<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>
<channel>
	<title>jens weinreich &#187; werner goldmann</title>
	<atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/werner-goldmann/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jensweinreich.de</link>
	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Der Fuchs im HÃ¼hnerstall lehnt die Petition des Dopingopferhilfevereins ab</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/09/28/der-fuchs-im-huhnerstall-lehnt-die-petition-des-dopingopferhilfevereins-ab/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/09/28/der-fuchs-im-huhnerstall-lehnt-die-petition-des-dopingopferhilfevereins-ab/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 22:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bmi]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[der fuchs im hÃ¼hnerstall]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[doh]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[dopingopfer]]></category>
		<category><![CDATA[dopingtrainer]]></category>
		<category><![CDATA[klaus zÃ¶llig]]></category>
		<category><![CDATA[petitionsausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[abteilung sp]]></category>
		<category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[die linke]]></category>
		<category><![CDATA[dopingopferhilfeverein]]></category>
		<category><![CDATA[ehrenerklÃ¤rung]]></category>
		<category><![CDATA[fÃ¶rdermittel]]></category>
		<category><![CDATA[fdp]]></category>
		<category><![CDATA[kersten naumann]]></category>
		<category><![CDATA[petition]]></category>
		<category><![CDATA[rÃ¼diger kass]]></category>
		<category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[sportausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[sportfÃ¶rderung]]></category>
		<category><![CDATA[steuermittel]]></category>
		<category><![CDATA[zuwendungsrecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5248</guid>
		<description><![CDATA[Gerade wurde hier die Frage diskutiert, was eigentlich aus der Petition des DopingopferhilfevereinsÂ geworden ist. Nun,Â die Antwort lautet: Klaus ZÃ¶llig, Vorsitzender des Dopingopferhilfevereins (DOH),Â hat Post bekommen.Â Eine Sachbearbeiterin des Bundestags-PetitionsausschussesÂ teilt zur PetitionÂ 1-16-06-228-053614 mit: Sehr geehrter Herr Dr. ZÃ¶llig, als Anlage Ã¼bersende ich Ihnen die zu Ihrer Eingabe eingeholte Stellungnahme des Bundesministeriums des Innern (BMI) mit der Bitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade wurde <a title="Kommentare zu Johann Sperling ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4893#comment-14364" target="_self">hier</a> die Frage diskutiert, was eigentlich aus der <a title="Petition des Dopingopferhilfevereins an den Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=3635" target="_self">Petition des Dopingopferhilfevereins</a>Â geworden ist. Nun,Â die Antwort lautet: Klaus ZÃ¶llig, Vorsitzender des Dopingopferhilfevereins (DOH),Â hat Post bekommen.Â Eine Sachbearbeiterin des Bundestags-PetitionsausschussesÂ teilt zur PetitionÂ 1-16-06-228-053614 mit:</p>
<blockquote>
<p align="left">Sehr geehrter Herr Dr. ZÃ¶llig,</p>
<p align="left">als Anlage Ã¼bersende ich Ihnen die zu Ihrer Eingabe eingeholte Stellungnahme des Bundesministeriums des Innern (BMI) mit der Bitte um Kenntnisnahme.</p>
<p align="left">DarÃ¼ber hinaus mÃ¶chte ich Sie auf die Beschlussempfehlungen und Berichte des Sportausschusses &#8211; Bundestags-Drucksachen 16/13175, 16/13579, 16/5937, 16/5526, 16/4738, 16/4166 &#8211; sowie auf die Antwort der Bundesregierung &#8211; Bundestags-Drucksache 16/4264 &#8211; hinweisen. Diese kÃ¶nnen Sie im Internet unter www.bundestag.de. dort unter Dokumente/DatenbankÂ Dokumente einsehen und ausdrucken.</p>
<p align="left">Vor dem Hintergrund der AusfÃ¼hrungen des BMI und der angefÃ¼hrten Drucksachen des Deutschen Bundestages sieht der Ausschussdienst derzeit keine Anhaltspunkte fÃ¼r darÃ¼ber hinausgehende parlamentarische AktivitÃ¤ten des Petitionsausschusses.Â Ihre Eingabe wird deshalb als erledigt betrachtet. Sollten aus Ihrer Sicht jedoch noch EinwÃ¤nde bestehen, bitte ich, diese mÃ¶glichst konkret darzulegen.</p>
<p align="left">Mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen</p>
<p align="left">Im AuftragÂ </p>
</blockquote>
<p align="left">Ich habe mir die MÃ¼he gemacht, sÃ¤mtliche erwÃ¤hnten Drucksachen zu verlinken. Allein diese Auflistung der Dame vom Bundestag ist schon eine Frechheit, weil sich darunter <a title="Notizen vom Sportausschuss (11): &quot;eine besondere Art Mensch&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4006" target="_self">AntrÃ¤ge wie jener</a> der GrÃ¼nen (16/13175) befinden, die ja nicht wirklich diskutiert, sondern nur kollektiv abgelehnt wurden. Demokratie nennt man so etwas.</p>
<ul>
<li><a title="Drucksache 16/13175" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/131/1613175.pdf" target="_blank">Drucksache 16/13175</a>, Antrag der GrÃ¼nen: Dopingvergangenheit umfassend aufarbeiten</li>
<li><a title="Drucksache 16/13579" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/135/1613579.pdf" target="_blank">Drucksache 16/13579</a>, Beschlussempfehlung und Bericht des Sportausschusses zum Antrag der GrÃ¼nen</li>
<li><a title="Drucksache 16/5937" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/059/1605937.pdf" target="_blank">Drucksache 16/5937</a>, Beschlussempfehlung und Bericht des Sportausschusses zu 16/5526, 16/4738, 16/4166</li>
<li><a title="Drucksache 16/5526" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/055/1605526.pdf" target="_blank">Drucksache 16/5526</a>, Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der BekÃ¤mpfung des Dopings im Sport</li>
<li><a title="Drucksache 16/4738" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/047/1604738.pdf" target="_blank">Drucksache 16/4738</a>, Antrag der FDP: BekÃ¤mpfung des Dopings im Sport vorantreiben und OptimierungsmÃ¶glichkeiten ausschÃ¶pfen</li>
<li><a title="Drucksache 16/4166" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/041/1604166.pdf" target="_blank">Drucksache 16/4166</a>, Antrag der GrÃ¼nen: BekÃ¤mpfung des Dopings im Sport</li>
<li><a title="Drucksache 16/4264" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/042/1604264.pdf" target="_blank">Drucksache 16/4264</a>, Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP</li>
</ul>
<p>Volldemokratisch auch das Verfahren mit ZÃ¶lligs Petition: Der sagen wir: Beschuldigte, also das BMI, wird um eine Stellungnahme gebeten. Der Sportabteilungschef des Bundes sagt, er kÃ¶nne <strong>&#8220;fehlerhaftes Verhalten des Bundes nicht erkennen&#8221;</strong>. Dann ist ja alles gut.Â Damit hat sich die Sache erledigt.</p>
<p>TatsÃ¤chlich?</p>
<p>Das erinnert mich an dieÂ Geschichte vom <a title="tag: der Fuchs im HÃ¼hnerstall" href="http://jensweinreich.de/?s=%22fuchs+im+h%C3%BChnerstall%22" target="_self">Fuchs im HÃ¼hnerstall</a>, die hier am Beispiel einiger Korruptionsthemen immer mal wieder erwÃ¤hnt wurde.</p>
<p align="left">Eigentlich mÃ¼sste ich sagen: Mir fehlen die Worte. Ich bin schockiert &#8211; und bestimmt auch reichlich dumm anzunehmen, so eine Petition kÃ¶nne ernsthaft behandelt werden. Doch nicht in dieser <a title="&quot;We are family&quot;: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">Sportfamilie</a>. Doch <a title="Bundesinnenministerium unterstÃ¼tzt den Bund Deutscher Radfahrer" href="http://jensweinreich.de/?p=1556" target="_self">nicht</a> <a title="Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdBs im Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?p=3781" target="_self">in</a> <a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://jensweinreich.de/?p=1627" target="_self">dieser</a> <a title="Die Verbal-Salti des Christoph Bergner" href="http://jensweinreich.de/?p=4031" target="_self">Spezialdemokratie</a>.</p>
<ul>
<li>Hier ist das <a title="Brief BMI an Petitionsausschuss" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/09/bmi-kass-an-petitionsausschuss-2009.pdf" target="_blank"><strong>Schreiben des BMI-Abteilungsleiters</strong></a> RÃ¼diger Kass an den Petitionsausschuss (pdf, 11 Seiten, 1 MB)Â </li>
</ul>
<p>Wie schrieb doch die Dame vom Amt?</p>
<blockquote><p><strong>Vor dem Hintergrund der AusfÃ¼hrungen des BMI und der angefÃ¼hrten Drucksachen des Deutschen Bundestages sieht der Ausschussdienst derzeit keine Anhaltspunkte fÃ¼r darÃ¼ber hinausgehende parlamentarische AktivitÃ¤ten des Petitionsausschusses.Â Ihre Eingabe wird deshalb als erledigt betrachtet.Â </strong></p></blockquote>
<p><span id="more-5248"></span>Ich habe dazu fÃ¼r den <a title="DLF vom 26. September 2009: Beitrag zur Ablehnung der DOH-Petition" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1040832/" target="_blank">Deutschlandfunk gedichtet</a>. Und in Kurzfassung fÃ¼r einige Zeitungen geschrieben:</p>
<blockquote><p>Die Debatte Ã¼ber die BeschÃ¤ftigung dopingbelasteter Trainer mit Steuermitteln im deutschen Spitzensport erhÃ¤lt eine weitere bizarre Zuspitzung. Der Petitionsausschuss des Bundestages hat die Eingabe des Dopingopferhilfevereins (DOH) wegen der unsachgemÃ¤ÃŸen Verwendung von SportfÃ¶rdermitteln abgelehnt. Es gebe â€žkeine Anhaltspunkte fÃ¼r parlamentarische AktivitÃ¤ten des Petitionsausschusses&#8221;, wird dem Petenten und DOH-Vorsitzenden Klaus-Dieter ZÃ¶llig mitgeteilt. â€žIhre Eingabe wird als erledigt betrachtet.&#8221;Â </p>
<p>Die Debatte hatte sich im FrÃ¼hjahr am Fall Werner Goldmann und anderen ehemaligen DDR-Dopingtrainern erhitzt, die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) nach pauschalen ErklÃ¤rungen weiter beschÃ¤ftigt wurden. Die Petition, die der DOH-Vorsitzende Klaus ZÃ¶llig Ende April 2009 eingereicht hatte, richtete sich gegen das fÃ¼r die SpitzensportfÃ¶rderung zustÃ¤ndige Bundesinnenministerium (BMI). Minister Wolfgang SchÃ¤uble (CDU) habe â€žpauschal VerstÃ¶ÃŸe von SportfachverbÃ¤nden und OlympiastÃ¼tzpunkten gegen zuwendungsrechtliche Vorschriften&#8221; und damit auch â€ždie rechtwidrige Verwendung von Steuermitteln&#8221; akzeptiert, argumentierte ZÃ¶llig. Er verlangte â€ždie Einhaltung der entsprechenden Gesetze&#8221; und eine rÃ¼ckwirkende ÃœberprÃ¼fung von Steuermitteln. Der von Kersten Naumann (Die Linke) geleitete Petitionsausschuss holte lediglich eine Stellungnahme des BMI ein, die im Kern sagt: â€žfehlerhaftes Verhalten des Bundes&#8221; sei â€žnicht zu erkennen&#8221;.</p>
<p>RÃ¼diger Kass, Leiter der Sportabteilung des BMI, behauptet in seinem elfseitigen Schreiben, in den aktuellen Antidoping-Klauseln des BMI mit den SportverbÃ¤nden sei â€žeine zurÃ¼ckliegende Dopingbelastung von Trainern der ehemaligen DDR nicht erfasst&#8221; und kÃ¶nne keiner â€žzuwendungsrechtlichen ÃœberprÃ¼fung bzw. Sanktion unterliegen&#8221;. Zudem seien die von ZÃ¶llig â€žbehaupteten Gerichtsentscheidungen Ã¼ber nachgewiesene Dopingtaten nicht bekannt&#8221;.Â </p>
<p>TatsÃ¤chlich verweisen die Antidoping-Klauseln auf Empfehlungen des Deutschen Sportbundes vom Dezember 1991. In den aktuellen VertrÃ¤gen mit den SpitzenverbÃ¤nden ist â€žMittelwiderruf bei Zuwiderhandlung&#8221; ausdrÃ¼cklich vorgesehen. Doch so genau wollte es der Petitionsausschuss nicht wissen. DOH-Chef ZÃ¶llig versteht die Welt nicht mehr. â€žDas ist empÃ¶rend&#8221;, sagt er: â€žDer Kritisierte, das BMI, schreibt sich selbst eine Entschuldigung, die der Petitionsausschuss ohne PrÃ¼fung akzeptiert. Das wird einem Rechtsstaat nicht gerecht.&#8221;</p>
<p>BMI-Abteilungsleiter Kass stellt einige Behauptungen auf, die nÃ¤herer PrÃ¼fung schwer standhalten. So sagt er, Staatsanwaltschaften hÃ¤tten Dopingtaten â€žnicht nachweisen kÃ¶nnen&#8221;, die von ZÃ¶llig erwÃ¤hnten Gerichtsentscheidungen seien dem BMI â€žnicht bekannt&#8221;. ZÃ¶llig hatte sich auch gegen die BeschÃ¤ftigung ehemaliger Stasi-Mitarbeiter ausgesprochen. Ministerialdirektor Kass teilt dazu mit, er kÃ¶nne â€žtragende GrÃ¼nde der Beschwerde des DOH nicht erkennen&#8221;.Â </p>
<p>Die kritisierte BehÃ¶rde entlastet sich selbst &#8211; dies ist fÃ¼r den Petitionsausschuss Grund genug, die Petition abzulehnen. Dabei widerspricht sich der BMI-Abteilungsleiter widerspricht sich, wenn er einerseits gerichtsfeste Belege in Abrede stellt, andererseits mit â€žbelastbaren Fakten im Einzelfall&#8221; notiert. Da werden Taten negiert, gleichzeitig von â€žTÃ¤tern&#8221; gesprochen. Die LÃ¼gen der Trainer um Goldmann etwa bei der Abgabe von â€žEhrenerklÃ¤rungen&#8221; werden nicht erwÃ¤hnt. Die maÃŸgeblichen Zuwendungsbescheide werden genauso wenig verÃ¶ffentlicht wie andere wichtige Dokumente. Manche Sachverhalte sind nicht zu Ã¼berprÃ¼fen, weil Sport und Politik Exklusivzugang zu den Akten haben.</p>
<p>Klaus ZÃ¶llig wird die Darlegungen des BMI nun prÃ¼fen lassen &#8211; und danach entscheiden, ob er die Kraft aufbringt, juristische MaÃŸnahmen einzuleiten.</p></blockquote>
<p>Klaus ZÃ¶llig wird UnterstÃ¼tzung und Kraft und Zeit und Geld brauchen, sollte er Rechtswege beschreiten. Es wÃ¤re sicher hilfreich, sich zunÃ¤chst grÃ¼ndlich mit den Darlegungen des BMI zu beschÃ¤ftigen und den Wahrheitsgehalt zu Ã¼berprÃ¼fen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/09/28/der-fuchs-im-huhnerstall-lehnt-die-petition-des-dopingopferhilfevereins-ab/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>28</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leichtathletik-WM, Tag 6: Harting schlÃ¤ft nicht, Bolt joggt wieder Weltrekord</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/08/20/leichtathletik-wm-tag-6-hartings-kurze-nacht/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/08/20/leichtathletik-wm-tag-6-hartings-kurze-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 00:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin 2009]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dopingopfer]]></category>
		<category><![CDATA[dopingtrainer]]></category>
		<category><![CDATA[franz-josef jung]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[michael vesper]]></category>
		<category><![CDATA[robert harting]]></category>
		<category><![CDATA[usain bolt]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[angela merkel]]></category>
		<category><![CDATA[ariane friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category>
		<category><![CDATA[blanka vlasic]]></category>
		<category><![CDATA[cdu]]></category>
		<category><![CDATA[dosb]]></category>
		<category><![CDATA[frank busemann]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik-wm]]></category>
		<category><![CDATA[witzbolt]]></category>
		<category><![CDATA[wm-tagebuch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4879</guid>
		<description><![CDATA[02.36 Uhr: Um die letzte Frage von heute Nacht aufzugreifen: Wie war die Pressekonferenz mit Robert Harting? Es gibt nicht viel zu sagen. Er hat sich irgendwie bei den Dopingopfern entschuldigt. Im ARD-Fernsehen, das Harting als Vertragspartner der IAAF zuerst ans Mikro bekam, sagte er, es wÃ¼rde ihm &#8220;wirklich von Herzen leid tun&#8221;. Im nÃ¤chsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>02.36 Uhr:</strong> Um die <a href="http://jensweinreich.de/?p=4841#comment-13111" target="_self">letzte Frage</a> von heute Nacht aufzugreifen: Wie war die Pressekonferenz mit Robert Harting? Es gibt nicht viel zu sagen. Er hat sich irgendwie bei den Dopingopfern entschuldigt. Im ARD-Fernsehen, das Harting als Vertragspartner der IAAF zuerst ans Mikro bekam, sagte er, es wÃ¼rde ihm &#8220;wirklich von Herzen leid tun&#8221;. Im nÃ¤chsten Satz aber formulierte er: &#8220;Was man schreibt und was man sagt, ist heutzutage leider ein Unterschied.&#8221; TatsÃ¤chlich auch in diesem Fall? (Mein Beitrag auf Spiegel-Online: &#8220;<a title="Spon: &quot;Gold ist erst der Anfang&quot;" href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,643865,00.html" target="_self">Gold ist erst der Anfang</a>&#8220;)</p>
<p>Auf der Pressekonferenz im Olympiastadion machte er es Ã¤hnlich kurz und verwies auf die DLV-Pressekonferenz heute um 9 Uhr. In einem Radio-Interview (die Rechteinhaber vom Radio stehen nach den TV-Rechtehaltern in der zweiten Reihe, erst ganz am Ende der Verwertungskette kommen Schreiber) der ARD wurde er wohl schon klarer, sagte mir eine Kollegin. Ich habe den O-Ton noch nicht gehÃ¶rt.</p>
<p>Er hat auf jeden Fall das getan, was er im Wettkampf nicht getan hat: die Energie gedrosselt. Das ist auch gut so. Mal sehen, was er heute zu sagen hat. Bisher hat er nach seinem Weltmeistertitel diejenigen, mit deren BeitrÃ¤gen er nicht so einverstanden ist und sein Trainer ihn vor Kontaktaufnahme gewarnt hatÂ (hier schreibt einer davon), nur mit grimmigen Blicken bestraft. Lassen wir uns Ã¼berraschen.</p>
<p>Im WM-Club des DLV, wo vorgestern <a title="Leichtathletik-WM, Tag 4: Robert Harting, das Adrenalin und die Dopingopfer" href="http://jensweinreich.de/?p=4824" target="_self">die Kanzlerin einschwebte</a>, traf Harting seinen Dienstherren Franz-Josef Jung (CDU). Der Bundesverteidigunsminister, der ganze Bataillone von Sportsoldaten befehligt, durfte auch mal an die Goldmedaille:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4880" title="Franz-Josef Jung (CDU), Medaille, Robert Harting" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/jung-harting.jpg" alt="" width="500" height="328" /></p>
<p>Und dann war da noch DOSB-General Michael Vesper (BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen):</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4881" title="Michael Vesper, Robert Harting" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/vesper-harting.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Robert Harting wollte danach noch in den Champions Club und dann in eine Disco. Wenn ich mich recht erinnere, hat er gesagt, er mache jetzt bis Freitag durch. Oder so. (Links blickt Ã¼brigens Frank Busemann ins BIld, der mit einem ARD-Radiokoffer unterwegs war und Harting spÃ¤ter interviewte.)</p>
<p><strong>02.53 Uhr:</strong> Ich schlaf dann mal ein bisschen. Bin ja nicht Weltmeister.</p>
<p><strong>11.53 Uhr:</strong> Sitze in einem HÃ¶rsaal im Virchow-Klinikum, wo gerade Werner Franke seine Laudatio auf die diesjÃ¤hrigen PreistrÃ¤ger des Heidi-Krieger-Preises hÃ¤lt. Dazu folgt spÃ¤ter ein Beitrag.</p>
<p>Was bisher an diesem wunderbaren, total relaxten Tag geschah: Fahre ziemlich genau um acht Uhr los, um pÃ¼nktlich um neun bei der PK von Robert Harting zu sein. Um 9.17 Uhr hatte ich es immerhin bis zur Leipziger StraÃŸe geschafft. Zu FuÃŸ wÃ¤re fast schneller gewesen. Nach 110 Minuten hatte ich es wenigstens ins Parkverbot im Virchow-Klinikum geschafft.</p>
<p>Deshalb lasse ich Harting heute Harting sein, hÃ¶re mir vielleicht nachher noch einen Mitschnitt der PK an, um mir ein Bild zu machen. Die Dopingopfer &#8211; und vor allem diejenigen, die sich in Ost und West den Dopingsystemen widersetzt haben &#8211; kommen aber hier nachher zu Wort.</p>
<p>Zu Harting nur noch eine Notiz, die mir ein Freund heute morgen schrieb. Fast jedes Wort hÃ¤tte von mir stammen kÃ¶nnen. DarÃ¼ber haben wir hier ja nun seit Januar ausgiebig diskutiert.</p>
<blockquote><p>Harting wird gar nichts sagen. Ich bedaureÂ es nicht,Â dennÂ allen anderen und dem Anliegen wÃ¼rde es schaden.</p>
<p>DLV / DOSBÂ werden ihn gemeinsam auf Linie gebracht haben, indem sie ihm gesagt haben, erstens:Â Das mit Deinem Trainer haben wir doch bestens geregelt. Und wenn Du brav bist, bleibt das auch so. Zweitens:Â Du machst nur PR fÃ¼r die Dopingopfer.</p>
<p>Das warÂ der Kern der Aktion, die keine Folgen haben wird, die eine kurzfristige Zuspitzung war, eine Art PanikblÃ¼te, bevor das Thema stirbt. Das Trainer-Thema ist politisch zu Grabe getragen, am Ende noch mit dem unklaren Vorgehen der GeschÃ¤digten, die KonsequenzenÂ zwar ankÃ¼ndigen, aber ansonsten quatschen oder Briefe schreiben &#8211; daran wird keine Petition, keine MedienÃ¶ffentlichkeit noch etwas Ã¤ndern kÃ¶nnen. Nun ist auch Goldmann erledigt, denn lauter als in diesen beiden Tagen kann es nicht mehr werden. (AuÃŸer:Â Nada veranlasst Zielkontrollen und findet was.Â BloÃŸ bezweifle ich, dass sie das jemals bekanntgeben wÃ¼rde.)</p></blockquote>
<p><strong>18.43 Uhr</strong>: Ãœberraschung: Das Stadion ist gut gefÃ¼llt.Â Der Moderator selten dÃ¤mlich: &#8220;Hallo Berlin&#8221;, &#8220;Hallo Berlin&#8221;, schreit er. Zirkusclown. Ich werde natÃ¼rlich auch Fotos vom vollen Stadion machen, die aber zumindest jetzt noch nicht verÃ¶ffentlichen. Vielmehr werde ich mich zu Hause hinsetzen und die Besucher fÃ¼r jeden Tag auszÃ¤hlen und das dann mit den Zahlen des BOC vergleichen.</p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>18.46 Uhr:</strong></span> Ãœbrigens, das sollte gerade ein Witz sein. Alle Reflex-Kommentierer dÃ¼rfen sich wieder beruhigen.</p>
<p><strong>18.48 Uhr:</strong> Am Hot-Dog-Stand gleich neben dem Coca-Cola-Stand traf ich JBK. Ich meine, das war kein Gutfried-WÃ¼rstchen, was er da mit Gurken und allerlei anderem Kram einhÃ¼llte. War auch nicht von Johann Lafer oder Kolja Kleeberg. Sondern einfach nur: ein Hot Dog. 6 Mark Ã¼brigens. Cola 10 Mark. Womit einiges Ã¼ber meine Macken gesagt wÃ¤re: Wenn nicht gerade Olympia oder WM ist, ernÃ¤hre ich mich gesÃ¼nder. Ich stehe allerdings dazu, gern in Mark zu rechnen, um die absurden Preise besser einordnen zu kÃ¶nnen. Der eine oder die andere wird sich vielleicht dran erinnern, was man zu Beginn des Jahrtausends fÃ¼r 16 Mark bekommen konnte. Aber, okay, Themenwechsel.</p>
<p><strong>19.27 Uhr:</strong> Hochsprung hat begonnen. Es ist richtig gut voll. Also in BOC-ZÃ¤hlweise, ich wÃ¼rde sagen, nun &#8211; mindestens 145.000 Menschen.</p>
<p><strong>20.24 Uhr:</strong> Ariane Friedrich ist schon ne Type.</p>
<p><strong>20.26 Uhr:</strong> Ich sehe das Witzbolt-T-Shirt, Ã¼ber dass unten diskutiert wird, gerade zum ersten MAl. Eine aufdringliche, anbiedernde Sponsoren-Aktion. So sind die halt. Peinlich. Er macht das, und Berlins ProblembÃ¤r (Wowereit), der jeden Abend durch dieÂ WM-Klubs tourt,Â lieÃŸ Ã¼ber seinen Sprecher heute ausrichten, dass Berlin sich ein Geschenk fÃ¼r Bolt ausdenkt. PR-GewÃ¤sch, Wowereit kriegt halt wieder Oberwasser. Ich nehme so etwas nicht ernst. Einfach noch ein paar Tage ertragen. Nach der FuÃŸball-WM drehte sich die Erde imho auch ganz normal weiter.</p>
<p><strong>20.33 Uhr:</strong> Der Witzbolt nervt. Zu oft gesehen. Ist ungefÃ¤hr so spritzig wie ein Blog, in dem fÃ¼nf Tage lang Bilder von leeren ZuschauerrÃ¤ngen verÃ¶ffentlicht werden.</p>
<p><strong>20.37 Uhr:</strong> 19,20. Aber: Er hat sich angestrengt.</p>
<p><strong>20.38 Uhr:</strong> Nein. 19,19 Sekunden. Dieses Hocken und Zubodenblicken kenne ich. Ich nenne es: die D-Hocke. Habe ich 1992 erstmals live in Barcelona bei Kevin Young und Quincy Watts und anderen gesehen. Und natÃ¼rlich spÃ¤ter bei Michael Johnson.</p>
<p><strong>20.47 Uhr:</strong> Das Zielfoto. Es gibt aber leider nicht den Abstand wieder.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4901" title="Zielfoto IAAF 200 m MÃ¤nner" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/finish-200.jpg" alt="" width="500" height="367" /></p>
<p><strong><span id="more-4879"></span>20.49 Uhr:</strong> <span style="text-decoration: line-through;">Friedrich ist raus.</span> Fast. Wird erst spannend.</p>
<p><strong>20.52 Uhr:</strong> Cool. Das ZDF wagt die Totale. Vor allem: den Schwenk Ã¼ber die RÃ¤nge. Heute geht das. Warum eigentlich nicht am Sonnabend oder vorgestern? (Wahrscheinlich, weil da die Kollegen Ã¼bertragen haben. Klar doch.</p>
<p><strong>21.07 Uhr:</strong> Ich denke, dieser Screenshot von der ZDF-Ãœbertragung sagt mehr als das Zielfoto mit dem groÃŸen FuÃŸ.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4904" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/bolt-200-vorsprung.jpg" alt="" width="500" height="409" /></p>
<div><strong>21.08 Uhr:</strong> War knapp. Vlasic gewinnt. Friedrich Dritte.</div>
<p><strong>21.11 Uhr:</strong> Das ist mal ein hÃ¼bsches Zielfoto, anders als beim Bolt. 110 Meter HÃ¼rden:</p>
<div><img class="aligncenter size-full wp-image-4906" title="m_110h_f_1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/m_110h_f_1.jpg" alt="" width="500" height="365" /></div>
<p><strong>21.25 Uhr:</strong> Kann mir mal jemand sagen, warum der Ã¶ffentlich-rechtliche Sender abschaltet, bzw. irgendein lÃ¤cherliches FuÃŸballspiel zeigt, wÃ¤hrend noch der Zehnkampf lÃ¤uft? Haben die das begrÃ¼ndet? Kommen die wieder?</p>
<p>21.34 Uhr: Auch schÃ¶n. Am fÃ¼nften Tag machen die Organisatoren erstmals getrennte Zuschauerangaben, was meiner MeinungÂ nach beweist (Meinung!), dass wir an den ersten Tagen belogen wurden. Denn wÃ¼rden sie &#8211; wie bisher immer &#8211; zusammen zÃ¤hlen, wÃ¤ren sie auf angeblich mehr als 100.000 Zuschauer im Stadion gekommen. Und das geht bekanntlich nicht. So aber meldenÂ sie um 15.12 Uhr &#8230;</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>die offizielle Zuschauerzahl der 12. IAAF Leichtathletik WM <strong><em>berlin</em></strong><em> 2009</em><sup>TM</sup> fÃ¼r die Vormittagsveranstaltung am Donnerstag, den 20. August 2009, im Olympiastadion Berlin lautet 32.514.</p></blockquote>
<p>&#8230; und um 21.32 Uhr &#8230;</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>die offizielle Zuschauerzahl der 12. IAAF Leichtathletik WM <strong><em>berlin</em></strong><em> 2009</em><sup>TM</sup> fÃ¼r die Abendveranstaltung am Donnerstag, den 20. August 2009, im Olympiastadion Berlin lautet 57.937. Die Vormittagsveranstaltung besuchten 32.514 Zuschauer.</p></blockquote>
<p>&#8230; amÂ zweiten Tag sah das zum Beispiel so aus:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>am zweiten Veranstaltungstag der 12. IAAF Leichtathletik WM <strong><em>berlin</em></strong><em> 2009</em><sup>TM</sup> kamen insgesamt 74.413 Besucher in das Olympiastadion Berlin. Die Morgenveranstaltung besuchten 23.300 Zuschauer, die Nachmittagsveranstaltung 51.113.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/08/20/leichtathletik-wm-tag-6-hartings-kurze-nacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>138</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Robert Harting macht sich Gedanken &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/08/04/robert-harting-macht-sich-gedanken/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/08/04/robert-harting-macht-sich-gedanken/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 16:31:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dlv]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[dopingtrainer]]></category>
		<category><![CDATA[robert harting]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[dopingfreigabe]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4514</guid>
		<description><![CDATA[Komme gerade vom Workshop der NADA, sitze noch in KÃ¶ln auf dem Flughafen, da lese ich, dass Robert &#8220;Shaggy&#8221; Harting, Diskuswerfer und Kampfrichter aus dem WM-Werbe-Video, in einem Interview mit Christian Rotter vomÂ Mannheimer Morgen laut nachgedacht hat. Die Passage, die derzeit Schlagzeilen macht: Sie haben Ihre eigene Homepage zur &#8220;dopingfreien&#8221; Zone erklÃ¤rt &#8211; wie wichtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nXm_iBeD1jw&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/nXm_iBeD1jw&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Komme gerade vom Workshop der NADA, sitze noch in KÃ¶ln auf dem Flughafen, da lese ich, dass Robert &#8220;Shaggy&#8221; <a title="Webseite Robert Harting" href="http://derharting.de/" target="_blank">Harting</a>, Diskuswerfer und Kampfrichter aus dem WM-Werbe-Video, in einem Interview mit Christian Rotter vomÂ <a title="morgenweb.de: Interview mit Robert Harting" href="http://www.morgenweb.de/nachrichten/sport/leichtathletik_wm/20090804_srv0000004542336.html" target="_blank">Mannheimer Morgen</a> laut nachgedacht hat. Die Passage, die derzeit Schlagzeilen macht:</p>
<blockquote><p><em>Sie haben Ihre eigene Homepage zur &#8220;dopingfreien&#8221; Zone erklÃ¤rt &#8211; wie wichtig ist Ihnen der offene Umgang mit diesem heiklen Thema?</em></p>
<p>Harting: Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen. Sport und Doping gehÃ¶ren leider so zusammen wie Henne und Ei. Wenn gedopt wird, stellt das den Sport in den Hintergrund &#8211; und zwar zurecht. Man darf zwar keinen Generalverdacht aussprechen. Aber das Problem ist, dass Sportler wie ich, die einen RiesenverschleiÃŸ am eigenen KÃ¶rper erzeugen, weil sie nicht dopen, um den Lohn fÃ¼r ihre ehrliche Arbeit gebracht werden.</p>
<p><em>Verzweifeln Sie manchmal?</em></p>
<p>Harting: Wo Geld ist, wird gedopt. Eigentlich ist es sinnlos, gegen diese Tatsache anzukÃ¤mpfen. In der Formel 1 wird auch getunt, um die Boliden weiterzuentwickeln und die Zeiten zu verbessern &#8211; und dort ist das erlaubt. Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wÃ¤re, Doping in irgendeiner Form zu erlauben, so knallhart sich das auch anhÃ¶ren mag. Dann wÃ¼rde sich zumindest niemand mehr darÃ¼ber aufregen.</p></blockquote>
<p>ZunÃ¤chst: Lob hat sich Robert Harting auch verdient, und das meine ich Ã¼berhaupt nicht ironisch. Denn er setzt das, wogegen sich die meisten Sportler und FunktionÃ¤re wehren, was viele gar nicht kapieren und manche erst beginnen zu begreifen, lÃ¤ngst um: Er macht Angaben zu seinen <a title="Webseite Robert Harting" href="http://derharting.de/56.0.html" target="_blank">Trainingskontrollen</a> (3 kombinierte Blut/Urinkontrollen in 2009) und zu seinen <a title="Webseite Robert Harting" href="http://derharting.de/29.0.html" target="_blank">Ã„rzten und Physios</a>, zum Beispiel.</p>
<p>Doch Doping freigeben? Sagen wir mal so: Der Gedanke ist nicht neu. Anders als <a title="Kommentar von Herbert" href="http://jensweinreich.de/?p=4479#comment-11734" target="_self">Herbert</a> in den Kommentaren schon mutmaÃŸt, ist das imho auch kein &#8220;heiÃŸes Eisen, das niemand anfassen will&#8221; und sind &#8220;Diskussionen darÃ¼ber&#8221; keinesfallsÂ &#8221;tabu&#8221;, sondern nur verantwortungslos dÃ¤mlich.</p>
<p>Auch hier im Blog wurde oft darÃ¼ber debattiert. Meine Haltung habe ich oft genug klargemacht: SÃ¤mtliche Ã¶ffentliche Mittel aus dem olympischen Spitzensport abziehen, gleichzeitig aber Kinder strafrechtlich vor Dopingtrainern, Medizinern und anderen Kriminellen schÃ¼tzen, dann wird sich das schon regeln mit der Dopingfreigabe. Dann gibt es von heute auf morgen keinen olympischen Sport mehr.</p>
<p>Dann sieht alles, was jetzt noch nicht ganz nach Wrestling aussieht, endgÃ¼ltig nach Wrestling aus. Das ist es in ziemlich verknappter Form. Vieles, was ich in den vergangenen Jahren dazu auch in Feuilletons lesen musste, lÃ¤sst sich leicht auseinander nehmen, zumal die neunmalklugen MÃ¶chtegern-Sportkenner dabeiÂ stÃ¤ndig vergessen &#8211; ob aus Feigheit, FahrlÃ¤ssigkeit oder Dummheit, ist mir vÃ¶llig egal -, die Folgen ihrer coolen &#8220;Ãœberlegungen&#8221; zu beschreiben.Â Ich werde den Teufel tun, hier eine Diskussion Ã¼ber Freigabe zu fÃ¼hren. Ich finde allerdings: Es entbehrt nicht einerÂ gewissen Ironie, dass ausgerechnet der <a title="tag: Werner Goldmann" href="http://jensweinreich.de/?cat=916" target="_self">Werner-Goldmann</a>-SchÃ¼tzling Robert Harting jetzt damit kommt.</p>
<p>Wenn sich jetzt der DLV-PrÃ¤sident Clemens Prokop Ã¼ber die Aussagen Hartings mokiert, andere DLV-FunktionÃ¤re werden folgen, merke ich vorsichtig an: Die Geister, die man rief &#8230;</p>
<ul>
<li>Jens Hungermann auf welt-online: &#8220;<a title="welt-online zu Robert Harting, Dopingfreigabe" href="http://www.welt.de/sport/article4255796/Robert-Harting-denkt-laut-ueber-Dopingfreigabe-nach.html" target="_blank">Robert Harting denkt laut Ã¼ber Dopingfreigabe nach</a>&#8220;</li>
<li>Thomas Hahn auf sÃ¼ddeutsche.de: &#8220;<a title="Thomas Hahn auf sÃ¼ddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/k5s38x/2995372/Dopen-kann-toedlich-sein.html" target="_blank">Dopen kann tÃ¶dlich sein</a>&#8221; inklusive jener Passage, Ã¼ber die in den Kommentaren bereits munter diskutiert wird</li>
</ul>
<div>
<blockquote><p>Es ist nicht zu ertragen, dass manche Halbdenker die Freigabe der kÃ¼nstlichen Leistungssteigerung im Sport immer noch als LÃ¶sungsansatz gegen die Muskelmast anbieten. Als hÃ¤tte die Geschichte nicht lÃ¤ngst gelehrt, wohin es fÃ¼hrt, wenn Sportsysteme, kommerzielle Chemiepantscher und Athleten sich vor der Dopingfahndung sicher fÃ¼hlen (&#8230;)</p>
<p>Vielen ist die Moral als Argument gegen den Sportbetrug zu weich, weil sie es irgendwie spieÃŸig finden, Anstand von einer Leistungsgesellschaft zu verlangen. Viele verstehen auch nicht, dass der Sport seine Bestimmung verrÃ¤t, wenn die WettkÃ¤mpfer nicht mehr ihre natÃ¼rlichen KrÃ¤fte vergleichen, sondern die Wirkung ihrer Hausapotheken. Aber zumindest das mÃ¼ssten die Freunde der Freigabe doch begreifen: Dopen kann tÃ¶dlich sein, erst recht das Wettdopen eines regellosen Unterhaltungssports. Eltern kÃ¶nnten ihre Kinder nicht mehr in den Verein schicken, ohne Angst zu haben, dass sie irgendein Trainer dort fÃ¼r dopenswerte Talente hÃ¤lt. Nach der Freigabe des Dopings gÃ¤be es keinen Leistungssport mehr. Nur noch eine Spektakelindustrie der Menschenzucht, in welcher der nachdenkliche Meister Harting erst recht keine Chance mehr hÃ¤tte &#8211; sofern er wirklich so sauber bleiben wollte, wie er jetzt angeblich ist.</p></blockquote>
<p><em>Transparenz-Hinweis :) Dieser Beitrag wurde mehr als aktualisiert (das ist hier Ã¼blich), sondern umgeschrieben, u.a. deshalb, weil gestern Abend das Interview noch nicht online verfÃ¼gbar war. Bei dieser Variante bleibt es jetzt, die wichtigsten Informationen sind gegeben und verlinkt.</em></p>
<p><em>Nachtrag, 5. August, 18.04 Uhr: </em>Und jetzt verstoÃŸe ich doch gegen das Versprechen und kopiere noch flink jene &#8220;<strong>Klarstellung</strong>&#8221; hinein, die gerade auf Hartings Webseite auftaucht:</p>
<blockquote><p>Hallo liebe derharting.de user, hallo liebe Fans.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass ich natÃ¼rlich nicht fÃ¼r Doping stehe sondern lediglich den Sinn des Antidopingkampfes in die RelativitÃ¤t mit seinem Aufwand und seinem Nutzes bzw. seines Erfolges gesetzt habe. Dieser verlÃ¤uft so machtlos, dass es fÃ¼r dieÂ Menschen vor dem Fernseher, welche in den Sport vertrauen immer wieder enttÃ¤uscht werden weil manche aus der Reihe tanzen.</p>
<p>Um diese Personen nicht mehr zu enttÃ¤uschen meinte ich, es wÃ¤re logischer es zu erlauben weil es dann keine Negativschlagzeilen mehr gÃ¤be. Davon abgesehen ist es natÃ¼rlich die unsportlichste Methode Doping zu bekÃ¤mpfen.</p>
<p>Ich stehe seit beginn meiner sportlichen Laufbahn fÃ¼r den fairen, dopingfreien Sport und Wettkampf.Â </p>
<p style="margin: 0px;"><strong></strong></p>
<p style="margin: 0px;"><strong>Und das bleibt fÃ¼r mein Leben so&#8230;</strong></p>
</blockquote>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/08/04/robert-harting-macht-sich-gedanken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>59</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kuhhandel im olympischen Sport: Pechstein, Breuer, Goldmann und der DLV</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/07/05/kuhhandel-im-olympischen-sport-pechstein-breuer-goldmann-und-der-dlv/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/07/05/kuhhandel-im-olympischen-sport-pechstein-breuer-goldmann-und-der-dlv/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 09:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[claudia pechstein]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[eisschnelllauf]]></category>
		<category><![CDATA[isu]]></category>
		<category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[dlv]]></category>
		<category><![CDATA[dopingtrainer]]></category>
		<category><![CDATA[grit breuer]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[nils schumann]]></category>
		<category><![CDATA[thomas springstein]]></category>
		<category><![CDATA[ulrike urbansky]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4158</guid>
		<description><![CDATA[Apropos, weil die des Blutdopings stark verdÃ¤chtige und zwei Jahre gesperrte Olympiasiegerin Claudia Pechstein bei jeder Gelegenheit von einem angeblichen &#8220;Kuhhandel&#8221; des Eislauf-Weltverbandes ISU spricht; und weil der DESG-PrÃ¤sident Gerd Heinze, der Monate lang gelogen hat, ebenfalls von einem &#8220;Kuhhandel&#8221; spricht; und weil jetzt bestimmt gleich viele Meinungen und Meldungen auf dem Markt sein werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apropos, weil die des <a title="Claudia Pechstein wegen Blutdopings gesperrt" href="http://jensweinreich.de/?p=4108" target="_blank">Blutdopings stark verdÃ¤chtige</a> und zwei Jahre gesperrte Olympiasiegerin <a title="ErklÃ¤rung von Claudia Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4138" target="_blank">Claudia Pechstein</a> bei jeder Gelegenheit von einem angeblichen &#8220;Kuhhandel&#8221; des <a title="Was vom Tage Ã¼brig bleibt (35): Der ISU-Beschluss im Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4140" target="_blank">Eislauf-Weltverbandes ISU</a> spricht; und weil der DESG-PrÃ¤sident Gerd Heinze, der Monate lang gelogen hat, ebenfalls von einem &#8220;Kuhhandel&#8221; spricht; und weil jetzt bestimmt gleich viele Meinungen und Meldungen auf dem Markt sein werden, die sich Ã¼ber die angeblichen &#8220;Kuhhandel&#8221; im internationalen Sport echauffieren &#8230;</p>
<p>Ach ja, die vorbildlichen Deutschen. Mir fÃ¤llt da ein schÃ¶ner &#8220;Kuhhandel&#8221; ein. Ich finde, die LÃ¶sung, die der Deutsche Leichtathletik-Verband im Januar 2007 im Fall Grit Breuer (u.a) gefunden hat, kommt dem, was die ISU laut Heinze (Beweise gibt es bislang nicht, vielleicht hat er ja im ZDF erneut die Unwahrheit gesagt, wer weiÃŸ) angeboten haben soll (also keine Bestrafung bei Beendigung der Karriere von Pechstein) ziemlich nahe. Soll sich jeder selbst ein Urteil bilden. Die FÃ¤lle lassen sich sehr wohl vergleichen. Stichworte: Keine positive Probe, Unschuldsvermutung etc. pp.</p>
<blockquote><p><small>DLV-Pressemitteilung vom 12. Januar 2007</small></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">ÃœberprÃ¼fungsverfahren abgeschlossen</span></p>
<p><strong>Der Disziplinarausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hat die verbandsrechtlichen ÃœberprÃ¼fungsverfahren gegen Ulrike Urbansky, Grit Breuer und Nils Schumann wegen des Verdachts eines VerstoÃŸes gegen Dopingbestimmungen nach eingehender PrÃ¼fung der Sach- und Rechtslage beendet bzw. vorlÃ¤ufig eingestellt. Es wird keine Sanktionierungsverfahren gegen diese Athleten geben.</strong></p>
<p>Die Verfahren waren nach Auswertung der Akten aus dem Strafverfahren gegen den ehemaligen Trainer Thomas Springstein eingeleitet worden. Dokumente darin enthielten Hinweise auf mÃ¶gliche DopingverstÃ¶ÃŸe der Athleten. Die Besonderheit der ÃœberprÃ¼fungsverfahren bestand darin, dass keiner der genannten Athleten bei einer Dopingkontrolle positiv getestet worden war.</p>
<p>Die Verdachtsmomente stÃ¼tzten sich einzig auf Unterlagen, die von der Staatsanwaltschaft Magdeburg sichergestellt worden waren, und betrafen zurÃ¼ckliegende ZeitrÃ¤ume. Damit musste der DLV fÃ¼r eine Sanktionierung den vollen Beweis fÃ¼r einen DopingverstoÃŸ erbringen. Die fÃ¼r den Fall einer positiven Urinprobe festgelegte Umkehr der Beweislast, nach der der Athlet beweisen muss, dass er keinen DopingverstoÃŸ begangen hat, griff in den vorliegenden Verfahren nicht.</p>
<p>Im Fall der Athletin Ulrike Urbansky entschied der Disziplinarausschuss mit den Beisitzern von Lienen (Richter am Bundesgerichtshof) und Dr. Fritzweiler (Rechtsanwalt, PrÃ¤sident der International Sport Lawyers Association), dass der sich aus den Unterlagen mÃ¶glicherweise ergebende DopingverstoÃŸ Ende August 2006 verjÃ¤hrt sei. Nachdem Anhaltspunkte oder Beweismittel fÃ¼r unverjÃ¤hrte VerstÃ¶ÃŸe nicht zur VerfÃ¼gung standen, kÃ¶nne der DLV Sanktionen wegen eines DopingverstoÃŸes, sollte er beweisbar sein, nicht mehr verhÃ¤ngen.</p>
<p><strong>Unschuldsvermutung bei Nils Schumann</strong></p>
<p>Im Fall der Athletin Grit Breuer entschied der Disziplinarausschuss mit den Beisitzern Maihold (Richter am OLG) und Dr. Krogmann (Rechtsanwalt), dass das Verfahren vorlÃ¤ufig eingestellt werde. <strong>Frau Breuer sei infolge ihres zwischenzeitlichen Vereinsaustritts der Entscheidungskompetenz des Disziplinarausschusses zurzeit nicht unterworfen. Sollte die Athletin ihre Teilnahme am organisierten Sport wieder aufnehmen, sei das Verfahren fortzusetzen.</strong></p>
<p>Im Fall des Athleten Nils Schumann entschied der Disziplinarausschuss mit den Beisitzern Prof. Dr. von Heintschel-Heinegg (Vorsitzender Richter am OLG) und Prof. Dr. Becker (Leiter eines Max-Planck-Instituts), dass die vorliegenden Unterlagen nicht ausreichen wÃ¼rden, die umfangreiche Einlassung des Athleten zu widerlegen. Weitergehende Beweismittel standen dem Disziplinarausschuss nicht zur VerfÃ¼gung, nachdem der Trainer Springstein sich dem Disziplinarausschuss nicht als Zeuge zur VerfÃ¼gung stellte. Mangels einer positiven Dopingkontrolle habe daher fÃ¼r Nils Schumann die Unschuldsvermutung zu gelten.</p></blockquote>
<p>Ach ja, und wenn wir schon beim Thema Kuhhandel sind. Der DLV bietet dem Dopingtrainer <a title="tag: Werner Goldmann" href="http://jensweinreich.de/?s=goldmann" target="_self">Werner Goldmann</a> einen neuen Vertrag an, natÃ¼rlich, meldet gerade der Sportinformationsdienst: <span id="more-4158"></span></p>
<blockquote><p>Ulm (SID) Der wegen seiner DDR-Dopingvergangenheit entlassene KugelstoÃŸ-Bundestrainer Werner Goldmann steht offenbar vor der Wiederanstellung beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus liegt dem seit 1. Januar 2008 arbeitslosen 60-jÃ¤hrigen Berliner ein neuer Vertrag des DLV vor. Zu diesem Schritt habe sich das DLV-PrÃ¤sidium nach einer erneuten juristischen PrÃ¼fung entschlossen. Es handele sich um einen Kontrakt &#8220;mit klar definierten Rahmenbedingungen, die aber nicht mehr verhandelbar sind&#8221;, wie DLV-GeneralsekretÃ¤r Frank Hensel sagte. Eine Einigung wÃ¼rde auch ein Ende des derzeit laufenden Arbeitsgerichtsprozesses bedeuten.</p>
<p>DLV-PrÃ¤sident Clemens Prokop bestÃ¤tigte am Rande der DM in Ulm, dass sein Verband ein Angebot vorgelegt habe, lieÃŸ nÃ¤here Details aber offen: &#8220;Wir sind nach wie vor in GesprÃ¤chen miteinander und haben einen Vorschlag unterbreitet, der von Herrn Goldmann aber noch nicht angenommen worden ist. Ich halte es fÃ¼r unsinnig, jetzt jeden Schritt von uns zu kommentieren.&#8221;</p>
<p>DDR-Dopingopfer Gerd Jacobs, der heute mit einem Spenderherz lebt und dessen Aussagen zur Entlassung von Goldmann fÃ¼hrten, reagierte geschockt: &#8220;Unfassbar &#8211; Goldmann hat sich nicht mal bei mir entschuldigt. Und kein DDR-Dopingopfer erhÃ¤lt bis heute eine EntschÃ¤digungsrente.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich will eigentlich nur sagen, um im Bild zu bleiben: Die grÃ¶ÃŸten KuhhÃ¤ndler sind immer noch die Deutschen, die also, die einst das Doping perfektioniert hatten. Und immer noch fleiÃŸig betrÃ¼gen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/07/05/kuhhandel-im-olympischen-sport-pechstein-breuer-goldmann-und-der-dlv/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>17</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Werner Goldmann darf wieder &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/06/03/werner-goldmann-darf-wieder/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/06/03/werner-goldmann-darf-wieder/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 15:23:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dlv]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[dosb]]></category>
		<category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[christian klaue]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[dopingtrainer]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[sportinformationsdienst]]></category>
		<category><![CDATA[steuermittel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3918</guid>
		<description><![CDATA[&#8230; Medaillen produzieren.Â FÃ¼r Deutschland. Christian Klaue meldet im Sportinformationsdienst exklusiv u. a.: Trainer Goldmann soll noch eine Chance erhalten Empfehlung der Steiner-Kommission / Jetzt entscheiden DOSB und DLV Rolle rÃ¼ckwÃ¤rts im Fall Werner Goldmann: Der wegen seiner Doping-Vergangenheit in der frÃ¼heren DDR vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) entlassene KugelstoÃŸ-Bundestrainer soll nun doch weiterbeschÃ¤ftigt werden und eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; Medaillen produzieren.Â FÃ¼r Deutschland.</p>
<p>Christian Klaue meldet im Sportinformationsdienst exklusiv u. a.:</p>
<blockquote><p><strong>Trainer Goldmann soll noch eine Chance erhalten</strong></p>
<p><em>Empfehlung der Steiner-Kommission / Jetzt entscheiden DOSB und DLV</em></p>
<p>Rolle rÃ¼ckwÃ¤rts im Fall Werner Goldmann: Der wegen seiner Doping-Vergangenheit in der frÃ¼heren DDR vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) entlassene KugelstoÃŸ-Bundestrainer soll nun doch weiterbeschÃ¤ftigt werden und eine zweite Chance erhalten. Diese Empfehlung hat die unabhÃ¤ngige Anti-Doping-Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (SID) an die PrÃ¤sidien von DOSB und DLV gegeben. Die beiden Gremien mÃ¼ssen nun entscheiden, wie mit dem Berliner weiter verfahren wird.</p>
<p>Noch im vergangenen Herbst hatte die Kommission unter Vorsitz von Udo Steiner, Bundesverfassungsrichter a.D., einen gegenteiligen Beschluss verkÃ¼ndet. Daraufhin war der Trainer von Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting zum 31. Dezember vom DLV entlassen worden und klagt seitdem vor dem Arbeitsgericht Darmstadt. Die Wende brachte nun eine ErklÃ¤rung, die Goldmann der vom DDR-Dopingopfer Gerd Jacobs schwer belastete Trainer im April zu seiner Doping-Vergangenheit in der DDR eingereicht hatte. FÃ¼nf andere ehemalige DDR-Trainer sicherten mit einer solchen ErklÃ¤rung vom 6. April bereits ihre Jobs. Dies lÃ¶ste heftige Kritik bei den Dopingopfern aus. (&#8230;)</p>
<p>Das DOSB-PrÃ¤sidium muss nach der Empfehlung der Kommission nun die Frage klÃ¤ren, ob Goldmann die Entsendungskosten fÃ¼r Olympia zurÃ¼ckzahlen muss, weil er in einer EhrenerklÃ¤rung zuvor versichert hatte, niemals mit Doping in BerÃ¼hrung gekommen zu sein. Der DLV-Spitze obliegt die Entscheidung, ob Goldmann wieder angestellt wird. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Ich muss Christian Klaue nur in einem Punkt korrigieren: Von zweiter Chance kann kaum die Rede sein. Der Dopingtrainer hat immer alle Chancen gehabt.</p>
<p>NatÃ¼rlich gibt es dazu noch keine Pressemitteilung, auch keine Stellungnahme, keinen Ã¶ffentlich nachvollziehbaren Bericht der Kommission &#8211; so wie es <a title="Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdB's im Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?p=3781" target="_self">keine Debatte</a> im Sportausschuss <a title="Reaktion im Sportausschuss ..." href="http://jensweinreich.de/?p=3895" target="_self">gab</a>. Warum auch?Â <strong><a title="Die Propagandamaschine brummt" href="http://jensweinreich.de/?p=3473" target="_self">Die Propaganda wirkt doch so viel besser.</a></strong></p>
<p>Der Fall Werner G. &#8211; man betrachte den gesamten Vorgang seit 1990 &#8211; ist nurÂ ein Beweis mehr, wie verlogen und verkommen die deutsche Sportpolitik agiert. Gestern noch an <a title="ddp: Merkel macht sich fÃ¼r Olympiabewerbung MÃ¼nchen 2018 stark" href="http://www.dernewsticker.de/news.php?id=116546" target="_blank">Kanzlerins Tafelrunde</a> &#8211; heute die Meldung zum Persilschein des Dopingtrainers. Und immer mit Steuermitteln. Und demnÃ¤chst mit neuen Steuermilliarden. Kontrolle? Fehlanzeige. Moral?Â Ehre?Â Verantwortung?Â Das sind Begriffe, die sich diesen Herrschaften nicht einmal mit Hilfe eines FremdwÃ¶rterbuchs erschlieÃŸen (oder von mir aus auch mit Hilfe des Dudens,Â in den SportfunktionÃ¤re mitunter zu schauen behaupten). &#8220;UnabhÃ¤ngige Kommission&#8221;?</p>
<p>Nichts hÃ¶ren, nichts sehen, nichts fÃ¼hlen, nichts begreifen &#8211; dasÂ fÃ¤llt mir dazu ein.</p>
<p>Das System Hochleistungssport, die Sportpolitik dieses Landes, mit all ihren Lobbyisten und Propagandisten, ist zutiefst verkommen. In einer Demokratie gÃ¤be es womÃ¶glich Mittel, erfolgreich dagegen anzugehen. In dieser Spezialdemokratie aber ist es nur logisch, dass Leute wie Goldmann als Sieger vom Platz gehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/06/03/werner-goldmann-darf-wieder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>38</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Goldmann &amp; Co oder: der Gordische Knoten</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/02/26/goldmann-co-oder-der-gordische-knoten/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/02/26/goldmann-co-oder-der-gordische-knoten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 16:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[dlv]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[andreas krieger]]></category>
		<category><![CDATA[brigitte berendonk]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[clemens prokop]]></category>
		<category><![CDATA[der tagesspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[deutschlandfunk]]></category>
		<category><![CDATA[dopingtrainer]]></category>
		<category><![CDATA[dosb]]></category>
		<category><![CDATA[dpa]]></category>
		<category><![CDATA[ehrenerklÃ¤rung]]></category>
		<category><![CDATA[eike emrich]]></category>
		<category><![CDATA[ethik]]></category>
		<category><![CDATA[faz]]></category>
		<category><![CDATA[frank bachner]]></category>
		<category><![CDATA[frankfurter allgemeine zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[frankfurter rundschau]]></category>
		<category><![CDATA[gerhard treutlein]]></category>
		<category><![CDATA[helmut digel]]></category>
		<category><![CDATA[herbert czingon]]></category>
		<category><![CDATA[joachim mÃ¶lter]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[michael reinsch]]></category>
		<category><![CDATA[peter danckert]]></category>
		<category><![CDATA[radio]]></category>
		<category><![CDATA[ralf bartels]]></category>
		<category><![CDATA[rÃ¼diger harksen]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼ddeutsche zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[spd]]></category>
		<category><![CDATA[sportausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[udo steiner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3102</guid>
		<description><![CDATA[Die Deutsche Presse-Agentur meldet gerade: Der unabhÃ¤ngigen Kommission des ehemaligen Verfassungsrichters Udo Steiner liegt der ErklÃ¤rungsentwurf von Leichtathletik-Trainern zur BewÃ¤ltigung der DDR-Doping-Vergangenheit vor. (&#8230;) Diese Initiative kÃ¶nnte den Weg aus einem jahrelangen Dilemma weisen und den frÃ¼heren DDR-Trainern trotz eines nachtrÃ¤glichen Bekenntnisses zu Doping-Praktiken eine WeiterbeschÃ¤ftigung bei VerbÃ¤nden ermÃ¶glichen. (&#8230;) Der von den DLV-Trainern vorgelegte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Presse-Agentur <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/489200" target="_blank">meldet</a> gerade:</p>
<blockquote><p>Der unabhÃ¤ngigen <a href="http://www.dosb.de/de/leistungssport/anti-doping/news/detail/news/konstituierende_sitzung_der_doping_kommission_des_dosb/9847/nb/2/cHash/bddef914bf/printer.html" target="_blank">Kommission</a> des ehemaligen Verfassungsrichters Udo Steiner liegt der ErklÃ¤rungsentwurf von Leichtathletik-Trainern zur BewÃ¤ltigung der DDR-Doping-Vergangenheit vor. (&#8230;) Diese Initiative kÃ¶nnte den Weg aus einem jahrelangen Dilemma weisen und den frÃ¼heren DDR-Trainern trotz eines nachtrÃ¤glichen Bekenntnisses zu Doping-Praktiken eine WeiterbeschÃ¤ftigung bei VerbÃ¤nden ermÃ¶glichen. (&#8230;)</p>
<p>Der von den DLV-Trainern vorgelegte ErklÃ¤rungsentwurf soll drei Eckpunkte haben:</p>
<ol>
<li>das Bekenntnis, an Doping-Praktiken der DDR beteiligt gewesen zu sein;</li>
<li>die Versicherung, seit der Wende Doping nicht unterstÃ¼tzt zu haben;</li>
<li>eine Entschuldigung bei den Opfern des Dopings.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Ich kenne den Entwurf (noch) nicht. Ich weiÃŸ nicht, wie der Gordische Knoten zerschlagen werden kÃ¶nnte, um beispielsweise Werner Goldmann wieder anzustellen. Ich weiÃŸ nicht, ob das anstrebenswert ist. Und ich finde es zu billig, wie sich neuerdings <a href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">Peter Danckert</a> (SPD), der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, gebÃ¤rdet, der seinen Wahlkreis im Osten hat, der sein Buch promotet und eine &#8220;Amnestie im untechnischen Sinne&#8221; fordert.</p>
<p>Der DLV-PrÃ¤sident und Amtsrichter Clemens Prokop behauptet, er sei gegen eine Generalamnestie, undÂ hat mir am Sonntag gesagt:</p>
<blockquote><p>Der Fall Goldmann ist insofern ein besonderer Fall, war ja hier ein Arbeitsrechtsprozess bereits lÃ¤uft. Und deshalb kann ich jetzt nicht im positiven Sinne sagen, bei den und den Kriterien wird eine FortbeschÃ¤ftigung mÃ¶glich sein. Aber ich kann negativ ausschlieÃŸen, dass eine FortbeschÃ¤ftigung jedenfalls so lange definitiv nicht mÃ¶glich ist, so lange der Fall Jacobs nicht wirklich aufgeklÃ¤rt ist.</p></blockquote>
<p>Der <a href="http://jensweinreich.de/?p=2508" target="_self">Fall Goldmann</a>, die Aufarbeitung der Dopingvergangenheit, wurde hier in den vergangenen Wochen ausgiebig diskutiert, auch Ã¼ber die BeitrÃ¤ge von <a href="http://jensweinreich.de/?p=2531" target="_self">Andreas Krieger</a>, <a href="http://jensweinreich.de/?p=2568" target="_self">Helmut Digel</a> und <a href="http://jensweinreich.de/?p=2745" target="_self">Gerhard Treutlein</a>.Â Der Olympiasieger und ehemalige Radprofi Jan Schur hat mit debattiert. Es darf weiter diskutiert werden.</p>
<p>Ich habe am Wochenende wÃ¤hrend der Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leipzig an diesem Thema gearbeitet und mit etlichen Beteiligten gesprochen: Dem DLV-PrÃ¤sidenten Clemens Prokop, seinem VizeprÃ¤sidenten Eike Emrich, dem KugelstoÃŸ-Europameister Ralf Bartels, der zu jenen 20 Athleten zÃ¤hlt, die den <a href="http://jensweinreich.de/?p=2499" target="_self">Offenen Brief fÃ¼r Werner Goldmann</a> unterschrieben haben, den Chefbundestrainern RÃ¼diger Harksen und Herbert Czingon. Antworten zum Inhalt des nun vorformulierten Papiers (das wievielte eigentlich in den vergangenen zwanzig Jahren?) kann ich nicht geben, aber ich denke, die Aussagen sind es allemal wert, gehÃ¶rt zu werden. Wobei ich sagen muss, dass der Hauptbetroffene, also Werner Goldmann, weiterhin schweigt. Auf Anraten seines Anwalts, heiÃŸt es.</p>
<p>Hier die BeitrÃ¤ge im Deutschlandfunk, die fast nur aus O-TÃ¶nen bestehen und quasi als Prozessberichterstattung zu betrachten sind:</p>
<p>Sonnabend, 21. Februar:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/02/21/dlf_20090221_1935_f03733bc.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Sonntag, 22. Februar:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/02/22/dlf_20090222_1916_53716539.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Ich habe versucht, die Stimmung und gewissermaÃŸen die StrÃ¶mungen zu erfassen. Manch einem war das nicht hart genug. So wurde ich dafÃ¼r kritisiert, dass ich Goldmann zu gut wegkommen lasse (tatsÃ¤chlich?) und Ralf Bartels zu viel Platz einrÃ¤ume (ach ja?). Was letztlich nur zeigt: Bei diesem elektrisierenden Thema kann man es niemandem Recht machen. War allerdings auch nie meine Absicht.</p>
<p><span id="more-3102"></span>Ralf Bartels zum Beispiel fragte im Verlauf unseres GesprÃ¤chs, ob ich ihn anprangern wolle. Nein, wollte ich nicht. Ich (wir, zwei Kollegen groÃŸer Tageszeitungen waren dabei)Â habe/haben ihn zwischen Wettkampf und Siegerehrung, als er an seinem 31. Geburtstag ein Bier aus dem Plastikbecher trank, das ihm spÃ¤ter mÃ¶glicherweise die Abgabe der Dopingprobe erleichterte, nach seiner Meinung zum Fall Goldmann, zum Brief der Athleten, zur Stimmungslage und zu seinen Vorstellungen befragt, wie das Problem aufzuarbeiten sei.</p>
<p>Ich wollte Bartels nicht vorfÃ¼hren. Ich hÃ¤tte es tun kÃ¶nnen, aber ich finde, wenn ich jemanden in den Katakomben mit meinem Mikro Ã¼berfalle und zwischen TÃ¼r und Angel derartige Fragen stelle, habe ich eine gewisse journalistische Verantwortung. Ich suche mir nicht gerade O-TÃ¶ne heraus, die Bartels mÃ¶glicherweise bloÃŸstellen. Er ist kein TÃ¤ter. Er war ein Kind, als die Mauer fiel. Er wurde im Osten sozialisiert. Unter Sportlern. In Neubrandenburg. Er ist da nie weg gekommen. Er hat seine Meinung.</p>
<p>Dass er die BÃ¼cher von Berendonk und Treutlein nicht gelesen hat, mag Ã¤rgerlich sein; aber dieses Schicksal, nennen wir es einfach mal so, teilt er mit vielen,Â im Osten wie im Westen, die nicht die Kugel stoÃŸen mÃ¼ssen, sondern Verantwortung tragen. Das ist das Problem, und nicht der mÃ¼ndige, mitunter irrende Sportler.</p>
<p>Leseempfehlungen:</p>
<ul>
<li>Michael Reinsch in der <strong>FAZ</strong>: <a href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~EA1A5D84170CD4A3099579613549FE2D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed" target="_blank">Ausweg aus der Trainer-Falle?</a> &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~EC3BB387786904CDCAF53D1E3ED2E4BBF~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed" target="_blank">Die Suche nach der Zauberformel</a></li>
<li>Joachim MÃ¶lter in der <strong>SÃ¼ddeutschen</strong>: <a href="http://www.sueddeutsche.de/555384/310/2772372/Bekenntnis-zu-den-Suenden.html" target="_blank">Bekenntnis zu den SÃ¼nden</a></li>
<li>Mein Beitrag in der <span style="color: #000000;"><strong>Frankfurter Rundschau</strong></span>: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1679825_Hektische-Arbeiten-an-der-Argumentationsbruecke.html?sid=22f36ddf12fa69d4773ce220696b4a6c" target="_blank">Hektische Arbeiten an der ArgumentationsbrÃ¼cke</a></li>
<li>Frank Bachner in der Zeitung <strong>Der Tagesspiegel</strong>: <a href="http://www.tagesspiegel.de/sport/DDR-Doping;art272,2738185" target="_blank">Schlussstrich mit Reue?</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/02/26/goldmann-co-oder-der-gordische-knoten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/02/22/dlf_20090222_1916_53716539.mp3" length="1918464" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/02/21/dlf_20090221_1935_f03733bc.mp3" length="2416128" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Hinweis zur Dopingdiskussion &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/02/17/hinweis-zur-dopingdiskussion/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/02/17/hinweis-zur-dopingdiskussion/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 09:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[gerhard treutlein]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[andreas krieger]]></category>
		<category><![CDATA[brd]]></category>
		<category><![CDATA[helmut digel]]></category>
		<category><![CDATA[im]]></category>
		<category><![CDATA[stasi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2952</guid>
		<description><![CDATA[Auf Nachfrage ein logistischer Einschub: FÃ¼r jene, die sich mit dem Ordnungsprinzip dieses Blogs nicht anfreunden kÃ¶nnen, ein mÃ¶glicherweise hilfreicher Hinweis. Die spannenden Diskussionen laufen derzeit &#8211; ich kann gar nichts dafÃ¼r, ehrlich! &#8211; zum Doping: Gerhard Treutlein: &#8220;Wer die Vergangenheit verdrÃ¤ngt &#8230;&#8221; Gerhard Treutlein hat gerade kommentiert: Es gibt zwei Probleme: Das schnelle Vergessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Nachfrage ein logistischer Einschub: FÃ¼r jene, die sich mit dem Ordnungsprinzip dieses Blogs nicht anfreunden kÃ¶nnen, ein mÃ¶glicherweise hilfreicher Hinweis. Die spannenden Diskussionen laufen derzeit &#8211; ich kann gar nichts dafÃ¼r, ehrlich! &#8211; zum Doping:</p>
<ul>
<li><a href="http://jensweinreich.de/?p=2745" target="_blank"><strong>Gerhard Treutlein: &#8220;Wer die Vergangenheit verdrÃ¤ngt &#8230;&#8221;</strong></a></li>
</ul>
<p>Gerhard Treutlein hat <a href="http://jensweinreich.de/?p=2745#comment-6226" target="_self">gerade kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p>Es gibt zwei Probleme: Das schnelle Vergessen von Fakten und die fehlende Bereitschaft zur Konsequenz, deshalb haben wir heute diese unsÃ¤gliche aber notwendige Diskussion. Wer die Vergangenheit verdrÃ¤ngt â€¦</p></blockquote>
<ul>
<li><a href="http://jensweinreich.de/?p=2499" target="_blank"><strong>Werner Goldmann oder: wenn &#8220;die StimmbÃ¤nder lÃ¤hmen&#8221;</strong></a></li>
</ul>
<p>Mein <a href="http://jensweinreich.de/?p=2499#comment-6199" target="_self">letzter Kommentar</a> dazu:</p>
<blockquote><p>Ich finde es katastrophal und inakzeptabel, dass einige Journalisten (ZDF und anderswo) seit dem Sommer Ã¼ber Jacobsâ€™ IM-TÃ¤tigkeit Bescheid wussten. Doch erst Sport-Bild hat es publik gemacht, was ich grundsÃ¤tzlich in Ordnung finde. Wobei die Geschichte des Gerd Jacobs &#8211; IM und Dopingopfer, der vor der ZERV aber ausgesagt hat, er habe gewusst, was er bekomme &#8211; viel mehr her gibt als nur:</p>
<p>a) Die einen, die sonst gern jeden IM brandmarken, sagen nicht, dass er IM war, obwohl sie es wissen, und bringen ihn immer wieder als heldenhaften Zeugen.</p>
<p>b) Die anderen (Sport-Bild) reiten vielleicht ein bisschen zu brutal auf der IM-Nummer herum.</p>
<p>Um es klar zu sagen: a) finde ich deutlich unappetitlicher. Unfassbar. Ich habe erst aus der Hamburger Illustrierten von der IM-TÃ¤tigkeit erfahren &#8211; und war geschockt, nicht wegen Jacobs, sondern wegen der Journalisten, die das nie berichtet haben.</p></blockquote>
<p>Dazu u. a. auch: <a title="Was vom Tage Ã¼brig bleibt (16): â€œAuferstanden aus Ruinenâ€? (14. Januar 2009)" href="http://jensweinreich.de/?p=2508"><span style="color: #6b8e23;">Was vom Tage Ã¼brig bleibt (16): â€œAuferstanden aus Ruinenâ€?</span></a>, <a title="Andreas Krieger zum Fall Goldmann &amp; Co. (15. Januar 2009)" href="http://jensweinreich.de/?p=2531"><span style="color: #6b8e23;">Andreas Krieger zum Fall Goldmann &amp; Co.</span></a>, <a title="Helmut Digel: â€œDie Vergangenheit ist nicht abgeschlossenâ€? (20. Januar 2009)" href="http://jensweinreich.de/?p=2568"><span style="color: #6b8e23;">Helmut Digel: â€œDie Vergangenheit ist nicht abgeschlossenâ€?</span></a></p>
<p>Es geht wieder einmal um West und Ost und Verantwortung, die man annehmen oder negieren kann, als Journalist, als Wissenschaftler, als Doper, als Athlet, als Fan, alsÂ FunktionÃ¤r, als Sportpolitiker. Ich sage ja immer, und ich sage es nicht gern nach 20 Jahren, diese Diskussion bricht erst auf, sie wird uns in den kommenden zwei Jahren der runden JubilÃ¤en verschÃ¤rft begleiten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/02/17/hinweis-zur-dopingdiskussion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>21</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Andreas Krieger zum Fall Goldmann &amp; Co.</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/01/15/andreas-krieger-zum-fall-goldmann-co/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/01/15/andreas-krieger-zum-fall-goldmann-co/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 14:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[andreas krieger]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[dlv]]></category>
		<category><![CDATA[dopingopfer]]></category>
		<category><![CDATA[dosb]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2531</guid>
		<description><![CDATA[Ein update zur Diskussion um die Entlassung des dopingbelasteten Trainers Werner Goldmann und den offenen Brief deutscher Leichtathleten. Andreas Krieger hat dazu einen Kommentar geschrieben. Ich hoffe, es nicht zu Ã¼bertreiben, wenn ich mir erlaube, diesen Kommentar hier hinein zu kopieren. Ich finde, die Meinung von Andreas Krieger ist zu wichtig, ich mÃ¶chte nicht, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein update zur <a href="http://jensweinreich.de/?p=2499" target="_self">Diskussion</a> um die Entlassung des dopingbelasteten Trainers Werner Goldmann und den offenen Brief deutscher Leichtathleten. <strong>Andreas Krieger</strong> hat dazu einen <a href="http://jensweinreich.de/?p=2499#comment-5304" target="_self">Kommentar</a> geschrieben. Ich hoffe, es nicht zu Ã¼bertreiben, wenn ich mir erlaube, diesen Kommentar hier hinein zu kopieren. Ich finde, die Meinung von Andreas Krieger ist zu wichtig, ich mÃ¶chte nicht, dass Leser seinen Standpunkt &#8211; in der Kommentarspalte geÃ¤uÃŸert &#8211; Ã¼bersehen.</p>
<blockquote><p>Als Dopingbetroffener kann ich hier nicht schweigen.</p>
<p>Der Verband hat endlich nach immer wieder erneuten Kritiken Ã¼ber dopingbelastete Trainer der ehemaligen DDR im Sport richtig und konsequent reagiert. Nicht nur die Presse kritisierte diesen Zustand immer wieder, seit viele, vielen Jahren, sondern auch Dopingopfer forderten eine konsequentere Haltung vom DOSB zu diesem Thema.</p>
<p>Zum Fall Goldmann kann ich nur sagen, dass die Entscheidung richtig ist. Sicherlich trifft es die heutigen aktiven Sportler hart, aber fÃ¼r diese Situation ist ganz allein Herr Goldmann selbst verantwortlich zu machen. Sein beharrliches Schweigen und die halbherzige Aufarbeitung seiner eigenen Vergangenheit haben ihn jetzt eingeholt.</p>
<p>Er hatte die MÃ¶glichkeit damit aufzurÃ¤umen, doch das schien ihm wohl nicht so wichtig. Ihm war, so scheint mir, seine eigene Karriere wichtiger.</p>
<p>Das interessante an der ganzen Geschichte ist, es hÃ¤tte in manchen FÃ¤llen nur einer ehrlich gemeinten Entschuldigung bedurft, um Dopingopfern zu signalisieren, dass damals nicht nur auf staatlicher Ebene kriminell gehandelt wurde, sondern auch dass das persÃ¶nliche ethisch-moralische Versagen der involvierten Trainer dazu beitrug, das Dopingsystem der DDR zu stÃ¼tzen und zu tragen und damit Dinge passieren zu lassen, die nicht wieder gut zu machen sind.</p>
<p>Stattdessen hat er sich freigekauft. Durch die Zahlung einer nicht unerheblichen Geldsumme erwirkte Goldmann die Einstellung eines Gerichtsverfahren gegen ihn.</p>
<p>Wenn man sich nichts vorzuwerfen hat, warum dann freikaufen?<span id="more-2531"></span></p>
<p>Im Protestschreiben namenhafter Werfer gegen die Entlassung Goldmanns ist von einem Bauernopfer die Rede, welchem mit der Entlassung seine Passion und sein Leben zerstÃ¶rt werden.</p>
<p>Ich frage mal gerade heraus, wie sieht es den mit der LebensqualitÃ¤t der DopinggeschÃ¤digten aus. Sie haben mehr verloren, als nur ihren Job. Die SchÃ¤den, die durch den systematischen Dopingmissbrauch des DDR-Systems entstanden sind, verjÃ¤hren moralisch nicht, da nie ein TÃ¤ter- Opfer-Ausgleich stattgefunden hat. Nicht, weil die GeschÃ¤digten dieses nicht wollten, sondern weil die dopingbelasteten Trainer durch beharrliches Leugnen, bewusstes LÃ¼gen, taktisches Kleinreden ihrer Vergangenheit deutlich signalisierten, dass sie sich ihrer Verantwortung und ihrem Versagen nicht stellen wollen.</p>
<p>Ich kann hier also kein Bauernopfer erkennen. Beim Schachspiel wird der Bauer geopfert, um die Dame zu schÃ¼tzen. Wer sollte hier die Dame sein? Wissen da die aktiven Sportler mehr als die Ã–ffentlichkeit?</p>
<p>Dieser Mann hat nichts zur Aufarbeitung des DDR-Systems getan, weiter einen netten Job aus Steuergeldern finanziert bekommen und wundert sich warum er nicht weiter machen darf, wie zuvor.</p>
<p>Bei allem VerstÃ¤ndnis fÃ¼r die unterzeichnenden Sportler stellt sich mir hier auch die Frage, warum sie nur sich selbst und ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Trainer zum MaÃŸ der Dinge machen. Warum sie mit Argumenten (â€žVerjÃ¤hrungsfristen&#8221; von Straftaten, Rehabilitierung, mangelnde Beweise, â€žKÃ¼ndigung&#8221; etc.) hantieren, welche nicht nur falsch benannt sind, sondern auch in Ã¼bersteigerter Weise die UneigennÃ¼tzigkeit, den Altruismus sowie die edle Gesinnung ihres ehemaligen Trainers darstellen sollen. Das finde ich verdammt seltsam.</p>
<p>Der Verdacht liegt nahe dass Goldmann jetzt, wo es um seine Existenz geht, sich vertrauensvoll an prominente Sportler wendet, um nicht nur UnterstÃ¼tzung zu erfahren, sondern auch â€žPersilscheine&#8221; sammeln will.</p>
<p>Er bietet seine UnterstÃ¼tzung und Hilfe ehrenamtlich an. Wo war er, als ehemalige dopinggeschÃ¤digte Sportler seine Hilfe brauchten? Als es um AufklÃ¤rung und BewÃ¤ltigung der Dopingpraxis in der DDR ging?</p>
<p>Herr Goldmann orientiert sich auch hier und heute noch an den Unversehrten, den Gewinnern des Hochleistungssports, um an etwas teilhaben zu kÃ¶nnen, was er sein Leben lang mit Besessenheit verfolgt hat: Ruhm, Macht und Erfolg &#8211; koste es was es wolle- und wenn es die eigenen Seele ist&#8230; oder auch nur das Leben der anderen.</p>
<p>Leidtragende in der ganzen Sache sind wieder die Sportler.</p>
<p>Andreas Krieger</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/01/15/andreas-krieger-zum-fall-goldmann-co/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>17</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (16): &#8220;Auferstanden aus Ruinen&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/01/14/was-vom-tage-ubrig-bleibt-16/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/01/14/was-vom-tage-ubrig-bleibt-16/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 10:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogschau]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[andreas rÃ¼ttenauer]]></category>
		<category><![CDATA[berliner zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[boris herrmann]]></category>
		<category><![CDATA[der tagesspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[dlv]]></category>
		<category><![CDATA[dosb]]></category>
		<category><![CDATA[faz]]></category>
		<category><![CDATA[franziska van almsick]]></category>
		<category><![CDATA[jÃ¶rg hahn]]></category>
		<category><![CDATA[jÃ¼rgen ahÃ¤user]]></category>
		<category><![CDATA[josef bordat]]></category>
		<category><![CDATA[kÃ¶lner stadt-anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[leichte athletik]]></category>
		<category><![CDATA[matti lieske]]></category>
		<category><![CDATA[michael reinsch]]></category>
		<category><![CDATA[olaf bachmann]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼ddeutsche zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[sporthilfe]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>
		<category><![CDATA[thomas kistner]]></category>
		<category><![CDATA[trainer]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<category><![CDATA[was vom tage Ã¼brig bleibt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2508</guid>
		<description><![CDATA[Kleines Special zum Fall Werner Goldmann. Die aktuellen Reaktionen der Holzpresse: Kommentar von Reinhard Sogl in der Frankfurter Rundschau: &#8220;Bauernopfer&#8221;. Matti Lieske in der Berliner Zeitung: &#8220;Von FarbtÃ¶pfen und StimmbÃ¤ndern&#8221;. Dazu ein Kommentar von Boris Herrmann: &#8220;AlleÂ fÃ¼r Goldi&#8221;. Frank Bachner in der Zeitung Der Tagesspiegel: &#8220;Hilfe fÃ¼r einen TÃ¤ter&#8221;. Kommentar von Olaf Bachmann im KÃ¶lner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleines Special zum Fall <a href="http://jensweinreich.de/?p=2499" target="_blank">Werner Goldmann</a>. Die aktuellen Reaktionen der Holzpresse:</p>
<ul>
<li>Kommentar von Reinhard Sogl in der <strong>Frankfurter Rundschau</strong>: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1659166_Bauernopfer.html" target="_blank">&#8220;Bauernopfer&#8221;</a>.</li>
<li>Matti Lieske in der <strong>Berliner Zeitung</strong>: <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0114/sport/0020/index.html" target="_blank">&#8220;Von FarbtÃ¶pfen und StimmbÃ¤ndern&#8221;</a>. Dazu ein Kommentar von Boris Herrmann: <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0114/sport/0045/index.html" target="_blank">&#8220;AlleÂ fÃ¼r Goldi&#8221;</a>.</li>
<li>Frank Bachner in der Zeitung <strong>Der Tagesspiegel</strong>: <a href="http://www.tagesspiegel.de/sport/;art272,2704958" target="_blank">&#8220;Hilfe fÃ¼r einen TÃ¤ter&#8221;</a>.</li>
<li>Kommentar von Olaf Bachmann im <strong>KÃ¶lner Stadt-Anzeiger:</strong> <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1231173654737.shtml" target="_blank">&#8220;Operation Goldi&#8221;</a>.</li>
<li>Kommentar von Thomas Kistner in der <strong>SÃ¼ddeutschen Zeitung</strong>: <a href="http://www.sueddeutsche.de/956385/413/2712323/Aufstand-im-Glashaus.html" target="_blank">&#8220;Aufstand im Glashaus&#8221;</a>.</li>
</ul>
<p>Gestern bereits verlinkt:</p>
<ul>
<li>Kommentar von JÃ¶rg Hahn in der <strong>FAZ</strong>: <a href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~E586D7051A417491E895E22C8FE190D26~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">&#8220;Versagt&#8221;</a>. Ein Beitrag von Michael Reinsch: <a href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~E6FE7725D77444500A32534C8F9438D53~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">&#8220;Leichtathleten protestieren gegen &#8216;Bauernopferjagd&#8217;&#8221;</a>.</li>
<li>Andreas RÃ¼ttenauer in der <strong>taz</strong>: <a href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/taeter-wird-opfer/" target="_blank">&#8220;TÃ¤ter wird Opfer&#8221;</a>.</li>
</ul>
<p>Ein Ã¤lterer Blogbeitrag:</p>
<ul>
<li>Josef Bordat auf <strong>Leichte Athletik</strong>: <a href="http://wirnehmensleicht.wordpress.com/2009/01/08/die-langen-schatten-der-ddr-goldmann-verliert-trainerjob/" target="_blank">&#8220;Die langen Schatten der DDR. Goldmann verliert Trainerjob&#8221;</a>.</li>
</ul>
<p>Und einÂ Lesebefehl &#8211; die zwei Wochen alte zackige Analyse von JÃ¼rgen AhÃ¤user in der <strong>Frankfurter Rundschau</strong>, <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1652097_Auferstanden-aus-Ruinen.html?sid=9de6acf49c0837e201368066742140c0" target="_blank"><strong>&#8220;Auferstanden aus Ruinen&#8221;</strong></a>, komplett mit freundlicher Genehmigung der FR:</p>
<blockquote><p>Vor einer Woche hat der deutsche Sport mit groÃŸem Pomp seine grÃ¶ÃŸten Athleten gefeiert. In Baden-Baden standen die Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen und Goldmedaillengewinner Matthias Steiner strahlend im Mittelpunkt des Ã¶ffentlichen Interesses. Zum Ruhm, Sportler des Jahres zu sein, waren die Schwimmerin und der Gewichtheber vor allem durch die Arbeit ihrer Trainer Norbert Warnatzsch und Frank Mantek gekommen. Im Kurhauses badeten beide im Applaus.</p>
<p>Mitgefreut hat sich der PrÃ¤sident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach. Dabei hÃ¤tte Deutschlands oberster SportfunktionÃ¤r eigentlich verschnupft reagieren mÃ¼ssen. Denn wenn es nach der hohen Moral gegangen wÃ¤re, die der DOSB vor den Olympischen Spielen plÃ¶tzlich entdeckt hatte, dann hÃ¤tte Norbert Warnatzsch in Peking gar nicht dabei sein dÃ¼rfen &#8211; und die vor ihrem Doppel-Coup noch sehr zerbrechliche Steffen wÃ¤re im Wasser-WÃ¼rfel wohl kaum in der Lage gewesen, den Deutschen Schwimmverband vor dem Untergang zu retten.</p>
<p><span id="more-2508"></span>Die deutschen Leichtathleten waren in der chinesischen Hauptstadt so erfolglos, dass weder DLV-Sportler, noch der eine oder andere Trainer in den Genuss eines bigotten Ã¶ffentlichen Auftritts kamen. Dennoch ist Werner Goldmann nun der Erste, den die Moralkeule erwischte. Der Trainer von Robert Harting, dem WM-Zweiten im Diskuswurf, wird nach einer Empfehlung der DOSB-Doping-Komission nicht weiter beim DLV beschÃ¤ftigt.</p>
<p>Unmittelbar vor Peking hatte Goldmanns Ex-SchÃ¼tzling Gerd Jacobs den Coach beschuldigt, ihm Anfang der 80er- Jahre das in der DDR weit verbreitete Anabolikum Oral-Turinabol verabreicht zu haben. Jacobs ist anerkanntes Dopingopfer. Vor fÃ¼nf Jahren musste er sich einer Herztransplantation unterziehen. Am 21. November hat Jacobs beim DOSB die Anschuldigungen bekrÃ¤ftigt, die Goldmann nun den Job als Bundestrainer kosteten. Gegen die DLV-Trainer Klaus Schneider und Klaus Baarck wird, wie auch gegen Warnatzsch, weiter ermittelt. Am 19. Januar will das DOSB-PrÃ¤sidium sowohl Ã¼ber die Personalien als auch Ã¼ber die RÃ¼ckforderung von Reise- und Aufenthaltskosten fÃ¼r Peking beraten.</p>
<p>Auch das MÃ¤rchen vom trauernden Koloss Matthias Steiner hÃ¤tte wohl kaum ein Happyend in der RaumfahrtuniversitÃ¤t der Volksrepublik gefunden, falls Steiners Mentor Mantek in Leimen hÃ¤tte zuschauen mÃ¼ssen. Da aber hÃ¤tte der Cheftrainer und Sportdirektor des Deutschen Gewichtheberverbandes nach dem scharfrichterlichen DOSB-Beschluss hingehÃ¶rt. Alle Ã„rzte und Betreuer der Olympiamannschaft mussten vor der Abreise nach China die EhrenerklÃ¤rung unterschreiben, nie mit Doping zu tun gehabt zu haben. Gegen Warnatzsch und andere DDR-Schwimmtrainer war 1997 ein Dopingverfahren wegen geringer Schuld eingestellt worden.</p>
<p>Das ZDF hat kurz vor Ende der Spiele den neuen Vorwurf erhoben, der Berliner Trainer sei 1977 an einem Versuch beteiligt gewesen, bei dem auch minderjÃ¤hrigen Athleten verbotene Mittel verabreicht worden seien. Frank Mantek, Bronzemedaillengewinner von Moskau, wird in dem EnthÃ¼llungsbuch &#8220;Doping &#8211; Von der Forschung zum Betrug&#8221; von Brigitte Berendonk als Teil des DDR-Staatsplanthemas 14.25 (Einsatz unterstÃ¼tzender Mittel) genannt.</p>
<p>Auf die Frage der FR, ob es fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer nicht ein wenig zu spÃ¤t sei, um die ja eigentlich schon lange bekannte Dopingvergangenheit des gesamtdeutschen Sports aufzuarbeiten, reagierte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper gestern mit einer Gegenfrage: &#8220;Will man solche Leute denn bei Olympischen Spielen dabei haben?&#8221; Klaus Schneider hatte diese Frage zuvor schon beantwortet: &#8220;Ich war viermal bei Olympia, ohne dass sich jemand daran gestoÃŸen hat. Ich verstehe nicht, warum das jetzt wieder aufkommt.&#8221; Mehr wollte der KugelstoÃŸbundestrainer wegen der laufenden Ermittlungen nicht sagen.</p>
<p>Sinnigerweise soll der Magdeburger den in Ungnade gefallenen Goldmann kommissarisch vertreten. Nach Auskunft von DLV-Cheftrainer Herbert Czingon trifft Goldmann zwar der Bannstrahl des Verbands, seine Sportler kann er aber weiter betreuen: &#8220;Er hat ja kein Berufsverbot.&#8221; 2009, bei der WM in Berlin, will Goldmann Robert Harting wieder zu einer Medaille fÃ¼hren &#8211; wieder unter dem Beifall der DOSB-FÃ¼hrung? DLV-PrÃ¤sident Clemens Prokop sagte, der Verband habe keine Wahl gehabt und der DOSB-Empfehlung folgen mÃ¼ssen. Der Amtsrichter rÃ¤umte aber ein, dass &#8220;versÃ¤umt wurde, frÃ¼hzeitig Kriterien fÃ¼r den Umgang mit belasteten Trainern zu entwickeln&#8221;.</p>
<p>Sinnbild fÃ¼r die Doppelmoral und den verpassten Schnitt ist Schwimm-Ikone Franziska van Almsick. Die Ex-Weltrekordlern hat ihre gesamte Karriere unter Trainern bestritten, die mehr oder weniger tief in das DDR-Staatsdoping verstrickt waren (Dieter Lindemann, Gerd EÃŸer und Norbert Warnatzsch). Zuletzt stieg sie unter groÃŸem Ã¶ffentlichen Applaus zur stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Sporthilfe auf.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/01/14/was-vom-tage-ubrig-bleibt-16/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Werner Goldmann oder: wenn &#8220;die StimmbÃ¤nder lÃ¤hmen&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/01/13/werner-goldmann-oder-wenn-die-stimmbander-lahmen/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/01/13/werner-goldmann-oder-wenn-die-stimmbander-lahmen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 19:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bmi]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[dlv]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[dosb]]></category>
		<category><![CDATA[werner goldmann]]></category>
		<category><![CDATA[andreas rÃ¼ttenauer]]></category>
		<category><![CDATA[christina obergfÃ¶ll]]></category>
		<category><![CDATA[faz]]></category>
		<category><![CDATA[franka dietzsch]]></category>
		<category><![CDATA[geschichtsklitterung]]></category>
		<category><![CDATA[jÃ¶rg hahn]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[norbert warnatzsch]]></category>
		<category><![CDATA[robert harting]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>
		<category><![CDATA[ulf timmermann]]></category>
		<category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2499</guid>
		<description><![CDATA[Ein Dokument der Zeitgeschichte. Real existierende deutsche Topsportler im Jahr 2009. Einen &#8220;geschichtsklitternden Brief&#8221; nennt Andreas RÃ¼ttenauer in der taz diese Email, in der sich die Athleten fÃ¼r die WeiterbeschÃ¤ftigung des dopingbelasteten Leichtathletiktrainers Werner Goldmann einsetzen. FAZ-Sportchef JÃ¶rg Hahn findet die ErklÃ¤rung &#8220;phasenweise unverschÃ¤mt&#8221;.Â Voila:Â  Das Anschreiben Von: Peter Sack Gesendet: Montag, 12. Januar 2009 14:21 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Dokument der Zeitgeschichte. Real existierende deutsche Topsportler im Jahr 2009. Einen <a href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/taeter-wird-opfer/" target="_blank">&#8220;geschichtsklitternden Brief&#8221;</a> nennt Andreas RÃ¼ttenauer in der taz diese Email, in der sich die Athleten fÃ¼r die WeiterbeschÃ¤ftigung des dopingbelasteten Leichtathletiktrainers Werner Goldmann einsetzen. FAZ-Sportchef JÃ¶rg Hahn findet die ErklÃ¤rung <a href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~E586D7051A417491E895E22C8FE190D26~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">&#8220;phasenweise unverschÃ¤mt&#8221;</a>.Â Voila:Â </p>
<p>Das Anschreiben</p>
<blockquote><p><strong>Von:</strong> <a href="http://www.diesaecke.de/index.php?id=81" target="_blank">Peter Sack</a><br />
<strong>Gesendet:</strong> Montag, 12. Januar 2009 14:21<br />
<strong>An:</strong> office@dosb.de; DLV_GENERALSEKRETARIAT; poststelle@bmi.bund.de; presse@bmi.bund.de<br />
<strong>Betreff:</strong> Offener Brief zur KÃ¼ndigung Werner Goldmanns</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>im Zusammenhang mit der KÃ¼ndigung (keine VertragsverlÃ¤ngerung)Â des ehemaligen Bundestrainers KugelstoÃŸen MÃ¤nner, Werner Goldmann zum 31.12.2008 mÃ¶chten sich einige Athletinnen und Athleten zu Wort melden, um ihrenÂ Unmut Ã¼ber die Verfahrensweise und das WIE der Entlassung Publik zu machen.</p>
<p>Dieses Schreiben wird amÂ 12.01.2009 dem BMI, dem DOSB und dem DLV zur VerfÃ¼gung gestellt und am 13.01.2009 Ã¼ber die deutschen Presseagenturen verÃ¶ffentlicht. Es stellt die Meinung aller aktiven und ehemaligen Athleten im Absender einheitlich dar.</p>
<p>FÃ¼r RÃ¼ckfragen steht Ihnen jeder dieser Athleten zur VerfÃ¼gung.Â </p>
<p>Mit sportlichen GrÃ¼ÃŸen</p>
<p>Die AbsenderÂ </p></blockquote>
<p>Der Brief<span id="more-2499"></span></p>
<blockquote><p>Absender (alph. Reihenfolge):Â </p>
<p align="left">Markus Bandekow, Ralf Bartels, Candy Bauer, Max Bedewitz, Oliver-Sven Buder, Franka Dietzsch, Andy Dittmar, Julia Fischer, Christoph Harting, Robert Harting, Sophie Kleeberg, Nadine Kleinert, Jessica Kolozei, Petra Lammert, Christina ObergfÃ¶ll, Gunnar Pfingsten, Marc Roos, Marco Schmidt, Peter Sack, David Storl</p>
<p align="left">an: BMI, DOSB, DLV, Sid,dpa, Leichtathletik</p>
<p align="left">cc: Werner Goldmann</p>
<p align="left">Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p align="left">kurz vor Weihnachten traf die Nachricht ein, dass Werner Goldmann keine VertragsverlÃ¤ngerung zum 01.01.2009 erhalten und demzufolge nicht mehr als Bundestrainer KugelstoÃŸen (MÃ¤nner) angestellt sein wird.</p>
<p align="left">Die GrÃ¼nde, VorwÃ¼rfe, UnrechtmÃ¤ÃŸigkeiten, Beschuldigungen, verjÃ¤hrten Anschuldigungen etc. &#8211; allen Adressaten dÃ¼rfte der Werdegang des â€žRausschmisses&#8221; bekannt oder leicht recherchierbar sein &#8211; sollen in den folgenden Zeilen nicht detailliert beleuchtet werden. Vielmehr werden Kommentare, Meinungen und Anmerkungen folgen, die hoffentlich zum Nachdenken anregen und dem Menschen Werner Goldmann vermitteln, dass da Sportler sind, die eine solche â€žBauernopferjagd&#8221; nachdenklich stimmt, stark betroffen macht und Ã„ngste schÃ¼rt.</p>
<p align="left">Wer aus der â€žalten Riege&#8221; wird der NÃ¤chste sein? Wird jedem ehemaligen Sportler ohne weiteres Glauben geschenkt, auch wenn es dafÃ¼r keine Beweise gibt?</p>
<p align="left">Sport ist Werner Goldmanns Leben &#8211; dafÃ¼r braucht es kein Studium seiner Biografie. Es handelte sicht hier nicht um ein einfaches AngestelltenverhÃ¤ltnis, wie dies formell sein (ehemaliger) Arbeitsvertrag mit dem DLV beschrieb. Es gab keine 40-Stunden-Woche, Gleitzeit, festen Arbeitsort, 8-Stunden-Tag und ein Telefon abschalten nach 16.30 Uhr. Trainer-Sein in seiner Position bedeutete: 24-Stunden-Tag, 7-Tage-Woche und dies Ã¼ber 40 Wochen im Jahr. DarÃ¼ber hinaus Ansprechpartner sein fÃ¼r Athleten, Heimtrainer, AngehÃ¶rige, Pressevertreter und auch seinen Arbeitgeber.</p>
<p align="left">Die KÃ¼ndigung des Jobs gleicht einer Amputation, einem Entzug von Lebenselixieren. Als wÃ¼rde man einem Musiker lebenslang â€žInstrumentenverbot&#8221; geben, einem KÃ¼nstler die FarbtÃ¶pfe versiegeln oder dem SÃ¤nger die StimmbÃ¤nder lÃ¤hmen.</p>
<p align="left">Hat im Rahmen dieses Verfahrens jemand einmal die Seite Mensch des Werner Goldmanns betrachtet? Ist die Stellung des DDR-Systems und die Rahmenbedingungen, die dieses System vorgab, beachtet worden? Hatten â€žDDR-Spitzentrainer&#8221;Â die Chance NEIN zu sagen? WÃ¤ren sie nicht ausgetauscht worden in dem Glauben eines unerschÃ¶pflichen Reservoirs an FachkrÃ¤ften, ausgebildet â€žMade in GDR&#8221;?</p>
<p align="left">Die GrÃ¼nde der Anschuldigungen sind 25 Jahre her. MÃ¶rder sind nach solchen Zeiten amnestiert, entlassen oder â€žrehabilitiert&#8221;, aber im Fall Goldmann gibt es keine Frist. Wie kann der DOSB einem sportverrÃ¼ckten Trainer eine EhrenerklÃ¤rung vorlegen, von der man weiÃŸ, dass Sie nicht erfÃ¼llt werden kann? Einem Trainer, der sogar auf eigene Kosten zum WettkampfhÃ¶hepunkt reist, um seinem SchÃ¼tzling beizustehen &#8211; wie zu den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka, als er vom Verband nicht berÃ¼cksichtigt wurde.</p>
<p align="left">Es wurde keiner der Athleten befragt, die nach der Wende mit ihm zusammengearbeitet haben. Wir hatten die MÃ¶glichkeit uns ein umfassendes Bild von Goldi zu machen und kÃ¶nnen nur sagen, dass wir diese Entscheidung absolut nicht nachvollziehen kÃ¶nnen.</p>
<p align="left">Die Art und Weise der Entlassung lÃ¤sst auch nicht auf den nÃ¶tigen Respekt und Anerkennung der geleisteten Arbeit seit der Wende schlieÃŸen. Durch drei SÃ¤tze im KÃ¼ndigungsschreiben, in denen kein Wort des Dankes fÃ¤llt, kann man einen solchen Menschen und Trainer einfach nicht entlassen.</p>
<p align="left">Stellen Sie sich bitte folgende Fragen: Wie viele Trainer aus der ehemaligen DDR gibt es in Deutschland und an welchen Erfolgen waren Sie seit der Wende mit beteiligt? MÃ¼ssen diese Trainer jetzt jedes Jahr vor den JahreshÃ¶hepunkten fÃ¼rchten, wegen Ihrer Vergangenheit angegriffen und im schlimmsten Fall entlassen zu werden. Einer Vergangenheit, die bei den meisten Trainern aufgearbeitet und auch Ã¶ffentlich bekannt ist. Diese Trainer hatten ihre Verfahren, wurden verurteilt und sind rechtlich rehabilitiert.</p>
<p align="left">Man muss auch die Arbeitsweise der Presse in Frage stellen. PÃ¼nktlich vor jedem sportlichen HÃ¶hepunkt wird eine solche â€žNeuigkeit&#8221; aus dem Hut gezogen. Meist von denselben, die spÃ¤ter darÃ¼ber schreiben, wie schlecht Deutschland wieder abgeschnitten hat. Warum wird immer wieder Unruhe und Stress in die Vorbereitung der Sportler gebracht, die ohnehin schon unter einem hohen Druck stehen? Ist das nur die reine Sensationslust der Presse oder die Einfallslosigkeit der Journalisten, die sicher Ã¼ber weitaus bessere Themen und persÃ¶nliche Geschichten im Zusammenhang mit einem sportlichen HÃ¶hepunkt berichten kÃ¶nnen.</p>
<p align="left">Auch die AbhÃ¤ngigkeit des DOSB und des DLV gegenÃ¼ber der Presse ist kritisch zu betrachten. HÃ¤tte es die Entlassung auch gegeben, wenn die Presse Ã¼ber diese Sache nicht berichtet hÃ¤tte, oder war Goldi wirklich nur ein Bauernopfer?</p>
<p align="left">Wir bitten alle Adressaten noch einmal in ruhigen Minuten zu analysieren und zu Ã¼berdenken, was mit dem Menschen Werner Goldmann passiert. Man nimmt hier nicht nur einem sehr guten Trainer einen Job weg, sondern zerstÃ¶rt ein Leben, welches einer Passion gewidmet ist und erschwert einigen Athleten und Athletinnen den Weg zu ihrer Passion, indem der Trainer, Bundestrainer und WeggefÃ¤hrte genommen wird.Â </p>
<p align="left">Herr Goldmann rief viele der aktiven Kaderathleten an, um ihnen persÃ¶nlich mitzuteilen, dass er ab dem 01.01.2009 arbeitslos sein wir, er aber trotz allem, ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.</p>
<p><strong>Zusatz der Athleten:</strong></p>
<p>Wir mÃ¶chten darauf hinweisen, dass wir uns von jeglichen Dopingpraktiken distanzieren und sie auch verurteilen!</p></blockquote>
<p>Ich bin schockiert. Da melden sich Sportler schon mal zu Wort, was ich immer gefordert aber zu selten erlebt habe, dann kommt so etwas dabei heraus. Im Detail will ich das aber nicht kommentieren. Vielleicht spÃ¤ter mal, dann gern auch mit einigen <a href="http://jensweinreich.de/?p=1313" target="_self">weiteren Dokumenten</a>.</p>
<p>Nachtrag: Ich will auch deshalb ausnahmsweise nicht kommentieren, weil mir dann die Ã¼blichen VerdÃ¤chtigen doch wieder nur Einseitigkeit vorwerfen. Manchen gelte ich wegen solcher Texte in den FÃ¤llen <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0724/sport/0003/index.html" target="_blank">Henneberg</a>, <a href="http://jensweinreich.de/?p=742" target="_self">Warnatzsch</a>Â (ein bisschen scrollen), <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1997/0826/none/0001/index.html" target="_blank">Springstein</a> oder <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0517/none/0011/index.html" target="_blank">eben</a> <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0830/sport/0013/index.html" target="_blank">Werner</a>Â <a href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0820/peking2008/0026/index.html" target="_blank">Goldmann</a> als Geschichtsklitterer, nur weil ich nicht in jedem Beitrag immer wieder die Entlassung der ehemaligen Dopingtrainer fordere. Anderen, meist Ossis, gelte ich als VerrÃ¤ter. Deshalb halte ich einfach mal den Mund und stelle das Pamphlet nur zur Diskussion.</p>
<p>Nachtrag: Habe den Brief noch einmal neu eingestellt inklusive des Anschreibens an die EmpfÃ¤nger.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/01/13/werner-goldmann-oder-wenn-die-stimmbander-lahmen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>109</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

