gesucht?&#8221;</a> sind mir leider zwei Ungenauigkeiten unterlaufen. Ich habe beide Sachverhalte in anderen BeitrÃ¤gen zuvor &#8211; hier und anderswo &#8211; korrekt wiedergegeben. Manches passiert in der Hektik des WM-GeschÃ¤fts.</p>
<p><a title="Infront" href="http://www.infrontsports.com/" target="_blank">Infront Sports &amp; Media</a> teilt mir soeben mit:</p>
<blockquote><p>Der Beitrag enthielt leider einige unzutreffende Informationen, die wir im Folgenden berichtigen:</p>
<ol>
<li>Sie schreiben: &#8220;Match ist eine Tochterfirma des Sportvermarkters Infront (&#8230;)&#8221; &#8211; das ist nicht richtig. Infront Sports &amp; Media hÃ¤lt einen Minderheitsanteil von lediglich fÃ¼nf Prozent an Match Hospitality (nicht Match Services) und ist/war entsprechend nicht am Verkauf der regulÃ¤ren Eintrittskarten fÃ¼r die FIFA WM 2010 beteiligt. Die Unterscheidung der beiden Firmen ist auf der Match-Website, auf die Sie in Ihrem Beitrag verlinken, erlÃ¤utert.</li>
<li>Sie schreiben weiter: &#8220;(&#8230;) einer der Teilhaber an Match ist Infront-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Philippe Blatter (&#8230;)&#8221;. Das ist ebenfalls nicht richtig: Philippe Blatter hÃ¤lt weder an Infront noch an Tochtergesellschaften bzw. Minderheitsbeteiligungen unserer Firma persÃ¶nliche Anteile. Infront Sports &amp; Media bzw. die VorgÃ¤ngerfirma KirchSport (bis 2001) unterhÃ¤lt bereits seit Ã¼ber zehn Jahren auf mehreren Ebenen GeschÃ¤ftsbeziehungen zur FIFA und nicht erst seit dem Antritt Philippe Blatters als Infronts President &amp; CEO im Juli 2006.</li>
</ol>
<p>Wir bitten Sie, die falschen Informationen und die daraus resultierende Argumentation zu korrigieren.</p></blockquote>
<p>Die Angaben sind im Beitrag korrigiert. Wie Ã¼blich wird das hier alles offen gelegt. Ich werde nicht um Details feilschen. Im Grundsatz sollte das Ticket-Desaster geklÃ¤rt sein, denke ich. Und ich werde dazu sicher noch einige BeitrÃ¤ge produzieren.</p>
<p>Nun zum gelegentlichen Grauen: <em>Gua, cf, Sternburg</em> &#8211; es gibt Neuigkeiten in der <a title="Die Kammer des Schreckens" href="http://jensweinreich.de/termine/kammer-des-schreckens/" target="_self">Kammer des Schreckens</a>, wenn auch nicht am bewegten Objekt exerziert.</p>
<p>Und wÃ¤hrend ich das schreibe: Ein wunderschÃ¶nes Foul im Strafraum der Franzosen. <strong>Zweinull</strong> fÃ¼r Mexiko. Ich denke, die werden schon noch was bieten bei dieser WM. Sie haben sich im ersten Spiel gegen SÃ¼dafrika schlecht verkauft.</p>
<p><strong>23.03 Uhr:</strong> Bevor ich&#8217;s vergesse. Zweite Notiz ans Finanzamt: Muss eine Kamera abschreiben, so richtig, geht das in Ordnung? Aus unerfindlichen GrÃ¼nden hat das Display meiner Sony Cybershot W sonstwas den Geist aufgegeben. Eine neue Kamera mit Exmor Sensor musste her. TrÃ¤n!</p>
<p><strong>23.09 Uhr:</strong> Ich geh dann mal an die FIFA-Bar. Programm fÃ¼r Freitag: Schreiben. Schreiben. In den Ellis Park fahren. Bloggen am TV: Deutschland vs Serbien. Live gucken: USA vs Slowenien. Bloggen. Nach Sandton fahren. TV-Gucken: Algerien vs England (und hoffentlich lÃ¤stern).</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/17/sudafrika-tag-13-allez-les-bleus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WM-Finaltickets gesucht? Kein Problem, es ist alles verfÃ¼gbar</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/16/wm-finaltickets-gefallig-kein-problem-es-ist-alles-verfugbar/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/16/wm-finaltickets-gefallig-kein-problem-es-ist-alles-verfugbar/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 09:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[enrique byrom]]></category>
		<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[joseph blatter]]></category>
		<category><![CDATA[match ag]]></category>
		<category><![CDATA[philippe blatter]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼dafrika 2010]]></category>
		<category><![CDATA[wm 2010]]></category>
		<category><![CDATA[wm-tickets]]></category>
		<category><![CDATA[andrew jennings]]></category>
		<category><![CDATA[infront]]></category>
		<category><![CDATA[jaime byrom]]></category>
		<category><![CDATA[match]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼ddeutsche zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[thomas kistner]]></category>
		<category><![CDATA[transparancy in sport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8346</guid>
		<description><![CDATA[SANDTON. Wie viel Geld tÃ¤glich in der â€žIl Ritrovo Loungeâ€œ umgesetzt wird? Genau weiÃŸ das keiner. Es ist eine Menge. Auffallend viele untersetzte Typen bevÃ¶lkern die Bar. Aus ihren Kehlen dringen harte nordenglische TÃ¶ne. Ihre Augen scannen stets die Umgebung. Manche bedienen drei Handys gleichzeitig. Anrufe, Textnachrichten, Emails. Sie verlassen hektisch ihre PlÃ¤tze, erwarten Klienten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SANDTON. Wie viel Geld tÃ¤glich in der â€žIl Ritrovo Loungeâ€œ umgesetzt wird? Genau weiÃŸ das keiner. Es ist eine Menge. Auffallend viele untersetzte Typen bevÃ¶lkern die Bar. Aus ihren Kehlen dringen harte nordenglische TÃ¶ne. Ihre Augen scannen stets die Umgebung. Manche bedienen drei Handys gleichzeitig. Anrufe, Textnachrichten, Emails. Sie verlassen hektisch ihre PlÃ¤tze, erwarten Klienten. Die Anspannung ist offensichtlich. Die MÃ¤nner sind TickethÃ¤ndler. Es lÃ¤uft nicht gut, und ihr Risiko wÃ¤chst tÃ¤glich.</p>
<p>Auch Enrique Byrom wuselt herum, Mitinhaber der skandalumwobenen Agentur MATCH, die fÃ¼r den Weltverband FIFA exklusiv mit den WM-Tickets und Hospitality-Paketen dealt. Byrom sondiert die Lage, versucht hier und da zu schlichten. Auf ihn sind die MÃ¤nner nicht gut zu sprechen, die verzweifelt versuchen, die Ware abzusetzen. Alles ist noch zu haben. Tickets fÃ¼r jedes WM-Spiel in beinahe sÃ¤mtlichen Kategorien. Brasilien, Deutschland, Argentinien, Spanien sehen? Kein Problem. Nicht mal fÃ¼r Wucherpreise.</p>
<p><a title="MATCH AG" href="http://www.match-ag.com/hospitality.html" target="_blank">MATCH</a> ist eine <span style="text-decoration: line-through;">Tochter</span> Firma des Sportvermarkters Infront, der japanischen Agentur Dentsu (langjÃ¤hriger ISL-Partner bzw. Teilhaber) und der mexikanischen BrÃ¼der Jaime und Enrique Byrom.</p>
<p><em>Nachtrag, 17. Juni 2010, Feststellung von Infront:</em></p>
<blockquote><p>Infront Sports &amp; Media hÃ¤lt einen Minderheitsanteil von lediglich fÃ¼nf Prozent an Match Hospitality (nicht Match Services) und ist/war entsprechend nicht am Verkauf der regulÃ¤ren Eintrittskarten fÃ¼r die FIFA WM 2010 beteiligt.</p></blockquote>
<p>Die undurchsichtigen GeschÃ¤fte der Byrom-BrÃ¼der sorgen seit Jahrzehnten fÃ¼r Irritationen und Skandale. Immer wieder werden sie von der FIFA mit Exklusivrechten bedacht â€“ auch diesmal hatte der Vertrag den <a title="BAZ: Hielt Blatter seinem Neffen einen Millionenauftrag zu?" href="http://bazonline.ch/sport/fussball/Hielt-Blatter-seinem-Neffen-einen-Millionenauftrag-zu/story/23742866" target="_blank">Geruch</a> <a title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org/Blatter_takes_off_his_tie/blatter_takes_off_his_tie-page1.html" target="_blank">der</a> <a title="SZ: Alles bleibt in der Familie" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-weltmeisterschaft-alles-bleibt-in-der-familie-1.55538" target="_blank">Vetternwirtschaft</a>, denn <span style="text-decoration: line-through;">einer der Teilhaber an MATCH ist </span>Infront-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer <a title="We are the Blatter family!" href="http://jensweinreich.de/2010/06/10/sudafrika-tag-6-we-are-the-blatter-family/" target="_self">Philippe Blatter</a> ist Neffe des FIFA-PrÃ¤sidenten Joseph Blatter.</p>
<p><em>Nachtrag, 17. Juni 2010, Feststellung von Infront:</em></p>
<blockquote><p>Philippe Blatter hÃ¤lt weder an Infront noch an Tochtergesellschaften bzw. Minderheitsbeteiligungen unserer Firma persÃ¶nliche Anteile. Infront Sports &amp; Media bzw. die VorgÃ¤ngerfirma KirchSport (bis 2001) unterhÃ¤lt bereits seit Ã¼ber zehn Jahren auf mehreren Ebenen GeschÃ¤ftsbeziehungen zur FIFA und nicht erst seit dem Antritt Philippe Blatters als Infronts President &amp; CEO im Juli 2006.</p></blockquote>
<p>Das GeschÃ¤ft ist lukrativ, angeblich erwartete MATCH einen dreistelligen Millionengewinn. Doch diesmal verkalkulierte man sich total. Als hÃ¤tten die FIFA-GeschÃ¤ftemacher nie von einer Weltwirtschaftskrise gehÃ¶rt, als wÃ¼sste man nicht, dass die WM im sÃ¼dafrikanischen Winter ausgetragen wird. Die exorbitanten Preise, die sie selbst kreierten, und die Diskussionen Ã¼ber die Sicherheitslage in SÃ¼dafrika schreckten potenzielle Kunden ab.</p>
<ul>
<blockquote>
<li>Transparency in Sport:Â <a title="Andrew Jennings, Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org/World_Cup_Tickets_Disaster/world_cup_tickets_disaster(page1).html" target="_blank">World Cup Tickets Disaster</a></li>
<li><a title="Sepp Blatter oder: Interviews vs Hintergrundberichte" href="http://jensweinreich.de/2010/04/27/sepp-blatter-oder-interviews-vs-hintergrundberichte/" target="_self">Sepp Blatter oder: Interviews vs Hintergrundberichte</a></li>
</blockquote>
</ul>
<p>Im Dezember wurden die WM-Vorrundengruppen ausgelost. Bis dahin hatte man das Problem verdrÃ¤ngt. Vier Wochen spÃ¤ter offenbarte MATCH in einem Workshop mit jenen Firmen, die fÃ¼r teure Lizenzzahlungen als UnterhÃ¤ndler agieren, das AusmaÃŸ des Dilemmas: Weit mehr als eine Million Karten waren noch auf dem Markt. In den Hospitality-Programmen waren zu manchen Spielen noch 90 Prozent der Tickets zu haben. So entschied sich die FIFA, bei Privatkunden um Business-Tickets zu werben. Ein einmaliger Vorgang.</p>
<p>Der Notfallplan im Original, vorgestellt auf dem Workshop:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8353" title="Sales strategy MATCH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/salesstrategy-web.gif" alt="" width="530" height="394" /></p>
<p>Die FIFA startete eine PR-Offensive und lud ausgewÃ¤hlte Journalisten nach ZÃ¼rich zu so genannten Ticket-Workshops. GeneralsekretÃ¤r Jerome Valcke damals:</p>
<blockquote><p>â€œWir mussten begreifen, dass die Welt sich Ã¤ndert und es zurzeit auch wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage nicht mehr so einfach ist fÃ¼r die Fans, ans andere Ende der Welt zu fliegen um FuÃŸball zu gucken. Deshalb werden wir bis zum letzten Moment alles versuchen und allen, die sich in den nÃ¤chsten Tagen entscheiden, bestmÃ¶gliche Angebote machen.â€?</p></blockquote>
<p>Tickets kamen zu Schleuderpreisen auf den Markt und wurden in SÃ¼dafrika frei verkauft, nicht mehr nur online. Vor wenigen Tagen sind sogar 38.000 Hospitality-Tickets, zehn Prozent des Kontingents, in den Freiverkauf gelangt. â€œEs war eine schwierige Situation. Definitiv liegen wir unter den Erwartungen. Definitiv wird der Tickethandel bei dieser WM fÃ¼r MATCH keine profitable Nummer, sagt Valcke vier Tage vor dem ErÃ¶ffnungsspiel. 5.000 Tickets werden jetzt angeblich noch tÃ¤glich abgesetzt. In FIFA-Kreisen wird gemurmelt, nach diesem Desaster kÃ¶nne Sepp nicht an seinem Neffen festhalten und werde mÃ¶glicherweise den Vertrag mit MATCH kÃ¼ndigen, der ja auch die WM 2014 beinhaltet.</p>
<p>Mal abgesehen von den Sorgen der TickethÃ¤ndler: FÃ¼r den normalen Fan ist das wunderbar. Wann hat man als Normalsterblicher schon Gelegenheit, ein WM-Finale fÃ¼r 800 US-Dollar zu verfolgen â€“ und dabei den ganzen Tag bewirtet zu werden? Einmal im Leben.</p>
<ul>
<li>Simon Riesche auf 11freunde.de: <a title="11freunde.de" href="http://www.11freunde.de/international/130588" target="_blank">&#8220;Der fairste WM-Schwarzmarkt aller Zeiten: WeiÃŸwein in der Prinzenloge&#8221;</a></li>
</ul>
<p>FÃ¼r 800 bis 900 Dollar sind die billigsten Finaltickets noch zu haben. Das Problem ist nur: Wer will deshalb extra nach SÃ¼dafrika fliegen und ein Mehrfaches des Ticketpreises fÃ¼r FlÃ¼ge und Hotels ausgeben?</p>
<p>Einige unter denen, die im FIFA-Hotel â€žMichelangelo Towersâ€œ, in der angrenzenden Shopping Mall und auf dem Mandela Square herumwuseln, sind offizielle Agenten, die viel Geld fÃ¼r die Exklusivrechte an MATCH Ã¼berwiesen haben. Sie mussten Karten fÃ¼r den so genannten â€žface valueâ€œ, den aufgedruckten Preis, und einen saftigen Aufschlag kaufen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8354" title="MATCH: Sales Agent Network" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/salesagentnetwork1-web.gif" alt="" width="530" height="394" /><img class="aligncenter size-full wp-image-8355" title="MATCH: Sales Agent Network" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/salesagentnetwork2-web.gif" alt="" width="530" height="396" /></p>
<p>Manche von ihnen tragen kurze Hosen, aber davon sollte sich niemand tÃ¤uschen lassen. Es ist ein Business, kein Tourismus, und der Ton wird zunehmend rauer, je mehr Tage vergehen und je Ã¶fter die Erwartungen enttÃ¤uscht werden. Manche haben ein zweites Problem: Wer gut im GeschÃ¤ft ist, der handelt auch mit Karten fÃ¼r die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. DemnÃ¤chst sind Anzahlungen fÃ¤llig. â€žIch muss in SÃ¼dafrika verdienen, um London finanzieren zu kÃ¶nnenâ€œ, sagt einer.</p>
<p>Gerade passiert Joseph Blatter die Bar, um sich im FIFA-Club die erste Halbzeit des Spiels zwischen Italien und Paraguay anzuschauen. â€žSehen Sie, da ist der Profiteurâ€œ, zischt der TickethÃ¤ndler, â€žder macht den Reibach. Die Blatter-Familie kassiert. Und wir tragen das Risiko.â€œ Sie sprechen offen Ã¼ber die Lage, sie lassen sich auch zitieren, allerdings unter einer Bedingung: Keine Namen! Sie mÃ¶chten anonym bleiben. Denn wer einmal plaudert, wer einmal offen die FIFA und MATCH kritisiert, der ist fÃ¼r alle Zeiten drauÃŸen. â€žDer kann sich einen anderen Job suchen.â€œ Wer will das schon, in diesen schweren Zeiten.</p>
<p>Nach GesprÃ¤chen mit einem halben Dutzend Agenten und Ticketdealern lÃ¤sst sich destillieren: Die Experten gehen davon aus, dass nur etwa 50 bis 60 Prozent der rund drei Millionen WM-Eintrittskarten (inklusive der Hospitality-Pakete) zum Marktwert verkauft wurden. SchÃ¤tzungsweise ein Drittel wurde unter Wert verschleudert, teilweise an Schulklassen verschenkt, um die Stadien zu fÃ¼llen. Die FIFA lobt sich dafÃ¼r, denn nur dadurch kÃ¶nnen viele SÃ¼dafrikaner ins Stadion gehen.</p>
<p>Mindestens zehn Prozent der Tickets dÃ¼rften noch auf dem Markt sein, sagen die harten Jungs an der Basis. Sie trauen den Zahlen nicht, die etwa FIFA-GeneralsekretÃ¤r JÃ©rÃ´me Valcke seit zwei Wochen verbreitet. 97 bis 98 Prozent verkaufte Tickets? Wer immer danach gefragt wird, muss lachen. Das Lachen geht stets in Fluchen Ã¼ber.</p>
<p>Man muss sich das so vorstellen mit dieser WM: FÃ¼r alles, was gut lÃ¤uft, ist die FIFA wenigstens mitverantwortlich, wenn es nicht gar Verdienst des GroÃŸen Vorsitzenden Joseph Blatter ist. FÃ¼r Widrigkeiten aber trÃ¤gt die mit unermesslicher Weisheit gefÃ¼hrte FIFA keine Verantwortung. Ein Beispiel dafÃ¼r ist der Ticketverkauf.</p>
<p>Wie viel Minus MATCH gemacht hat, weil auÃŸerhalb Afrikas erschreckend wenige Firmenkunden die Ã¼berteuerten Pakete buchten, kann FIFA-GeneralsekretÃ¤r Valcke nicht sagen. â€žFragen sie MATCH.â€œ</p>
<p>Spricht man mit Enrique Byrom, sagt der zunÃ¤chst: â€žWir machen eine sehr gute Arbeit!â€œ Byrom trÃ¤gt einen dunkelblauen FIFA-Anzug, wie Blatter und Valcke. Er redet auch so. â€žDie Banken sind ein Problem. Die sehen das nicht gern, wenn Firmen in dieser Phase Hospitality-Pakete buchenâ€œ, sagt Byrom. Flink nennt er weitere Schuldige an der Misere. Die Namen sprudeln nur so aus ihm heraus. Enrique Byrom ist ein impulsiver Typ, der irgendwie glaubt, die Welt schÃ¤tze seine Leistung nicht hoch genug ein.</p>
<blockquote><p>â€žWenn wir keine Wirtschaftskrise hÃ¤tten und bessere Teams bei der WM, wÃ¤re das alles kein Problem.â€œ</p></blockquote>
<p>Bessere Teams? Sind die 32 Qualifizierten nicht gut genug?</p>
<p>Byrom meint, einige Nationen hÃ¤tten besser nicht zur WM fliegen sollen, weil sie ihm das GeschÃ¤ft vermiest haben: Nordkorea und Slowenien etwa. â€žWissen Sie, wie viele Tickets wir in Nordkorea abgesetzt haben?â€œ Man ahnt es, sagt aber sicherheitshalber: Eins fÃ¼r den StaatsprÃ¤sidenten? â€žZero! Nicht mal eins!â€œ</p>
<p>Byrom redet sich in Rage, denn auÃŸer den Nordkoreaner, von denen es nun wirklich niemand anders erwartet hat, enttÃ¤uschen ihn einige groÃŸe FuÃŸballnationen. Auf die Franzosen ist er gar nicht gut zu sprechen. â€žStellen sie sich vor, <a title="BeitrÃ¤ge zu Sepp und Henrys Handspiel im WM-Playoff" href="http://jensweinreich.de/?s=frankreich+irland" target="_self">Irland hÃ¤tte sich in den Play-offs gegen Frankreich qualifiziert</a>â€œ, sagt Byrom. â€žDann hÃ¤tten wir locker 15.000 Tickets verkauft.â€œ Aber so: â€žDrei- bis viertausend.â€œ In Deutschland kaum mehr: â€žDreitausend.â€œ Es wÃ¤re auch besser gewesen, hÃ¤tte sich Costa Rica statt Uruguay qualifiziert, meint Byrom.</p>
<p>Dumm nur, dass die Teams nicht so mitspielten, wie es sich der skandalerprobte FIFA-Vermarkter wÃ¼nscht. 250 Millionen Dollar hat Match umgesetzt, davon nur 180 Millionen in SÃ¼dafrika â€“ und nur 70 Millionen im Rest der Welt. Ein Desaster.</p>
<p>Wie viel Geld hat MATCH verloren an dieser WM? â€žVolle Stadien sind uns wichtiger als Geld verdienen.â€œ Auch dieser Satz hÃ¤tte von Blatter stammen kÃ¶nnen. Werâ€™s glaubt.</p>
<p>In der Praxis zeigt sich, dass MATCH seit jenem legendÃ¤ren Workshop Anfang Januar in ZÃ¼rich, als mit den Lizenznehmern die alarmierende Lage besprochen wurde, wohl kaum Verkaufserfolge erzielt hat. Ein Beispiel: FÃ¼r das Spiel zwischen Holland und DÃ¤nemark (2:0) im Soccer City Stadion von Johannesburg, waren im Januar laut MATCH-Unterlagen noch 85 Prozent der zweitbesten Kategorie verfÃ¼gbar. Daran hat sich offenbar kaum etwas geÃ¤ndert, denn diese â€žSkyboxen Bâ€œ waren am Montag so gut wie unbesetzt. <a title="SÃ¼dafrika, Tag 10: Holland vs DÃ¤nemark" href="http://jensweinreich.de/2010/06/14/sudafrika-tag-10-holland-vs-danemark/" target="_self">Jeder im Stadion, der es sehen wollte, konnte das Desaster erkennen.</a></p>
<p>GemÃ¤ÃŸ FIFA-Angaben waren die Stadien in den ersten elf Spielen bis Montagabend zu insgesamt 94 Prozent ausgelastet. Mediendirektor Nicolas Maingot verkÃ¼ndete am Dienstag: Nach den USA 1994, als durchschnittlich 68.991 Besucher gezÃ¤hlt wurden, sei diese WM die â€žbisher zweiterfolgreichste aller Zeitenâ€œ. In SÃ¼dafrika sollen mit knapp 53.000 einige Zuschauer mehr als 2006 in Deutschland die Arenen bevÃ¶lkern. Sagt die FIFA.</p>
<p>Teilweise klaffen groÃŸe LÃ¼cken auf den RÃ¤ngen. â€žEs ist nicht schÃ¶n, freie PlÃ¤tze zu sehen, aber die Zahlen sind gutâ€œ, sagt Maingot. Er behauptet, es wÃ¼rden stets nur jene Zuschauer gezÃ¤hlt, die die Stadiontore passieren. FÃ¼r rund zweieinhalb bis drei Millionen Euro pro Stadion wurden elektronische ZÃ¤hlsysteme angeschafft. Die Daten werden zentral erfasst, von MATCH und FIFA.</p>
<p>Wer aber je von den Ordnern lÃ¤ssig durchgewunken wurde, glaubt kaum, dass es die SÃ¼dafrikaner so ernst nehmen mit dem ZÃ¤hlen. Die TickethÃ¤ndler in der Ritrovo Lounge glauben das schon gar nicht.</p>
<p><em>(Ich denke, einige Links werden noch nachgetragen. Eine kÃ¼rzere, unverlinkte Variante dieses Beitrages ist heute in einige Tageszeitungen erschienen, u.a. in der <a title="NZZ vom 16. Juni 2010" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/fussball_wm_suedafrika_-_ein_finalticket_fuer_800_dollar_kein_problem_1.6111896.html" target="_blank">NZZ</a></em><em>)</em></p>
<p>Hier als Nachtrag noch ein Foto der Ticket-ZÃ¤hlautomaten, gerade im Loftus Versfeld Stadium von Pretoria geknipst. Ich bin allerdings durch sÃ¤mtliche Kontrollpunkte durchgelaufen, habe drauf geachtet, dass meine Akkreditierung nicht richtig zu sehen war. Dennoch kein Problem. Auch keine Sicherheitsschleuse, kein Scanner, nichts.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8371" title="Loftus Versfeld Stadium, Pretoria, Ticket-ZÃ¤hlautomaten" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/pretoria.gif" alt="" width="530" height="298" /><br />
<script type="text/javascript">// < ![CDATA[
// < ![CDATA[
// < ![CDATA[
  	var flattr_url = 'http://jensweinreich.de/2010/06/16/wm-finaltickets-gefallig-kein-problem-es-ist-alles-verfugbar/'; 	var flattr_btn='compact';
// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/16/wm-finaltickets-gefallig-kein-problem-es-ist-alles-verfugbar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>19</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SÃ¼dafrika, Tag 10: Holland vs DÃ¤nemark</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/14/sudafrika-tag-10-holland-vs-danemark/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/14/sudafrika-tag-10-holland-vs-danemark/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 12:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dÃ¤nemark]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[joseph blatter]]></category>
		<category><![CDATA[niederlande]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼dafrika 2010]]></category>
		<category><![CDATA[vuvuzela]]></category>
		<category><![CDATA[wm 2010]]></category>
		<category><![CDATA[wm-tickets]]></category>
		<category><![CDATA[berlin 2009]]></category>
		<category><![CDATA[enrique byrom]]></category>
		<category><![CDATA[holland]]></category>
		<category><![CDATA[hu jintao]]></category>
		<category><![CDATA[infront]]></category>
		<category><![CDATA[jaime byrom]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik-wm]]></category>
		<category><![CDATA[match]]></category>
		<category><![CDATA[philippe blatter]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8286</guid>
		<description><![CDATA[SOCCER CITY. Ich stelle mal eben ein Zitat voran, das steht auch dort oben im Header: Don&#8217;t mix politics with games! Never.Â Ich will es flink nochmal klarstellen: Dies hier ist eine Politik- und ironiefreie Zone. Ich kann gern daran erinnern, wem ich das Motto dieses Blogs verdanke: Es war der totalunpolitische Sportfan Hu Jintao, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SOCCER CITY. Ich stelle mal eben ein Zitat voran, das steht auch dort oben im Header:</p>
<blockquote><p><strong>Don&#8217;t mix politics with games!</strong></p></blockquote>
<p>Never.Â Ich will es flink nochmal klarstellen: Dies hier ist eine Politik- und ironiefreie Zone.</p>
<p>Ich kann gern daran erinnern, wem ich das Motto dieses Blogs verdanke: Es war der totalunpolitische Sportfan Hu Jintao, der anno 2008 in seiner unermesslichen Weisheit an die <a title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/2008/08/02/peking-tag-2/" target="_self">Unvereinbarkeit von Politik und Spielen</a> erinnerte.</p>
<p>Trotz <a title="&quot;German blitzkrieg&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/06/14/german-blitzkrieg/" target="_self">Blitzkrieg</a> und <a title="Deutschland vs Australien" href="http://jensweinreich.de/2010/06/13/sudafrika-tag-9-deutschland-vs-australien/" target="_self">Reichsparteitag</a> schalten wir also zum: FuÃŸball. Holland gegen DÃ¤nemark, von einem normalen Sitzplatz aus beobachtet, McBook auf den Oberschenkeln. Auch mit Brille sehe ich nicht viel da unten; ich habe es mitunter erwÃ¤hnt: Man kann sich an die Bildschirme am Platz gewÃ¶hnen, ohne sie ist man/bin ich oftmals aufgeschmissen. Ich weiÃŸ, DÃ¤nemark ist nicht Australien. Bislang also bleibt die Deutsche Darbietung gestern Abend das Attraktivste bei dieser Weltmeisterschaft.</p>
<p>Off topic, oder auch nicht: Ehrlich gesagt, mich juckt&#8217;s noch am ganzen KÃ¶rper. Denn ich habe eine Phobie gegen Kriechzeug aller Art, vor allem aber gegen Kakerlaken. Es war sehr freundlich, dass mich Kollege B. vorhin im Bus darauf aufmerksam machte, dass da dort eine Horde Schaben herumkrabbelt. Nicht so groÃŸe und stolze Exemplare wie gestern Abend im Intercontinental, aber doch eben: viele. Wie das so ist mit derlei Phobien. Die sind halt da, man kann sie kaum kurieren. Blieb mir nur, einige PlÃ¤tze weiter nach vorn zu krabbeln, da war noch Platz neben einem Reporter, der ein SchlÃ¤fchen hielt, wÃ¤hrenddessen eine K. seine Jacke erkundete.</p>
<p>Okay, ich weiÃŸ, es ist Afrika. Und Medienbusse sind halt nur Medienbusse. Aber ich hoffe, seine Phobien darf man noch eingestehen, ohne gleich wieder, wie im Falle der Vuvuzelas, in den Verdacht zu geraten, afrikanische Kultur nicht zu wÃ¼rdigen. Ich gestehe ein weiteres Mal: Ich war immer fÃ¼r diese WM in SÃ¼dafrika. Ich war schon fÃ¼r die WM 2006 hier unten. Reicht das?</p>
<p>Habe mir spaÃŸeshalber das Press Briefing von FIFA und WM-OK heute Mittag reingezogen. Es ist schon putzig, wie die immer wieder sÃ¤mtliche Probleme umschiffen. Oft auf sehr plumpe Art, Nicolas Maingot etwa kommt dann immer wieder mit dem Hinweis auf die Zeit, die voranschreitet (das macht sie immer).</p>
<p>ErwartungsgemÃ¤ÃŸ hat OK-Sprecher Rich Mkhondo nun behauptet, OK-Chef Danny Jordaan sei in einem BBC-Interview am Wochenende &#8220;auÃŸerhalb des Zusammenhangs&#8221; zitiert worden. Von Jordaan war die irrwitzige Ãœberlegung weltweit verbreitet worden, unter gewissen UmstÃ¤nden erwÃ¤ge man einen Vuvuzela-Verbot (wir haben das gestern schon kurz diskutiert). Mkhondo sagte:</p>
<blockquote><p>Wir haben immer wieder klargemacht, dass die Vuvuzelas ein Symbol sind fÃ¼r die WM 2010, so wie die La Ola ein Symbol fÃ¼r die WM 1986 in Mexiko war.</p></blockquote>
<p>Und:</p>
<blockquote><p><strong>Sie sind hier, sie bleiben hier und sie werden nie verboten!</strong></p></blockquote>
<p>Hoppala, es gab Ã¼brigens eine Welle vor wenigen Minuten, ausgelÃ¶st von den HollÃ¤ndern links unten. Trotz Vuvuzelas konnte man sogar zaghafte FangesÃ¤nge vernehmen. Zaghaft. Das GetrÃ¶te machte alles schnell wieder zunichte.</p>
<p><strong>14.31 Uhr:</strong> Das erste und schÃ¶nste Eigentor dieser WM. Der SchÃ¼tze lacht, was bleibt ihm anderes Ã¼brig. Lebbe geht weida. Simon Poulsen kÃ¶pfelt Daniel Agger an die Schulter &#8211; <strong>Einsnull</strong> fÃ¼r Holland nach Flanke des ÃœbeltÃ¤ters Robin van Persie. FÃ¼nf Minuten spÃ¤ter: stÃ¼mperhafter van Persie, Mega-Chance vergeben.</p>
<p><strong>14.36 Uhr:</strong> Zu den WM-Tickets und den doch wieder gut sichtbaren LÃ¼cken auf den RÃ¤ngen. Jetzt in HÃ¤lfte zwei fÃ¼llt oder verteilt es sich besser, bestimmt werden sie wieder ausverkauft behaupten, obgleich FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot doch sagt, die wÃ¼rden nur die Zahl derjenigen nennen, die tatsÃ¤chlich ins Stadion kommen.</p>
<p>Ich muss schon sagen, das Soccer City Stadium ist ziemlich voll. Wir reden Ã¼ber Kleinigkeiten, die dennoch auffallen. Bei anderen Events, wo die Organisatoren behauptet haben, das Stadion sei voll, also bei der <a title="Wie voll ist ein halbleeres Stadion?" href="http://jensweinreich.de/2009/08/15/leichtathletik-wm-tag-1/" target="_self">Leichtathletik-WM 2009 in Berlin</a>, war das viel schlimmer.</p>
<p>So sieht es also gerade aus, jedenfalls links unter mir in der ersten HÃ¤lfte:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-8292 aligncenter" title="Holland vs DÃ¤nemark, Soccer City, 14. Juni 2010, erste Halbzeit" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/ned-dan-1.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p>Und so sieht es noch immer auf den besseren PlÃ¤tzen aus, in den Logen:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-8293 aligncenter" title="Holland vs DÃ¤nemark, Soccer City, 14. Juni 2010, erste Halbzeit (zweite nicht besser :)" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/ned-dan-2.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p>Ich kÃ¼mmere mich um das Thema und sammle Material. Ob etwas dabei raus kommt? Keine Ahnung. Mal <a title="Don Julio und die Ticketfrage" href="http://jensweinreich.de/2010/06/12/don-julio-und-die-ticket-frage/" target="_self">Don Julio</a> fragen.</p>
<p>Das ist mal eine Seite aus den internen Unterlagen, die das MATCH-Konsortium (Byrom, P. Blatter/Infront, Dentsu) im Januar beim Notsignal-Ticketworkshop in ZÃ¼rich prÃ¤sentiert hat. Demnach waren die Skybox-A-Pakete ausgebucht (was hier nicht so aussieht) und die Skybox-B-Pakete noch zu 85 Prozent zu haben (heute sieht es so aus, als sei seit Januar kein einziges Paket abgesetzt worden).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-8298 aligncenter" title="MATCH Workshop Material, Januar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/match-web.gif" alt="" width="530" height="392" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>14.58 Uhr:</strong> Themenwechsel. Holland spielt sich munter ein, oder?</p>
<p style="text-align: left;"><strong>15.05 Uhr:</strong> Sie sagen 83.465 Zuschauer. 84.490 passen wÃ¤hrend der WM rein.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>15.11 Uhr:</strong> Darf man den Kalauer los werden? Zweinull, der KÃ¤se ist &#8230; lieber nicht. Zu billig.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>18.12 Uhr:</strong> Sepp lÃ¤sst einmal mehr <a title="Social media oder: Fragen an @SeppBlatter" href="http://jensweinreich.de/2010/06/10/social-media-oder-fragen-an-seppblatter/" target="_self">twittern</a>. In deutschen Nachrichtenagenturen heiÃŸt es dazu, er spreche &#8220;ein Machtwort&#8221;. Ach Gottchen, es hat doch gar niemand versucht, die Vuvuzelas zu verbieten.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-8304" title="@SeppBlatter" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/sepp-vuvu.gif" alt="" width="530" height="140" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>21.48 Uhr:</strong> Sepp verlÃ¤sst den FIFA Club frÃ¼h. Kurz vor dem Ausgleich der Italiener gegen Paraguay. Bevor er im Fahrstuhl verschwindet, macht er noch einige hollÃ¤ndische Fans glÃ¼cklich:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-8309" title="Blatter, Holland-Fans, Hotel Michelangelo Towers, 14. Juni 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/sepp-ned.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p style="text-align: left;">Wir wechseln nur einige Worte. Doch immerhin, er verspricht mir ein Interview dieser Tage. &#8220;Kein Problem&#8221;, sagt er, &#8220;wir reden in Ruhe, nicht hier auf dem Flur.&#8221; Geht in Ordnung, auch darauf bin ich gespannt. Ich glaube nicht, dass er mich verarscht.</p>
<p style="text-align: left;">Dienstschluss fÃ¼r heute.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/14/sudafrika-tag-10-holland-vs-danemark/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>48</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Don Julio und die Ticket-Frage</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/12/don-julio-und-die-ticket-frage/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/12/don-julio-und-die-ticket-frage/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 19:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[julio humberto grondona]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼dafrika 2010]]></category>
		<category><![CDATA[wm 2010]]></category>
		<category><![CDATA[wm-tickets]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8209</guid>
		<description><![CDATA[JOHANNESBURG. Oops. Was ist das denn? Was macht dieses auf den argentinischen FuÃŸballprÃ¤sidenten Julio Humberto Grondona ausgestellte Ticket auf dem, nun ja, freien Markt? Ellis Park Stadium, Johannesburg Match 3 &#8211; Group B Argentina vs Nigeria Julio H. Grondona Kategorie 1 &#8211; und nur 160 Dollar? Wie komme ich dazu, eines der Tickets des Ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-8215" title="Grondona Ticket Argentinien Nigeria" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/grondona.gif" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="549" align="left" />JOHANNESBURG. Oops. Was ist das denn? Was macht dieses auf den argentinischen FuÃŸballprÃ¤sidenten Julio Humberto Grondona ausgestellte Ticket auf dem, nun ja, freien Markt?</p>
<blockquote><p>Ellis Park Stadium, Johannesburg</p>
<p>Match 3 &#8211; Group B</p>
<p>Argentina vs Nigeria</p>
<p><strong>Julio H. Grondona</strong></p>
<p>Kategorie 1 &#8211; und nur 160 Dollar?</p></blockquote>
<p>Wie komme ich dazu, eines der Tickets des Ersten FIFA-VizeprÃ¤sidenten zu prÃ¤sentieren? Ein neuer Ticket-Skandal? Jetzt schon?</p>
<p>Welche Rolle spielt der TickethÃ¤ndler Jack Warner in diesem Spiel? Und was sagt der <a title="Social Media oder: Fragen an @SeppBlatter" href="http://jensweinreich.de/2010/06/10/social-media-oder-fragen-an-seppblatter/" target="_self">Twitterer</a> Sepp Blatter dazu?</p>
<p>Die WM ist noch lang. <a title="Don Julio verpflichtet Maradona" href="http://jensweinreich.de/2008/10/29/don-julio-verpflichtet-maradona/" target="_self">Don Julio</a> bekommt noch viele Tickets. Es wird weiter recherchiert. Es muss auch Geheimnisse geben.</p>
<p>AuflÃ¶sung folgt. DemnÃ¤chst in diesem Theater.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/12/don-julio-und-die-ticket-frage/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (51): Will denn niemand zur FuÃŸball-WM?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-51-will-denn-niemand-zur-fusball-wm/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-51-will-denn-niemand-zur-fusball-wm/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 15:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼dafrika 2010]]></category>
		<category><![CDATA[was vom tage Ã¼brig bleibt]]></category>
		<category><![CDATA[wm 2010]]></category>
		<category><![CDATA[wm-tickets]]></category>
		<category><![CDATA[berlin 2009]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[dfb]]></category>
		<category><![CDATA[fuÃŸball-wm]]></category>
		<category><![CDATA[fussball-wm]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik-wm]]></category>
		<category><![CDATA[presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[sueddeutsche.de]]></category>
		<category><![CDATA[thomas kistner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6211</guid>
		<description><![CDATA[Stell Dir vor, es ist FuÃŸball-WM und keiner will hin.Â Nicht dass das im Juni so aussieht wie bei der Leichtathletik-WM 2009 im Berliner Olympiastadion: SÃ¼dafrika im Winter, horrende Hotelpreise, Transportprobleme, Sicherheitsbedenken &#8211; es gibt gute GrÃ¼nde, die WM 2010 am Fernseher zu verfolgen, daheim im Garten. Thomas Kistner hat offenbar ins Wespennest gestochen, als er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stell Dir vor, es ist FuÃŸball-WM und keiner will hin.Â Nicht dass das im Juni so aussieht wie bei der <a title="alle BeitrÃ¤ge zur WM 2009" href="http://jensweinreich.de/?cat=854" target="_self">Leichtathletik-WM 2009</a> im Berliner Olympiastadion:</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/gegen-nah-2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4697" title="Leichtathletik-WM 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/gegen-nah-2.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p>SÃ¼dafrika im Winter, horrende Hotelpreise, Transportprobleme, Sicherheitsbedenken &#8211; es gibt gute GrÃ¼nde, die <a title="tag: WM 2010" href="http://jensweinreich.de/?cat=982" target="_self">WM 2010</a> am Fernseher zu verfolgen, daheim im Garten. Thomas Kistner hat offenbar ins Wespennest gestochen, als er in der SZ berichtete, dass kaum AuslÃ¤nder Tickets kaufen. FÃ¼r das Kontingent des DFB in der Vorrunde von 21.000 Karten sollen nicht einmal 1.000 gebucht worden sein &#8211; und diese Verkaufsphase lief am Mittwoch ab.</p>
<ul>
<li>Lesebefehl: &#8220;<a title="sueddeutsche.de: &quot;Festival der Freikarten&quot;" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/818/500089/text/" target="_blank">Festival der Freikarten</a>&#8221; auf sueddeutsche.de</li>
</ul>
<p>Das Thema elektrisiert die Medien, manche <a title="Google news" href="http://news.google.de/news/search?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;source=ig&amp;q=tickets+fuÃŸball-wm&amp;cf=all&amp;scoring=n" target="_blank">Folgegeschichten</a> lesen sich allerdings so, als fÃ¼hlten sich Journalisten verpflichtet, der FIFA die Stadien und den WM-Reiseveranstaltern die Kassen zu fÃ¼llen. Egal, das allgemeine Desinteresse an einer Reise in den sÃ¼dafrikanischen Winter bereitet den WM-Organisatoren akute Sorgen. Soeben hat die FIFA eine <a title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/worldcup/organisation/ticketing/news/newsid=1157778.html#wm+tickets+dank+zusatzlichen+fifa+maÃŸnahmen+einfacher+erhaltlich" target="_blank">Pressemitteilung</a> dazu verÃ¶ffentlicht, einmal mehr ein PR-Meisterwerk: ein Problem wird in eine Erfolgsstory umgedeutet. Motto: Die FIFA kÃ¼mmert sich und alles wird gut.</p>
<blockquote><p><strong>WM-Tickets dank zusÃ¤tzlichen FIFA-MaÃŸnahmen einfacher erhÃ¤ltlich</strong></p>
<p>Mit zusÃ¤tzlichen MaÃŸnahmen sorgt die FIFA dafÃ¼r, dass Fans einfacher an Eintrittskarten fÃ¼r die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010â„¢ herankommen. Die MaÃŸnahmen richten sich insbesondere an die Fans der teilnehmenden MitgliedsverbÃ¤nde (TMV) und schlieÃŸen an die MaÃŸnahmen an, die bereits fÃ¼r die Bewohnerinnen und Bewohner SÃ¼dafrikas getroffen wurden. Die MaÃŸnahmen erfolgen eine Woche vor Ende der dritten Phase des Ã¶ffentlichen Kartenverkaufs am 22. Januar, wÃ¤hrend die Begeisterung fÃ¼r die erste Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent unablÃ¤ssig steigt.</p>
<p>MaÃŸnahmen fÃ¼r den Kartenverkauf Ã¼ber die TMV:</p>
<ol>
<li>Damit die Fans der TMV mehr Zeit und einfacher Zugang zu den Tickets fÃ¼r die Spiele ihrer Teams haben, hat die FIFA beschlossen, vom 9. Februar bis 7. April 2010 eine weitere TMV-Verkaufsphase durchzufÃ¼hren. Bislang war nur eine Verkaufsphase geplant (5. Dezember 2009 bis 13. Januar 2010). Die zweite TMV-Verkaufsphase fÃ¤llt mit der vierten Phase des Ã¶ffentlichen Kartenverkaufs aufÂ FIFA.com (und in den FNB-Filialen in SÃ¼dafrika) zusammen. Die Karten werden nach Eingang der Bestellungen vergeben.</li>
<li>SÃ¤mtliche Karten der einzelnen TMV-Kontingente, die in der ersten TMV-Verkaufsphase nicht verkauft wurden, gehen an die gegnerischen Teams, die von ihren Fans mehr Bestellungen erhalten haben, als ihnen in dieser Phase Karten zur VerfÃ¼gung stehen. Damit kÃ¶nnen diese TMV die zusÃ¤tzlichen Bestellungen ebenfalls bedienen.</li>
</ol>
<p>Dank der VerlÃ¤ngerung des Kartenverkaufs haben alle Fans die MÃ¶glichkeit, Ã¼ber die offiziellen Quellen Karten fÃ¼r den wichtigsten Wettbewerb der FIFA zu erwerben.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-51-will-denn-niemand-zur-fusball-wm/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>25</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

